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Vollständige Version anzeigen : Schlafsack und Daunenjacke für Patagonien


Ilse
10.10.2009, 20:16
Hallo Patagonienerfahrene,

Ich fahre Mitte Dezember 09 für ein Monat nach Patagonien und möchte dort hauptsächlich Trekkingtouren mit Zelt (Torres del Paine und vielleicht auch Tierra del Fuego) machen.

Ich habe einen älteren Daunenschlafsack, dessen Komfortbereich bis -2 Grad geht (extrem bis -15). Ich bin mir nicht sicher, ob der Schlafsack reicht. Ich friere durchschnittlich schnell (für eine Frau wahrscheinlich im Normalbereich):). Glaubt ihr, dass der Schlafsack ausreicht? (Ich habe auch noch ein Inlay, das ich mitnehme.)

Ich habe gesehen, dass es schon einige Beiträge zum Thema "Schlafsack in Patagonien" gibt, würde aber gerne nochmal eure Meinung hören, weil ich recht unsicher bin, ob ich mir nicht doch einen neuen Schlafsack kaufen muss/soll.

Ich möchte mir noch ne Daunenjacke kaufen, die ich nachts dann ggf. auch noch als wärmende Ergänzung benutzen kann.

Zur Daunenjacke:
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Daunen-Unterziehjacken (Yeti Desire, North Face Thunder Jacket) gesammelt? Sind sie sehr empfindlich? Sind sie wirklich warm? So leicht wie sie sind, kann ich mir das gar nicht vorstellen.

Gruß
Ilse

Edoran
12.10.2009, 21:26
Hallo Ilse,

die -2°C könnten für die übliche Trekking-Touren (kein Bergsteigen)in Patagonien reichen z.B. wie Torres NP, oder Chalten,... . Für den Dientes-Trail (Feuerland) ist er (zu)knapp bemessen.
Du kannst mit dem Wetter Glück haben, jedoch kann es dort auch schnell ungastlich werden. Wenn es eine zeitlang hintereinander kalt, feucht und stark Bewölkt ist, dann ist man mit einem Kunstfaser-Schlafsack auf einer besseren Seite, als mit Daune.
In anderen Worten: Dein Daunen-Schlafsack kann funktionieren, mit einem Kunstfasser-Sack -4°C ist das Risiko gering.

Gruße
Wolfgang

Guetz
18.10.2009, 20:40
Servus wir waren letzes Jahr 6 Monate in Patagonien, auch im Paine, beim Fitzroy und auf der Isla Navarino (übrigens sehr zu empfehlen). Wir hatten zwei WN summerlight dabei plus je ein Seidenintlet. Auf der Isla Navarino wurden zwei mal eingeschneit, hatten Nachts aber keine Probleme (auch meine Frau nicht...) Eine Empfehlung halte ich aber dennoch für schwierig, da das Wetter in Patagonien ja nun wirklich nicht beständig ist und das Kälteempfinden sehr persönlich ist, vom Ernährungszustand, der Gewöhnung usw. abhängt... Wir haben uns einfach vor der Reise auf dem Balkon mal bei knapp unter Null grad und nicht sehr viel im Bauch mit dem Schlafsack nach draussen auf den Balkon schlafen gelegt um zu sehen wie es ist. Als das dann gut ging, haben wir die Schlafsäcke mitgenommen und nach dem Motto gelebt: Wenn es viele Grade unter Null hat, gehen wir auch nicht trekken, und ein- zwei kalte Nächte bringen einem auch nicht um... Das von Edoran angesprochene "Problem" mit Daune sehe ich nicht ganz so kritisch, waren ein Jahr mit Daunenschlafsäcken unterwegs, teilweise auch recht feucht, hatten aber nie Probleme, wichtig ist halt, den Schlafsack im Rucksack trocken zu lagern, ist aber kein Problem. So, das wars erst mal von mir, auf jeden Fall viel Spass in Patagonien, bin schon fast "ein wenig" neidisch... Gütz

nandi
04.11.2009, 15:57
Komfort bis -2 sollte schon reichen. Wenn es ganz schlimm wird, kannst du ja noch alles einschließlich Regenkleidung anziehen... Metalltrinkflaschen eignen sich übrigens prima als Wärmflaschen, einfach heißes Wasser rein und mit in den Schlafsack nehmen.