Vollständige Version anzeigen : Wie teuer und schwer ist der Aufstieg zum Mt. Everest Basecamp?
Erstbesteigung
21.10.2009, 07:07
Hallo,
obwohl ich zwei Bücher über Nepal besitze, meine Fragen aber nicht beantwortet wurden und mich die vielen Informationsschnippsel im Internet nicht befriedigen, möchte ich hier drei Fragen stellen:
1. Wie teuer ist der Aufstieg zum Mt. Everest Basecamp?
Natürlich benötige ich Essen und Trinken sowie über Nacht für ein paar Dollar ein Dach über den Kopf. Wenn ich mich richtig informiert habe, benötige ich für die Reise zum Basecamp keinen Führer, Träger und muss auch keine Gebühren bezahlen, liege ich da richtig?
2. Wie schwer ist der Aufstieg zum Basecamp?
Ich besitze keinerlei richtige Erfahrungen zum Thema Bergwandern. Ich laufe zwar gerne, meist jedoch auf eher halbwegs befestigten Touristenwegen, wie z.B. zuletzt in Norwegen zum Prekestolen und diverse andere Wanderungen. In meinen Büchern hört sich der Weg zum Basecamp eher wie ein Spaziergang an.
3. Ausrüstung ausleihbar?
Momentan halte ich mich in Indien auf, bringe also keine Ausrüstung, mal von einem Fleecepulli, Sonnencreme, Rucksack, sehr leichten Schlafsack und guten Wanderhalbschuhen mit. Kann ich mir die Ausrüstung für die Wanderung zum Basecamp in Nepal auch ausleihen? Sprich richtige Hose, Jacke, Schuhe (bitte keinen Kommentar dazu ;-) und sonstige Ausrüstung.
Ich weiß, dass sich mein Beitrag vielleicht etwas naiv anhört aber ich denke, dass mein kurzfristiges Vorhaben realistisch ist, da ich nicht wirklich herauslesen kann, dass der Aufstieg zum Basecamp übermäßig schwer ist.
Viele Grüße
[quote=Erstbesteigung;100836]Hallo,
obwohl ich zwei Bücher über Nepal besitze, meine Fragen aber nicht beantwortet wurden und mich die vielen Informationsschnippsel im Internet nicht befriedigen, möchte ich hier drei Fragen stellen:
1. Wie teuer ist der Aufstieg zum Mt. Everest Basecamp?
Natürlich benötige ich Essen und Trinken sowie über Nacht für ein paar Dollar ein Dach über den Kopf. Wenn ich mich richtig informiert habe, benötige ich für die Reise zum Basecamp keinen Führer, Träger und muss auch keine Gebühren bezahlen, liege ich da richtig?
2. Wie schwer ist der Aufstieg zum Basecamp?
Ich besitze keinerlei richtige Erfahrungen zum Thema Bergwandern. Ich laufe zwar gerne, meist jedoch auf eher halbwegs befestigten Touristenwegen, wie z.B. zuletzt in Norwegen zum Prekestolen und diverse andere Wanderungen. In meinen Büchern hört sich der Weg zum Basecamp eher wie ein Spaziergang an.
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zu 1) Um im Everest Gebiet trekken zu dürfen, brauch man TIMS und muss eine Nationalparkgebühr von 1000 Rupien zahlen. Zu TIMS gibts viele Infos im Forum. ich hol meines für knapp 200 Rupien von einer Reiseagentur, bei der ich den Lukla Flug buche .Einen Träger, bzw. Guide brauch man für diesen Trek nicht.
zu 2 ) Wenn Du Erfahrung im gehen im losen Geröll hast, ist der Weg recht einfach ;).
Die Wanderungen in Norwegen kenn ich nicht. Von Gorak Shep zum Basislager und retour
man ca. 6 Stunden.
Viel Spaß auf dem Trek
lG
Jens
P.S. Du sollst unbedingt noch auf den Kala Pattar steigen, dann ist man dem Everest recht nahe.
Vom Basislager sieht man den Everest nicht .
Hallo,
1. Wie teuer ist der Aufstieg zum Mt. Everest Basecamp?
Natürlich benötige ich Essen und Trinken sowie über Nacht für ein paar Dollar ein Dach über den Kopf. Wenn ich mich richtig informiert habe, benötige ich für die Reise zum Basecamp keinen Führer, Träger und muss auch keine Gebühren bezahlen, liege ich da richtig?
Das hängt schon recht stark von dir selber an.
Es fängt mit dem Flug nach Lukhla an, der knapp über 100 USD kostet. Man kann ihn umgehen, indem man von Jiri läuft, Da spart man zwar insgesamt nur ein bißchen, aber hat sehr schöne Tage.
Ich rechne persöhnlich mit 15-20 Euro am Tag, vorallem da die Preise im oberen Khumu sehr schnell in die Höhe gehen. Dies kann man exemplarisch an einigen Preisen in 2004 sehen http://www.nepal-dia.de/nepal_reisetips_informationen/Budget_/Menu_Preise_imKhumbu/menu_preise_imkhumbu.html . Diese sind jetzt sicher wesentlich höher, zugleich hat sich aber auch der Wechselkurs für uns verbessert so dass dies nicht ganz so zu Buche schlägt. viele Forumsleser sagen aber auch , dass man mit unter 15 Euro auskommt.
2. Wie schwer ist der Aufstieg zum Basecamp?
Ich besitze keinerlei richtige Erfahrungen zum Thema Bergwandern. Ich laufe zwar gerne, meist jedoch auf eher halbwegs befestigten Touristenwegen, wie z.B. zuletzt in Norwegen zum Prekestolen und diverse andere Wanderungen. In meinen Büchern hört sich der Weg zum Basecamp eher wie ein Spaziergang an.
Meistens läuft man auf Wegen und ohne Probleme. Vor Gorakshep und später von dort zum EBC läuft man auf losem Gletschergeröll. Es braucht keinebesonderen bergsteigerische Fähigkeiten, da man nie klettern muss.
3. Ausrüstung ausleihbar?
Momentan halte ich mich in Indien auf, bringe also keine Ausrüstung, mal von einem Fleecepulli, Sonnencreme, Rucksack, sehr leichten Schlafsack und guten Wanderhalbschuhen mit. Kann ich mir die Ausrüstung für die Wanderung zum Basecamp in Nepal auch ausleihen? Sprich richtige Hose, Jacke, Schuhe (bitte keinen Kommentar dazu ;-) und sonstige Ausrüstung.
In Thamel gibt es unzählige Trekkingshops, in denen man sich für wenig Geld Ausrüstung ausleihen kann. Ich würde einen warmen Schlafsack suchen und da du im November unterwegs sein wirst, auch eine Daunenjacke. Denn dann kannst du den Sonnenuntergang am Kala Patar viel viel länger genießen als die reinen Fleecebekleideten. Auch sind darin die Spätnachmittage angenehmer.
Insgesamt ist die Tour zum EBC eine großartige Erfahrung. wenn du genug Zeit hast, würde ich über Jiri hin-oder zurücklaufen.
Der gesamt Weg ist auch nicht übermäßig anstrengend, da man ja mit jedem Tag fitter wird. Allerdings lauert im Khumbu die Höhenkrankheit, die schon bviele zur umkehr gezwungen hat. Wenn man sich allerdings genügend Zeit nimmt und die Vorsichtregeln beachtet hat man damit wenig Probleme http://www.nepal-dia.de/nepal_reisetips_informationen/Gesundheit_in_Nepal/gesundheit_in_nepal.html#Hoehenkrankheit
Auf den Kala Patar sollte man immer am Nachmittag gehen, da der Sonnenuntergang viel schöner als der Sonnenaufgang ist. Ich habe auch meine Touren zum EBC immer als sehr schön empfunden. Man muss allerdings bis unter den Gletscherabfall gehen und nicht zu früh umkehren,
Viele Tips udn Bilder findest du auf meiner Seite zum Khumbu
http://www.nepal-dia.de/BKD-Reisebericht_Khumbu/bkd-reisebericht_khumbu.html
Viel Glück und Spaß
Andrées
freshnsalti
21.10.2009, 16:29
Hallo,
2. Wie schwer ist der Aufstieg zum Basecamp?
Ich besitze keinerlei richtige Erfahrungen zum Thema Bergwandern. Ich laufe zwar gerne, meist jedoch auf eher halbwegs befestigten Touristenwegen, wie z.B. zuletzt in Norwegen zum Prekestolen und diverse andere Wanderungen. In meinen Büchern hört sich der Weg zum Basecamp eher wie ein Spaziergang an.
das ist auch letztlich eher wie ein Spaziergang. Das mußt Du Dir so vorstellen wie ne Mischung aus ner Art Trampelpfad und unbefestigten Feldwegen. Also bergsteigerischer Können oder gar extreme Kletterei ist da absolut nicht vonnöten, man läuft da ganz gemütlich sprich wandert. Und zum Schluss wird es halt etwas "geröllig"...
Da kann also im Prinzip auch noch eher kleines Kind als auch noch ein älterer Renter locker laufen/rumwandern.
Nur und jetzt kommt das große ABER:
Die Höhe ist bzw. wird das (einzigste) Problem sein (können). Du bewegst Dich da über 4000m bzw. zum Schluss auf über 5000m. Und das ist meist die "Krux". Da ist die Luft verdammt dünn und wenn Du Probleme in Richtung Höhenkrankheit bekommst, dann wirst Du das EBC nicht schaffen.;)
P.S.: Muss es denn unbedingt das EBC sein?? So doll ist es da nicht. Und es klang ja schon mal hier an. Ne (Aus)Sicht auf den Everest hat man davon nicht. Da gibt es viel schönere/lohnendere "hot spots" in der Region, bspw. den Kala Patar oder Gokyo Ri oder meinethalben ne Paßüberquerung über den Renjo La/Cho La...
Hallo,
bin vor einer Woche aus Nepal bzw. vom EBC-Trek zurückgekehrt. Da ich die Strapazen noch leibhaftig vor Augen habe möchte ich davor warnen, den Weg zum EBC als leichte Wanderung abzutun. Er besitzt zwar keine technischen Schwierigkeiten - schwerbepackte Träger laufen in Badelatschen hoch -, das ist schon richtig, allerdings macht einem die Höhe ab 3000 m sehr, ab 4000 m brutal zu schaffen. Bei mir und meinen Mit-Trekkern war das jedenfalls der Fall - und wir machen alle viel Sport, ich z. B. bis zu 10 Stunden (kombiniertes Kraft- und Ausdauer-Training) pro Woche und gehen regelmäßig in den Alpen wandern. Mag sein, dass meine Muskelmasse auch ein zusätzliches Hindernis war und mein 15-Kilo-Rucksack.
Es geht eigentlich immer auf und ab. Dass man maximal "nur" 300 Höhenmeter pro Tag macht, lässt eine Tour leicht erscheinen. Aber man darf nicht vergessen, dass man z. B. 50 Höhenmeter gewinnt, indem man in einem Tal 500m absteigt und danach 550m wieder aufsteigt. Man muss sich also die Höhe trotzdem hart erarbeiten. Durch den geringen Sauerstoffgehalt in der Luft schmerzen bereits kleine Anstiege und man läuft immer mit einem Übelkeitsgefühl herum.
Sorry, ich möchte Dir keine Angst machen. Der EBC-Trek ist mit ein bisschen Kondition und Kampfesgeist schaffbar, erst Recht (wichtige Empfehlung!) wenn man langsam hoch geht. Aber er ist kein Spaziergang, so wie das Hauser und Co. scheinbar ihren Kunden verklickern, denn wenn man teilweise bei den Anstiegen gesehen hat, wie sich alte und übergewichtige Menschen bei Tengboche den Berg hochgequält haben, bekommt man echt Mitleid und fragt sich, ob die das vorher gewusst und so gewollt haben.
Wenn Du kein dratiger Sportlertyp bzw. das Rucksackwandern nicht gewohnt bist, würde ich Dir dringend raten, einen Träger zu engagieren, der Dir den großen Rucksack hochträgt. Denn in der Höhe zählt wirklich jedes Gramm. Ich z. B. werde nie wieder mehr als 10 Kilo mit ins Gebirge nehmen. Die Mitnahme eines Trägers hat aus meiner Sicht viele Vorteile, die in diesem Forum alle bereits treffend beschrieben wurde (siehe Wiki). Spätestens ab 4000m wirst Du froh sein, dass Du nur Dein Eigengewicht + Tagesrucksack schleppen musst.
Zu den Kosten. Man kommt mit 1500 Rupien, also ca. 15 Euro, aus, wenn man 2 mal am Tag einfache Kost isst und sich keine Extras leistet. Ab Dingboche schnellen die Preise nach oben. Da kostet ein Liter Wasser z. B. 250 Rupien (!). Wenn Du da das Wasser nicht selbst reinigst, dann kommst Du nicht mehr mit 15 Euro aus. Ich würde nicht zu knapp kalkulieren. Lieber mehr Geld mitnehmen und sich noch was Schönes in Namche Bazar kaufen (dort gibt es so viele schöne Sachen, dass man leicht einen Kaufrausch bekommen kann).
Wie gesagt, ich will Dir keine Angst machen, aber ich möchte generell die Empfehlung geben, diese Tour lieber als anspruchsvolle sportliche Herausforderung sehen, als eine leichte Wanderung. Wenn es Dir dann am Ende doch leichter fällt, umso besser.
LG Flause
freshnsalti
21.10.2009, 17:15
Flause,
was Du hier recht ausführlich beschrieben hast, läßt sich mit zwei (hier auch schon genannten) Schlagwörtern umschreiben.
Das eigentliche Streckenprofil der Route läßt sich grundsätzlich schon als Spaziergang umschreiben.
Als beschwerlich bis quasi verdammt/extrem strapaziös ist "nur" die Höhe, in der diese Wanderung stattfindet.;)
Ein Punkt möchte ich aber noch unterstreichen. Es läuft sich wesentlich angenehmer (und das würden wir immer wieder so handlen), wenn man zumindest ab 3500/4000 Meter einen Porter hat, der einem die rund 15kg als Hauptgepäck täglich abnimmt.
Hallo zusammen,
kann jemand etwas zu der "leichteren" Gokyo Tour sagen?
Würde mich interessieren, ob ich hier auch mit entsprechenden gegenanstiegen rechnen muß. Ferner würde mich der Zustand der Lodges ab Namche interessieren da man hier sehr unterschiedliche Aussagen bekommt.
Grüße
Burkhard
postler68
23.10.2009, 13:01
hallo,
die gokyo tour ist traumhaft schön und genauso anstrengend wie die zum ebc... wir sind erst nach gokyo, dann haben wir den gokyo ri mitgenommen und von dort weiter über den cho la pass zum ebc.
mit der höhe ist es wie beim ebc, du bist in gokyo auch weit über 4000 Metern höhe und der gokyo ri hat über 5000 Meter.
wenn du dann auch gut über den pass kommst wirst du keine weiteren probleme haben und das ebc erreichen. es sei denn du steigst zu schnell auf...
noch etwas: ich gehe lieber mit meinem 20 kg rucksack hoch, da steige ich nicht zu schnell auf und beuge so die höhenkrankeit vor... lieber ein paar tage länger in den bergen... ich bin ja im urlaub und nicht auf der Flucht...
also viel spaß egal wo es hingeht! :)
freshnsalti
23.10.2009, 13:59
Hi,
kann jemand etwas zu der "leichteren" Gokyo Tour sagen?
Würde mich interessieren, ob ich hier auch mit entsprechenden gegenanstiegen rechnen muß. Ferner würde mich der Zustand der Lodges ab Namche interessieren da man hier sehr unterschiedliche Aussagen bekommt.
sollte es "nur" nach Gokyo also zu dem eigentlichen Dorf (inkl. dem gleichnamigen See) gehen, muss man auch "nur" bis rund 4.750m hoch.
Im Vergleich zum EBC (5.364m hoch gelegen und im anderen Tal) oder dem "Aussichtsberg" von Gokyo, sprich dem Gokyo Ri (5.357m hoch), sind es immerhin gute 600 Höhenmeter weniger. Ich hab diesen Höhenunterschied mir körperlich recht gut anmerken können...;) Ab rund 5000m bzw. höher davon, war es für mich auch mehr "Quälerei" als darunter...
Da ist aber wohl jeder individuell/anders gestrickt...
Die Lodges sind, soweit wir sie erlebt haben, allesamt als in Ordnung/"annehmbar" zu bezeichnen. Die Essensauswahl ist nahezu überall gleich, ein Bett bzw. "Lager" sowie die meist obligatorische Etagen-Toiletten weisen nahezu alle auf. Diese eher spartanischen Unterkünfte sind aber oberhalb von Namche quasi typisch, sprich gilt für nahezu alle drei "Täler", die oberhalb von Namche verlaufen.
Wenn man nicht extrem hohe Erwartungen hat, kann man mit diesen Unterkünften bestens leben, ja die haben sogar nen gewissen Charme...;)
Noch einen Satz hierzu:
noch etwas: ich gehe lieber mit meinem 20 kg rucksack hoch, da steige ich nicht zu schnell auf und beuge so die höhenkrankeit vor...
Wir haben es als extrem angenehm empfunden, gerade unterwegs noch ganz spontan nen Porter engagieren zu können, der unseren Rucksack geschleppt hat. Ich fand es nicht unbedingt als Spaß, oberhalb von rund 4.000m noch mit rund 15kg auf dem Rücken wandern zu wollen/zu müssen. Anstrengend ist es so ganz ohne schweres Gepäck immer noch genügend...
Und langsam hoch gehen, ist eh die allererste Pflicht "dort oben", egal ob nun mit oder ohne schweren Rucksack!!;)
Blutsvente
23.10.2009, 19:24
hallo,
mal abgesehen vom höhenunterschied, wie ist denn der ebc trek im vergleich zum trek zum annapurna basecamp. abc geht ja nur bis 4100 m. ist ebc schwieriger oder leichter bis zu der höhe? und wie sind die wegeverhältnisse im vergleich?
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