Vollständige Version anzeigen : Kind und Höhenkrankheit
Hallo miteinander,
hoffe ich finde hier jemanden, der mir einen fachlichen Rat geben kann.
Meine Frau und ich wollen dieses Jahr mit unserer dann etwas über 2 Jahre alten Tochter nach Ladakh (Indien) reisen.
Wir waren früher schon viele male in Ladakh, Zanskar, Himachal und auch mal mit dem Mtb im äußersten Westtibet unterwegs. Wir konnten uns immer sehr gut mit den Bedingungen arrangieren und haben unsere Touren immer selbstständig durchgeführt (3 bis 4 -Wochen selbstversorger).
Bei der kommenden Reise möchte ich mich aber nun auf die geänderten Umstände mit meiner Tochter richtig einstellen.
Deshalb bitte ich um ein paar Tips bzgl. Erfahrungen mit Reiseapotheke für Kind bei Trekkingtouren in Asien / Himalaya.
Außerdem würde ich mich über Erfahrungsberichte von Euch freuen, ob und wie ihr mit Kinder in größeren unterwegs wart....
Ich habe es mir so vorgestellt, daß wir von Himachal Pradesh (Manali) aus mit den Fahrrädern und Kinderanhänger 2 Wochen für die 460 (?) KM lange strecke Zeit nehmen und so eine relativ langsame steigerung der Höhe hinkriegen.... Also erst mal ein paar Tage in Manali (2200 m), dann noch mit dem Jeep auf den Rhotang Pass und von dort wieder runter auf ~ 2800 / 3000 m und dann eigentlich ca. 5 Tage bis zum Baralachala der dann auf über 5000 liegt und die Übernachtung wieder tiefer .... Keine Ahnung wie tief man da dann noch an einem Tag runter kommt ....~ 4300 / 4500m ... usw...
Also ich denke wir werden es schaffen meist unter 4500 m zu übernachten.
Ich habe schon gelesen, daß Kinder wohl anfälliger als erwachsene bzgl AMS sind ....
Aber echte Erfahrungsberichte wären mir am liebsten (Abgesehen von 'nem Artztbesuch...
Danke im Vorraus
Mansur
Als kleinen Tipp kann ich dir folgendes Buch empfehlen:
Annapurna Trekking. Familienausflug in die tiefste Schlucht der Erde.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831110484/sikkim
http://images-eu.amazon.com/images/P/3831110484.03.MZZZZZZZ.jpg
Das jüngste Kind ist hier zwar schon 6Jahre, aber es wird schön beschrieben welche Ängste die Eltern hatten und wie gut doch alles verlief.
Hallo Mansur,
Meine Erstgeborene ist auch gerade 2 Jahre alt geworden und ich freue mich schon darauf, mit ihr durch den Himalaya zu ziehen :).
Ich kann dir also nicht aus eigener Erfahrung erzählen! Mit dem Thema beschäftigt habe ich mich aber bereits. U. a. kenne ich auch das Buch von Birgit Wenzel, das Heiko hier vorgestellt hat. Ist wirklich eine nette Erzählung!
Bezüglich Höhe und Kinder möchte ich dich auf das folgende Buch aufmerksam machen:
Handbuch der Trekking- und Expeditionsmedizin
Praxis der Höhenanpassung - Therapie der Höhenkrankheit
Von Univ.-Doz. Dr. Franz Berghold und Dr. Wolfgang Schaffert (Auflage 2002, 140 Seiten)
Du kannst es hier (http://www.summitclub.de/htm/expeditionsmedizin.htm) bestellen. Vermutlich auch über den Buchhandel; bei Amazon habe ich es nicht gefunden!
Es ist darin auch ein Kapitel über Kinder und Höhe. Prinzipiell steht da, dass Kinder nichts in Höhen über 3000 m zu suchen hätten; erst wenn sie 9 oder 10 seien, könne man es riskieren. Das mag jetzt nur eine Meinung sein und andere mögen sagen, es sei kein Problem, aber du solltest dieses Buch auf alle Fälle lesen. Es behandelt natürlich auch viele andere Bereiche des Trekkings und ist also generell eine gute Investition.
Grüße,
Andreas
Hmmm ....
Bücher über Bücher ....
Eine Erlebnisgeschichte mag ich jetzt eigentlich nicht lesen. Ich denke jeder wird seine eigenen Erlebnisse haben (Bzgl. dem Annapurnabuch)...
Bzgl. dem Höhenmedizinbuch stimmt mich das nun nur noch nachdenklicher ....
Überzeugt bin ich da aber noch nicht. Die Ladakhischen Kinder leben ja auch auf der großen Höhe und sind i.O.
Jetzt wirst Du sagen, ja die sind dort geboren und haben ganz andere "Gene" .....
Tia .... Ich hätte halt gerne jemanden gefunden der das selber gemacht hat.
In dem Annapurnabuch sind sie ja auch auf 4000 m gestiegen und ich kenne ein Buch, ( ende 70er Jahre), da ist ein Paar über 3 Monate mit ihrem 3 Monate alten Baby duch Zanskar gewandert ....u.A. über den CharChar La, der nun wirklich recht häftig ist ....
Beim überschreiten des Passes schafft man es kaum in tiefere Lagen, weil danach ein recht schwieriges und steinschlaggefährdetes Tal kommt, daß man besser in der Früh durchwandert. Man schläft also wenige hundert meter unter dem Pass (~5200m)...
Mit Deiner Tochter .... wirst Du dieses Jahr was unternehmen, oder wartest Du bis sie 8 oder 10 Jahre ist?
Mansur
Hallo Mansur,
Wie gesagt, eigene Erfahrungen habe ich leider noch keine. Das Höhenmedizinbuch ist aber recht eindeutig, was kleine Kinder betrifft. Aber natürlich wird es Erfahrungen von Leuten geben, die keine Probleme hatten! Ich bedaure, dass wir nicht wirklich eine Hilfe waren; aber vielleicht verirrt sich ja noch jemand hierher, der aus eigener Erfahrung berichten kann!
Mit meiner Kleinen werden wir heuer noch nicht unterwegs sein! Es ist nämlich gerade das zweite unterwegs :D, aber bis sie 8 oder 10 ist, wollen wir auch nicht warten! - Denke mal, dass wir uns mit der Älteren hinauswagen werden, wenn sie 5 ist...
Grüße,
Andreas
Hm...also vielleicht findet sich auch niemand der diesbezüglüch Erfahrungen hat, weil eine solche Tour nicht für ein zweijähriges Kind geeignet ist? Nicht nur wegen der Höhe, auch wegen der hygenischen Bedingungen und der Strapazen!
Das Kind wird doch von der Tour nichts haben, sich später kaum daran erinnern. Aber die Gefahren sind viel höher als für Erwachsene in jeder Hinsicht.
Nennt mich spießig, ahnungslos oder so, aber ich denke sone Tour mit nem Kleinkind ist verantwortungslos und egoistisch.
Grüße von einer nachdenklichen Björk.
So .... Jetzt habe ich mal wieder Zeit zu schreiben ;)
Zu Deiner "Antwort" .... naja.
Du Siehst ja in diesem thread mind. ein Buch (und ich kenne andere auch), daß genau darüber berichtet, wie Eltern mit ihren Kindern Trekken gegangen sind. Ich erinnere mich z.B. an ein Buch über zwei Eltern die mit ihrem zu beginn 3 Monate alten Baby von Kashmir nach Zanskar und von dort über den Charchar La nach ladakh gegangen sind (Anfang der 80'er).
Sagt dir jetzt vielleicht wenig, aber um von Kashmir nach Zanskar zu gelangen muss man über den "Umasi La". der ist gut über 5000m und ist zusätzlich Alpin und vergletschert (Eher Spaltenfrei).
Der CharcharLa führt auf den sog. "Jung lam" (übers.: weg der "vielen Wasser"). diesen Weg bin ich schon zwei mal gelaufen. Ist ca. 12 tage Wildniss. Kein Ort, keine Ausstiegsmöglichkeit, vereinzelt fast den ganzen Tag im fluss/Schlucht waten ....
Alles in allem "recht heftig" will ich damit ausdrücken.
Auch wenn ich da noch super touren kennen würde, die mich unheimlich reizen würden (Poat la, von Spiti nach Changtang, ....) haben wir uns ja bewußt für eine möglichst zivilisierte route entschieden.
Der punkt mit den "hygienischen bedingungen" .... naja naja naja .....
Bist wohl ein Stätter ;D
Natur ist hygienisch gesehen doch wohl so ziemlich das sauberste was es gibt..... wenn man nix dagegen hat, wenn das Kind voll Erde, oder Schlamm ist. sowas halte ich für hygienisch.
Was natürlich schon Thema ist ist wasser und essen.
Wasser habe ich früher immer mit chlor gereinigt und bin nie krank geworden. Jetzt haben wir uns entschlossen einen Keramik-filter zu besorgen und sowieso ist kaltes flusswasser eher selten angesagt (sondern tee und so das man ja am Morgen herrichten kann). essen ist sowieso kein Problem, da wir ja selber kochen.
Strapazen:
Da sag ich mal nur folgendes dazu: "Wer strapaziert wen?"...
nee noch was .... geplant sind ca. 30 km radeln pro Tag.
"Das Kind wird nichts davon haben":
Also mein Kind hat sehr viel davon in der Natur und mit Papa und Mama gemeinsam was zu machen.
Gefahren:
Das ist jetzt eine "Antwort" auf meine frage, aber leider kann ich damit nix anfangen. background hätte mich interessiert.
>Nennt mich spießig, ahnungslos oder so, aber ich
>denke sone Tour mit nem Kleinkind ist
>verantwortungslos und egoistisch.
Your comment.
Wir haben uns eigentlich nun fest entschlossen unsere Ladakh-fahrradtour zu machen.
(Übrigens wird es unsere Hochzeitsreise :D )
Es steigt ja relativ gemächlich an und wenn es uns zu hoch / extrem wird, dann werden wir halt den nächsten bus nehmen und nach Leh fahren, wo wir ja dann auch noch ein wenig trekken können.
Wenn der Thread bis dann noch lebt schreibe ich vielleicht mal ein Response ....
Björn .... nimms nicht tragisch ....
Hallo Mansur,
ich habe zwar selbst keine Kinder, aber kenne jede Menge Leute, die mit ihren Kindern Touren unternehmen.
Geschmackssache, was man so macht, aber im Großen und Ganzen lief es immer unproblematisch, auch bei Touren in (vergleichsweise) unzivilisierte Gegenden, z.B. Madagaskar. Ob es aber gleich die Höhentour sein muss - ich weiß nicht... :-/.
Ich glaube auch nicht, dass Euer Kind mehr Probleme haben wird wie ihr, das Immunsystem ist bei einem Kleinkind einfach fitter als bei einem Erwachsenen, außer es wird überbehütet, was bei Euch wohl eher nicht der Fall sein wird ;) ;).
Viel Spaß und viele tolle Eindrücke!
Gruß
Karin
Hallo.
Gratulation zur Reise nach Ladakh mit Tochter.
Grundsätzlich unterscheidet sich eine solche Reise für Kinder in folgenden Punkten:
1) Erhöhte Hygiene und Essenshygiene ist unbedingt erforderlich. Kinder erkranken leichter (gesunden allerdings auch schneller!).
2) Akklimatisation ist sehr wichtig am Anfang, man sollte unbegingt 2-3 Tage extra hierfür am Anfang einplanen, aber laut Euren Angaben sehe ich hierzu keine Probleme. Mein Sohn Mudran hat noch nie AMS Probleme gehabt, wir sind immer langsam alles angegengen. Wichtig ist, das Kinder oftmals nur 60% der Tagesstrecke als angenehm empfinden, daher sollte man allzu anstrengende Etappen anders einteilen oder halberen.
3) Reiseapotheke. Es gibt heute sehr viele spezifische Kindermedikamente für Reisen, dies kann ein Fachartzt oder Tropeninstitut etc am besten sagen.
Grundsätzlich hätte ich jedoch keine Bedenken, die Reise mit der Tochter anzugehen.
Viel Spaß in Ladakh,
Navyo
Also .....
Ein paar Leute haben ja sich damals an dieseer Unterhaltung beteiligt ..... zeit ist vergangen, der Sommer ist rum und wir haben es finally tatsächlich nach Ladakh und noch viel weiter geschafft!!!
Meine Frau, meine jetzt 2 1/2 Jährige Tochter und ich sind von mitte Juni bis ende Juli nach Indien gereist, mit dem "Taxi" von Delhi nach Manali gefahren (Blöde Jagson Airline wollte unsere 2 Fahrräder, Hänger, Zelt und pi pa po nicht mitnehmen). Mit dem Bus die 17 Stunden übernacht war uns dann für unsere kleine doch zu heftig.
Von Manali aus sind wir dann in ziemlich genau 2 Wochen nach Leh / Ladakh geradelt.
Diejenigen die die Strecke kennen wissen vielleicht, daß man bis zum Baralacha La nicht arg hoch kommt, aber dann muss man über den hohen paß und gelangt nach Barathpur (Zeltcamp) und weiter nach Sarchu, was alles gut über 4500 Meter liegt. Man kommt also nicht runter. Mir und meiner Frau ging es über den Bralacha La gar nicht so prächtig .... Der schwere Kinder-Anhänger, meine Frau mit ebenfalls viel Gepäck, die noch ungewohnte Höhe ....
Unsere kleine Tochter Samira aber war in Barathpur quick fidel. Spielte mit den Kindern von den "Restaurant-Betreibern", freute sich, war sogar noch recht fit (Wenn sie rannte kam sie außer Atem) und in der Nacht schlief sie ganz toll, atmete ganz normal und hatte sonst auch keine Anzeichen, daß ihr irgendwas nicht bekommt.
Finally hat sie die Radtour inkl. dem Zelten, dem einfachen Trekkingessen, usw. super überstanden und oft auch ihre Freude gehabt (Auch wenn es eine Mama/Papa Reise war).
In Ladakh haben wir uns dann auch noch das Hemis-Festival ansehen können (Mann hat die Angst von den Totenmasken gehabt :)) und nach 5 Tagen Leh/Ladakh sind wir dann noch auf einen (Organisierten) Treck gegangen .... so zur Erholung mit Pferd, Guide, Cook usw.
Schlußendlich war es zwar dann doch recht anstrengend mit der Kraxe über die Pässe zu laufen, aber auf einem Teilstück hatten wir dann sogar ein Reitpferd zur Verfügung, wo wir so vormittags ne knappe stunde mit Samira ritten und Nachmittags auch nochmal ne 1/2 Stunde .... dann wollte sie das auch nicht mehr ...
Unsere Trekkingroute: Lamayuru - Sumdo (Bei Chilling am Zanskar) -> 5 Tage / Dann sind wir mit dem Jeep nach Phyang gefahren und sind nach Nubra über den Dog La (Gletscherpaß) getrekkt ... nochmal 5 Tage.
Dieser Urlaub war wirklich anstrengend, für mich (der ich das Kind am Rad hatte und oft bei trekken getragen habe, für meine Frau, die echt viel gepäck hatte und auch die Samia getragen hat, aber natürlich war es auch für Samira anstrengend ... für sie sicher am meisten, aber wir sind ihr dankbar, daß sie diese Reise mit uns mitgemacht hat .....
Ein Zitat einer Frau auf der Manali - Leh strasse, die in Pang ein Restaurant-Zelt hatte und bei der wir gut gegessen haben: "I am since 1987 here, but I have never seen People comming with theiy're Child along here by Bicicle ... unbelivible".
Wir freuen uns schon auf die nächste Erlebnisreise .... Vielleicht mit dem Kanu durch Kanada????
Hab genug von Ladakh .... 10 Jahre Ladakh/Zanskar/Kinnour/Spiti/ChangTang/Nubra/Kashmir/usw. reicht mir .... Es gibt kaum mehr was zu wandern, ohne das man in Ladakh auf ne Piste stößt und Delhi .... ****Würg*** :P
Ich hoffe bald mal einen Bericht auf meiner Site: http://www.ebeg.de über die Reise bringen zu können und auf jeden Fall wird es ne Dia-Show in meinem Heimatort (Oberstdorf) ca. Ende Jänner/Anfang Februar geben. Also wer zum Skifahren eh vorbeikommt kann sich ja mal den vollen Bricht ansehen/hören .....
Einfach eMail an mich, oder Newsletter abonnieren ..
Gruß Mansur
Hallo Mansur,
Leider 'stolpere' ich erst jetzt über deinen Erfahrungsbericht! Danke dafür! Es freut mich sehr, dass es euch so gut gegangen ist und dass eure Samira alles so gut mitmachte. Meine Ältere ist gerade 3 Jahre alt geworden und dein Bericht mach mir Hoffnung, dass auch wir sie bald nach Asien mitnehmen können.
Beste Grüße,
Andreas
Hallo Mansur,
sehr interessiert habe ich über eure reise gelesen. vielleicht kannst du mir helfen. ich plane im sommer (juni_juli) eine reise nach indien mit meinem 5 jährigen sohn. 4-5 wochen. wahrscheinlich süden. kann sich aber noch ändern. kannst du mir vielleicht tips geben? wie ist das reisen mit kind in indien? gibts besondere gesundheitsvorschriften und impfungen die ich beachten muss?
freue mich auf eure antwort
Ilona
Halli Hallo,
bin eher zufällig über dieses Forum gestolpert. Das Thema "Reisen mit Kind" ist für mich auch hochinteressant, leider kann ich noch nicht viel zum Bereich Asien beisteuern, aber das kommt bald. Ich bin vor zwei Jahren mit meinem damals zweijährigen Sohn per Rad ein Jahr um die Welt geflogen, und dabei 10.000 km in Bali, Australien, Neuseeland und KAlifornien geradelt. D.h. ich habe mehr Erfahrungen mit Wüstendurchquerungen und Regenwäldern gesammelt, als jetzt in der Höhe - dennoch kann ich Einiges zum Thema "Schwierigkeiten & Positives" beim Reisen mit Kindern berichten (zum Punkt Hygiene...). Und das tue ich momentan in Form von Diashows im süddeutschen Raum - allerdings ist momentan grad Winterpause. Ihr könnt ja aber mal auf meine Homepage sehen - www.babytour.de. Ich helfe gerne weiter, wenn jemand ähnliches plant - mailt einfach ! Ansonsten plane ich eine Tour nach Peking für Ende nächsten Jahres, wieder ein Jahr und diesmal mit 2 Kindern. Und zwar auf dem Hinweg über Indien Nepal usw. und auf dem Rückweg mit der Transsib. Wer hat dazu Erfahrungen ?
Ciao,
Uwe
Hallo,
also Südindien ist halt eine komplett andere Problematik.
Soweit ich weiß wird z.B. für Südindien Malaria Prophylaxe empfohlen.
Wir haben in Nordindien komplett darauf verzichtet.
Unsere persönliche Einstellung bezgl. Impfung ist eher kritisch. Unsere Tochter war jedoch für Indien mit Hepatitis A geimpft (plus einige "normale" Kinderimpfungen).
Malaria ist in Nordindien wohl eher kein Problem. Im Süden wohl eher schon. Ich persönlich hätte aber große Bedenken einem kleinen Kind regelmäßig Medikamente zu geben (Malaria Prophylaxe).
Das musst Du für Dich selbst entscheiden. Ist sicher auch abhängig vom Alter des Kindes...
Ansonsten ....
WIr haben es eigentlich kaum "hinbekommen" unsere Tochter Gesund zu halten, solange wir in Indien in Restaurants gegangen sind. Muss aber sagen, daß es nur leichte Durchfallkrankheiten waren ....
Sobald wir aber selbst gekocht haben war alles O.K.
Die Inder neigen dazu kleine Kinder anzufassen (Kind: "Baji"). Das war uns nicht recht, weil unsere Tochter dann schon mal auch im Gesicht angefasst wurde (Nicht nur auf den Haaren).
Trotzdem ist ein Kind sicher ein toller Zugang zur Bevölkerung, weil die Leute noch viel mehr auf einem zukommen.
Zur Höhe an Uwe:
Ich habe es ja in meinem früheren Beitrg geschrieben ... Kind und Höhe wird ansich nicht empfohlen (Feine Lungenbläschen).
Ich würde jedem erst einmal abraten mit dem Kind in große Höhen zu gehen.
Abgesehen davon muss man sein Kind recht gut kennen (Na klar *ggg*) also auch in sehr feinen Beobachtungen wie Gesichtsform, Verhalten, Atmung, ....... Man muss sein Kind sehr gut beobachten und vor allem selbst schon viel Höhenerfahrung haben .... Im sinne von "Wie kann sich ein Mensch verändern .... Emotional, Äußerlich (Gesichtsödeme z.B.), ..... was kann man tun ..... und auch der Mut zur Umkehr .... und dieser Mut zum Verzicht denke ich fehlt vielen Leuten
Ich kenne den Mangel an Verzichtbereitschaft z.B. bei Skitouren .... Viele Skitourengeher kommen in eine Lawine weil sie im zweifel in Bezug auf die Lawinenlage nicht verzichten können und doch einen vermeitlich unsicherren Hang abfahren ...
Uwe .... finde es sehr toll was Ihr da mit Eurer kleinen gemacht habt!!!!!!!!! Ich beneide Euch .... das wäre ein Traum von mir gewesen. So viel Zeit kann ich mir aber irgendwie nicht mehr nehmen (oder vielleicht haben sich meine Prioritäten doch zum schlechten verändert).
Aber unsere Tochter ist ja jetzt erst knapp drei und noch sehr auf uns als Eltern fixiert. Vielleicht schaffen wir noch eine größere Reise, bevor unsere Tochter lieber mit freunden zusammen ist als mit uns ( ... auch auf einer Reise).
Denke Ilona wird auf Deiner Site oder im Kontakt mit Dir noch viel mehr erfahren können als mit mir :-)
Ich werde mir auch mal Deine Site ansehen ...
Diashwo .... ja die will ich auch machen .... bin schon dran, komme aber etwas langsam vorwärts (Zu viel Arbeit um die Ohren) ....
Bitte meldet Euch, wenn Ihr Interesse habt meine Diashow zu sehen:
"Eine Familie in Ladakh - Mit Kind, Kraxe und Rad-Hänger durch das Himalaya" ....
Wäre froh wenn dann auch Leute zum zusehen und mitdisskutieren kommen :-D
Ilona ... schöne Reise Dir!!!
Uwe ... mach weiter so!!!
Gruß Mansur
Vielen dank für deine antwort. weiterhin dir und auch dir uwe schöne reisen.
ps. malaria prophilaxe gibt es auch homopatisch! was nebenwirkungen angeht allemal besser.
grüße aus berlin
ilona
Ok, leider verfügen wir noch nicht über die teilweise extremen Erfahrungen und Touren, die hier durchgeführt wurden. Wir wandern lediglich etwas in den Alpen herum (Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz). Das ist kein Himmalaya, aber wir verbringen möglichst viel Zeit mit unserem Sohnemann in den Bergen.
Ich denke, dass für das Kind die Ausgangshöhe, in der es gewöhnlich aufwächst, nicht unwichtig ist. Wir wohnen lediglich in 550 m Höhe. Unsere Erfahrung war, dass als Faustregel aufgestellt werden kann für die ersten 3 Jahre:
- bei einem 1jährigen Kind maximal 1000 m
- beim 2jährigen maximal 2000 m
- beim 3jährigen maximal 3000 m
Wir stellten jeweils bei (geringen) Höhen über diese Liste fest, dass er zunehmend unbeteiligter war, obwohl sonst körperlich nichts fehlte, und sein Gemütszustand sich entsprechend änderte.
Insofern kann ich nachvollziehen, wenn angeraten wird, Kinder unter 6 Jahren hätten in Höhen über 3000 m nichts zu suchen.
Viele Grüße!
Wie Du an obigen Berichten gelesen hattest, sind Kinder aber nun mal unterschiedlich im Verkraften der Höhen - genauso wie Erwachsene. Oftmals sind Kinder sogar noch anpassungsfähiger.
Meines Wissens nach ist ein einsetzendes Höhenödem knapp über 1000 Metern aber auch bei Kleinkindern nicht möglich. Vielleicht war das eher ein Konditionsproblem -- ??
Hallo Mansur,
sehr interessiert habe ich über eure reise gelesen. vielleicht kannst du mir helfen. ich plane im sommer (juni_juli) eine reise nach indien mit meinem 5 jährigen sohn. 4-5 wochen. wahrscheinlich süden. kann sich aber noch ändern. kannst du mir vielleicht tips geben? wie ist das reisen mit kind in indien? gibts besondere gesundheitsvorschriften und impfungen die ich beachten muss?
freue mich auf eure antwort
Ilona
hallo ilona,
warst du in indien? ich fahre im juli mit meinem 5-jährigen sohn nach indien und zerbreche mir den kopf wg. der reiseroute/monsun/höhenkrankheit. hast du tips?
danke für eine antwort,
petra
Hallo, liebe Forum-Teilnehmer,
gerne nehme ich diesen Faden auf und frage nach weiteren oder neueren Erfahrungen. Denn ich überlege ernsthaft, mit meinen Kindern, die zum Reisezeitpunkt 8 und 10 Jahre alt sein werden, nach Chile, genauer nach San Pedro de Atacama zu reisen. San Pedro liegt auf 2440 m und die Reiseplanung sieht vor, innerhalb der ersten Woche maximal eine Höhe von 3000 m zu erreichen. Erst in der zweiten Woche würden wir allmählich die attraktiven Ziele im Hochland ansteuern und dabei in Höhen bis 4300 vorstoßen. Dies sollen aber nur Tagesausflüge sein; die Übernachtungen sind (mit Ausnahme von einer Nacht in der zweiten Woche in Socaire auf 3200m) alle in San Pedro geplant.
Kann mir jemand sagen, ob ein solches Vorhaben realisierbar erscheint? Oder ist die Planung zu „forsch“ und gewagt?
Herzliche Grüße
Dirk
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