Vollständige Version anzeigen : die letzte Reise
hallo!
ich und ein freund planen, in den nächsten jahren endgültig aus deutschland zu verschwinden, zu fuß nach tibet zu reisen und dort ein neues leben zu beginnen. wir wollen zu fuß nach tibet, um dort auch zu bleiben.
die frage ist nun: ist sowas prinzipiell möglich?
können zwei weitesgehend unausgebildete, 27 jahre alte männer diese reise überhaupt unternehmen?
würde mich über gedanken und anregungen freuen...
Alex
Hallo Alex,
Soweit deine Anfrage durchaus ernst gemeint ist, und davon gehe ich trotz der gewaltigen Idee aus, möchte ich auch ernsthaft antworten:
Ich halte es für durchaus machbar, zu Fuß nach Tibet zu reisen. Meines Erachtens käme eine Route durch Russland, Kasachstan und Nordwestchina am ehesten in Frage. Ich denke, dass sich Genehmigungen für sehr lange Visazeiten mit entsprechend professioneller Unterstützung schon erhalten lassen. Die 'Südroute' durch Iran, Pakistan und Indien ist, glaube ich, insbesondere was die Sicherheit in Belutschistan betrifft, schon bedeutend schwieriger, ganz abgesehen vom Wasserproblem in der Wüste.
Aber eine dauerhafte Niederlassung in Tibet scheint mir unmöglich! Es wird euch kaum gelingen, die chinesische Staatsbürgerschaft zu bekommen, was m. E. wohl Voraussetzung für eine Bleibe in Tibet wäre. Und selbst wenn, denke ich nicht, dass man im kommunistischen China so ohne weiteres frei seinen Hauptwohnsitz auswählen kann, noch dazu in Tibet, welches nach chinesischer Lesart immer noch ein reaktionärer Hort ist.
Das Problem der dauerhaften Niederlassung in einem fremden Land unter Beibehaltung der deutschen Staatbürgerschaft oder auch nicht, wird in 'nicht gefestigten' Demokratien oder Diktaturen sehr schwierig sein. Selbst nach Australien und Neuseeland darf nur ausgebildetes Fachpersonal auswandern. Am ehesten, und das ist jetzt eher eine Meinung aus dem Bauch heraus, als eine gesicherte Information, könnte euer Vorhaben in Thailand von Erfolg gekrönt sein. Aber Thailand könnte nicht unterschiedlicher zu Tibet sein, keine Frage!
nur meine Meinung,
Andreas
Hallo,
wie Andreas schon schriebt, wird das niederlassen in Tibet nicht so einfach werden, ausser man studiert (kann man, aber Achtung Bürokratie und keine garantie), oder man investiert in eine Firma, was natürlich auch gewissen Regeln unterworfen ist.
Am besten mal bei den Chinesischen Botschaften unverbindlich sich über Investment/Joint Ventures in CHINA unterhalten.
Wenn dies positive Antworten für Euch ergibt, dann könnte man sich über Tibet eventuell unterhalten.
Grundsätzlich aber würde ich zuerst mal Tibet besuchen, der Winter ist nicht gerade warm selbst in Lhasa.
Navyo Eller
Hallo.
Ich wollt mal wissen wie lange man schätzungsweise zu Fuß braucht. Ich wollte schon mit 6 Jahren unbedingt nach Tibet reisen, aber schon damals fand ich es passender aus eigener Kraft dorhinzugelangen. Nun bin ich halt am überlegen, nachdem ich mit der Schule fertig bin bzw Ausbildung oder so nach Tibet zu reisen. Bin halt nur am überlegen wie lange die ganze Reise dauern könnte, da ich im Anschluss evt einen Aupairaufenthalt oder sowas in der Art machen möchte. Ursprünglich hatte ich gedacht, ansatzweise die Seidenstraße entlangzureisen, bloß die Länder sind wirklich nicht so ideal. Nun plane ich halt eine Route 'obenrum' nur leider kann ich die Strecke nicht einmal ansatzweise einschäten und dadurch auch die nicht die Dauer. Würd mich freuen, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte was die Tendenz angeht.
Bente
pushbike
06.01.2006, 11:39
@bente (t@bente)
Halte das für nicht realistisch. V. a. bei wenig/nicht vorhandener Erfahrung. Und das Auswandern nach Tibet ist sowieso nicht machbar, nicht weil China eine Diktatur ist, sondern weil Du dort nur mit viel Geld reinkommst.
Abgesehen davon bist Du auch bereit, für ein Butterbrot hart zu arbeiten? Die Konkurrenz von seiten der Chinesen ist übrigens immens. Und die arbeiten, wenn es drauf ankommt, rund um die Uhr.
Was die Strecke Kashgar-Lhasa betrifft, ist die zu Fuß außerhalb jeglicher Diskussion. Einfach zu trocken verbunden mit großer Höhe und langen Distanzen zwischen den Dörfern.
Gruß
Hallo, ihr beiden,
zu der Reise zu Fuß kann ich nichts zu dem Post von Andreas hinzufügen. Auch ich habe gehört, daß es nur sehr schwer möglich sein soll, in Tibet Fuß zu fassen, bzw. gar dort dauerhaft zu bleiben. Ich glaube, da muß man zumindest vermögend sein. Und dann lebt man in einer Diktatur, und in keiner lauwarmen.
Andererseits würde ich persönlich meinen, daß es keineswegs unmöglich ist, sich in Nepal ein Leben aufzubauen. Kenne persönlich Navyo Eller, der das geschafft hat (liebe Grüße nach Chauni, Navyo!), http://www.navyonepal.com und einen sehr interessanten Holländer, Ptrick Maas, der im Kaligandakital in Tuckche eine Lodge (das High Plains Inn http://www.highplainsinn.com ) betreibt, sowie die Schweizerin Yolanda Stillhard, die in Kathmandu, Stadtteil Boudhnath das Trekkers Holiday Inn hat. http://www.4free.ch/nepal
Die leben alle dort, und es gibt noch viele andere, teilweise Rentner oder Privatiers, teilweise arbeiten sie in Nepal .
Und - als Alternative zum per pedes: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen wohl meistens) dürfte es nach Lhasa schaffbar sein, aber zu Fuß, phew...
Namaste,
Soshin
raumzeitlos
18.03.2006, 22:55
Hallo,
Bin grad bei meinen Recherchen in dieses Forum gestolpert.
Ich plane sein ca 1 Jahr eine ca 1-jährige Extrem-Tour nach Nepal ( in ca einem Jahr :).
Grober Umriss:
Nach Moskau: trampen oder Euro-Ticket der Bahn
Dann TS-Eisenbahn bis Irkutsk
Durch die Mongolei und China per Autotrack Zug und zu Fuß,
Das ganze mit Rucksack auf die harte Survival Art.
(Kenntnisse und Ausbildung vorhanden)
Vieleicht ist ja jemand da, der die Sache auch schon konkreter angeht,
oder vieleicht schon hinter sich hat.
Gruß
Hans-Wien
20.03.2006, 22:38
Hallo Bente !
Aipairaufenthalt in Tibet finde ich köstlich !!
Muß ich demnächst in mein Programm aufnehmen.
Gute Idee Grüße Hans - Wien
Jackhead
10.04.2006, 18:20
Hi zusammen
@ Alex
Also erstma ich finde die Idee gut und wünsche dir alles gute das Ihr das schafft. Zu dem geliengen würde ich sagen es hengt meist nur am "GELD". Wie heisst es so schön "Geld regiert die Welt". Aber ich bin davon überzeugt wenn man es wirklich will von ganzen Herzen ist immer ein Weg. Das es leicht ist hat keiner gesagt aber was schon einfach im Leben? Also lasst euch nicht untergriegen!
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