Vollständige Version anzeigen : Individuelle Organisation eines Treks von Lhasa
Ich habe verschiedene Fragen,
Meine Freundin und ich fahren im Oktoner nach Tibet. Wir möchten kein Zelt und auch keine Kochutensilien mitbringen. Der Rucksack wird so schon voll genug.
Können wir in Lhasa einen Guide finden, der mit uns einen Trek mit allem organisiert, oder kommen wir um ein Reiseargentur nicht herum?
Mit welchen Kosten muß man rechnen? Im Lonely Planet steht etwas von 70 $ pro Tag und Person. Das scheint mir sehr viel.
Wir reisen über Kathmandu ein und wollten auf dem Weg in Nyelam schon einen Trek zum Shishapangma Base Camp machen. Ist das vor Ort möglich zu organisieren mit allem was wir benötigen?
Hallo Nils,
Es ist schon mal unmöglich, individuell overland von Kathmandu nach Tibet einzureisen. Leider :( !
Insofern erübrigt sich auch deine Frage. Vor Ort geht gar nichts. Du musst alles schon vorher von einer Agentur organisieren lassen! Wenn du 'offiziell' unterwegs bist...
Andreas
Magdalena
15.09.2004, 12:48
HI, würde mich sehr freuen wenn du mir gute Agenturen sagen könntest, die solche Trekking Touren anbieten. Komme aus Österreich
Hallo Magdalena,
Mit Agentur meinte ich lokal, vor Ort in Kathmandu. Selbst österreichische oder deutsche Reisebüros arbeiten mit nepalesischen Agenturen zusammen.
In Kathmandu gibt es sehr viele. Einfach mal googeln.
Vertreter zweier Agenturen sind oft hier im Forum mit wertvollen Informationen:
Navyo: www.navyonepal.com
Mane: www.trekking24.com
Schöne Grüße,
Andreas
Helena Kol
26.11.2004, 08:57
Hallo Nils,
um vom Kathmandu nach Lhasa zu gelangen, muss man pro forma mit Hilfe eines Reisebüros (in Thamel, Touristenviertel vom Kathm. gibt es viele) eine Gruppe bilden, die zusammen nach Lhasa fliegt. Dort wird man vor einem Hotel abgeladen und braucht sich um keine Gruppe mehr kümmern. Mit Reiseagenturen in Lhasa dauert die Organisierung eines trekks mit Permit etc. ca. 2-3 Tage. Wenn du nach infos aus Lonely Planet in einen Lokalbus steigst, bist du dein eigener Herr. In den Bergen gibt es auch keine Kontrollen, die beschränken sich auf die Straße. Wenn du auf bischen Komfort verzichtest, hat auch ein Kocher und Trockenfutter in deinem Rucksack Platz. In den Dörfern abseits der üblichen Routen wirst du möglicherweise von den Dorfbewohnern zum Essen und Übernachten eingeladen, auch ein Yak über einen höheren Pass wird vielleicht aufzutreiben. Lerne vorher paar tibetische Wörter.
Helena
Hans-Wien
30.11.2004, 17:21
Hallo liebe Helena !
Ganz so einfach ist es nicht !
Du kommst zwar als Gruppe nach Lhasa,kannst dich aber nur in dieser Region frei bewegen.Für einen Überlandbuss mußt du ein Ticket bei einem Schalter kaufen und das Permit für diese Region vorweisen.An der Strecke gibt es jede Menge von Checkposten.Durch die Berge wanderst du auch nicht wie bei uns in den Alpen,und beim erreichen eines Dorfes haben die meisten Bewohner Angst einen westl. Touristen aufzunehmen,außerdem sind sie bei Strafe verpflichtet jeden Fremden zu melden.
Wir haben in einem Dorf übernachtet und in der Früh traff ein Jeep mit 3 Zivilpolizisten ein die das Haus durchsuchten und unsere Travelpermits sehen wollten.Auch habe ich erlebt,daß Mönche verhaftet wurden ,unter dem Vorwand, zu engen Kondakt mit Ausländern zu haben.
Ein Yak zu mieten ist auch nicht so einfach, den die Bauern brauchen es für die Feldarbeit.
Du dürftest deine Ideen aus dem Lonely Planet beziehen,aber manches in diesem Buch erinnert mich an Märchenerzählungen.
Also bitte,nur selbst erlebte Berichte weitergeben damit interessierte nicht enttäuscht aus Tibet zurückkommen.
Grüße Hans Wien
Hallo Hans,
Du hast recht, dass Manches im LP eher einem Wunschtraum als der Realität entspricht, obwohl ich die Guides von LP generell als sehr wertvoll einschätze!
Aber Helena hat sicher auch recht. Es klingt nach eigenen, beneidenswerten Erfahrungen.
Ich habe beiderlei Arten von Reisen in Tibet unternommen: total individuell, ohne je ein Permit auch nur gesehen zu haben, problemlos herumkommend und (selbst) organisiert mit Guide und Fahrer, wie offiziell vorgesehen.
Der Unterschied lag in der zur Verfügung stehenden Zeit! Einmal eine 'open end' Reise ohne fixes Rückflugticket, gemütlich das Land erkundend, 'Problemstellen' rechtzeitig erfragend: einfach Sich-Durchschlagen, egal, ob man mal wo 'steckenbleibt' oder so. Zum Anderen fixe, vorgeplante drei Wochen, weil nicht anders möglich (Urlaub von der Arbeit, Familie zuhause): Hierbei konnten wir nicht riskieren, 'stecken zu bleiben', Umwege fahren zu müssen, etc. Also mit Guide und Jeep.
Aber in der Art, wie es Nils vorhatte: gleich von Nepal zum Shishapangma trekken, dann irgendwie weiter, ist nicht möglich; da hat Hans wieder recht.
Ich denke, wenn jemand sehr viel Zeit hat und die gehörige Portion Abenteuerlust, dann einfach drauf los :cool: . Aber, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt in Kathmandu am Flughafen sein muss, wäre es fatal, würde man nicht 'organisiert' vorgehen.
Andreas
Helena Kol
08.12.2004, 14:40
Hallo Hans,
Ich habe nur von Selbsterlebtem berichtet! Es war im Jahr 2000, bis jetzt dürften sich die Möglichkeiten für den Individualtourismus gebessert haben, wie ich gehört habe. Alle infos aus LP haben gestimmt.
Ist ja klar, dass die Polizei dort kontrolliert, wo sie mit dem jeep hinkommt. Ich habe aber über trekking gesprochen, da meine ich in Gebieten, wo keine Straßen, meistens auch keine Pfade sind. Dort gibt es weder Kontrollen noch verängstigte Tibeter. Irgendwelche permits haben dort niemanden interessiert.
Den Shishapangma trek kannst du auf der Rückreise Lhasa-Kathmandu besser organisieren. Genaueres von Nyalam weis ich nicht, wir sind zu Fuß über den Himalaya nach Nepal zurückgekehrt (ohne Permit) - ein wunderschöner 18-tägiger trek, keine giudes oder Träger, nur wir vier und die herrlichen Berge!
Helena
wir sind zu Fuß über den Himalaya nach Nepal zurückgekehrt (ohne Permit) - ein wunderschöner 18-tägiger trek, keine giudes oder Träger, nur wir vier und die herrlichen BergeHallo Helena,
Mich würde interessieren, welche Route ihr im Detail genommen habt.
Andreas
Hans-Wien
08.12.2004, 18:37
Hallo liebe Helena !
Da möchte ich mich,wegen meiner falschen meinung entschuldigen,und dir zu dieser tollen Trekkingtour gratulieren. (Wo hast du den Himalaya überquert ?)
Das Individualreisen ist zwar in manchen Regionen Zentraltibets leichter geworden,aber es sollte doch nicht der Eindruck entstehen,daß alles möglich sei und ganz einfach.
Ich trampe seit 20 Jahren durch Tibet,größtenteils individual,aber manchmal muß auch ich Begleitung akzeptieren.
Ich habe westl. Traveller in Polizeigewahrsam erlebt,die illegal unterwegs waren,und denen ging es nicht gut.
Es ist nicht die Norm,illegal durch Tibet zu spazieren und keine Probleme zu bekommen,das muß sich jeder bewußt sein.
Grüße Hans Wien
Helena Kol
09.12.2004, 10:16
Hallo Andreas und Hans,
es ist sicher nicht richtig sich in einem fremden Land illegal zu bewegen, aber die Sehnsucht nach freiem Erkunden dieses herrlichen Landes war stärker, darum haben wir es riskiert und sogar für eventuelle Schwierigkeiten 2 Tage (Polizeistation?) eingeplant. Dazu sind die Regeln für Touristen in Tibet nicht eindeutig definiert, so kann man schwer sagen ab wann man etwas verbotenes tut.
Wir sind zur Akklimatisierung vom Kloster Ganden nach Samye gegangen. Ein sehr schöner einsamer trek (damals, jetzt habe ich gesehen dass es schon jede Menge Agenturen in Lhasa gibt, die ihn kommerziell anbieten), mit zwei Pässen über 5.000 m. Wir haben absolut keine Schwierigkeiten gehabt, wurden von den halbnomadisch lebenden Tibetern auf ihren Sommerweiden freundlich empfangen.
Der Jeepfahrer, der uns zum Everest BC gebracht hat, hat eine Genehmigung gehabt, wir haben keine Permits gebraucht, nur Eintritt gezahlt. Von dort (etwas unterhalb von Rongbug) kann man weglos über den Pang La (pang heißt Gras, Wiese und so hat der Pass auch ausgeschaut) zum Fahrerlager und weiter oben zum BC von Cho Oyu gelangen. Unterwegs haben wir den Sechstausender Balung Ri "mitgenommen". Vom BC ist es zum Nangpa La nicht mehr weit. Bei Undurchführbarkeit unseres Plans von dort nach Nepal zu gehen (Checkpoint usw.) würden wir umkehren und Ersatztrek am ShishaPangma machen. Der Nangpa La wird von Tibetern genutzt, die auf dem Samstagsmarkt in Namche ihre Ware verkaufen, wir haben Yakkaravanen in beiden Richtungen getroffen. Auf der nepalesischen Seite kann man über die Berge nach Gokyo gelangen. Von dort bis Jiri war es schon auf ausgetretenen Pfaden und Übernachtungen in Lodges fast ein Spatziergang.
Wir möchten mal (voraussichtlich 2006) nach Osttibet reisen und dort paar Sechstausender besteigen. Ihr zwei seid Tibetkenner, habt ihr da Tipps?
Helena
Ohne Permits über den Nangpa La zu trekken heißt natürlich auch, einen illegalen Grenzübertritt zu wagen. Ein Risiko, das man sehr genau abwägen muss, bis man es eingeht. Im Trailblazer-Guide »Everest Region« steht eine schöne Geschichte über zwei Brüdern, die von Chinesen gefangen wurden. Einer durfte zurück, um Geld zu holen, seinen Bruder auszulösen. Kann jeder nachlesen!
Ich gratuliere euch zu dieser Route, ist sicher eine der schönsten Möglichkeiten über den Himalaya zu wandern. Mich würde interessieren, wie ihr es mit dem fehlenden Einreisestempel nach Nepal gemacht habt. Seid ihr in Namche zur Polizei? Oder erst in Kathmandu zur Immigration?
Osttibet? Nun, ich war noch nicht in Kham, aber in Amdo, umd zwar im Südosten Amdos. Auf der Strecke zwischen Darlag (Guoluo Tibetan Autonomous Prefecture in Qinghai) und Aba (Aba Tibetan and Qiang Autonomous Prefecture in Szechuan) liegen fantastische, hochalpine Gebirgsstöcke mit ausgedehnten Weiden und Seen. Man braucht viel Zeit, um dort voran zu kommen, weil es recht abgelegen ist. Außerdem sind sowohl Darlag, als auch Aba closed area.
Andreas
Hans-Wien
12.12.2004, 18:29
Hallo Helena !
Nochmals Gratulation zu dieser interessanten Trekkingroute,zwar ein Risiko,aber sie bescherte sicher unvergeßliche Eindrücke.
Da ich selbst schon außerhalb der Legalität unterwegs war,und dafür auch die Konsequenzen erfahren mußte,sollte deshalb den Travellern nicht der Eindruck vermittelt werden,Tibet sei ein Abenteuerspielplatz,und jeder kann so ganz einfach illegal durch die Gegend wandern.
Der Vorwurf einer subversiven Tätigkeit kann schnell entstehen,da kennen die chin. Behörden keinen Spaß ,und dann ist es auch nicht mit der Bezahlung eines größeren Geldbetrages abgetan.( Amnesty International hat darüber einige Berichte)
Zu deiner Frage über trekking in Osttibet :
Ich habe in den vergangenen 4 Jahren zwei Gebirge in Amdo und Kham umwandert und dessen Basislager erkundet.( siehe Bericht im Forum "Individualtrekking zu den heiligen Bergen Tibets" )
Beide Gebirge sind ein großartiger Anblick,mit Eis und Schnee bedeckt.
1. AMNYE MACHEN in Amdo mit 3 Berggipfeln,
Dradul Lungshok 6145 m
Amnye Machen 6282 m
Chenrezig 6127 m pyramidenförmig südlich des Hauptgipfels.
bei allen drei Gipfeln ist die Errichtung eines Basislagers notwendig.
2. KAWA KAPO in Kham mit 2 Berggipfeln,
Kawagabo 6740 m , die Besteigung ,ist allerdings nach einer Expeditionstragödie
verboten.
Miancimu 6054 m , ein wunderschöner Berg,vom Dorf Yubeng erreichbar.
Die richtige Ausrüstung und nötige Erfahrung, ist natürlich bei allen dieser Gipfeln erforderlich.
Lha gyal lo Hans Wien
Helena Kol
14.12.2004, 14:10
Hallo Andreas,
wir haben vor Jahren in Namche die tibetischen "Wilden" mit ihren Yaks auf dem Samstagsmarkt gesehen, die über die Berge Handelsware gebracht haben. Damals haben wir und versprochen mal diesen Himalaya-Übergang von Tibet zu machen. Erst die Recherchen zu hause haben ergeben, dass es nicht so einfach wird. Erfolgschancen 50%. Nachher haben wir es auch nirgends auf die große Glocke gehängt. Hier fühle ich mich aber unter Gleichgesinnten, die wie ich hoffe so was nicht unüberlegt nachahmen würden. Wir haben das ganze paar Monate vorbereitet.
Zur Polizei sind wir in Nepal natürlich nicht gelaufen.
Das Bereisen von Kham und Amdo sollte mittlerweile für Individualtouristen einfacher geworden sein? Wie ich gelesen habe tummeln sich dort viele Biker rum, die die check points nachts umfahren. Gibt es für die closed area Permits? Hast du eine gute Quelle für Karten in diesem Gebiet?
Helena
Helena Kol
14.12.2004, 14:20
Hallo Hans,
danke für die Auflistung der Osttibet-berge. Sind Amnye Machen und Miancimu ohne Hilfsmittel zu erreichen? Wir gehen immer auf eigene Faust und ohne Träger, so können wir uns die zusätzliche Last vom Seil, Klettergurt und Karabinern nicht erlauben. Höchstens leichte Steigeisen oder Grödeln.
Und wo gibts Kartenmaterial?
kyerang bökä schä gi yö pä
Helena
Hans-Wien
14.12.2004, 19:34
Hallo Helena !
Die Besteigung beider Berge,Amny Machen und Kawa Kapo,ist meiner Meinung nach ,nur mit guter Eisausrüstung möglich.
Aber auch bei der Umrundung erlebst du eine grandiose Landschaft ,inmitten vieler tib. Pilger.Die Anreise ist von großen chin Städten individuell leicht möglich.
Ich habe im Forum unter" Individualtrekking zu den heiligen Bergen Tibets" einen Bericht geschrieben.Solltest du an einem der Berge Interesse haben,kann ich eine Skizze und genaue Wegbeschreibung zusenden.
Wie ich sehe kannst du tibetisch,bei mir liegt das erlernen allerdings schon 35 Jahre zurück.
Grüße Hans - Wien
Helena Kol
15.12.2004, 13:52
Hallo Hans,
deinen Bericht "Individualtrekking ...." habe ich natürlich gelesen: Muss eine sehr schöne Ecke sein. Es wäre toll wenn du mir Skizzen und Wegbeschreibungen schicken könntest. Mein Tibetisch-Lehrer, Mönch aus Ramba Tsa bei Gardze, hat mir von dieser Ecke der Welt auch vorgeschwärmt. Ist aber mit 15 J. geflüchtet und mit Karten haben es die Tibeter nicht so, da habe ich ihm keine geografischen Daten entlocken können.
Tibetisch habe ich für unsere Reise vor 4 J. gelernt, müsste ich wieder abstauben.
Helena
Zur Polizei sind wir in Nepal natürlich nicht gelaufen.Um nochmal darauf zurück zu kommen: Wie habt ihr das dann mit der Gültigkeit des nepalesischen Visums gemacht?
Spätestens bei der Ausreise aus Nepal wäre man drauf gekommen, dass ihr keinen gültigen Einreisestempel bekommen habt.
Tibetisch habe ich für unsere Reise vor 4 J. gelernt, müsste ich wieder abstauben.
Meinen Respekt! Ich wollte 1992 vor meiner ersten Tibetreise auch tibetisch lernen, aber mangels Lehrer und angesichts der Schwierigkeit dieser Sprache, 'sattelten' wir auf Chinesisch um, da wir auch in China unterwegs waren. Mit rudimentären Urania-Kurs-Kenntnissen :D kamen wir ganz gut durch, auch in Tibet.
Andreas
Helena Kol
15.12.2004, 16:04
Hallo Andreas,
wir haben Multiple-Visa für Nepal gehabt, sonst kann man Kathmandu-Lhasa-Kathmandu nicht machen, denke ich. Und wo zeigst du in Nepal deinen Reisepass? Eigentlich erst bei der Heimreise auf dem Flughafen. Dort hat sich niemand für unsere Stempel interessiert, die wollen doch nur diese ausgefüllten Handzettel, die sich dann unter dem Tisch des Beamten im Staub häufen.:-)
Zitat:
Tibetisch habe ich für unsere Reise.....
Chinesisch ist bestimmt auch nicht ohne. Vielleicht noch schwieriger mit dem Singsang tiefer und hoher Silben. Das ist im tibetischen auch, aber nicht so ausgeprägt. Dafür gibt es zu der Sprache des Volkes noch Schessa, eine "hohe" Sprache, die eigene Ausdrücke hat und nur in besseren Kreisen gesprochen und verstanden wird. Als Ausländer hast du dann die Qual der Wahl. Sonst zum Lernen sehr interessant, die Silben werden wie ein Puzzle zu Worten zusammengelegt.
Das Tibetisch in der Kauderwelsch Reihe ist leider nicht so gelungen (dagegen Nepalesisch sehr gut), es gibt ein englisches Tibetan Phrasebook, das ist für unsere Bedürfnisse viel besser.
Wenn wir schon bei den Sprachen sind, ich fahre nächsten Sommer nach Westchina, und dort wird Uigurisch gesprochen. Es gibt ein englisches Lehrbuch, zu kaufen in Kashgar. Hast du ´ne Idee, wo man es hier bekommen könnte?
Helena
@ Helena:
Nein, ich weiß leider nicht, ob und wo man dieses Büchlein bekommen könnte. Ich weiß allerdings, dass in Pakistan (R'Pindi) auch solche Büchlein available sind. Dieses Wissen wird dir nur leider nichts helfen ;) .
Sinkiang ist ein großartiges Land und ich möchte auch einmal wieder hin. Wir haben uns damals auf chinesisch (können die Uighuren nur sehr schlecht, also kommt man ganz gut durch, weil es für alle Beteiligten eine Fremdsprache ist...) und türkisch verständigen können. Mit Türkisch kam man eigentlich ganz gut durch. Überraschenderweise ist Uighurisch dem Türkischen näher, als dem Kirgisischen oder Kasachischen und manche Vokabeln sind tatsächlich vollkommen identisch. Solltest du das Büchlein nicht auftreiben könne, empfehle ich, basics in Türkisch zu lernen; und das sollte gar kein Problem sein bei uns.
Andreas
Hans-Wien
15.12.2004, 17:28
Hallo Helena !
Bin für 2 Monate in unseren Bergen unterwegs. Wenn ich zurück bin,sende ich dir gerne weitere Unterlagen. Bist du an " Amnye Machen oder Kawa Kapo " interessiert?
Ich fühle mit großer Freude bei dir eine tib. Seele.
Grüße Hans - Wien
Helena Kol
16.12.2004, 11:55
Hallo Hans,
danke dir, ich freue mich auf deine Unterlagen. Ich habe fest vor, diese bischen vergessene Ecke Tibets kennenzulernen, auch um die Heimat "meines" Mönchs Jamlo zu besuchen. Auch wenn wir erst im J. 2006 hinfahren wollen, Vorfreude ist die schönste Freude.
Helena
Hans-Wien
27.12.2004, 10:35
Hallo Helena !
Ich wünsche dir für das Neue Jahr,erfolgreiche Trekkingtouren und vor allem Gesundheit.
Wenn ich wieder meine Unterlagen habe,sende ich dir Beschreibungen und Skizzen von den Umrundungen der beiden Berge "AMNYE MACHEN und KAWA KAPO ".
Allerdings kenne ich mich nicht aus,ob es möglich ist Pläne in dieses Forum zu stellen.
Sende mir daher deine E -mail Adresse.
jöh b'ökäh lobdchong giab ssumtchutsa-druh lo buddh. uni Wien njampoo lama. nga b'ökäh jagomäh !
kj'erang b'ökäh sch'ehgejöpäh ! g'apaa kj'erang lobdchong giab dang g'adüh ?
Liebe Grüße Hans-Wien
[...]
Allerdings kenne ich mich nicht aus,ob es möglich ist Pläne in dieses Forum zu stellen.Ja, geht ganz einfach: du brauchst nur beim Verfassen eines neues Beitrags weiter unten auf den Button 'Anhänge verwalten'. Da kann man problemlos alle möglichen Bilddateien, pdf-Files und sogar Gezippte hochladen. Erklärt sich im Weiteren von selbst.
Andreas
hallo!
ich möchte gerne zu dem thema auch noch was beitragen, obwohl ich glaube, dass sich das thema inzwischen schon ein bisschen verändert hat :) !
falls man nämlich kocher, wasserfilter, zelt usw. dabei hat, kann man sich z.b. von lhasa aus problemlos auf den wunderschönen 4-5 tages trek von tsurphu nach yangpachen aufmachen! wir haben im herbst 2004 zu zweit einfach den bus, der am barkhor wegfährt, genommen. waren die einzigen touristen, sonst nur mönche, die nach tsurphu wollten. beim kloster haben wie einen pferde-führer organisiert (der war ehrlich gesagt, ein kleiner teufel, der immer tat, was er grade wollte, und mittendrin begann, über den ausgemachten geldbetrag zu diskutieren). ich glaube aber durchaus, dass das auch ohne geht, wenn man sich das gewicht gut aufteilt. flüsse sind am weg, wasser filtern! die landschaft ist traumhaft, der höchste pass auf circa 5200m, und die ganze zeit über trafen wir bloß yaks, hirten, und nonnen! :)
also, wie gesagt, wir haben das total individuell gemacht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort irgendwo kontrollen geben soll!
liebe grüße
babsi
p.s. plant unbedingt einen tag für tsurphu ein, ist ein wunderschönes kloster mit netten mönchen und einer tollen kora, die hinauf in die berge über der klosteranlage führt!
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