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Vollständige Version anzeigen : Kilimanjaro mit 11-jährigem Kind


Guest
19.08.2004, 17:18
Wir möchten gerne nächstes Jahr mit der ganzen Familie den Kilimanjaro besteigen. Unser Sohn wird dann elf Jahre alt sein.
Hat jemand Erfahrung mit Kindern auf dieser Höhe, was ist besonders zu beachten?

Besten Dank für Eure Ratschläge

Martin

auaox
16.10.2004, 13:56
Besteig doch mal mit ihm das Walliser Breithorn - dann wirst Du vielleicht schon Erfahrungen selbst sammeln können. Bzw. müsste jemand, der den Kili besteigen will, auch fit genug sein für den Mont Blanc...
Bei entsprechender Bergfestigkeit, Akklimatisationsfähigkeit und Kondition dürfte das sicher möglich sein - aber ein Austesten ist vorher (auch bei Erwachsenen - wär schade um das viele Geld, wenn man auf halber Höhe umdrehen muss) bestimmt sinnvoll.

Kebnekaise
08.11.2004, 15:24
Will dein Sohn das auch???

Ich persönlich halte ja wenig davon, Kinder schon im frühesten Alter auf die Berge der Welt zu schleppen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Erlebniswert die Anstrengung übertrifft - schon gar nicht bei 11-jährigen (Ich hab selber jahrelang Jugendgruppen in diesem Alter geleitet...)

Der Kilimanjaro ist ein technisch unschwieriger Berg. Gerade das macht ihn aber auch gefährlich! Es ist nicht die akute Bedrohung von Schneestürmen oder Abstürzen sondern die Selbstüberschätzung angesichts der relativen Leichtigkeit beim Aufstieg. dazu kommen die extremen Klimawechsel (tropisch - arktisch/alpin in einer Woche) und der ganze übrige Reisestress.
Bedenke! Du bist für dein Kind verantwortlich (no na!), aber ein dauernd um das Wohlbefinden besorgter Elternteil kann für einen 11-jährigen schon zur Belastung werden.

Die größten Gefahren sind mM jedenfalls Überanstrengung und Höhenkrankheit. Kinder sind da wesentlich anfälliger. Dem kannst du vorbeugen, indem ihr euch wesentlich mehr Zeit lasst. D.h. kurze Tagesetappen, ab 2000 Meter nicht mehr als 400 Hm pro Tag (Übernachtungshöhe). Trotzdem noch 100 bis 200 Hm aufsteigen und dann wieder absteigen (i.e. tiefer als die größte erreichte Höhe übernachten.

Erfahrung sammeln kannst du auf den technisch einfachen 3 und 4 tausendern der Alpen (eben z.B. Breithorn)

Marco_Polo
03.12.2004, 18:29
Hola Martin,

ich finde es super, dass du deinem Sohn solch ein Abenteuer bieten willst!
Aber mal ehrlich, mit dem Jungen im Alter von elf Jahren auf eine Höhe von immerhin fast 6000m aufzusteigen ist meines Erachtens sehr leichtsinnig und unverantwortlich.
Ich denke es wird besser sein, wenn du mit ihm erst einmal, wie oben schon geschrieben wurde, niedrigere Berge in den Alpen besteigst und er Erfahrung sammeln kann.

Wenn er in 4-5 Jahren dann endlich alt und vor allem kräftig genug ist und von sich aus sagt, dass er das tun möchte, dann könnt ihr noch immer auf den Kilimanjaro.

Daniel

Wulf
15.12.2004, 09:48
Jo also ich finde die idee auch nicht sinnvoll. Ich bin selbst erst knapp 18 Jahre desshalb habe ich von Kindern schonmal keine Ahnung. Ich kann nur von mir selbst berichten soweit ich mich erinnern kann. Bis zu meinen 14 Lebensjahr haben wir immer Jährlich wunderbare Urlaube gemacht wo ich viel hätte sehen können ich aber lieber im Pol oder auf einen Spielplatz gewesen bin. Wenn ich mir das jetzt überlege ärgere ich mich immer das ich sowas nicht beachtet habe aber bei diesen alter ist die interesse an sowas viel zu klein. Jetzt können wir uns aus verscheidenen Gründen keine teuren Reisen mehr leisten abgesehen davon will ich auch nicht mehr mit meinen Eltern verreisen.

Hans-Wien
27.12.2004, 16:42
Hallo Martin !

Ich selbst hatte als Jugendlicher , da nicht vorbereitet,probleme mit der Höhe. Mein Freund,der als Reiseleiter schon 6 mal den Kilimanjaro bestieg,wurde voriges Jahr Höhenkrank und mußte schnellstens wieder absteigen.
Als verantwortungs voller Vater würde ich das Risiko nicht eingehen.

Grüße Hans-Wien

AVillwock
06.01.2005, 21:21
Hallo Martin,

ich war selbst letztes Jahr auf dem Kibo. Wir hatten einen 17-jährigen in der Gruppe der Leistungssportler ist. Aber selbst der hatte Probleme mit der Höhe. Für Jugendliche ist die Höhenanpassung schwieriger als für Erwachsene.

Dann erkundige Dich bitte noch mal bei einem Veranstalter. Meines Wissens nach ist es Jungendlichen unter 16 Jahren gar nicht gestattet über eine bestimmte Höhe (ich glaube bei der Marangu Route max. bis zur Kibo Hütte) aufzusteigen. Wir haben eine Abwandlung der Machame Route gemacht wobei Hin- und Rückweg nicht über die gleichen Lager führen. Was macht Dein Junior also wenn er da irgend wo auf Euch warten muss

Alles in allem halte ich das für keine gute Idee...

Gruß

Arnd

Flachlandtiroler
07.01.2005, 09:38
Wir hatten einen 17-jährigen in der Gruppe der Leistungssportler ist. Aber selbst der hatte Probleme mit der Höhe.
Daraus lernen wir nur mal wieder: Leistungssport bzw. gute Kondition hat keinen /direkten/ Einfluß auf die Akklimatisation.

Btw., ob der OP wohl noch mitliest?

Gruß, Martin

Marco_Polo
07.01.2005, 16:37
Btw., ob der OP wohl noch mitliest?

Gruß, Martin Ich bezweifle es......aber ich hoffe, dass er es tut.
Denn immerhin müssten wir ihn mittlerweile davon überzeugt haben, dass er mit seinem Sohnemann eine anderen Trip machen sollte...

Daniel