Vollständige Version anzeigen : I walked from Leh to Haridwar, Kedartal, Saptarishi
tim2007viatge
30.11.2009, 12:53
Hallo,
ich bin von Leh nach Haridwar gewandert und habe außerdem eine CharDham-Reise mit Tagesausflügen nach Kedar Tal, Saptarishi Kund und Richtung Ghastoli gemacht.
Route in Ladakh: Leh - Ganda La - Stakspi(Sminopo?) La - Tar La - Phanjila - Padum - Darcha.
Der Versuch, eine individuellere Route zu gehen, scheiterte beim Abstieg vom Seralchan(Serdultran)La und auf der Suche nach Ralakung.
Route ab Ladakh: nur Strassen, keine Wege; Darcha - Manali - Jalori La - ca.Rampur - ca.Barkot - Mussoorie - Haridwar.
Mehr darüber findet Ihr, wenn Ihr bei Picasa (Google > Mehr > Fotos) nach tim2007viatge sucht [als Anfänger darf ich hier noch keine Links einfügen].
Im Album 09India_A_Resum findet Ihr eine Routenkarte und 36 ausgewählte Fotos. Ausserdem gibt es Alben B, C, D, E mit Details. Unter einige Fotos habe ich als Kommentar Hinweise für Individualwandernde geschrieben. Die Namen der Bilddateien (in den technischen Daten) enthalten eine Ortsangabe (auf English) und eine meist wenig relevante Zusatzinformation (auf Katalanisch).
Dies ist mein erster Tag im Trekkingforum. Werde ich automatisch per Mail informiert, wenn hier jemand fragt oder antwortet, oder muss ich selbst nachsehen ob sich was getan hat?
Nächste Woche geht's nach Japan. Ich werde im Japan-Forum nach Fernwanderwegen suchen/fragen.
Das bist du alles gelaufen?! Hut ab! Ich setze mal den Link zu deiner Route rein:
http://lh3.ggpht.com/_hW6iB08YQpo/Sw5EipRyK-I/AAAAAAAAAZE/4ZGr2rTghEE/s640/09India00_Itinerari.jpg
Erzähl, wie lange hast du gebraucht? Wo hat es dir besonders gefallen? Wie sind die tieferen Abschnitte ab Manali?
tim2007viatge
30.11.2009, 17:47
-- Tiefere Abschnitte ab Manali --
Die letzte Woche, d.h. ab Yamuna Bridge (<1000m Höhe, zwei Etappen vor Mussoorie) war es nicht mehr interessant was Land und Leute angeht. Zuviel Verkehr auf dem National Highway (NH) 40km vor und nach Kullu und im Flachland (schon ab Mussoorie, ausserdem hässlich).
Natürlich sind Strassen nicht so schön wie Treckingpfade, aber man trifft mehr Menschen und braucht weder Führer noch Proviant (Biwakausrüstung habe ich noch von Ladakh mitgeschleppt).
Unterkünfte, 95% sogar mit eigenem Bad, gab es ab Kullu so viele, dass meine Etappenlängen nur zwischen 12 und 35 km lagen. In Einzelfällen etwas teurere (500R) staatliche PWD Guesthouses und Forest Resthouses. Details auf Anfrage bei ernsthaftem Interesse. Die "Night stay" Punkte in der von Ingolf verlinkten Karte geben einen Überblick.
-- Besonders gefallen --
Die Menschen in Ladakh und die Landschaft beim Ausflug von Gangotri nach Kedartal.
-- Wie lange gebraucht --
Siehe englische Box auf der Routenkarte und Monat/Tag auf den Fotos. Das Jahr auf den Fotos ist mir von 2009 nach 2008 verrutscht, als ich irgendwann während der Reise die Zeitzone umgestellt habe.
Anfang und Ende des langen Nord-Süd-Abschnitts waren Nurla am Indus (östlich von Lamayuru) und Haridwar. In Taklech bei Rampur (Himachal Pradesh) habe ich die Reise unterbrochen:
08.08.2009 Nurla ... 7-10.09.2009 Taklech / 25.10.2009 Taklech ... 17.11.2009 Haridwar.
Zügig von Padum nach Kullu, gemütlich - fast nur Vormittagsetappen - von Taklech nach Haridwar, sonst normales Tempo. 49 Wandertage für gut 4 Breitengrade (orange und rot auf der Karte) sind eine interessante Zahl für die Groblplanung zukünftiger Fernwanderungen.
Hallo Tim,
danke für deine Ausführungen. Eine Frage noch. Warum bist du zwischen Manali und Rampur nicht über die Berge? Da gibts doch herrliche Touren. Gabs da Probleme?
tim2007viatge
01.12.2009, 19:07
Hallo Ingolf, danke für das Interesse.
Mein höchster "Berg" zwischen Manali und Rampur war die Straße über den 3200 m hohen Jalori Pass. Ich bin wegen unpassender Vorbereitung die Straße lang gegangen.
FÜR LADAKH hatte ich eine gute Wanderkarte (Olizane) und die beliebtesten Wege sind dort ja auch leicht zu finden. Ausserdem konnte ich dort dank Home Stays den mitgeschleppten Proviant in Grenzen halten.
FÜR DEN REST (optimistischerweise bis Surat an der Westküste) hatte ich nur die wichtigsten Stellen der Nelles-Karte kopiert (schöne Karte, aber 1:1.500.000 ist nichts für Wanderwege) und aus Google Maps ausgedruckt.
Für Himachal Pradesh hatte ich in Manali das Heftchen "Himachal Pradesh Rod Etlas"(in Hindi) gekauft und für Uttarkhand nach zwei schlechteren Karten die "Nest & Wings Guide Map of Uttarakhand" als kleinstes Übel. In diesen Karten sind Trekkingrouten als gestrichelte Linien nur grob angedeutet.
In Larji (30km südl. von Kullu, östlich vom Aut Staudamm) gab es eine Informationsstelle des Nationalparks mit einer Aufzählung der Trekkingrouten. Ich vermute, das sind die Touren die Du meinst.
Ich hatte den Eindruck, dass ich dort nicht so einfach hätte loswandern können, wie in Ladakh. Meine Vermutung: 1. ich hätte mich ohne Führer sofort verlaufen; 2. anders als im trockenen Ladakh, wäre meine Biwakausrüstung (Isomatte, Schlafsack, Bodenplane oben drüber als Wetterschutz) zu schlecht für das nasse Wetter; 3. mit Führer hätte ich im Nationalpark ein relativ aufwändiges Tourpaket buchen müssen das eher für Gruppen als für Einzelwanderer geeignet wäre (Großzelt, Träger, Kochausrüstung für 3 Leute, etc.). Ich habe diese Vermutung in Larji nicht überprüft und bin weiter die Straße lang gewandert.
Vielleicht sind die Routen, die Du meinst (Great Himalayan National Park?) eher für eine einzelne Reise geeignet und nicht als Baustein in einer mehrmonatigen Fußreise?
Ein Vergleich: von Gangotri nach Jamunotri hätte ich den Dodital Trek wählen können, statt der "Fußstraße" zw. Yamuna und Ganges unterhalb von Uttarkashi (mein Foto 2009.10.04, Suchbegriff "Singot" bei Google > Mehr > Fotos). Ein sehr fitter slowakischer Einzelwanderer hatte mir seine Orientierungsprobleme auf dem Dodital Trek beschrieben. Da habe ich den einfacheren Weg vorgezogen.
Das war übrigens meine erste Wanderung in Asien.
Hallo tim2007viatge,
Du machst ja wirklich Marathonrouten, erinnert fast an Bert Simon, der kreuz und quer durch Indien gelaufen ist; - Respekt.
Du schreibst: FÜR LADAKH (sind) die beliebtesten Wege dort ja auch leicht zu finden. Ausserdem konnte ich dort dank Home Stays den mitgeschleppten Proviant in Grenzen halten.
Heißt das, dass Du die große Zanskardurchquerung alleine, ohne Führer bzw. Porter und oder Pony gemacht hast?
Gibt es dort mittlerweile an allen "klassischen Stationen" homestays bzw. teattents zum Maggie-Suppe-Essen und Platz zum Schlafsackausrollen?
Würde mich brennend interessieren, da ich die Strecke diesen Sommer gerne gehen würde.
Vielen Dank
Volker
tim2007viatge
04.12.2009, 11:55
Hallo Volker,
die "große Zanskardurchquerung" ist die Route Lamayuru - Padum - Darcha, nehme ich an. Ich bin diese Route ab Phanjila gegangen ohne Führer, Esel oder Pony.
Auf Maggi-Buden würde ich mich nicht verlassen. Die wichtigste Verflegung waren die Homestays. Ich hatte Proviant mit, aber bei weitem nicht soviel um die ganze Strecke ohne Homestays zu gehen. Ich habe etliche Kilo abgenommen.
-- Homestay --
Homestay, in der Regel mit Lunch"paket", habe ich als Einzelwanderer in jedem Dorf bekommen:
09.08. Phanjila, 10.08. Photogsar, 12.08 Lingshed, (15.08. bei Hanumil habe ich nicht nach Homestay gefragt), 16.08 Pishu, 17-18.08. Karsha bei Padum, 19.08. Reru, 21.08 Kuru.
-- Camps --
Als Einzelwanderer ohne Zelt habe ich nur dann in Camps übernachtet, wenn es ein "Restaurant" gab, d.h. eine Küche die nicht nur für eine bestimmte Reisegruppe kocht: 13.08. Snertse (von Hanumil nach Zingchan)., 20.08. Purne
-- Biwak --
11.08. SenggeLa ganz oben (weil flach); 14.08. gescheiterter Versuch, eine alternative Route via Ralakung zu gehen; 15.08. vor Hanumil; 22.08. Gumbaranjon nahe des Camps; 23.08. zw. ShinggoLa und "Darcha Fluss".
Über den Shinggo La bin ich ziemlich schnell, denn ich war nach einem Monat Wanderung gut trainiert und akklimatisiert. Die letzte Etape ging bis zur Unterkunft der Mountaineering-Organisation in Jespe. Vom 22-30.08 keine Fotos weil die Batterie leer war.
-- Details Homestays --
In Pishu wollte mich erst keiner haben, weil nebenan ein Camp war und am nächsten Morgen das ganze Dorf zum Dalai Lama nach Padum fuhr. Nur Abendessen und Übernachtung.
Homestay in Karsha (Padum-Ebene) trotz des Besucherandrangs wegen Dalai Lama.
Reru Homestay gehörte einer Organisation an (vermutlich Snow Leopard Society) und sagte dass diese Organisation erst seit 2009 in dieser Gegend operiert.
Nach Kuru war ich die letzten Stunden mit einer Familie gewandert, die vom Dalai Lama zurückkam. Wir hatten vereinbart "Abendessen gegen Geld". Zum Schlafen haben sie mich auf die Wiese geschickt, weil noch Verwandschaft zu Besuch war.
Ich hoffe die Antwort hilft weiter!
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