Vollständige Version anzeigen : Anfängerin mit Schmerzen!
hallo Trackingfreunde,
ich möchte hier ein Problem von mir erwähnen und hoffe auf guten Rat.
Ich bin 28Jhr. jung und Anfängerin in der Trackingwelt! Habe vor drei Wochen begonnen weil ich mitte May den Jakobsweg von Leon aus gehen möchte (2Wochen). Leider war ich nie besonders sportlich, d.h. bin zwar schlank gebaut aber Ausdauer habe ich kaum und die Muskeln sind auch nicht besonders stark. Nun habe ich mit der Greifensee Runde begonnen, dann eine Woche drauf von Forch über den Pfannenstiel nach Männedorf und gestern von Rotkreug ZG nach Luzern. Bei der ersten Wanderung wollte ich am Schluss auf allen vieren gehen, die linke Leiste hat soooo geschmerzt, aufwärts konnte ich nicht mehr gehen und am Tag danach waren die Schmerzen höllisch. Bei der zweiten Wanderung, habe ich den Schmerz Anfangs wieder gespührt, dieser hat sich aber nach hinten gezogen und es begann unter den Hüften richtung Po zu ziehen, war jedoch sehr gut erträglich, eine Art Muskelkather... Nun gestern war es wieder eine Qual!! und heute kann ich kaum gehen. Die Leiste und die "Hüftknochen" schmerzen total! leider weiss ich zu wenig über das ganze und habe Angst das dies ein körperlich kronisches Problem von mir ist und nicht's damit zu tun hat, dass ich keine Übung habe. Kennt jemand von euch diesen Schmerz oder weiss jemand ob dies wirklich einfach nur davon kommt weil ich keine Übung habe? Da ich wirklich in zwei Wochen auf den Jakobsweg gehen möchte, wäre ich auch um Tips von profis wie Ihr froh.. Es ist echt eine Leidenschaft von mir geworden, und nichts würde mich mehr enttäuschen als diese wegen meines Problems nicht ausüben zu können.
Danke euch im Voraus für die Zeit und Hilfe:-)
Eliana
Andreas L
27.04.2009, 11:28
Also damit solltest du zum Arzt gehen, denke ich. Ich glaube zwar, nach deiner Beschreibung, dass es nur die Warn-Zeichen eines völlig untrainierten Bewegungsapparates sind, aber das kann man nicht wissen, und deshalb der Tip mit dem Arzt.
Den Jakobsweg würde ich mir, ehrlich gesagt, erst mal abschminken und auf nächstes Jahr verschieben. In so einer Kondition macht das sicher nicht viel Spass. In der Zwischenzeit: Regelmässig trainieren!
Andreas
Hallo Andreas,
ja das mit dem Arzt werde ich sicher machen, allerdings habe ich noch ein paar tips erhalten, mit dem Dehnen etc. Werde dies versuchen und wenn es während dem Weg nicht besser wird kann ich immernoch abbrechen und zu mir nach Hause gehen, wohne direkt am Französischen Weg:-)
Danke für deine Antwort und Tips
Eliana
carbolino
27.04.2009, 15:58
Hallo Eliana,
paar Fragen an dich:
1. In welchen Schuhen bist du denn gelaufen?
2. Wieviele km machen die Strecken aus die du da angegeben hast?:confused:
In Bezug auf den Jakobsweg:
Insofern der Arzt nichts weiter feststellt, kannst du den ruhig laufen. Die Tagesetappen kannst du dir ja individuell zusammenstellen. Fast alle 5 km ein Refugio.
Hallo Carbolino,
vielen Dank für deine Antwort.
Zurück zu deinen Fragen:
1. In welchen Schuhen bist du denn gelaufen?
Habe mir geeignete Trakkingschuhe und Trackingsocken für den Camino gekauft, die ich bereits einlaufe und habe überhaupt keine Druckstellen.
2. Wieviele km machen die Strecken aus die du da angegeben hast?:confused:
20-25Km die letzte war halt etwas bergauf und das hat mir grosse mühe an der Leiste und Hüften bereitet.
Ja, ich werde den Camino so oder so starten, insofern der Arzt nicht's weiter schlimmes feststellt.
LG :)
carbolino
28.04.2009, 07:40
Hallo Eliana,
das mit den Schuhen klingt doch sehr gut :up:. 20-25 km ist für den Einstieg auch ordentlich, aber wenn du den Camino bis zum Ende durchlaufen möchtest ein gutes Training. Da sollte dann auch nichts mehr schief gehen.
Bist du eigentlich bei den Touren mit schwerem Rucksack gelaufen? Ich frage deswegen nochmal nach, weil die Schmerzen am Hüftknochen auch durchaus vom Rucksack kommen können! Kennt das sonst noch jmd.? Bei mir tritt das auch hin und wieder auf, daß ich vom Hüftgurt "Druckstellen" bekomme. Liegt der dann falsch auf? Vielen Dank für weitere Antworten und dir Eliana viel Spaß auf dem Camino. Ich bin ihn 2006 gelaufen. Super Erfahrung!!!:up:
lg carbolino-pfeil-
Hallo Carbolino
Ja ich bin zur Übung mit einem stink normalen Rucksack gelaufen und etwas Gewicht drin, könnte durchaus sein das an dem liegt. Ich werde dies jetzt mal abklären und hoffe doch es ist nicht's weiteres:). Mich davon abhalten tut es so oder so nicht!! :-).. Wenn ich scheitere, dann hab ich es wenigstens versucht!!
Ich danke dir für deine Zeit und grüsse dich!!
lg
Eliana
Hallo, nun war ich beim Arzt:o und er hat mir ein Geburtsfehler am Hüftgelenk diagnostiziert. Das erfreut mich natürlich überhaupt nicht! da ich ja den Jakobsweg in 1 Woche laufen werde. Er hat mir gesagt dad dies nie wieder gut wird, und ich einfach grössere Anstrengungen meiden soll.. Gerade jetzt wo ich das Wandern entdeckt hatte.. Es ist schon etwas frustrierend! Aber ich gebe nicht auf und werde den Jakobsweg trotzdem gehen, solange ich es verkrafte. lg Eliana
Andreas L
06.05.2009, 08:05
Mhm - dann solltest du vielleicht was mit dem Gepäck machen: Ein Leicht-Rucksack (Golight?) ohne Hüftgurt, und auch vom Inhalt her so leicht wie möglich. Also von der Ausrüstung her Ultra-Leicht. Ist aber absolut nicht mein Ding, da gibt es andere Leute, die sich besser damit auskennen. Auch ein spezielles Forum (http://www.trekking-ultraleicht.de/news.php).
Dann, auf der Tour Medikamente zur Behandlung der Beschwerden - aber das solltest du mit deinem Arzt abklären.
Viel Glück: Andreas
Liebe Eliana,
auch ich wünsche dir alles Gute für "Deinen Jakobsweg". :up:
Ich bin 2006 parallel zum eigentlichen Fußwanderweg den Jakobsweg von Kön bis Santiago de Compostela mit dem Fahrrad gefahren.
Der Fußweg ist in Spanien zum Teil sehr anspruchsvoll. Von Villafranca del Bierzo z.B. bis O Cebreiro gehts nur steil bergauf und das teilweise über klippenartigen Holperweg.
Da habe ich manchen Pilger ächzen und stöhnen gehört.
Beherzige deswegen eins:
Medikamente gegen eventuelle Gelenkschmerzen würde ich in Abstimmung mit deinem Arzt in jedem Fall mitnehmen.
Denke aber auch an eine "angepasste Nahrung" und Getränke, denn wenn der "Innere Druck" nicht stimmt, geht dir schnell die Puste aus und dann hast du auch noch psychische Probleme.
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber auch in der Endlosigkeit der Meseta zwischen Leon und Astorga habe ich manchem Fußpilger mit Wasser und was zu essen über die Runden geholfen, weil die Länge der Etappen nicht mit dem Vorrat an Nahrung im Rucksack im Einklang war.
Geh Deinen Weg und zur Not wird es dir keiner auf der Welt übel nehmen, wenn du auch mal eine Etappe mit dem Bus fährst.
Mein Jakobsweg 2006 hat mein Leben bereichert und ich denke auch Du wirst "Deinen Weg" finden.
Alles, alles Gute für Unterwegs und Buen Camino wünscht Dir Jürgen
P.S.:
Du wirst das Forum aber nach deiner Reise informieren, wie es war???
Gruß,
Jürgen
vBulletin® v3.8.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.