Vollständige Version anzeigen : Streik in Bolivien!!!!!
Hallo,
an alle die beabsichtigen, jetzt gerade nach Bolivien zu gehen. Seit ca. 2 Wochen ist hier Streik, und zwar der Art, dass die meisten Hauptverkehrsstrassen des Landes von Campesinos blocliert werden, die auch Feuerwaffen einsetzten, um sich gegen die Armee bzw. die Polizei durchzusetzten. Diejenigen, die in der Escorte von Sorata dabei waren ,wissen, was ich meine.
Mein Rat, bleibt in chile oder Peru oder sonstwo, aber hier ist es gerade ziemlich problematisch!!!!
bachergerardo
28.09.2003, 19:55
Hallo aus Chile!
So weit ich die Lage von hier aus beurteilen kann ist Besserung in Sicht.
Evo Morales und seiner Eingeborenenbewegung wurde viel Wind aus dem Segel genommen und die Streiks sind ruhig verlaufen, auch das öffentliche Verkehrsnetz funktioniert wieder. Das habe ich zumindest gestern in der Zeitung gelesen.
Bolivien scheint also bald wieder bereisbar zu werden.
Liebe Grüße,
Gerhard
Ich habe gerade folgende Nachricht erhalten:
Streiks und Blockaden in Bolivien
Der Andenstaat Bolivien im Herzen Südamerikas mag nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder gibt es Streiks und Straßenblockaden (bloqueos), die das Leben in dem Land beeinträchtigen.
Seit drei Wochen sind nun wieder viele Straßen in Bolivien blockiert und ein Teil der Bevölkerung streikt. Seit dieser Woche beteiligen sich auch Minenarbeiter und Hochschulpersonal an den Streiks. Der Gewerkschaftsbund hat schließlich auch noch einen unbefristeten Generalstreik ausgerufen und fordert zudem den Rücktritt des Präsidenten, der erst letztes Jahr im August gewählt wurde. Diesmal ist der Anlass die Exportation von Erdgas.
In Bolivien wurden riesige Erdgasfelder entdeckt und der Export steht schon länger, etwa seit Anfang 2000, in der Diskussion: wohin, überhaupt, wie teuer, wer baut die Pipelines... Die Verträge die mit den ausländischen Gesellschaften geschlossen wurden – Bolivien selbst hätte nicht die finanziellen Mittel für den Aufbau der Industrie – sehen allerdings nur 18% Ertragsbeteiligung von Bolivien vor. Anderer Streitpunkt ist der Weg: wegen geringerer Kosten bevorzugen die Unternehmer die Ausfuhr über einen Hafen in Nordchile. Das ist den Bürgern nicht so recht, da tief in ihnen verwurzelt ist, dass die Chilenen vor über hundert Jahren ihnen den Küstenabschnitt um Antofagasta abgenommen haben, welcher Boliviens einziger Zugang zum Meer war. Die Streikenden fordern nun eine Volksabstimmung, ob Gas exportiert werden darf und wie.
Die Folgen des Streiks sind gravierend: im Hochland sind die wichtigsten Straßen gesperrt, teilweise gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. So kommt es auch dass inzwischen zum Beispiel die Märkte in La Paz leer sind und die Lebensmittel irgendwo verderben. Auch andere Dinge wie Benzin werden knapper. Die Preise steigen teilweise für einzelne Güter erheblich. Und schließlich gibt es noch die Reisenden – für die ist der Streik und die Blockaden alles andere als gut. Eine Fahrt in die Yungas ist ausgeschlossen und generell ist La Paz so gut wie nicht mehr erreichbar.Quelle: viventura.de
Klingt ja leider nicht so gut... ¤*#:(
Andreas
bachergerardo
05.10.2003, 19:51
Jaja,
die Lage hat sich leider wieder verschlechtert in Bolivien.
Viele der Aufstände werden von indianischstämmigen Kokahändlern angeführt, die die Industrialisierung desslben im eigenen Land fordern. Evo Morales ist einer der Anführer des Aufstands, er hat die letzten Präsidentschaftswahlen verloren und ist so etwas wie ein Volksheld für das indianischstämmige Andenvolk. Die Ausfuhr des Erdgases über einen chilenischen Hafen ist für viele Bolivianer undenkbar wegen der jüngeren Geschichte, in der Chile Bolivien den Meerzugang wegnahm. Obwohl viel teurer bevorzugen viele Bolivianer Peru als Ausfuhrland.
Die Krise dauert also höchstwahrscheinlich an.
Herzliche Grüße aus Chile,
Gerhard Bacher.
Boliviem ist zur Zeit wieder sicher.
aber achtet immer auf News, und wenn ihr im Land seit . Und nehmt sie auch ernst.
p
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