Austriangirl
04.01.2010, 20:57
Kangchenjunga Süd- u. Nordtrek 11. 10. – 10. 11. 2009
Ich freue mich, Euch im folgenden einen kleinen Reisebericht über unseren Nepalurlaub 2009 zukommen zu lassen.
Gebucht wurde diese Reise nach langem Hin-u. Herüberlegen bei Thamserku Trekking in Kathmandu.
Ich habe absichtlich darauf verzichtet, Gehzeiten anzugeben. . Wir beide sind schnelle Geher, es ist also absolut möglich, dass manche unsere Etappen für den einen oder anderen zu lange sein könnten. Ich habe aber bei allen Tagesmärschen die Höhenmeter im Auf- und Abstieg angegeben, dies kann bei der Planung eine Hilfe sein. Die erste Zahl nach der Tagesetappe zeigt die Meter im AUFSTIEG, die zweite die Meter im ABSTIEG an!
Ein gröberes Problem stellten auch die Höhenangaben in unserer Wanderkarte dar, wir haben beide unsere Höhenmesser (Polar AXN 700 bzw. Suunto X6 HR) am Flugplatz Suketar auf 2300m kalibriert, dennoch hatten wir eine Differenz von bis zu +/- 160 HM zwischen unseren Uhren und der Landkarte. GPS hatten wir keines mit.
Sollte jemanden der Preis dieses Treks interessieren, teile ich dies gerne in einer PN mit.
Am anstrengendsten habe ich noch die 4 Tage Anreise empfunden: wir sind am 11. 10. In Wien abgeflogen, Ankunft DEL um Mitternacht, Weiterflug mit Jet Airways um 7:00, und diese 7 Stunden im Transit waren etwas mühsam. Ankunft in Kathmandu, Hotel Royal Singi in Durbar Marg (ganz ok!) . Am nächsten Tag Weiterflug mit Yeti Airlines nach Birethnagar, flugplanbedingt (völlig unnötig!!!) muss in BIR eine Nacht im Hotel verbracht werden. Am nächsten Morgen mit nur 1 Stunde Verspätung (und das ist fast sensationell!) von BIR nach Taplejung – Suketar mit Nepal Airlines. Wahnsinnsanflug – flaues Gefühl ohne Ende!
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Es folgt das übliche Kennenlernen der Mannschaft, Pemba Sherpa unser Guide, Nima Sherpa der Koch, ein Küchenhelfer und noch 5 Träger. Schnell kristallisiert sich heraus, dass wir noch mind. 1 Träger mehr brauchen, nicht, weil wir so viel Gepäck haben, sondern auch, weil wir einfach schnell gehen und am Abend im Camp nicht stundenlang auf die Träger warten wollen. Dieses Problem hat sich dann aber am nächsten Tag gelöst, es wurde Reis und Kerosin zurückgelassen, dieses später wieder zugekauft und noch ein Träger angeheuert.
1. Etappe: Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt begannen wir unseren heiss ersehnten Trek, wir wandern gemütlich über Lali Kharka bis nach Tembewa, wo wir am Schulhof unser 1. Camp aufgeschlagen haben. 305m 810m
2. Etappe von Tembewa (1800 m) nach Fun Fun: Abstieg zum Phawa Khola mit schönen Schwimmlöchern, dann 750 HM steil bergauf nach Kunjari. Erste Ausblicke auf das Kangchenjunga Massiv. Wir wandern auf und ab durch schöne Terrassenlandschaft und sehen sehr gepflegte Häuser. 965 m 1035 m
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3. Etappe von Fun Fun (1726 m) nach Yamphudin : Wieder ein ständiges Auf- und Absteigen, sehr viele Hirsefelder. Wir gehen steil hoch über dem Khaksewa Khola. Schliesslich steiler Abstieg zu eben diesem, danach wieder steiler Anstieg nach Mamangkhe, ein wunderschöner Ort. Wir gehen durch eine fast subtropische Landschaft. Am Nachmittag ein nochmal steiler Abstieg zum Gharte Khola, und final noch 400 rel. steile HM nach Yamphudin. Ein fantastisches Camp, es geniessen kühles Bier und australischen Shiraz. Wir haben Temperaturen tagsüber bis 31 Grad, es war eine ziemliche Hitzeschlacht. 1230m 980m
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4. Etappe von Yamphudin (1985 m) nach Tortong: Nachdem dies eine ziemlich lange Etappe war, haben wir uns entschieden, nicht den „Normalweg“ über Omje Khola zu gehen (dies würde 2 Tagesetappen erfordern), sondern einen Abkürzer über das Flussbett des Amil Khola bis nach Chittre zu gehen. Anfangs eine schwierige Flussüberquerung, da keine Brücke vorhanden ist. Es folgt ein sehr steiler Anstieg, schwierig für die Träger. Erst subtropischer Wald, dann alter, vermooster Rhododendronbestand. Es ist heiss und extrem feucht. Beim Lunch auf ca. 3000 m Höhe hat es 42 Grad! Wir haben noch ca. 400HM bis zum Pass Lamite Bhanjyang, der bereits gewaltige Hangrutsche gesehen haben muss. Der Berg ist sozusagen in Auflösung begriffen, der Weg ändert sich ständig und ist schwierig zu begehen. Man wartet quasi nur darauf, dass wieder ein Teil des Berges abbricht.Es folgt ein sehr schwieriger Abstieg, Weg kaum vorhanden. Nach ca. 1 Stunde wird der Weg besser, es ist allerdings sehr steinig. Bis wir allerdings zur Brücke über den Simbuwa Khola kommen, zieht es sich allerdings noch gewaltig. Dort schlagen wir unser Camp auf. 1695 m 795m
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5. Etappe von Tortong( 2899m) nach Tseram (3740m): Schöner Weg durch alte Rhododendronwälder (ich frage mich allerdings schön langsam, wann wir endlich aus dem Wald raus sind und Berge sehen!), immer dem Fluss entlang. Keine grossen Anstrengungen, bis wir Anda Phedi und schliesslich Tseram erreichen. Hier sehen wir zum ersten Mal mehrere Zelte, es sind also doch Touristen unterwegs. Vom Camp aus tolle Sicht auf den Ratong, Kabru III u. IV . Solltet Ihr in Tseram ein wunderschönes graues Kätzchen sehen, lasst es nicht unbedingt ins Zelt rein, sonst habt ihr, so wie wir, die nächsten Tage ordentlich Flöhe! 895m 40m
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6. Etappe von Tseram nach Ramze (4300M): Nach einer eiskalten Nacht (- 7 Grad) brechen wir relativ früh nach Ramze auf. Es geht wenig bergauf, nach einiger Zeit erreichen wir Lapsang, eine schöne Hochebene mit einem kleinen See. Nach 2:30 ist Ramze erreicht, ebenfalls eine Hochebene am Rande des Yalung Gletschers. Eine gute Etappe zur Akklimatisation. Nach einer Stärkung kleine Wanderung auf die Seitenmoräne des Gletschers, vor uns ein Wahnsinnspanorama, allem voran der Ratong. Am Nachmittag klettern wir noch westlich vom Camp bis auf eine Höhe von 4800 m hoch, bis wir eine gute Aussicht auf den Kangchenjunga haben. 535m 535m
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7. Etappe Ramze – Oktang – Yalung Gletscher – Ramze : Wieder eine ziemlich kalte Nacht (-10grad) gehen wir 1:10 bis nach Oktang, ein leichter und gemütlicher Weg. Auf 4600m liegt Oktang, ein mit Gebetsfahnen geschmückter Aussichtspunkt mit schönen Ausblicken auf den Yalung Gletscher und das Kangchenjunga Massiv. Wir gehen direkt bei den Gebetsfahnen 80HM nach unten und befinden uns mitten am Yalung Gletscher. Die Begehung dieses Gletschers ist schwierig, sehr steinig, ständige Steinschläge, Geröll und Spalten halten uns ziemlich auf. Wir schaffen vielleicht einmal 3 km, bevor wir wieder umdrehen, da es uns sonst zu spät werden würde. Nach Auskunft unseres Guides wäre es möglich, in einem Tag in BC zu gehen, nur müsste man dann wieder die Campingausrüstung, sowie Verpflegung dabeihaben. 540m 540m
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8. Etappe Ramze – Selele Camp (4038 m): ein ziemlich langer Tag, Abstieg über Lapsang (ich suche vergeblich den Aufstieg zum Lapsang La, den wir bei der Planung kurz angedacht hatten). Kurz vor Ramze ist eine kleine Seitenflussquerung, danach geht es sofort hoch zum Sinelapcha La. Nicht den Fehler machen, wieder nach Tseram zu gehen – man spart sich mit dem Abschneider doch 150 HM. Es geht 410 HM relativ steil bergauf, dann sieht man bereits das Camp 2 Lakes, ein perfekter Lunchplatz mit toller Aussicht! Nochmals 280 HM nach oben, dann ist der Sinelapcha La (4494m) erreicht. Einfacher Abstieg, nächster Pass der Mirgin La. Dann noch Sinion La – fantastische Aussicht auf den Jannu. Steiniger Abstieg und Ankunft beim Camp (4038m). 925m 1145m
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9. Etappe Selele Camp – Ghunsa (3278m): Vom Camp aus nur mehr ca. 1 Stunde Gehzeit mit kaum Höhenmetern zum vorletzten Pass, den Selele. Ca. 100 HM steil bergab, dann lange im steilen Gelände gehend bis zum letzten Pass, den Tamo La. Gute Aussicht Richtung Pangpema. Bald kommt wieder Wald, es geht noch immer recht steil und schmerzhaft für die Knie bergab. Bald sehen wir Ghunsa, ein recht grosser Ort, und beziehen Camp. Wir besuchen noch die Tasi Choling Monastery, diese ist aber leider geschlossen und recht baufällig, am anderen Ufer d. Ghunsa Khola. 115m 865m.
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10. Etappe Ghunsa – Kambachen (3929m): Der Morgen war extrem kalt, es dauert ewig, bis in Ghunsa die Sonne kommt, erst nach über 1 Stunde wandern war es dann soweit! Heute haben wir eine wunderbare Herbstwanderung, kaum Höhenmeter, Herbstfarben, wohin das Auge reicht, Wasserfälle….Bei Lyakep muss ein Erdrutsch gequert werden, dann ergeben sich fantastische Ausblicke auf den Jannu. In Kambachen erwartet uns ein grosser Campingplatz. Mein Tip: Vor Sonnenuntergang ein paar Höhenmeter zu den Gebetsfahnen hochklettern, den riesigen flachen Stein suchen, drauflegen und nur schauen und das einzigartige Panorama geniessen. Die Nächte werden nun aber empfindlich kälter. 800m 145m
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11. Etappe Kambachen – Lhonak (4556m): Wieder eine sehr leichte Wanderung, es sind wenig HM zu überwinden. Im Süden bald einzigartiger Blick auf den Mera (6344m) mit unglaublichen Schnee- u. Gletschermassen. Es taucht nun im Süden der Kangbachen (7903m) auf mit seinem gewaltigen Gletscher. Abschliessend noch Überquerung des Lhonak Gletschers (der ist aber nur auf der Karte vorhanden!) und schon erreichen wir Lhonak, die letzte Siedlung, eine windige Hochalm. Noch ist es angenehm warm, um 16:30 ist Sonnenuntergang, sofort fallen die Temperaturen empfindlich. Wem diese Etappe zu kurz ist, kann noch Richtung Chabuka La gehen, immer dem ausgetrockneten Bachbett entlang. 685m 35m
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12. Etappe Lhonak – Pangpema (4905m): Die heutige Nacht war nicht so kalt als befürchtet. Wir warten auf den Sonnenaufgang, damit es ein bischen wärmer ist beim Gehen. Wieder muss ein Erdrutsch grosszügig umgangen werden. Kurz vor Pangpema treffen wir die englischen Kletterer Andy und Nick, diese sind gerade dabei, eine Route auf den Wedge Peak zu suchen. Kurzer Blick auf die Nordwand dieses Berges und wir erstarren vor Ehrfurcht! Dann ist Pangpema erreicht, das schönste Camp, das ich jemals gesehen habe. Das Panorama umfasst Tent Peak, Twin Peaks, Kangchenjunga, Yalung Kang, Kangbachen und Wedge Peak. Nach einer kleinen Stärkung klettern wir ca. 500 HM Richtung Drohmo Ri, und werden dafür mit neuen, fantastischen Ausblicken belohnt. 960m 600m
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13. Etappe Drohmo Ri (+/- 6000m): Aufbruch um 6:00 bei Eiseskälte, ich verfluche mich selbst, dass ich meine superwarmen Handschuhe nicht mitgenommen habe. In der Nacht hatten wir -17Grad, das Ganze ohne Daunenschlafsack. Da freut man sich über die warme Siggflasche im Schlafsack! Aufstieg steil und steinig, leidlich mit Steinmännchen markiert. Es begleitet uns ein Träger, der als unser Guide fungiert. Nach 2:40 ist der Gipfel erreicht, kaum Schnee, keine Probleme mit den Tritten, lediglich eine Stelle erfordert Trittsicherheit. Keine technische Ausrüstung gebraucht. Oben angekommen – DAS Panorama schlechthin! Einer meiner besten Plätze im Himalaya bis dahin! Wahnsinn!! In der Ferne ist sogar der Makalu zu erkennen! Rundherum nur Gletscher und 7000er und 8000er. Ein Plätzchen vom Feinsten!! 800m 800m
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14. Etappe Rückweg nach Kambachen: Liebend gerne hätte ich in Pangpema noch einen Tag verbracht und wäre Richtung Jonsang La gegangen! Da wir aber noch viel vorhaben, reicht die Zeit dazu leider nicht! Wir verbringen wieder einige Zeit mit Nick und Andy, sie wollen in der kommenden Nacht ihre Tour angehen….Wir wünschen ihnen noch viel Glück und tauschen Adressen aus……. Noch eine kurze Pause in Lhonak, wir blicken wehmütig zurück auf „unseren“ Drohmo Ri und saugen das Panorama nochmals in uns rein. 145m 1125m
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15. Etappe Kambachen – Jannu BC – Kambachen: Gleich vom Camp geht es zum Fluss, wir queren diesen auf einem „Schwebebalken“ – Absturz verboten!! Dann geht es auf der W-Seite des Jannugletschers nach oben. Guter Weg, keine Schwierigkeiten! Bald erreichen wir den ersten Tempel. Es bieten sich tolle Ausblicke auf Jannu und seine Nachbarn. Nach 2:45 erreichen wir einen Lagerplatz, wir essen ein paar Chhapatis, den Rest verputzen die Krähen. Alles hier ist schwer erdrutschgefährdet, wir sehen bereits tiefe Risse im Erdreich. Nochmals 20 min weitergehen, dann sieht man den Kali Tempel, das Jannu BC. Man ist nun in einer Art Naturarena, kein Mensch weit und breit zu erblicken, Einsamkeit pur! Ich sehe Berge, Gletscher, Eisfälle…….Man wird fast andächtig, dass es so was Schönes gibt! Am Rückweg erleben wir noch einen Lawinenabgang vom Jannu. 720m 720m
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16. Etappe Kambachen – Nupchu Pokhari – Kambachen: Ein weiterer Ausflüg führt uns zu einem kleinen See nördlich von Kambachen. Eine einfache Wanderung über 3 sehr schöne Hochebenen. Ob hier schon viele Touristen waren? Wir sehen ausser ein paar Yaks und 2 Yaktreibern keine Menschenseele. Ein lohnenswerter Ausflug. 770m 770m.
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17. Etappe Kambachen – Phere (3110m): Wieder ist das Kloster in Ghunsa geschlossen, es will uns offensichtlich nicht! Und weiter nach Phere – Jetzt treffen wir auch mehrere Touristen. Einer meint, es schaut hier aus wie in Canada. Wir sehen im Süden nun auch die Pässe, über die wir vor einigen Tagen von Tseram her gekommen sind. Wir campen mit einer Gruppe Engländern, die wir immer wieder mal auf den letzten Etappen getroffen haben. Sonst war noch eine Gruppe Holländer unterwegs, einige Individualtouristen und das war es dann auch schon. Man glaubt kaum, dass Hauptreisezeit ist. So wenig Touristen wie hier habe ich selten in Nepal gesehen, vielleicht noch im Rolwaling Tal. 210m 960m
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18. Etappe Phere – Amjilosa (2293m): Ein anfangs guter Weg wird immer schwieriger und rutschiger. Hier möchte ich nie nach 3 Tagen Regen gehen – das muss eine Schlammschlacht sein! Mit vielen Auf und Ab geht es dem Ghunsa Khola entlang. Kurz vor Gyabla noch 2 kurze und steile Anstiege. Gyabla liegt wunderschön auf einem Hochplateau, der Ghunsa Khola präsentiert sich als eindrucksvoller Wasserfall. Hier wären auch 2 schöne Camps mit sicher viel Sonnenschein! Wenn ich es vorher gewusst hätte, wären wir in Gyabla geblieben. Es folgt ein weiterer, schwieriger Abstieg, nach Amjilosa geht es nochmals ziemlich steil ca. 200 HM bergauf. Amjilosa liegt hoch und steil über dem Ghunsa Khola, rundherum Wald und Schluchten! Camps gibt es einige, wir haben ausserhalb des Ortes das Zelt aufgeschlagen. 600m 1390m
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19. Etappe Amjilosa – Chirwa (1190m): Die Nacht war kälter als vermutet, +8Grad. Kurz nach Amjilosa geht es steil bergab, dann immer dem Fluss entlang. Wir überqueren viele Brücken unterschiedlicher Qualität. Bei Sekathum mündet von Norden kommend der mächtige Tamurfluss in den Ghunsa Khola. Plötzlich beginnt ein aus Steinplatten gelegter Weg, dieser ist 1.5 km lang und hört genauso wieder auf, wie er begonnen hat – Warum hier??? Wir haben noch die üblichen Ups and Downs und sind bald in Chirwa. 370m 1450m
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20. Etappe Chirwa – Jogidanda (1958m): Wieder ist die Streckenführung durch viele Auf und Ab geprägt, vor Lingkhim wird es nochmals etwas steiler. Der Weg wird bedeutend besser, die Häuser grösser und gepflegter. So wie auf der Südseite eine sehr schöne Terrassenlandschaft. Bevor wir Jogidanda erreichen, müssen wir nochmals 650 HM über Phurumba nach oben. Wir finden zwar keinen Campingplatz, in den Hügeln ist es jedoch möglich, auf einer flachen Stelle das Zelt aufzustellen. Sofort sind wir von Kindern umringt. Unser Guide empfiehlt uns, nach Möglichkeit alles ins Zelt zu geben. Recht hatte er – am nächsten Morgen fehlten einige Zeltharinge. Es ist ein langer Tag. 1435 m 615 m
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21. Etappe Jogidanda – Suketar (2300 m): Ein richtiger Wanderweg erwartet uns heute. Jetzt könnte man sich aufgrund der vielen Wege auch leicht verlaufen. Wir gehen durch Bambuswälder, kleine Dörfer. Eine schöne Landschaft. Meine Motivation ist heute nicht vorhanden, völlig lustlos trabe ich bergauf und –ab. Warum??? Geht mir die Zivilisation schon ab oder bin ich einfach müde?? Wir freuen uns, als wir in Suketar die Engländer und Holländer wieder treffen. Beide Gruppen sind ausgesprochen unterhaltsam, wir haben ein paar schöne Stunden gemeinsam verbracht und von Plätzen geträumt, die wir schon gesehen haben. Alle Trekker sind „Profis“, und haben schon viel von der Welt gesehen. Unser Guide überrascht uns mit der Botschaft, dass wir morgen gemeinsam mit den Engländern einen Charterflug direkt nach Kathmandu haben sollen. Das sind gute Neuigkeiten, das Birethnagar kann ich mir somit sparen – muss man auch nicht nochmals dorthin! Inzwischen bereitet unsere Mannschaft alles für die Farewell Party vor – alle sind ganz aufgeregt. Ich schwanke zwischen Freude auf Kathmandu und Trübsal, weil ich hier weg muss. Wir schlafen hier in Suketar in einer Lodge, naja, wollen wir es mal Ratzenloch nennen, ich sehne mich schon wieder nach meinem sauberen Zelt (die Flöhe von der Katze hatten sich in der Kälte gottseidank verabschiedet!). Und bald ist Partyzeit, wir bekommen ein wunderbares Essen, eine Schokotorte, wir tanzen gemeinsam und geniessen den Abend. Ich mache Bekanntschaft mit Thong-Ba, dem tibetischen Bier. 435m 90m
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Suketar – Kathmandu: Ich glaub, ich muss sterben……….1.5 l Thong-Ba war mir doch zuviel! Mit Tränen in den Augen verabschiede ich mich von unserer superguten und tollen Mannschaft. Mein Gott, ich bin total sentimental! Ich will hier nicht weg…… Nächstes Problem: Wie soll ich nur diesen Flug überleben??? Gott sei Dank hat sogar Nepal Airlines Airsicknessbags……. Den Flug konnte ich nicht wirklich geniessen, dabei sind wir vom Kantsch bis Kathmandu immer den Bergen entlang geflogen – besser geht es doch nicht! Mein Freund hat fotografiert – ich hab es nicht mehr geschafft!
1:50 später Ankunft in KTM, 3 Aspirin und eine Runde schlafen später, war ich wieder fit für Tibet Guesthouse und Sams Bar.
4868....und dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!
Es folgten noch 4 wunderbare Tage Sightseeing in Ktm, bevor wir wieder nach Wien geflogen sind………….
Einer meiner besten Treks, ich würde den glatt nochmals machen. Thamserku hat sich als verlässlicher Partner erwiesen.
Ich wünsche jedem, dass er auch einmal die Möglichkeit hat, dieses wunderbare Land zu sehen……….
Ich freue mich, Euch im folgenden einen kleinen Reisebericht über unseren Nepalurlaub 2009 zukommen zu lassen.
Gebucht wurde diese Reise nach langem Hin-u. Herüberlegen bei Thamserku Trekking in Kathmandu.
Ich habe absichtlich darauf verzichtet, Gehzeiten anzugeben. . Wir beide sind schnelle Geher, es ist also absolut möglich, dass manche unsere Etappen für den einen oder anderen zu lange sein könnten. Ich habe aber bei allen Tagesmärschen die Höhenmeter im Auf- und Abstieg angegeben, dies kann bei der Planung eine Hilfe sein. Die erste Zahl nach der Tagesetappe zeigt die Meter im AUFSTIEG, die zweite die Meter im ABSTIEG an!
Ein gröberes Problem stellten auch die Höhenangaben in unserer Wanderkarte dar, wir haben beide unsere Höhenmesser (Polar AXN 700 bzw. Suunto X6 HR) am Flugplatz Suketar auf 2300m kalibriert, dennoch hatten wir eine Differenz von bis zu +/- 160 HM zwischen unseren Uhren und der Landkarte. GPS hatten wir keines mit.
Sollte jemanden der Preis dieses Treks interessieren, teile ich dies gerne in einer PN mit.
Am anstrengendsten habe ich noch die 4 Tage Anreise empfunden: wir sind am 11. 10. In Wien abgeflogen, Ankunft DEL um Mitternacht, Weiterflug mit Jet Airways um 7:00, und diese 7 Stunden im Transit waren etwas mühsam. Ankunft in Kathmandu, Hotel Royal Singi in Durbar Marg (ganz ok!) . Am nächsten Tag Weiterflug mit Yeti Airlines nach Birethnagar, flugplanbedingt (völlig unnötig!!!) muss in BIR eine Nacht im Hotel verbracht werden. Am nächsten Morgen mit nur 1 Stunde Verspätung (und das ist fast sensationell!) von BIR nach Taplejung – Suketar mit Nepal Airlines. Wahnsinnsanflug – flaues Gefühl ohne Ende!
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Es folgt das übliche Kennenlernen der Mannschaft, Pemba Sherpa unser Guide, Nima Sherpa der Koch, ein Küchenhelfer und noch 5 Träger. Schnell kristallisiert sich heraus, dass wir noch mind. 1 Träger mehr brauchen, nicht, weil wir so viel Gepäck haben, sondern auch, weil wir einfach schnell gehen und am Abend im Camp nicht stundenlang auf die Träger warten wollen. Dieses Problem hat sich dann aber am nächsten Tag gelöst, es wurde Reis und Kerosin zurückgelassen, dieses später wieder zugekauft und noch ein Träger angeheuert.
1. Etappe: Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt begannen wir unseren heiss ersehnten Trek, wir wandern gemütlich über Lali Kharka bis nach Tembewa, wo wir am Schulhof unser 1. Camp aufgeschlagen haben. 305m 810m
2. Etappe von Tembewa (1800 m) nach Fun Fun: Abstieg zum Phawa Khola mit schönen Schwimmlöchern, dann 750 HM steil bergauf nach Kunjari. Erste Ausblicke auf das Kangchenjunga Massiv. Wir wandern auf und ab durch schöne Terrassenlandschaft und sehen sehr gepflegte Häuser. 965 m 1035 m
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3. Etappe von Fun Fun (1726 m) nach Yamphudin : Wieder ein ständiges Auf- und Absteigen, sehr viele Hirsefelder. Wir gehen steil hoch über dem Khaksewa Khola. Schliesslich steiler Abstieg zu eben diesem, danach wieder steiler Anstieg nach Mamangkhe, ein wunderschöner Ort. Wir gehen durch eine fast subtropische Landschaft. Am Nachmittag ein nochmal steiler Abstieg zum Gharte Khola, und final noch 400 rel. steile HM nach Yamphudin. Ein fantastisches Camp, es geniessen kühles Bier und australischen Shiraz. Wir haben Temperaturen tagsüber bis 31 Grad, es war eine ziemliche Hitzeschlacht. 1230m 980m
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4. Etappe von Yamphudin (1985 m) nach Tortong: Nachdem dies eine ziemlich lange Etappe war, haben wir uns entschieden, nicht den „Normalweg“ über Omje Khola zu gehen (dies würde 2 Tagesetappen erfordern), sondern einen Abkürzer über das Flussbett des Amil Khola bis nach Chittre zu gehen. Anfangs eine schwierige Flussüberquerung, da keine Brücke vorhanden ist. Es folgt ein sehr steiler Anstieg, schwierig für die Träger. Erst subtropischer Wald, dann alter, vermooster Rhododendronbestand. Es ist heiss und extrem feucht. Beim Lunch auf ca. 3000 m Höhe hat es 42 Grad! Wir haben noch ca. 400HM bis zum Pass Lamite Bhanjyang, der bereits gewaltige Hangrutsche gesehen haben muss. Der Berg ist sozusagen in Auflösung begriffen, der Weg ändert sich ständig und ist schwierig zu begehen. Man wartet quasi nur darauf, dass wieder ein Teil des Berges abbricht.Es folgt ein sehr schwieriger Abstieg, Weg kaum vorhanden. Nach ca. 1 Stunde wird der Weg besser, es ist allerdings sehr steinig. Bis wir allerdings zur Brücke über den Simbuwa Khola kommen, zieht es sich allerdings noch gewaltig. Dort schlagen wir unser Camp auf. 1695 m 795m
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5. Etappe von Tortong( 2899m) nach Tseram (3740m): Schöner Weg durch alte Rhododendronwälder (ich frage mich allerdings schön langsam, wann wir endlich aus dem Wald raus sind und Berge sehen!), immer dem Fluss entlang. Keine grossen Anstrengungen, bis wir Anda Phedi und schliesslich Tseram erreichen. Hier sehen wir zum ersten Mal mehrere Zelte, es sind also doch Touristen unterwegs. Vom Camp aus tolle Sicht auf den Ratong, Kabru III u. IV . Solltet Ihr in Tseram ein wunderschönes graues Kätzchen sehen, lasst es nicht unbedingt ins Zelt rein, sonst habt ihr, so wie wir, die nächsten Tage ordentlich Flöhe! 895m 40m
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6. Etappe von Tseram nach Ramze (4300M): Nach einer eiskalten Nacht (- 7 Grad) brechen wir relativ früh nach Ramze auf. Es geht wenig bergauf, nach einiger Zeit erreichen wir Lapsang, eine schöne Hochebene mit einem kleinen See. Nach 2:30 ist Ramze erreicht, ebenfalls eine Hochebene am Rande des Yalung Gletschers. Eine gute Etappe zur Akklimatisation. Nach einer Stärkung kleine Wanderung auf die Seitenmoräne des Gletschers, vor uns ein Wahnsinnspanorama, allem voran der Ratong. Am Nachmittag klettern wir noch westlich vom Camp bis auf eine Höhe von 4800 m hoch, bis wir eine gute Aussicht auf den Kangchenjunga haben. 535m 535m
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7. Etappe Ramze – Oktang – Yalung Gletscher – Ramze : Wieder eine ziemlich kalte Nacht (-10grad) gehen wir 1:10 bis nach Oktang, ein leichter und gemütlicher Weg. Auf 4600m liegt Oktang, ein mit Gebetsfahnen geschmückter Aussichtspunkt mit schönen Ausblicken auf den Yalung Gletscher und das Kangchenjunga Massiv. Wir gehen direkt bei den Gebetsfahnen 80HM nach unten und befinden uns mitten am Yalung Gletscher. Die Begehung dieses Gletschers ist schwierig, sehr steinig, ständige Steinschläge, Geröll und Spalten halten uns ziemlich auf. Wir schaffen vielleicht einmal 3 km, bevor wir wieder umdrehen, da es uns sonst zu spät werden würde. Nach Auskunft unseres Guides wäre es möglich, in einem Tag in BC zu gehen, nur müsste man dann wieder die Campingausrüstung, sowie Verpflegung dabeihaben. 540m 540m
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8. Etappe Ramze – Selele Camp (4038 m): ein ziemlich langer Tag, Abstieg über Lapsang (ich suche vergeblich den Aufstieg zum Lapsang La, den wir bei der Planung kurz angedacht hatten). Kurz vor Ramze ist eine kleine Seitenflussquerung, danach geht es sofort hoch zum Sinelapcha La. Nicht den Fehler machen, wieder nach Tseram zu gehen – man spart sich mit dem Abschneider doch 150 HM. Es geht 410 HM relativ steil bergauf, dann sieht man bereits das Camp 2 Lakes, ein perfekter Lunchplatz mit toller Aussicht! Nochmals 280 HM nach oben, dann ist der Sinelapcha La (4494m) erreicht. Einfacher Abstieg, nächster Pass der Mirgin La. Dann noch Sinion La – fantastische Aussicht auf den Jannu. Steiniger Abstieg und Ankunft beim Camp (4038m). 925m 1145m
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9. Etappe Selele Camp – Ghunsa (3278m): Vom Camp aus nur mehr ca. 1 Stunde Gehzeit mit kaum Höhenmetern zum vorletzten Pass, den Selele. Ca. 100 HM steil bergab, dann lange im steilen Gelände gehend bis zum letzten Pass, den Tamo La. Gute Aussicht Richtung Pangpema. Bald kommt wieder Wald, es geht noch immer recht steil und schmerzhaft für die Knie bergab. Bald sehen wir Ghunsa, ein recht grosser Ort, und beziehen Camp. Wir besuchen noch die Tasi Choling Monastery, diese ist aber leider geschlossen und recht baufällig, am anderen Ufer d. Ghunsa Khola. 115m 865m.
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10. Etappe Ghunsa – Kambachen (3929m): Der Morgen war extrem kalt, es dauert ewig, bis in Ghunsa die Sonne kommt, erst nach über 1 Stunde wandern war es dann soweit! Heute haben wir eine wunderbare Herbstwanderung, kaum Höhenmeter, Herbstfarben, wohin das Auge reicht, Wasserfälle….Bei Lyakep muss ein Erdrutsch gequert werden, dann ergeben sich fantastische Ausblicke auf den Jannu. In Kambachen erwartet uns ein grosser Campingplatz. Mein Tip: Vor Sonnenuntergang ein paar Höhenmeter zu den Gebetsfahnen hochklettern, den riesigen flachen Stein suchen, drauflegen und nur schauen und das einzigartige Panorama geniessen. Die Nächte werden nun aber empfindlich kälter. 800m 145m
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11. Etappe Kambachen – Lhonak (4556m): Wieder eine sehr leichte Wanderung, es sind wenig HM zu überwinden. Im Süden bald einzigartiger Blick auf den Mera (6344m) mit unglaublichen Schnee- u. Gletschermassen. Es taucht nun im Süden der Kangbachen (7903m) auf mit seinem gewaltigen Gletscher. Abschliessend noch Überquerung des Lhonak Gletschers (der ist aber nur auf der Karte vorhanden!) und schon erreichen wir Lhonak, die letzte Siedlung, eine windige Hochalm. Noch ist es angenehm warm, um 16:30 ist Sonnenuntergang, sofort fallen die Temperaturen empfindlich. Wem diese Etappe zu kurz ist, kann noch Richtung Chabuka La gehen, immer dem ausgetrockneten Bachbett entlang. 685m 35m
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12. Etappe Lhonak – Pangpema (4905m): Die heutige Nacht war nicht so kalt als befürchtet. Wir warten auf den Sonnenaufgang, damit es ein bischen wärmer ist beim Gehen. Wieder muss ein Erdrutsch grosszügig umgangen werden. Kurz vor Pangpema treffen wir die englischen Kletterer Andy und Nick, diese sind gerade dabei, eine Route auf den Wedge Peak zu suchen. Kurzer Blick auf die Nordwand dieses Berges und wir erstarren vor Ehrfurcht! Dann ist Pangpema erreicht, das schönste Camp, das ich jemals gesehen habe. Das Panorama umfasst Tent Peak, Twin Peaks, Kangchenjunga, Yalung Kang, Kangbachen und Wedge Peak. Nach einer kleinen Stärkung klettern wir ca. 500 HM Richtung Drohmo Ri, und werden dafür mit neuen, fantastischen Ausblicken belohnt. 960m 600m
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13. Etappe Drohmo Ri (+/- 6000m): Aufbruch um 6:00 bei Eiseskälte, ich verfluche mich selbst, dass ich meine superwarmen Handschuhe nicht mitgenommen habe. In der Nacht hatten wir -17Grad, das Ganze ohne Daunenschlafsack. Da freut man sich über die warme Siggflasche im Schlafsack! Aufstieg steil und steinig, leidlich mit Steinmännchen markiert. Es begleitet uns ein Träger, der als unser Guide fungiert. Nach 2:40 ist der Gipfel erreicht, kaum Schnee, keine Probleme mit den Tritten, lediglich eine Stelle erfordert Trittsicherheit. Keine technische Ausrüstung gebraucht. Oben angekommen – DAS Panorama schlechthin! Einer meiner besten Plätze im Himalaya bis dahin! Wahnsinn!! In der Ferne ist sogar der Makalu zu erkennen! Rundherum nur Gletscher und 7000er und 8000er. Ein Plätzchen vom Feinsten!! 800m 800m
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14. Etappe Rückweg nach Kambachen: Liebend gerne hätte ich in Pangpema noch einen Tag verbracht und wäre Richtung Jonsang La gegangen! Da wir aber noch viel vorhaben, reicht die Zeit dazu leider nicht! Wir verbringen wieder einige Zeit mit Nick und Andy, sie wollen in der kommenden Nacht ihre Tour angehen….Wir wünschen ihnen noch viel Glück und tauschen Adressen aus……. Noch eine kurze Pause in Lhonak, wir blicken wehmütig zurück auf „unseren“ Drohmo Ri und saugen das Panorama nochmals in uns rein. 145m 1125m
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15. Etappe Kambachen – Jannu BC – Kambachen: Gleich vom Camp geht es zum Fluss, wir queren diesen auf einem „Schwebebalken“ – Absturz verboten!! Dann geht es auf der W-Seite des Jannugletschers nach oben. Guter Weg, keine Schwierigkeiten! Bald erreichen wir den ersten Tempel. Es bieten sich tolle Ausblicke auf Jannu und seine Nachbarn. Nach 2:45 erreichen wir einen Lagerplatz, wir essen ein paar Chhapatis, den Rest verputzen die Krähen. Alles hier ist schwer erdrutschgefährdet, wir sehen bereits tiefe Risse im Erdreich. Nochmals 20 min weitergehen, dann sieht man den Kali Tempel, das Jannu BC. Man ist nun in einer Art Naturarena, kein Mensch weit und breit zu erblicken, Einsamkeit pur! Ich sehe Berge, Gletscher, Eisfälle…….Man wird fast andächtig, dass es so was Schönes gibt! Am Rückweg erleben wir noch einen Lawinenabgang vom Jannu. 720m 720m
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16. Etappe Kambachen – Nupchu Pokhari – Kambachen: Ein weiterer Ausflüg führt uns zu einem kleinen See nördlich von Kambachen. Eine einfache Wanderung über 3 sehr schöne Hochebenen. Ob hier schon viele Touristen waren? Wir sehen ausser ein paar Yaks und 2 Yaktreibern keine Menschenseele. Ein lohnenswerter Ausflug. 770m 770m.
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17. Etappe Kambachen – Phere (3110m): Wieder ist das Kloster in Ghunsa geschlossen, es will uns offensichtlich nicht! Und weiter nach Phere – Jetzt treffen wir auch mehrere Touristen. Einer meint, es schaut hier aus wie in Canada. Wir sehen im Süden nun auch die Pässe, über die wir vor einigen Tagen von Tseram her gekommen sind. Wir campen mit einer Gruppe Engländern, die wir immer wieder mal auf den letzten Etappen getroffen haben. Sonst war noch eine Gruppe Holländer unterwegs, einige Individualtouristen und das war es dann auch schon. Man glaubt kaum, dass Hauptreisezeit ist. So wenig Touristen wie hier habe ich selten in Nepal gesehen, vielleicht noch im Rolwaling Tal. 210m 960m
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18. Etappe Phere – Amjilosa (2293m): Ein anfangs guter Weg wird immer schwieriger und rutschiger. Hier möchte ich nie nach 3 Tagen Regen gehen – das muss eine Schlammschlacht sein! Mit vielen Auf und Ab geht es dem Ghunsa Khola entlang. Kurz vor Gyabla noch 2 kurze und steile Anstiege. Gyabla liegt wunderschön auf einem Hochplateau, der Ghunsa Khola präsentiert sich als eindrucksvoller Wasserfall. Hier wären auch 2 schöne Camps mit sicher viel Sonnenschein! Wenn ich es vorher gewusst hätte, wären wir in Gyabla geblieben. Es folgt ein weiterer, schwieriger Abstieg, nach Amjilosa geht es nochmals ziemlich steil ca. 200 HM bergauf. Amjilosa liegt hoch und steil über dem Ghunsa Khola, rundherum Wald und Schluchten! Camps gibt es einige, wir haben ausserhalb des Ortes das Zelt aufgeschlagen. 600m 1390m
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19. Etappe Amjilosa – Chirwa (1190m): Die Nacht war kälter als vermutet, +8Grad. Kurz nach Amjilosa geht es steil bergab, dann immer dem Fluss entlang. Wir überqueren viele Brücken unterschiedlicher Qualität. Bei Sekathum mündet von Norden kommend der mächtige Tamurfluss in den Ghunsa Khola. Plötzlich beginnt ein aus Steinplatten gelegter Weg, dieser ist 1.5 km lang und hört genauso wieder auf, wie er begonnen hat – Warum hier??? Wir haben noch die üblichen Ups and Downs und sind bald in Chirwa. 370m 1450m
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20. Etappe Chirwa – Jogidanda (1958m): Wieder ist die Streckenführung durch viele Auf und Ab geprägt, vor Lingkhim wird es nochmals etwas steiler. Der Weg wird bedeutend besser, die Häuser grösser und gepflegter. So wie auf der Südseite eine sehr schöne Terrassenlandschaft. Bevor wir Jogidanda erreichen, müssen wir nochmals 650 HM über Phurumba nach oben. Wir finden zwar keinen Campingplatz, in den Hügeln ist es jedoch möglich, auf einer flachen Stelle das Zelt aufzustellen. Sofort sind wir von Kindern umringt. Unser Guide empfiehlt uns, nach Möglichkeit alles ins Zelt zu geben. Recht hatte er – am nächsten Morgen fehlten einige Zeltharinge. Es ist ein langer Tag. 1435 m 615 m
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21. Etappe Jogidanda – Suketar (2300 m): Ein richtiger Wanderweg erwartet uns heute. Jetzt könnte man sich aufgrund der vielen Wege auch leicht verlaufen. Wir gehen durch Bambuswälder, kleine Dörfer. Eine schöne Landschaft. Meine Motivation ist heute nicht vorhanden, völlig lustlos trabe ich bergauf und –ab. Warum??? Geht mir die Zivilisation schon ab oder bin ich einfach müde?? Wir freuen uns, als wir in Suketar die Engländer und Holländer wieder treffen. Beide Gruppen sind ausgesprochen unterhaltsam, wir haben ein paar schöne Stunden gemeinsam verbracht und von Plätzen geträumt, die wir schon gesehen haben. Alle Trekker sind „Profis“, und haben schon viel von der Welt gesehen. Unser Guide überrascht uns mit der Botschaft, dass wir morgen gemeinsam mit den Engländern einen Charterflug direkt nach Kathmandu haben sollen. Das sind gute Neuigkeiten, das Birethnagar kann ich mir somit sparen – muss man auch nicht nochmals dorthin! Inzwischen bereitet unsere Mannschaft alles für die Farewell Party vor – alle sind ganz aufgeregt. Ich schwanke zwischen Freude auf Kathmandu und Trübsal, weil ich hier weg muss. Wir schlafen hier in Suketar in einer Lodge, naja, wollen wir es mal Ratzenloch nennen, ich sehne mich schon wieder nach meinem sauberen Zelt (die Flöhe von der Katze hatten sich in der Kälte gottseidank verabschiedet!). Und bald ist Partyzeit, wir bekommen ein wunderbares Essen, eine Schokotorte, wir tanzen gemeinsam und geniessen den Abend. Ich mache Bekanntschaft mit Thong-Ba, dem tibetischen Bier. 435m 90m
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Suketar – Kathmandu: Ich glaub, ich muss sterben……….1.5 l Thong-Ba war mir doch zuviel! Mit Tränen in den Augen verabschiede ich mich von unserer superguten und tollen Mannschaft. Mein Gott, ich bin total sentimental! Ich will hier nicht weg…… Nächstes Problem: Wie soll ich nur diesen Flug überleben??? Gott sei Dank hat sogar Nepal Airlines Airsicknessbags……. Den Flug konnte ich nicht wirklich geniessen, dabei sind wir vom Kantsch bis Kathmandu immer den Bergen entlang geflogen – besser geht es doch nicht! Mein Freund hat fotografiert – ich hab es nicht mehr geschafft!
1:50 später Ankunft in KTM, 3 Aspirin und eine Runde schlafen später, war ich wieder fit für Tibet Guesthouse und Sams Bar.
4868....und dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!
Es folgten noch 4 wunderbare Tage Sightseeing in Ktm, bevor wir wieder nach Wien geflogen sind………….
Einer meiner besten Treks, ich würde den glatt nochmals machen. Thamserku hat sich als verlässlicher Partner erwiesen.
Ich wünsche jedem, dass er auch einmal die Möglichkeit hat, dieses wunderbare Land zu sehen……….