Vollständige Version anzeigen : Lhasa - Kathmandu
Marco_Polo
01.02.2003, 12:06
Hallo!
Ich plane eine Trekkingtour von Lhasa nach Kathmandu mit einem Trek zum Everest BC (auf der Tibetseite).
Reisezeit ist Juli und August dieses Jahr ca. 6 Wochen.
Jetzt wollte ich fragen, wie abwegig diese Route ist und ob sie in dieser Zeit zu bewältigen ist, wenn man nur öffentliche Verkehrsmittel und seine zwei Füße benutzt.
Daniel
Hallo Marco_Polo
Ich plane eine Trekkingtour von Lhasa nach Kathmandu mit einem Trek zum Everest BC (auf der Tibetseite).
Reisezeit ist Juli und August dieses Jahr ca. 6 Wochen.
Jetzt wollte ich fragen, wie abwegig diese Route ist und ob sie in dieser Zeit zu bewältigen ist, wenn man nur öffentliche Verkehrsmittel und seine zwei Füße benutzt.
Also von Lhasa nach KTM zu wandern ist nicht so toll. Sehr weitläufig und am Schluss auf der Straße zu wandern ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Wenn du aber meinst, die Strecke von Lhasa nach KTM mit öffentliche Verkehrsmittel zurückzulegen, um hin-und-wider auszusteigen, um zu trekken, sind 6 Wochen eine sehr gute Zeit! Sollte kein Problem geben! Zum EBC-Nord geht schon seit einigen Jahren eine jeepable road, zumindest bis zum Rongbuk-Kloster. Natürlich kann man trotzdem von Tingri oder Xegar hinwandern, besser ist's jedoch per Jeep und dann zum EBC hinauf zu wandern und dort einige daytrips zu unternehmen!
Zu empfehlen ist auch die Tour Ganden > Samye und bei Nyalam (schon nahe der Grenze) zum Shishapangma BC-Süd.
Hast du schon eine Idee, wie du das Organisatorische machst? Permit für Tibet? Offiziell nur mit Gruppen von 5 Personen möglich!
Grüße,
Andreas
Hallo Marco Polo,
als schnell Erstinfo nur soviel, daß du für Lhasa die Organisation über ne Agentur brauchst, geht zwar auch für eine Person, aber es braucht eben ne Agentur.
Sonst kann ich dir zur Reisezeit leider nicht viel sagen.
Aber es gibt noch andere Experten hier.
Noch etwas Geduld.
Ergänzung:
Hab ich´s nicht gesagt: Andreas war ein paar Sekunden schneller! ¤*#
¤*# ¤*# ¤*# ¤*# ¤*# ¤*# ¤*#8)
phacops
Reisezeit ist Juli und August
wegen der Reisezeit: Meine erste Tibetreise in dieselbe Gegend war von Ende Juli bis Mitte September. Natürlich hat es immer wieder Regengüsse gegeben; waren aber eher Gewitter, wie bei uns. Ein paar Mal hat's uns schon eingewaschelt, wie man in Österreich sagt ¤*#;), und dreimal geschneit (Ganden-Samye 2. Tag und zweimal auf der Shisha-Tour). Die Zeit ist also okay!
Grüße
Andreas
@phacops: klassisches cross-over-posting ¤*#;) (beide 23.24 Uhr)
Hallo,
1) Du kannst die Tour machen, nicht jedoch wie Du planst. Zwar mit weniger als 5 Personen, aber nicht ohne Bürokrtische hürden.
2) Juli und August sind zum trekken selbst nicht sehr geeignet, mit Jeep ok. Besser Juli in jeden Fall.
3) Öffentliche Verkehrsmittel sind offiziell nicht erlaubt und es gibt hohe Strafen für den Fahrer.
4) Die Tour wird auch bei billigster organisation nicht billig im eigentlichen Sinne.
Ich schau noch hier herein, im Falle weiterer Fragen.
Navyo
Kathmandu
www.navyonepal.com
Marco_Polo
05.02.2003, 17:02
Danke für eure Antworten, ihr hab mich ein großes Stück weitergebracht, aber somit sind neue Fragen entstanden:
Das mit diesem Permit und die Einreise ab fünf Personen ist nicht neu für mich, da dies auch im Lonely Planet steht. Aber sollte man sich schon zu Hause um dieses Permit kümmern oder ist es besser dies beispielsweise erst von Kathmandu aus bei einer lokalen Argentur zu organiesieren, die dann noch weiterre drei Personen suchen?
@Navyo Eller
was erwartet mich unter "bürokratische Hürden"?
Ist es nicht möglich zu fünft einzureisen und sich dann zu trennen?
Selbst der Lonely Planet verweist auf die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel oder Minibusse zu benutzen. Ist das dort nicht normal?
@Andreas
ich war mir noch nicht ganz sicher wie ich diese Strecke zurücklegen wollte. Deine Antwort scheint mir jetzt aber doch auf die Sprünge geholfen zu haben. Ich dachte an "kleinere" Touren in der Lhasa-Region und dann auf jeden Fall zum Everst, wenn er doch schon mal zum Greifen nahe liegt.
Bei der Einreise nach Tibet dacht ich eine kleine Tour zu machen wie sie der Lonely Planet beschreibt. Ein Flug von Ktm nach Lhasa und dann noch 2 oder 3 Tage geführte Tour und mich dann auf eigene Faust in dem Land zu bewegen.
Daniel
Hallo Daniel, oder soll ich Marco Polo schreiben ;)
Ich war bislang drei Mal in Tibet. Zweimal quasi illegal OHNE Tibet-Permit, nur mit chinesischem Visum, aber ich bin da auch von China kommend eingereist; außerdem hatte ich drei resp. zwei Monate Zeit für diese Touren! - Vergangenen Sommer war ich zum drittenmal in Tibet, diesesmal von KTM aus. Es standen bloß drei Wochen zur Verfügung und wir machten es 'offiziell', sprich MIT Tibet-Permit. Wir waren zu Viert, der 5. Mitreisende war 'virtuell' ;). Zu diesem Permit hat uns Navyo verholfen, der auch den Jeep zum Kailash organisiert hat und überhaupt alles bestens 'hingebogen' hat (immerhin vergingen zwischen der Entscheidung, überhaupt nach Tibet zu fahren und der Ankunft in KTM gerade mal zwei Wochen!!!!). Ist also wirklich zu empfehlen!
Du schreibst vom LP; ist ein gutes Buch, keine Frage! Ich empfehle dir allerdings ZUSÄTZLICH das Folgende:
http://trekkingforum.com/grafiken/g/tibet_buch.jpg
Es erschien im Oktober, ich kaufte es dementsprechend erst NACH meiner Reise und konnte es so auch noch ganz gut beurteilen. Es konzentriert sich insbesondere auf die Route Lhasa > KTM und deckt somit 'dein' Gebiet ab!
Für einen tieferen Einblick empfehle ich den Führer »Mapping the Tibetan World« von Yukiyasu Osada (bei Amazon (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0970171609/qid=1044470481/sr=2-1/ref
=sr_aps_prod_1_1/028-4644015-0064533)).
Ich kann gerne ein paar Tipps für Minitouren rund um Lhasa geben (z. Bsp. Besteigung des Pumba Ri am frühen Morgen: Bilder dieser Bergtour hier: http://www.weltbilder.cc/details.php?image_id=83 plus die beiden folgenden Bilder.)
Grüße,
Andreas
Hallo,
die Regelungen für 2003 sind einfacher und schwieriger (wie jedes Jahr!).
Die bürokrtischen Hürden werden ab nun gezwungenermaßen nur noch von der Agentur erledigt (Andreas musste-durfte noch selbst zur Botschaft).
Es ist dafür kein Problem mit weniger als 5 Personen einzureisen.
Es ist dafür jedoch schwieriger, individuell ohne organisation durch Tibet zu reisen.
Es ist offiziell verboten Autstop zu machen, es ist auch ofiziell verboten, öffentliche Verkehrsmittel ausserhalb der Städte Lhasa, Shigatse und Tsedang zu verwenden.
Die Praxis sieht ja oftmals trotzdem anders aus, aber bei den Checkpoints kann man nicht garantieren.
Der Alien Travel Permit ist nicht mehr gültig für Tibet, daher ist individuelles Reisen (ohne Jeep und guide) praktisch nicht mehr möglich.
Flexibilität für eine Reiseroute schliesst dies bei einigen Agenturen nicht aus.
Die Einreise mittels organisierter Tour für 2-3 Tage und sich dann absetzten, ist nicht mehr so einfach (sprich nicht möglich).
Alles kann sich jedoch innerhalb wenigster Zeit wieder ändern!
Wenn ich hier "vergessen" sollte zu antworten, sorry, aber ich schaue nicht jeden Tag hier rein.
Manchmal etwas Geduld ist dann angesagt.
@ Andreas: der ist ein feiner Kerl, sollte aber weniger Werbung für Agenturen machen.......... trotzdem danke für die Komplimente die mich sehr freuen.
Navyo Eller
Kathmandu
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