Vollständige Version anzeigen : Rocky Mountains Traverse
bernieHH
08.04.2009, 21:16
Meine Trekkingtour vom letzten Sommer, die Rocky Mountains Traverse, habe ich nun online gestellt:
www.kanadische-rockies.magix.net (http://www.kanadische-rockies.magix.net)
Meine komplette Route wird auf 3D Google-Earth Karten gezeigt, mit Kilometerangaben, vielen Fotos und paar allgemeinen Infos.....(falls jemand Anregungen für neue Trekkingrouten sucht);)
Diese Webseite ist hauptsächlich eine Landschaftsdokumentation. Ich gebe zwar Hinweise zum Schwierigkeitsgrad und Anforderungen der einzelnen Routenabschnitte,.....aber keine detaillierte Wegbeschreibungen.
Die Rocky Mountains Traverse (R.M.T.) war meine 1000 km lange, 65 tägige und in 5 Abschnitten eingeteilte Trekkingroute, die von Süd nach Nord durch die kanadischen Rockies führte.
Dies ist nicht der Great Divide Trail (GDT), sondern meine selber zusammengebastelte Route, die zwar in einigen Abschnitten (auf insgesamt ca. 28 Prozent der Gesamtstrecke) den GDT folgt, aber ansonsten eine völlig andere Routenführung hat.
Auf den GDT wäre mir der Anteil an hochalpinen Landschaften zu gering, und außerdem müsste ich dann manchmal auf Forstwege oder Straßen wandern,......dies waren meine Hauptgründe nicht den GDT zu machen, sondern mir meine eigene Trekkingroute auszuarbeiten.
Beim Ausarbeiten dieser Route waren mir folgende zwei Kriterien am wichtigsten:
Erstens das Wildnisfeeling: Alle fünf Abschnitte sollten durchgehend auf Pfade oder durch pfadloses Gelände nur durch unzerstörte Wildnis führen, ohne Berührung von Straßen und Fahrwege jeglicher Art, sowie auch nicht durch Gebiete führen die von der Forstwirtschaft & Kahlschläge verwüstet wurden und möglichst auch nicht in deren Sichtweite liegen.
Straßenquerungen nur am Anfang und Ende jeden Abschnittes, damit ich per Anhalter in den nächsten Ort trampen konnte für neue Provianteinkäufe.
Das zweite Kriterium war die Landschaft, sie sollte so spektakulär wie nur möglich sein. Mein Trek sollte nicht nur eine Wanderung von A nach B werden, sondern ich habe versucht eine Route zu finden aus der man das meiste an grandiose Landschafts- und Gebirgspanoramen rausholen kann, was mir auf einen Langdistanztrek mit schweren Gepäck und ohne Versorgungsmöglichkeiten, sowie ohne Bergsteiger- und Kletterausrüstung (mit Ausnahme von Steigeisen und Eispickel) noch möglich erschien.
Auf meiner Route bin ich so zwar auf einen längeren und teils auch wesentlich anspruchsvolleren Weg von A nach B gekommen,.......aber das Landschafts- und Trekkingerlebnis war dafür absolut phenomenal!!!:)
Von den Anforderungen war die R.M.T. ziemlich wechselhaft. Es war alles mit dabei: leichtes wandern auf gut markierte und populäre Trekkingrouten die jeder kennt,.....dann wieder schwer zu findene Routen auf unmarkierte Pfade die nur selten mal begangen werden. In wiederum andere Abschnitte habe ich für viele Tage am Stück komplett pfadlose und unerschlossene Wildnisgebiete durchquert, die in keinen Trekkingführer erwähnt werden und wo die Wahrscheinlichkeit andere Leute zu treffen bei nahe Null Prozent liegt,...aber die landschaftlich überaus sensationell waren!!!!
Herausgekommen ist dabei eine Trekkingroute die durch alle Landschaftszonen der kanadischen Rockies führte, durch dichte Nadelurwälder mit aberdutzenden von Tälern und Seen, sowie über ca. 60 Pässe mit tonnenweise hochalpine Landschaften und einige Gletscherquerungen,
......also ein wirklich atemberaubender Trek, den ich definitiv mit zu den besten der Welt zählen würde!!!!
gruss bernie
wanderfalke
09.04.2009, 05:47
Hallo Bernd,
ich habe gerade nur einen kurzen Blick auf die Webseite deiner Tour in den kanadischen Rocky Mountains geworfen, kann aber schon jetzt sagen, dass du da eine tolle, anspruchsvolle Unternehmung gemacht hast.
Auch die Art der Aufbereitung gefällt mir sehr gut, und ich finde es schön, dass du uns hier im Forum teilhaben lässt.
Ich denke dein Trek ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit etwas Planung und Zeit sich auch heute noch eine lange, und abenteuerliche Wildnistour selbst zusammenstellen kann.
Wenn ich mich näher mit deiner Tour beschäftigt habe, fallen mir dazu bestimmt etliche Sachen ein, die ich gerne hier im Forum diskutieren würde. :)
Bis dann
Gerald
Carsten010
09.04.2009, 06:16
¤*#¤*#¤*# gut :-)
Ich wäre das zwar mit völlig anderer Ausrüstung gelaufen, aber
super ist der Trail trotzdem.
CU
Carsten
wanderfalke
09.04.2009, 20:01
@Carsten: Du schreibst, du hättest die Tour mit komplett anderer Ausrüstung gemacht.
Ich würde gerne lesen, was du konkret meinst.
Allerdings sind die Rahmenbedingungen von Bernds Tour ja vorgegeben: Proviant für drei Wochen muss in den Rucksack passen, es werden auch Gletscher und steile Geröllhänge in alpinem Gelände begangen, auf weiten Strecken geht es weglos durch unterschiedlichstes Gelände. Lagerplätze sind häufig im baumlosen Gelände oberhalb der Baumgrenze, der Trip soll fotografisch ansprechend dokumentiert werden.
@ Bernd: Mittlerweile habe ich mich schon etwas mit deinem tollen Bericht beschäftigt und habe eine ganze Reihe von Fragen, deren Beantwortung vielleicht auch für andere die ähnliches vorhaben nützlich ist.
Deinen Planungsansatz Straßen, Fahrwege und Holzeinschlaggebiete zu vermeiden finde ich sehr interessant. Allerdings hattest du ja erst in Calgary die Karten kopiert. Heißt das, dass du die konkrete Planung der Route erst danach gemacht hast? Zur Vermeidung der abgeholzten Gebiete hast du in Google Earth geschaut oder auch andere Quellen benutzt? Hast du sonst vorher etwas über die Gegend gelesen, Empfehlungen?
Wie schwer war denn dein Rucksack ohne Proviant und Wasser? Wieviel wog er mit maximaler Zuladung?
In deiner Liste stehen ja keine Taschen für Kamera und Objektive. Hattest du die in den Seitentaschen des Rucksacks?
Fandest du es angenehm, mit den doch recht großen beiden Seitentaschen vorm Bauch zu laufen?
Warum hattest du denn neben Goretex- Jacke und Regenhose noch einen Poncho dabei?
Hast du dein Verpflegung tatsächlich immer mit dem Seil hochgezogen?
War die Fleecehose zum Unterziehen notwendig, oder hätte es auch eine lange Unterhose getan?
Ist dir die Butter nie geschmolzen oder ranzig geworden? Hast du mal Erdnussbutter als Alternative gegessen?
Du bist ja über einige Gletscher gegangen. Hattest du als Alleingänger keine Angst vor Spalten?
Was für Häringe hast du denn verwendet, dein Zelt stand ja oft auf Geröllflächen?
Wie hast du denn diese tollen Karten mit Routeneinzeichnung und Bemerkungen auf die Seite gekriegt?
Hast du nur den Grizzly gesehen, den du fotografiert hast? Wie nah warst du bei dem?
So, das waren glaube ich erst mal genug Fragen. Ich hoffe du findest die Zeit zu antworten. Muss ja nicht alles gleich sein.:schwitz:
Aber wenn jemand so eine tolle, ungewöhnliche Tour gemacht hat, muss ich einfach nachfragen :redface:
Bis dann
Gerald
Carsten010
09.04.2009, 21:40
Also eines nochmal kurz vorweg.
Der Bernie ist da einfach eine Hammer-Tour gelaufen. Schwierig ist nämlich
gar nicht mal die Ausrüstung, sondern viel mehr die ganze Planung. Dazu den
Mut die Sache durchzuziehen gerade auch wenn es um die weglosen Stücke geht.
Einfach super.
Bei der Ausrüstung benutze ich hauptsächlich leichtere Ausrüstungsgegenstände.
Ich will hier keine Beispiele nennen, aber Ryan Jordan und Co sind mit leichter
Ausrüstung 1000km in Alaska unterwegs gewesen (ohne Nahrungsdepots oder
so zwischendurch)und das hat ganz gut funktioniert.
->1000km in der Alaska (http://www.ryanjordan.com/2006_arctic/2006/07/arctic_traverse.html)
CU
Carsten010
bernieHH
10.04.2009, 18:09
Hallo,
ich habe mir gerade mal die Webseite mit der Tour von Ryan Jordan angeschaut, den Carsten als Link gegeben hat.
Das war ja wirklich eine grandiose Leistung was die da gemacht haben.
Sie sind 40 Meilen pro Tag gewandert mit nur 7 Pfund Ausrüstung (Proviant nicht mitgezählt), sind nachts gewandert und haben tagsüber geschlafen. Die Frage ist natürlich was sie dann überhaupt noch gesehen haben. Aber anders wäre diese Tour wohl auch nicht möglich gewesen, wenn man ohne Proviantdepots auskommen will,.....und dass man da bei der Routenwahl nicht nach mein Kriterium der landschaftlich spektakulärstmöglichen Route gehen kann ist auch klar.
Ich hätte es jedenfalls nicht so gemacht;)
Aber nun zu Wanderfalke´s Fragen:
>Deinen Planungsansatz Straßen, Fahrwege und Holzeinschlaggebiete zu vermeiden finde ich sehr interessant. Allerdings hattest du ja erst in Calgary die Karten kopiert. Heißt das, dass du die konkrete Planung der Route erst danach gemacht hast? <
Nein, ich habe meine Route schon monate vorher von zu hause aus mit Google Earth geplant. Als ich dann in Calgary die Karten hatte, habe ich anhand der Karten nur nochmal kurz nachgeplant,.....und unterwegs auf dem Trek dann geschaut was machbar ist und gegebenfalls meine geplante Route nochmal leicht abgeändert. Die kanadischen topographischen Karten sind nicht so gut wie die in Europa. Das machte sich besonders im pfadlosen hochalpinen Gelände bermerkbar wenn steile Pässe zu queren waren. Anhand der höhenlinien ist nicht erkennbar ob die Route machbar ist. Da war viel Einschätzungsvermögen gefordert (sowohl bei der Planung als auch auf dem Trek selbst), wenn man nicht vor unüberwindbaren Sackgassen enden wollte.
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>Zur Vermeidung der abgeholzten Gebiete hast du in Google Earth geschaut oder auch andere Quellen benutzt? Hast du sonst vorher etwas über die Gegend gelesen, Empfehlungen?<
Auf Google Earth sind die abgeholzten Gebiete gut zu erkennen. Aber das war bei der Planung nicht relevant, da meine Route sowieso komplett durch Schutzgebiete führte (National Parks, Provincial Parks, Wilderness Areas.....). Ausser normale Trekkingführer die die bekannten Standarttreks beschreiben, habe ich nichts vorher gelesen.
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>Wie schwer war denn dein Rucksack ohne Proviant und Wasser? Wieviel wog er mit maximaler Zuladung? <
Ohne Proviant ca. 30 kg oder knapp darunter. Mit Proviant bis 45 kg. Aber mit dem Bergans Rucksack war das kein Problem:)
Wasser habe ich während des Wanderns nicht geschleppt
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>In deiner Liste stehen ja keine Taschen für Kamera und Objektive. Hattest du die in den Seitentaschen des Rucksacks?<
Kamera und Objektiv hatte ich in jeweils leichte Hüllen und zusätzlich noch in eine Plastiktüte gewickelt und im Daypack getragen.
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>Fandest du es angenehm, mit den doch recht großen beiden Seitentaschen vorm Bauch zu laufen?<
Ist gewöhnungssache, ich mach fast jeden Trek so.
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>Warum hattest du denn neben Goretex- Jacke und Regenhose noch einen Poncho dabei?<
für den Rucksack! ja ich weiss, ist eigentlich doppelt gemoppelt. Aber ich habe lieber zwei Ausrüstungsgegenstände zuviel mit als eins zuwenig.
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>Hast du dein Verpflegung tatsächlich immer mit dem Seil hochgezogen?<
auf den offiziellen Backcountry-Campsites waren Vorrichtungen zum Proviantaufhängen vorhanden (= bearpoles), dort habe ich mein Essen immer aufgehängt.
Beim Wildniscampen unterhalb der Waldgrenze habe ich es dagegen längst nicht immer aufgehängt. Muß zugeben dass ich da manchmal nachlässig war,.....wenn ich keinen geeigneten Baum gefunden hatte, oder ich keine Lust mehr hatte im Regen rauszugehen, habe ich es eben nicht aufgehängt. Beim Wildniscampen oberhalb der Baumgrenze habe ich es nie aufgehängt,....ist ja klar, wie denn auch:D
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>War die Fleecehose zum Unterziehen notwendig, oder hätte es auch eine lange Unterhose getan?<
Morgens und abends war es oft recht kühl, so daß ich ohne Fleecehose darunter gefroren hätte. Das war aber ein Billigteil für nur paar Dollar von Walmart,......klar eine lange Unterhose hätte es natürlich auch getan.
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>Ist dir die Butter nie geschmolzen oder ranzig geworden?<
Nein, sie hält sich auf Trekkingtouren mindestens 3 Wochen oder länger. Wenn man sie richtig verpackt schmilzt sie nicht. Ich habe sie in Gefrierbeutel verpackt und in der Mitte des Rucksacks gelagert,....sie darf halt keinen Kontakt mit der Rucksackaussenwand bekommen wenn sie nicht schmelzen soll:) In Arizona und Utah wo es jeden Tag über 30 Grad war ist die Butter zwar ziemlich weich geworden, aber nicht geschmolzen.
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>Hast du mal Erdnussbutter als Alternative gegessen?<
Nein, ich mag keine Erdnussbutter. Die ist ja auch süß, d.h. zum verkocken für Nudeln, Suppe, Kartoffelbrei usw. geschmacklich nicht so geeignet. Ausserdem zu sperriger Müll (=Plastikdose oder Glas)
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>Du bist ja über einige Gletscher gegangen. Hattest du als Alleingänger keine Angst vor Spalten?<
Bei den Gletschern die ich auf diesen Trek gequert habe hielt ich das Spaltenrisiko für kalkulierbar.
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>Was für Häringe hast du denn verwendet, dein Zelt stand ja oft auf Geröllflächen?<
Mein Zelt ist ein Geodät, d.h. freistehend und ohne Heringe aufbaubar. Bei einen Trek wie diesen wäre dies ein wichtiges Kaufkriterium. Ansonsten müsste man es halt mit Steinen befestigen falls der Boden zu hart für Heringe ist.
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>Wie hast du denn diese tollen Karten mit Routeneinzeichnung und Bemerkungen auf die Seite gekriegt?<
Die Google Earth Bilder ganz normal abgespeichert und dann bearbeitet.
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>Hast du nur den Grizzly gesehen, den du fotografiert hast? Wie nah warst du bei dem?<
Über den ganzen Sommer verteilt habe ich auf dem Trek 9 Grizzlies gesehen und 12 Schwarzbären,.....d.h. nicht nur auf der R.M.T., sondern inclusive den Treks die ich davor und danach gemacht habe. Leider habe ich nur die wenigsten davon fotografiert weil:
entweder war der Bär schon weg bis ich die Kamera rausgekramt hatte, oder der Bär war sowieso zu weit weg, oder aber zu nahe dran so daß ich Angst hatte die Kamera rauszuholen.
Einmal habe ich eine Grizzlymutter mit ihr Junges aus nur paar Metern Entfernung gesehen,.....das war schon ziemlich spooky, aber ein super Erlebnis!
gruss bernie
hikingharry
10.04.2009, 19:43
Eine Super Tour hast Du da gemacht. Bin gestern ewig beim Ansehen Deiner Fotos gehockt. :)
Habe mich gefreut mal wieder Fotos vom Tonquin Valley und den Amethyst Lakes zu sehen, das ist schon eine sehr spektakuläre Gegend.
Ich hätte da noch einen Link von einem Weitwanderer, der auch spektakuläre Sachen macht, wo er zwischendrin so an die 12 Tage ohne resupply auskommt, nämlich Andrew Skurka (http://www.andrewskurka.com/) der hier (http://www.andrewskurka.com/GWL/index.php) eine Tour namens Great Western Loop (http://www.andrewskurka.com/GWL/index.php) beschreibt. Da gibts auch interessante Ausrüstungslisten und Ausrüstungskonzepte. Könnte Dich vielleicht interessieren.
Also nochmal danke.
Gruß hikingharry
Unregistriert
02.05.2010, 14:26
@ bernie:
moin und erst mal hut ab vor der leistung! wirklich tolle website, tolle route und tolle bilder.
wie hast du das mit dem zelten in den Nationalparks geregelt? In Kanada muss man sich ja anmelden und darf offziell nur auf den vorgeschrieben campgrounds zelten. zumindest warst du ja in jasper.
ich wollte nämlich auch eine tour machen diesen sommer und suche noch einer geeigneten strecke. suche etwas abegeschiedenes und möchte vor allem nicht im vorfeld alles auf den tag genau durchplanen, d.h. einem nationalpark büro vorher erzählen müssen, wann ich wo bin. dachte bei meiner tour mittlerweile mehr an alaska- dort gibt es einige state parks, die sehr schön sein sollen, man aber nicht irgendwelche zeltplätze reservieren muss
viele grüße!
Unregistriert
02.05.2010, 14:26
...bin übrigens jakob!
bernieHH
04.05.2010, 20:19
@ bernie:
moin und erst mal hut ab vor der leistung! wirklich tolle website, tolle route und tolle bilder.
wie hast du das mit dem zelten in den Nationalparks geregelt? In Kanada muss man sich ja anmelden und darf offziell nur auf den vorgeschrieben campgrounds zelten.
ich wollte nämlich auch eine tour machen diesen sommer und suche noch einer geeigneten strecke. suche etwas abegeschiedenes und möchte vor allem nicht im vorfeld alles auf den tag genau durchplanen, d.h. einem nationalpark büro vorher erzählen müssen, wann ich wo bin.
Hallo Jakob,
danke für das Lob.
Ja offiziell muss man seine treks in den kanadischen Nationalparks auf den Tag genau durchplanen um das Permit zu bekommen. Das ist eine total nervige Regelung und ich bin auch ein starker Gegner dieses Permitsystems. Soweit zur Theorie.
In der Praxis ist dies aber längst nicht so schlimm wie es sich anhört. Daß man auf einen Langdistanztrek seine Campstellen nicht auf den Tag genau vorplanen kann wissen die Ranger auch. Daher reicht es denen wenn man nur eine Schätzung macht. Wenn man sich abseits der bekannten Trekkingrouten befindet wo es keine offiziellen backcoutry-campsites gibt ist wildcampen erlaubt.
Ich habe es so gehandhabt daß sobald das Permit ausgestellt war ich nie wieder draufgeschaut habe. Bin einfach meinen Weg gegangen und hab mir keinen Stress gemacht. Wenn es Abends Zeit war das Camp aufzuschlagen habe ich es gemacht, egal ob dies laut Permit meine "richtige" Campstelle war oder nicht.
Auf der gesamten Route von 60 Tagen bin ich nur zweimal einen Ranger begegnet und dabei wurde einmal das Permit kontrolliert. Ich lag da 4 oder 5 Tage hinter meinen Zeitplan zurück, hab dem Ranger erklärt warum dies so war, er hat dann nur kurz mein Permit umgeschrieben und gut war.
So take it easy,.......ich würde mich wegen diesen Permitmist nicht die Trekkinglaune verderben lassen, die kanadischen Rockies sind eine landschaftlich absolut hammermäßige Gegend:) .....aber Alaska ist natürlich auch super!
gruss Bernd
Hi
ich plane gerade spontan meinen Sommerurlaub, leider steige ich gerade nicht durch die Permits durch:
Verstehe ich das richtige, das man den National Park Pass braucht und dann noch einen fürs Backcamping? Bzw jede Nacht Backcamping bezahlt?
Also 135 CD für Permits ca?
Danke
Gruß
Felix
bernieHH
05.05.2010, 14:15
leider steige ich gerade nicht durch die Permits durch:
Verstehe ich das richtige, das man den National Park Pass braucht und dann noch einen fürs Backcamping? Bzw jede Nacht Backcamping bezahlt?
Also 135 CD für Permits ca?
Ja, genauso ist es!
Dabei spielt es keine Rolle ob du beim Trekking auf ausgebaute Pfade wanderst und auf den offiziellen backcountry campsites übernachtest, die mit Plumpsklo und bearpole ausgestattet sind oder ob du dich tagelang durch unerschlossene Wildnisgebiete kämpfst wo es weder Pfade noch Campstellen gibt. .......und das ist ja gerade die Abzocke bei diesem System:down:
gruss Bernd
Hallo zusammen
@Bernd: Danke für alle Infos die du über deinen Trek gepostet hast, wirklich eine geniale Tour! Respekt für die Abstecher abseits der Wege, schon die ungewarteten Trails fand ich anspruchsvoll.
Habe zwei lange Wanderungen anhand deines zweiten und dritten Abschnitts gemacht.
Beim zweiten Abschnitt war es echt hart an den Trailhead zu kommen, bin dann den Highway gelaufen. Das kann man umgehen, wenn man auf dem Campingplatz in Banff schläft und dann von dort startet. Ich habe den Trek abgekürzt und bin nach Lake Louise gegangen, sehr hässliches Ende, da man ewig auf einer sehr breiten Schotterstraße nach Lake Louise läuft. Sehr geil ist jedoch der Packers Pass zwischen Skoki Valley und Ptarmigan Lake.
Den dritten Abschnitt fand ich insgesamt besser, da anspruchsvoller und alpiner. Zudem war der zweite Abschnitt größtenteils von Pferden zertrampelt.
Das Reservierungssystem ist wirklich lustig, habe auf den langen Trails überall "buchen" können. Allerdings bekam ich z.B auf dem Skyline-Trail den Hinweis, das es fast ausgebucht sei. Als ich ankam war nix los, da viele aufgrund des Wetter storniert haben. Habe es nur eine Nacht (die erste) geschafft auf dem gebuchten Platz zu schlafen.
Zu den Gebühren ist zu sagen, das man zum Wandern/Übernachten nur den Wilderness Pass (70 CAD) braucht. Der National Park Pass wird nur benötigt wenn man ein Auto mit sich führt.
Ps: die 70 CAD für den Jahrespass find ich ok, wenn man sieht was damit ermöglicht wird.
Absolut geniales Wandern!
Gruß
Felix
stonemark
27.09.2010, 07:30
Great trekking, and I'm still reading the specific content of your trekking adventure~
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