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Vollständige Version anzeigen : Fotografieren in Tibet


jensi
06.06.2004, 15:42
Hallo,

ich plane im September/Oktober eine Fototour durch Tibet. Nun habe ich eine Frage was das fotografieren in Tibetischen Köstern angeht. Da hier das Blitzen untersagt ist wollte ich ein Stativ mit in die Klöster nehmen. Ist das überhaup gestattet? Danke für jeden Hinweis

Jens

Guest
09.06.2004, 22:12
Da Angst von bestellten Diebstählen,,besteht, ist das Fotografieren grundsätzklich in den Klöstern verboten.Aber mit finanzieler Unterstützung kann mann es meistens umgehen.

Grüße Hans

Navyo
11.06.2004, 05:08
Man kann in den meisten Klöstern Tibet's problemlos gegen Gebühr (ist am Eingang immer angeschrieben) fotografieren.

Auf Anfrage beim zuständigen Mönch oder Abt kann man auch mit Blitz fotografieren.

Allerdings muss man sich des Sakralen Aspekts beim Fotografieren bewusst sein und dies möglichst dilpomatisch angehen um andere Gläubige in der Andacht nicht zu stören.

Meine persönlicher Erfahrung sagt mir, das man mit freundlichen Erklären des warum so aufwendig fotografiert wird, meist nur positiv beachtet und sogar noch sehr unterstützt wird.

Ansonsten ist natürlich klar, das militärische Anlagen, Brücken, Polizeistationen etc natürlich absolut tabu sind.

Ich kann Dir gerne mehr gute Fototipps für Tibet geben.



Navyo
www.navyonepal.com



ich plane im September/Oktober eine Fototour durch Tibet. Nun habe ich eine Frage was das fotografieren in Tibetischen Köstern angeht. Da hier das Blitzen untersagt ist wollte ich ein Stativ mit in die Klöster nehmen. Ist das überhaup gestattet? Danke für jeden Hinweis

Andreas
15.06.2004, 09:06
Hallo Jens,

Tibet hat dem Fotografen viel zu bieten – aber dazu braucht man nicht nur die richtige Optik und Filme, sondern auch die richtige innere Einstellung. Wenn die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den ausländischen Besuchern und den Tibetern nicht getrübt werden sollen, dann muss man unbedingt die einheimischen Sitten, die Vorschriften und die Gefühle der Menschen respektieren. Den Tibetern ist eine Störung ihres Privatlebens genauso unangenehm wie jedem anderen Menschen auch. Frag also um Erlaubnis, bevor du jemanden fotografierst, oder arbeite diskret mit einem Teleobjektiv.

Viele Tibeter haben von Polaroid-Kameras gehört und erwarten daher, dass du, wenn du sie fotografierst, ihnen auch sofort das Ergebnis vorführst (allerdings praktisch nur mehr bei Nomaden, die nur selten Kontakt zu Ausländern hatten). Am besten machst du daher schon vorher klar, ob das der Fall sein wird oder nicht. Ältere Leute und viele Frauen lehnen es oft ab, sich aufnehmen zu lassen. Manche glauben zum Beispiel, dass eine Fotografie, die nach ihrem Tod auf der Erde zurückbleibt, sie irgendwie an diese Welt bindet.

In manchen Klöstern und Tempeln verlangen die Mönche eine Fotogebühr, und zwar bis zu 50 RMB pro Kapelle. Diese Vorschrift wurde von den Chinesen über die Klöster verhängt. Die Mönche, die darauf zu achten haben, scheinen oft wegen ihrer wichtigtuerischen Art dazu bestimmt, und werden sehr böse, wenn du schnell hinter ihrem Rücken etwas knipst. Andere dagegen freuen sich, wenn man die chinesischen Vorschriften verletzt, und halten an der Türe Wache, während du die Bilder machen kannst. Ich habe beides erlebt.

Ob man in Lhasa gerade Filme kaufen kann, wenn man welche braucht, ist nie sicher; am besten nimmt man daher einen Vorrat von zu Hause mit. Wegen des sehr kräftigen Lichts empfehlen sich niedrigempfindliche Filme. Andererseits braucht man mitunter wegen der tiefen Schatten mindestens 100 ASA, wenn man ohne Blitz fotografieren will. Wenn man zwei Kameras mitnimmt, kann man in die eine für Außenaufnahmen, einen 25 oder 50-ASA-Film einlegen, in die zweite einen empfindlicheren Film für Schatten- und lnnenaufnahmen. Ich selbst bin mit einer einzigen Kamera mit 100-ASA-Filmen sehr gut ausgekommen. Blitzgerät und Stativ sind nützlich. UV-Filter sind unbedingt anzuraten, ebenso Sonnenblende. Wegen des feinen Staubes braucht deine Kamera Ausrüstung eine dichte Tasche und einen Staubpinsel zum Reinigen der Objektive. Die Detailausrüstung ist natürlich Geschmackssache.

Grüße,
Andreas