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Vollständige Version anzeigen : Rucksackgröße Alpenüberquerung


Basti
24.05.2009, 18:16
Hallo,

wir haben im August geplant ne Hüttentour von Oberstdorf nach Meran zu machen. Jetzt gehts mir darum welche Rucksackgröße ich wählen soll?!

Es ist für die Zukunft geplant auch mal nur per Rucksack ne Trekkingtour in Norwegen o.ä. zu machen und ich frage mich eben jetzt, ob ich nicht gleich einen etwas größeren nehme oder was ich sonst machen sollte?!

Für ein paar Tipps wär ich sehr dankbar!

Marisa
24.05.2009, 18:24
Für eine reine Hüttentour, also nur etwas Wäsche, Hüttenschlafsack und Tagesrationen von der Hütte, Regenjacke im Rucksack, reicht im Prinzip ein Tagesrucksack.

Wenn du später auch mit Zelt und Kocher unterwegs sein willst sollten es mindestens 50 Liter sein, eher größer. Kommt ein bißchen drauf an ob du alles im Rucksack haben willst oder z.B. Isomatte u/o Zelt außen dranhängst (was ich gar nicht mag).

Marisa

Carsten010
24.05.2009, 20:57
Ich würde nen kleinen Rucksack für die Alpen
und nen größeren für Skandinavien.

CU

Carsten010

bergsteiger08
25.05.2009, 08:12
Für die Alpenüberquerung brauchst du auf keinen Fall so einen großen Rucksack.
Wenn du einen großen Rucksack nur mit wenig gepackt hast, ist dieser unter Umständen etwas unbequem zu tragen.
Würde mir also einen ca. 30 Liter großen für die Tour und einen 60+X oder größer für Norwegen nehmen.
Das ist die Anschaffung wert, denn in der Regel hast du die 2 ja ewig.

theBackpacker
25.05.2009, 15:31
Hallo Basti,

war auch schon mehrmals in den Alpen sowohl wandernd als auch Klettersteig-gehend unterwegs und bis jetzt hat jedesmal mein 35 l - Rucksack gereicht. Da war alles drin von der Regenkleidung bis zum Wechselshirt und dem Necessaire. Gute Modelle gibt es von Deuter und auch Salewa, die man (fast) bedenkenlos empfehlen kann.

Wenn Du allerdings planst, Dich auf der Tour selbst zu verpflegen und damit Lebensmittel und Kocher mitführen willst, würde ich schon zu einem 60 l - Modell, welches man auf 75 l aufstocken kann greifen. Allerdings kommt dann auch noch ne Menge Gewicht auf Dich zu, welches die Höhenmeter dann auch noch rauf und runter getragen werden will.

Prinzipiell schließe ich mich meinen Vorrednern an: Eine Hüttenwanderung erfordert anderes (oder vielmehr weniger) Equipment als eine Trekkingtour mit Zelt und Kocher.

Auf jeden Fall wünsch ich viel Spaß.

FCElch
28.05.2009, 20:17
Hallo,

ich möchte mich mal einklinken, denn ich stehe im Prinzip vor der gleichen Frage. und ringe noch mit mir und den 200 Euro:
Bisher bin ich immer mit einem ca. 70 l Rucksack von Aldi gelaufen. In Norwegen, und in den Alpen....und im Urlaub wenn ich mit den Kindern an den Strand bin. Nur ich traue dem Material nicht so ganz, obwohl das Teil eigentlich sonst perfekt ist (bis auf den fehlenden Frontzugriff). Jetzt liebäugel ich mit einem 60 + 15 oder 65 + 10 von Deuter. Zum Einsatz käme der dieses Jahr beim Familienurlaub bei Tagestouren mit 2 kleinen Kids in den Alpen und im Herbst bei einer Hüttentour. Also dieses Jahr würde die Investition lohnen, so ein Ding ist ja eigentlich was fürs Leben. Man wollte mir auch zu etwas kleinerem raten, aber ich käme nie mit dem oben geschilderten 30 ltr bei meiner Hüttentour aus.
Ich habe dabei:
- Schlafsack (der nimmt einiges an Volumen)
- Wechselklamotten für auf der Hütte
- Essen (packe das immer in recht leichte Dosen, die wiederum Volumen haben) da ich nicht - alles vertrage muss ich was mitnehmen
- und das übliche was man sonst so braucht....
Ich komme dann so auf 12 bis 13 kg.

Wichtig finde ich den Frontzugriff und viele Außentaschen.

Was mich stört sind die großen Eigengewichte der Rucksäcke von fast 3 kg.

Was spricht gegen das große Volumen und notfalls einiger Vol.-Reserve? Nur das Eigengewicht?

Gruß,
FCEclch

hosentreger
28.05.2009, 21:04
Nein, nicht nur das Eigengewicht, obwohl das natürlich auch bis zu 2 Kg Mehrgewicht gegenüber einem leichten und nicht ganz so großen Rucksck ausmachen kann. Vor allem verführt der viele Platz, den Du zur Verfügung hast dazu, mehr mitzunehmen, als Du tatsächlich brauchst. Den "Fehler" hab' ich auch lange gemacht. Jetzt habe ich einen kleineren Rucksack, z.T. auch leichtere, vor allem nicht mehr so viele Sachen. Da wenig Platz da ist, muss ich mich beschränken und Prioritäten setzen. Man kann es dabei auch - wie bei allem - auf die Spitze treiben. Einige gute und sinnvolle Tipps findet man auch hier: http://trekking-ultraleicht.de/news.php

Aber musst Du wirklich Dosenfutter mitnehmen? Dosen bedeuten fast immer viel Flüssigkeit. Gibt es da keine Alternativen? Ich kenne viele Hütten, die auch auf diätische Gäste Rücksicht nehmen oder auch für Vegetarier was Leckeres haben.
Gruß
hosentreger

FCElch
28.05.2009, 22:49
Aber musst Du wirklich Dosenfutter mitnehmen? Dosen bedeuten fast immer viel Flüssigkeit. Gibt es da keine Alternativen? Ich kenne viele Hütten, die auch auf diätische Gäste Rücksicht nehmen oder auch für Vegetarier was Leckeres haben.

Nee, Missverständnis!
Ich packe mein Knäcke, Müsli, Obst, etc. in Tupperdosen oder vergleichbares. Auch z.B. Medikamente. Die nehmen Volumen weg. Finde ich praktischer und aufgeräumter.

Vertrage nicht alles. Meist nehmen ich täglich eine Imodium auf Wanderungen, dann gehts. Habe sonst immer irren Hunger weil bei mir alles ungenutzt durchrumpelt und muss irre viel essen und schleppen....trotz (fast) Untergewicht.....aber das ist ein anderes Thema.

Gruß,
FCElch

hosentreger
29.05.2009, 08:37
Nee, Missverständnis!

@FCElch:
Sorry - Ich merke gerade, dass ich Deinen ersten Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen hab': Du sprichst nicht von "Dosenfutter" sondern nur von "Umpacken in Tupper-Dosen". Und Du hast Recht, die sind sperrig und für einen Rucksack unhandlich beim Packen.

Eine evtl. Alternative wäre das Umpacken in ZipLock-Beutel (die mit dem "Reißverschluß") - da hat man eine sichere und feste Umhüllung und trotzdem keine so feste Wand. Außerdem leichter und volumenlos, wenn leer.

Trotz Deiner gesundheitlichen Einschränkungen weiterhin schöne Touren
wünscht hosentreger

theBackpacker
29.05.2009, 10:43
@FCElch:
Also ehrlich gesagt würde ich Dir auch zu einem kleineren Modell raten. Für ein paar Tagestouren, auch mit Kids, brauchst Du diese Größe nicht. Du schleppst Dich nur unnötig damit rum.

Den Schlafsack kann man nämlich auch getrost in einen Kompressionsbeutel packen und diesen mittels Riemen am Rucksack befestigen. Mache meinen in den Alpen nie in den Rucksack rein. Dann hast Du auch noch im Rucksack genug Platz für Deine Nahrung und Medikamente. (Welche widerum allerdings, wie hosentreger schon richtig erwähnte, auch in Zip-Beuteln sicher aufbewahrt sind. Tupper-Dosen sind einfach zu sperrig.)

Ansonsten viel Spaß auf Deiner Tour.
Greets
Sven

Carsten010
29.05.2009, 11:37
@FCElch:

Ich denke in Deinem Fall haben wir einfach noch ein paar Variablen, die es
ohne weitere Informationen schwer einzuschätzen gilt.

Schlafsack: Auf einer reinen Hüttentour reicht ein Hüttenschlafsack.
Aus Seide wiegt sowas 150 Gramm und hat ein sehr kleines Packmaß.
Somit gewinnst Du eine Menge Volumen gegenüber einem normalen
Rucksack.

Rucksack: Solange Du nicht das ganze Gerödel für Deine Familie mitschleppen
musst, sollte dann nämlich ein 30-40 Liter Rucksack wirklich reichen.

Lebensmittel: Ein Umpacken auf Ziplocks hilft oft, zudem kann man auch
Überlegen, was man zu essen mitnimmt. Knäcke ist ziemlich suboptimal,
was Volumen angeht. Müsli plus Milchpulver ist super und Abends dann
nen Nudelgericht aus der Tüte plus ein paar Goodies zwischendurch sind
dann auch noch drin.

Nur mal als Beispiel...Ich bin letztes WE von Oberstdorf über die Mindelheimer
Hütte und die Widdersteinhütte nach Baad ins Kleinwalsertal gelaufen. Ich hab
draussen übernachtet und mir alles Essen mitgenommen und gekocht.

Mein Rucksack wog mit Essen und 1 Liter Wasser 7 kg. Ich hatte allerdings
Müsli und Abendessen für 4 Tage dabei und war dann wegen Schnee nur
2 Tage unterwegs.

Packliste gibts hier -> Packliste Via Alta Bavarica (http://www.fastpacking.de/tagebuch_blog.html)

CU

Carsten010

FCElch
29.05.2009, 20:23
Ich danke Euch für die Tips,
ich werde die Grösse nochmal überdenken und
dann entscheiden.

Gruß,
FCElch