Manali90
08.02.2009, 02:39
Der Markha Valley-Trek ist einer der einfachsten, aber auch lohnendsten in Ladakh.
Vorläufige Bescheibung für das Indien-WIKI von Arnold Studeregger, 2003, auf der Basis von Ulrich Friebel, Infoblätter Indischer Himalaya, 1994, und Zugabe in „Trekking in Himachal Pradesh“, 2001
Eine allgemeine Übersicht müsste ergänzt werden.
Bitte aktualisieren!
Wir weisen auf die Notwendigkeit eines wenigstens viertägigen Aufenthalts in Ladakh zur Akklimatisierung hin, falls man direkt nach Leh einfliegt. Die Schlafhöhe am zweiten Tag läge sonst gefährlich zu hoch!
Spituk – Zinchen (=Jingchan) 4 Stunden
Die erste Tagesetappe ist relativ kurz, sie beginnt in Spituk bei der Indusbrücke. Nach der Brücke muss man rechts abbiegen und bis zum letzten Haus die Straße folgen. Danach führt die Straße auf der linken Seite des Indus flussabwärts. Eine Steinwüste wird durchquert, und erst wenn sich das Industal verengt, biegt man links ab, und die Straße steigt leicht an. Nun biegt man in das Hochtal ein, das vom Ganda La herunterzieht. Bei einer Gabelung hinter der Brücke über den Bach, der vom Ganda La kommt, das linke Tal wählen. Vor Zinchen ist es notwendig, wieder auf die linke (orographisch rechte) Bachseite zu queren. Gleich nach den vier Häusern liegt der Campingplatz am Fluss. Es empfiehlt sich früh zu starten und genügend Sonnenschutz mitzunehmen, da die Sonneneinstrahlung sehr hoch ist. Allerdings ist auch Besuch des Klosters Spituk lohnend.
Zinchen – Yurutse 5 ½ Stunden
Der Weg steigt flach an, und man kann ein gemütliches Tempo anschlagen. Diese Etappe ist sehr interessant, da man mit einem Abstecher in ein von Osten (vom Stok La) herabziehendes Tal die wunderschöne Ortschaft Rumbagh besuchen kann. Nach zwei Tagen Steinwüste sticht das satte Grün der Felder in die Augen. Dort steht ein Restaurant, wo man eine kurze Pause einlegen kann. Der Weg Richtung Ganda La führt allerdings weiter Richtung Südwesten am linken (orogr. rechten) Flussufer. Ist das erste Seitental in Sicht, wechselt man die Flussseite und biegt in dieses Tal hinein. Nach 4 Std. ist der wunderbare Weiler Yurutse erreicht, und man hat bereits die 4000m-Höhenlinie überschritten. Weitere 90 min steigt man noch auf, bis eine Höhe von 4400 m erreicht ist. Auf einem schönen Sporn mit Aussicht auf den Stok Kangri liegt der zweite Campingplatz. Der erste Campingplatz nach Yurutse wird durchschritten, weil sich so der nächste Tag verkürzt. Allerdings sollte man bedenken, daß sich dadurch die Schlafhöhe zum Vortag (Zinchen) um etwa 900 Höhenmeter erhöht. Auf dem Campingplatz auf 4400 m gibt es auch eine Quelle.
Yurutse – Skiu (Skyu) 7 ¼ Stunden
Heute steht der erste Pass, der Ganda La mit 4900m, auf dem Programm. Der Weg steigt gemütlich in einem sehr schönen Tal an. In angenehmen Serpentinen führt der Weg gut sichtbar über einen kleinen Aufschwung, danach verflacht der Weg wieder und man erreicht den von Gebetsfahnen markierten Ganda La nach 2 ¼ Std. Ein wunderbarer Ausblick wartet auf die Trekker! Wer genug Kraft hat, kann auf den ersten 5000-er vom Pass aus aufsteigen.
Flotten Schrittes lässt man den Pass hinter sich und man folgt dem gut sichtbaren Weg, der in südwestliche Richtung führt, nach Shingo, das man nach weiteren 3 Std. erreicht. Diese Ortschaft ist ein Paradies. Hier empfiehlt es sich, eine Mittagspause im ersten Restaurant einzulegen. Jeweils am Ortsanfang und –ende liegt auch ein Zeltgplatz, die dazugehörenden Tea-Tents sind häufig unbesetzt. Nach weiteren 2 Std. Abstieg, zuletzt durch eine imposante Felsschlucht, erreicht man die Ortschaft Skiu, die bereits im Markhatal liegt. Der Campingplatz liegt direkt im Ort am Fluss. Es besteht die Möglichkeit Wasser (Bier) zu kaufen und eine Solardusche zu genießen. Es gibt einen weiteren Campingplatz, einige 100m außerhalb des Ortes.
Skiu– Markha 7 Stunden
Der Weg führt auf der linken Uferseite flussaufwärts. Durch die Bewässerungskanäle ist dieser Abschnitt sehr fruchtbar. Während dieses Tages wird das Tal immer breiter und man muss auch über einige Brücken den Fluss queren. Etwa 4,5 km nach Skiu steht das erste, von Frauen geführte Teezelt, nach weiteren 4 km erreicht man den Weiler Chumik Hamurja mit Parachute-Verpflegung und Zeltplatz, ebenso in Sara. Nach der Ortschaft Chaluk muss man den Fluss noch einmal queren, allerdings ist hier keine Brücke und man sucht sich die beste Stelle aus, um den Fluss zu durchwaten (knietief). Nach dieser Querung sind es nur mehr 40 Min. bis zu einem der 3 wunderschönen Campingplätze in der Westhälfte des Ortes Markha, . Hier kann man per Anfrage Chapatis machen lassen. Außerdem gibt es ein Restaurant, wo man sich wieder mit Wasser (Bier) eindecken kann.
Es ist der sauberste und schönste Campingplatz während des Treks. Ich empfehle, sehr früh von Skiu zu starten, um den Fluss nicht zu spät durchwaten zu müssen (der Wasserstand steigt wegen der Schneeschmelze am Nachmittag) und um in Markha Zeit zu haben für einen gemütlichen Nachmittag.
Markha – Tchatchutse (Thachungtse) (erster Campingplatz) 4 ½ Stunden
Da diese Etappe heute nicht so lang ist, kann man durchaus etwas später starten. Man quert den Fluss und steigt ein wenig Richtung der Ortschaft Markha auf. Das sanfte Morgenlicht lädt zum Fotografieren richtig ein. Nach dem Verlassen der Ortschaft wird es nach 40 min richtig spannend, es steht wieder einmal eine Flussdurchquerung an. Man wechselt auf die rechte Flussseite und nach kurzer Zeit muss man wieder durch den Fluss. Bei der zweiten Querung aufpassen, die Strömung ist sehr stark! Danach ist ein kurzer, steiler Aufsteig zu einem Kloster lohnend. Man passiert das Dorf Umlung, ein Tea-Tent steht hier direkt am Weg, und wandert weiter auf der linken Uferseite flussaufwärts. Zum Dorf Hankar (Tent-Restaurant) muss man von Fluss weg links abbiegen und 5 min auf einen kleinen Pass ansteigen. 25 min später erreicht man Tchatchutse und nach dem Dorf kann man campieren, wo die zwei Flüsse zusammenfließen.
Tchatchutse – Nimaling 4 Stunden
Gleich nach dem Campingplatz wird das Markhatal verlassen. Man biegt in das linke Seitental in nordöstlicher Richtung ab. Nach 1 Std. erreicht man den zweiten Campingplatz von Tchatchutse (hier ist meistens sehr viel los). Man wandert an einem wunderschönen See vorbei (vom Restaurant am Ufer waren Ende August 2008 nur mehr die Grundmauern zu sehen), bis man das Hochtal von Nimaling erreicht. Der absolute Höhepunkt der Trekkingtour! Dieses Hochtal ist ein klassisches Tal, welches in der Würmeiszeit entstanden ist. Ein kleiner Abstieg über die Moräne und man hat den Campingplatz erreicht, wo ein sog. „Tentstay“ möglich ist, es wurde ein eigenes Schlafzelt aufgestellt, für 350 Rp. (Stand 2008) gab’s Abendessen, Unterkunft, Frühstück und Lunchpaket für den nächsten Tag.
Auf 4710 m leben noch Einheimische von der Schaf- und Yakzucht.
Es empfiehlt sich, hier einen Ruhetag einzulegen. Man sieht von hier sehr schön den Kang Yatse und viele andere 5000er und 6000er.
Während des Ruhetages kann man noch eine Exkursion zum Talende (3 Std.) unternehmen bzw. Konga Ri (5480m), Theny Ri (5620m) oder Dzo Jongo (6040/6120m) besteigen. Für die Gipfelbesteigungen ist es sinnvoll, das Lager im Nimaling- Hochtal abseits der Hauptroute gleich höher zu legen. Und ein Aufstieg auf den links (östlich) das Hochtal begrenzenden Bergrücken (bis 5300m) empfiehlt sich, um den „Einstieg“ zu Theny Ri bzw. Dzo Jongo im Hellen zu erkunden.
Wer ernsthaft an Gipfelbesteigungen interessiert ist, sollte mehrere Tage in Nimaling einplanen.
(Infos/Kartenskizze dazu ggf. von Manali90 anfordern)
Nimaling – Shang 7 Stunden
Nach der Überquerung des Flusses (Brücke) steigt der Weg etwas steiler an, bis man sich außerhalb der Moräne befindet. Dort wird der Weg etwas flacher, und man danach wandert man den letzten Aufschwung bis zum Pass hinauf. Nach 1 ¾ Std. erreicht man den Kongmaru Pass (5250m), wo man nochmals eine tollen Blick auf die Berge über Nimaling mit dem 6400-er Kang Yaze hat. Es folgt ein steiler Abschnitt bergab, z.T. in einer felsigen Schlucht mit Bachdurchquerungen. Bei Shingo gibt es wieder ein Restaurant zum Ausruhen. Durch eine Schlucht muss man durch trecken und es wird eine weitere kleine Ortschaft, Chukirmo (Chuskyurmo), erreicht. Hier gibt es einen traumhaft gelegenen Campingplatz (letzte Übernachtung auf der Runde, ca. 7km vor Shang) welcher erst kürzlich vergrößert bzw. neu angelegt wurde, auf herrlichen Terrassen in Hanglage kann man sein Zelt aufstellen. Nach 7 Std. ist das Ziel Shang in Sicht. Müde, aber zufrieden trinkt man im Restaurant einen Tee. Großer Campingplatz im jetzt weiten Tal.
Shang – Hemis
Entlang der Straße wandert man bis zu Ortschaft Martselang (1 ½ Std.). Hier ist das Industal in Sicht. Bei den Chorten biegt man links ab und man wandert durch die Steinwüste den leicht ansteigenden Weg nach Hemis, zu einem der bedeutendsten Klöster Ladakhs. Es bleibt Zeit für die Besichtigung des Klosters. Der Bus zurück nach Leh fährt um 12 Uhr. Wer sich Zeit lassen kann und evtl. eine Rückfahrt für den Abend abgesprochen hat, kann sich in Hemis noch Zeit lassen, einem Puja (buddhistische Zeremonie) beiwohnen oder in den schönen Felsen oberhalb des Klosters den Trek ausklingen lassen.
Allgemeine Infos:
Die Tour ist mittlerweile durchgehend auf Home- bzw. Tent-Stay-Basis machbar,
Homestays werden (u.a.) angeboten in Rumbak, Yurutse, Shingo, Skiu, Markha, Hankar, Choksto (Chogdo), Shang. Neben einer Schlafgelegenheit, darf man mit ladakhischem Abendessen und Frühstück rechnen, meist gibt’s auch ein kleines Lunch-Paket für den nächsten Tag.
Was die Orientierung angeht ist die Tour eigentlich unproblematisch, bis auf die Abzweigung nach Thachungtse (in klassischer Richtung, gegen den Uhrzeigersinn), wo man das Markha-Valley links (nordöstlich) in ein Seitental verlässt. Diese ist leicht zu übersehen, vor allem wenn der Pfad zur Bewässerung der Felder geflutet wird. In Gegenrichtung ist die Orientierung unproblematisch.
Bilderreihe (http://www.trekkingforum.com/photogallery-fotogalerie/index.php?n=1327) (16 Bilder, leider nicht chronologisch ... ist die Reihenfolge nach upload noch veränderbar?)
Literaturtipp (http://www.milestoneguides.com/markhavalley-ladakh.html)
Vorläufige Bescheibung für das Indien-WIKI von Arnold Studeregger, 2003, auf der Basis von Ulrich Friebel, Infoblätter Indischer Himalaya, 1994, und Zugabe in „Trekking in Himachal Pradesh“, 2001
Eine allgemeine Übersicht müsste ergänzt werden.
Bitte aktualisieren!
Wir weisen auf die Notwendigkeit eines wenigstens viertägigen Aufenthalts in Ladakh zur Akklimatisierung hin, falls man direkt nach Leh einfliegt. Die Schlafhöhe am zweiten Tag läge sonst gefährlich zu hoch!
Spituk – Zinchen (=Jingchan) 4 Stunden
Die erste Tagesetappe ist relativ kurz, sie beginnt in Spituk bei der Indusbrücke. Nach der Brücke muss man rechts abbiegen und bis zum letzten Haus die Straße folgen. Danach führt die Straße auf der linken Seite des Indus flussabwärts. Eine Steinwüste wird durchquert, und erst wenn sich das Industal verengt, biegt man links ab, und die Straße steigt leicht an. Nun biegt man in das Hochtal ein, das vom Ganda La herunterzieht. Bei einer Gabelung hinter der Brücke über den Bach, der vom Ganda La kommt, das linke Tal wählen. Vor Zinchen ist es notwendig, wieder auf die linke (orographisch rechte) Bachseite zu queren. Gleich nach den vier Häusern liegt der Campingplatz am Fluss. Es empfiehlt sich früh zu starten und genügend Sonnenschutz mitzunehmen, da die Sonneneinstrahlung sehr hoch ist. Allerdings ist auch Besuch des Klosters Spituk lohnend.
Zinchen – Yurutse 5 ½ Stunden
Der Weg steigt flach an, und man kann ein gemütliches Tempo anschlagen. Diese Etappe ist sehr interessant, da man mit einem Abstecher in ein von Osten (vom Stok La) herabziehendes Tal die wunderschöne Ortschaft Rumbagh besuchen kann. Nach zwei Tagen Steinwüste sticht das satte Grün der Felder in die Augen. Dort steht ein Restaurant, wo man eine kurze Pause einlegen kann. Der Weg Richtung Ganda La führt allerdings weiter Richtung Südwesten am linken (orogr. rechten) Flussufer. Ist das erste Seitental in Sicht, wechselt man die Flussseite und biegt in dieses Tal hinein. Nach 4 Std. ist der wunderbare Weiler Yurutse erreicht, und man hat bereits die 4000m-Höhenlinie überschritten. Weitere 90 min steigt man noch auf, bis eine Höhe von 4400 m erreicht ist. Auf einem schönen Sporn mit Aussicht auf den Stok Kangri liegt der zweite Campingplatz. Der erste Campingplatz nach Yurutse wird durchschritten, weil sich so der nächste Tag verkürzt. Allerdings sollte man bedenken, daß sich dadurch die Schlafhöhe zum Vortag (Zinchen) um etwa 900 Höhenmeter erhöht. Auf dem Campingplatz auf 4400 m gibt es auch eine Quelle.
Yurutse – Skiu (Skyu) 7 ¼ Stunden
Heute steht der erste Pass, der Ganda La mit 4900m, auf dem Programm. Der Weg steigt gemütlich in einem sehr schönen Tal an. In angenehmen Serpentinen führt der Weg gut sichtbar über einen kleinen Aufschwung, danach verflacht der Weg wieder und man erreicht den von Gebetsfahnen markierten Ganda La nach 2 ¼ Std. Ein wunderbarer Ausblick wartet auf die Trekker! Wer genug Kraft hat, kann auf den ersten 5000-er vom Pass aus aufsteigen.
Flotten Schrittes lässt man den Pass hinter sich und man folgt dem gut sichtbaren Weg, der in südwestliche Richtung führt, nach Shingo, das man nach weiteren 3 Std. erreicht. Diese Ortschaft ist ein Paradies. Hier empfiehlt es sich, eine Mittagspause im ersten Restaurant einzulegen. Jeweils am Ortsanfang und –ende liegt auch ein Zeltgplatz, die dazugehörenden Tea-Tents sind häufig unbesetzt. Nach weiteren 2 Std. Abstieg, zuletzt durch eine imposante Felsschlucht, erreicht man die Ortschaft Skiu, die bereits im Markhatal liegt. Der Campingplatz liegt direkt im Ort am Fluss. Es besteht die Möglichkeit Wasser (Bier) zu kaufen und eine Solardusche zu genießen. Es gibt einen weiteren Campingplatz, einige 100m außerhalb des Ortes.
Skiu– Markha 7 Stunden
Der Weg führt auf der linken Uferseite flussaufwärts. Durch die Bewässerungskanäle ist dieser Abschnitt sehr fruchtbar. Während dieses Tages wird das Tal immer breiter und man muss auch über einige Brücken den Fluss queren. Etwa 4,5 km nach Skiu steht das erste, von Frauen geführte Teezelt, nach weiteren 4 km erreicht man den Weiler Chumik Hamurja mit Parachute-Verpflegung und Zeltplatz, ebenso in Sara. Nach der Ortschaft Chaluk muss man den Fluss noch einmal queren, allerdings ist hier keine Brücke und man sucht sich die beste Stelle aus, um den Fluss zu durchwaten (knietief). Nach dieser Querung sind es nur mehr 40 Min. bis zu einem der 3 wunderschönen Campingplätze in der Westhälfte des Ortes Markha, . Hier kann man per Anfrage Chapatis machen lassen. Außerdem gibt es ein Restaurant, wo man sich wieder mit Wasser (Bier) eindecken kann.
Es ist der sauberste und schönste Campingplatz während des Treks. Ich empfehle, sehr früh von Skiu zu starten, um den Fluss nicht zu spät durchwaten zu müssen (der Wasserstand steigt wegen der Schneeschmelze am Nachmittag) und um in Markha Zeit zu haben für einen gemütlichen Nachmittag.
Markha – Tchatchutse (Thachungtse) (erster Campingplatz) 4 ½ Stunden
Da diese Etappe heute nicht so lang ist, kann man durchaus etwas später starten. Man quert den Fluss und steigt ein wenig Richtung der Ortschaft Markha auf. Das sanfte Morgenlicht lädt zum Fotografieren richtig ein. Nach dem Verlassen der Ortschaft wird es nach 40 min richtig spannend, es steht wieder einmal eine Flussdurchquerung an. Man wechselt auf die rechte Flussseite und nach kurzer Zeit muss man wieder durch den Fluss. Bei der zweiten Querung aufpassen, die Strömung ist sehr stark! Danach ist ein kurzer, steiler Aufsteig zu einem Kloster lohnend. Man passiert das Dorf Umlung, ein Tea-Tent steht hier direkt am Weg, und wandert weiter auf der linken Uferseite flussaufwärts. Zum Dorf Hankar (Tent-Restaurant) muss man von Fluss weg links abbiegen und 5 min auf einen kleinen Pass ansteigen. 25 min später erreicht man Tchatchutse und nach dem Dorf kann man campieren, wo die zwei Flüsse zusammenfließen.
Tchatchutse – Nimaling 4 Stunden
Gleich nach dem Campingplatz wird das Markhatal verlassen. Man biegt in das linke Seitental in nordöstlicher Richtung ab. Nach 1 Std. erreicht man den zweiten Campingplatz von Tchatchutse (hier ist meistens sehr viel los). Man wandert an einem wunderschönen See vorbei (vom Restaurant am Ufer waren Ende August 2008 nur mehr die Grundmauern zu sehen), bis man das Hochtal von Nimaling erreicht. Der absolute Höhepunkt der Trekkingtour! Dieses Hochtal ist ein klassisches Tal, welches in der Würmeiszeit entstanden ist. Ein kleiner Abstieg über die Moräne und man hat den Campingplatz erreicht, wo ein sog. „Tentstay“ möglich ist, es wurde ein eigenes Schlafzelt aufgestellt, für 350 Rp. (Stand 2008) gab’s Abendessen, Unterkunft, Frühstück und Lunchpaket für den nächsten Tag.
Auf 4710 m leben noch Einheimische von der Schaf- und Yakzucht.
Es empfiehlt sich, hier einen Ruhetag einzulegen. Man sieht von hier sehr schön den Kang Yatse und viele andere 5000er und 6000er.
Während des Ruhetages kann man noch eine Exkursion zum Talende (3 Std.) unternehmen bzw. Konga Ri (5480m), Theny Ri (5620m) oder Dzo Jongo (6040/6120m) besteigen. Für die Gipfelbesteigungen ist es sinnvoll, das Lager im Nimaling- Hochtal abseits der Hauptroute gleich höher zu legen. Und ein Aufstieg auf den links (östlich) das Hochtal begrenzenden Bergrücken (bis 5300m) empfiehlt sich, um den „Einstieg“ zu Theny Ri bzw. Dzo Jongo im Hellen zu erkunden.
Wer ernsthaft an Gipfelbesteigungen interessiert ist, sollte mehrere Tage in Nimaling einplanen.
(Infos/Kartenskizze dazu ggf. von Manali90 anfordern)
Nimaling – Shang 7 Stunden
Nach der Überquerung des Flusses (Brücke) steigt der Weg etwas steiler an, bis man sich außerhalb der Moräne befindet. Dort wird der Weg etwas flacher, und man danach wandert man den letzten Aufschwung bis zum Pass hinauf. Nach 1 ¾ Std. erreicht man den Kongmaru Pass (5250m), wo man nochmals eine tollen Blick auf die Berge über Nimaling mit dem 6400-er Kang Yaze hat. Es folgt ein steiler Abschnitt bergab, z.T. in einer felsigen Schlucht mit Bachdurchquerungen. Bei Shingo gibt es wieder ein Restaurant zum Ausruhen. Durch eine Schlucht muss man durch trecken und es wird eine weitere kleine Ortschaft, Chukirmo (Chuskyurmo), erreicht. Hier gibt es einen traumhaft gelegenen Campingplatz (letzte Übernachtung auf der Runde, ca. 7km vor Shang) welcher erst kürzlich vergrößert bzw. neu angelegt wurde, auf herrlichen Terrassen in Hanglage kann man sein Zelt aufstellen. Nach 7 Std. ist das Ziel Shang in Sicht. Müde, aber zufrieden trinkt man im Restaurant einen Tee. Großer Campingplatz im jetzt weiten Tal.
Shang – Hemis
Entlang der Straße wandert man bis zu Ortschaft Martselang (1 ½ Std.). Hier ist das Industal in Sicht. Bei den Chorten biegt man links ab und man wandert durch die Steinwüste den leicht ansteigenden Weg nach Hemis, zu einem der bedeutendsten Klöster Ladakhs. Es bleibt Zeit für die Besichtigung des Klosters. Der Bus zurück nach Leh fährt um 12 Uhr. Wer sich Zeit lassen kann und evtl. eine Rückfahrt für den Abend abgesprochen hat, kann sich in Hemis noch Zeit lassen, einem Puja (buddhistische Zeremonie) beiwohnen oder in den schönen Felsen oberhalb des Klosters den Trek ausklingen lassen.
Allgemeine Infos:
Die Tour ist mittlerweile durchgehend auf Home- bzw. Tent-Stay-Basis machbar,
Homestays werden (u.a.) angeboten in Rumbak, Yurutse, Shingo, Skiu, Markha, Hankar, Choksto (Chogdo), Shang. Neben einer Schlafgelegenheit, darf man mit ladakhischem Abendessen und Frühstück rechnen, meist gibt’s auch ein kleines Lunch-Paket für den nächsten Tag.
Was die Orientierung angeht ist die Tour eigentlich unproblematisch, bis auf die Abzweigung nach Thachungtse (in klassischer Richtung, gegen den Uhrzeigersinn), wo man das Markha-Valley links (nordöstlich) in ein Seitental verlässt. Diese ist leicht zu übersehen, vor allem wenn der Pfad zur Bewässerung der Felder geflutet wird. In Gegenrichtung ist die Orientierung unproblematisch.
Bilderreihe (http://www.trekkingforum.com/photogallery-fotogalerie/index.php?n=1327) (16 Bilder, leider nicht chronologisch ... ist die Reihenfolge nach upload noch veränderbar?)
Literaturtipp (http://www.milestoneguides.com/markhavalley-ladakh.html)