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Vollständige Version anzeigen : Was ist mit dem Inkatrail?


Nemo
13.04.2004, 14:32
Hallo an die Gemeinde,

mit regenerierten Knien bin ich nun auf dem Weg nach Bolivien. Habe hier im Fernsehen gesehen (aber nicht alles verstanden) das es nach starken Regenfaellen einen Erdrutsch auf die Gleise des Zuges nach Machu Pichu gegeben hat und die Strecke bis af weiteres gesperrt ist und somit der Inkatrail nicht zu wandern ist....usw.
Weiss jeman was genaueres? Ich bekomme hier einfach nichts raus und ich will da doch hin!
Lasst es mich wissen wenn jemand was genaueres weiss, ich habe ja noch ein paar Woechelchen Zeit bis ich da bin, vielleicht geht es dann wieder...
Danje fuer Infos
Ute z. Zt. in Jujuy zwischen riesigen Kakteen

phacops
13.04.2004, 14:58
Hallo Ute,

die Meldung ging gestern übern Ticker und heute stand z.B. in der FAZ:

Peru
Nach Erdrutsch hunderte Touristen aus Machu Picchu evakuiert

12. April 2004 Zwei Schlamm- und Steinlawinen in der Nähe der peruanischen Ruinenstätte Machu Picchu, einer der bedeutendsten archäologischen Anlagen Südamerikas, haben mindestens ein Todesopfer gefordert, zehn Personen werden vermißt, sechs wurden verletzt, 60 haben ihre Unterkunft ¤*#verloren.

Schlamm und Geröll blockierten zum zweiten Mal innerhalb von zwei ¤*#Wochen die Eisenbahnlinie, die zu der 150 Kilometer östlich von Cuzco gelegenen Inkastadt führt. Rund 1400 Touristen, die über die Osterfeiertage die riesige Anlage besucht hatten, sind inzwischen in einer großangelegten Bergungsaktion in Sicherheit gebracht worden.

Touristen mit Zug und Hubschrauber evakuiert

In fieberhafter Arbeit war es dem Eisenbahnunternehmen gelungen, an einer der Unglücksstellen die Schienen freizulegen, so daß der Zug in die Nähe des Ortes Aguas Calientes fahren konnte, um die Touristen aufzunehmen und nach Cuzco zu ¤*#bringen. In dem zu Füßen von Machu Picchu gelegenen Aguas Calientes, dem ¤*#Ausgangspunkt für die Besichtigung der Anlage, ist ein Dutzend Häuser zerstört ¤*#worden.

Der peruanische Präsident Alejandro Toledo überwachte persönlich die ¤*#Rettungsarbeiten. Er hatte sich zusammen mit seiner Frau zufällig in Cuzco aufgehalten, weil er für einen Fernsehkanal einen Werbefilm über die touristischen Schönheiten Perus drehte. Toledo versprach Lebensmittellieferungen und Kleidung für die Betroffenen. Er stellte Hubschrauber seiner Flugbereitschaft für die Bergung der Verletzten zur Verfügung, außerdem wurden 120 Touristen aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen.

Fluß Vilcanota trat über die Ufer

Nach heftigen Regenfällen war der Fluß Vilcanota stark angeschwollen, nach seiner Mündung in den Alcamayo war dieser über die Ufer ¤*#getreten und hatte zwei Brücken zerstört, Häuser weggespült und größere Flächen überschwemmt. Unter den Vermißten befindet sich eine Familie. Die Leiche des einzigen bislang geborgenen Opfers, eines jungen Mannes, wurde sechs Kilometer entfernt von seinem Haus gefunden.

Vor zwei Wochen waren 600 Touristen schon einmal von den Folgen einer Erdlawine betroffen und mußten mit Hubschraubern evakuiert werden. 1995 waren acht junge Argentinier durch eine Schlammlawine getötet worden. Jährlich besuchen rund 400.000 Touristen die auf 2.700 Meter Höhe gelegene, aus dem 15. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung stammende festungsartig ausgebaute Inkastadt. Der Ruinenstätte war vom Urwald überwachsen und ist erst 1911 entdeckt worden. Die Eisenbahnlinie nach Aguas Calientes stellt die einzige durchgehende Verkehrsverbindung mit Cuzco dar.


Text: oe. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. April 2004

Versuche über eine peruanische Agentur mehr über Wiederöffnung rauszukriegen.
Etwas steht auch im Südamerika-branch des TT.

phacops

¤*#

phacops
13.04.2004, 15:06
Nachschlag aus dem TT. ein paar Meldungen vom 11.-12.04.04:

Machu Picchu Closed?
I am writing this from my home in Quito, as I watch footage on TV of the mudslide yesterday at Machu Picchu. Anybody heading there soon needs to know about this, as the site surely must be closed due to this slide. I will get confirmation in the office tomorrow when we reopen after the Easter break.

I am with South American Explorers Club in Quito, Ecuador, and I live here permanently. We hand out information about Machu Picchu all the time for travellers heading through to Peru from here.

Our most recent info had been that the Trail opened again last month after being closed for maintenance. But you now have to book at least 5 days ahead, so as to ensure a spot on the Trail. There is now a daily quota in force. Those persons not wanting to walk the Trail can ride up on the train. The only other option is a very expensive helicopter ride.

BUT....

Be aware that, as I write this, there has just been a landslide yesterday at the village (Aguas Caliente). The railway line has been destroyed and at least 6 people are already confirmed dead. There are about 1500 tourists trapped at Machu Picchu. This will be sorted in the next few days, but the railway line may take some time, judging by the TV footage just now.

So check with the South American Explorers Club at Cusco before making any plans! Local tour agencies will also have up to date information within a few days.
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El Comercio newspaper just said that now they plan to repair the railway line on "monday". They also said that mudslides in that particular stretch were "freqeuent" so don't seem too surprised. You can be almost sure that any damage will be rapaired by the time you get there, at the begin of the high season.

Yesterday they managed to get 120 tourists out to nearby Ollantaytambo by helicopters. They have installed some sort of selection process, giving priority to people who appear ill or risk missing long-distance flights.

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Reports now say that a footbridge has been improvised near the village, tourists have to walk 1 km to reach the trains that are planned for today 2 pm local time. The second place at km 101 where the railway was covered by a mudslide has already been cleaned, so trains can get to within 1 km of Aguas Calientes.

Tourists stuck in town were given free access to the ruins today, to keep them from getting bored.

Estimates for a full repair, including the bridges near the village, range from two days to two weeks.

The Inca trail hiking tours seem to have been leaving without interruption, as trekkers are usually not on a tight schedule and the authorities foresaw it would only take a short time to repair the railway. An extended closing of the ruins is very unlikely, as the end of the rain season is coming closer now, and conditions will ease up.

The fact that the Inca trail closes in February for maintenance is something that is scheduled by authorities every year. Best months to visit are June through August, and to a lesser extent May and September. But you can see that the place was packed with tourists even now.

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All tourists have been able to leave Machupichcu on sunday by train. No foreigner was injured. Tourists had to walk 2km to reach the trains.

People from the village and authorities are still searching for the bodies of 10 missing persons, all locals. Heavy equipment to repair the last bridge is being brought in. The hotel Amazonico in Aguas Calientes has been destroyed and the owner, Mr. Rosell, is presumed dead. He and staff had evacuated tourists minutes before the mudslide reached the hotel, and then he went back to his office to get his money - too late.

Heavy equipment is being brought in to repair the last bridge. Trains will be operating next week, but expect some problems visiting the ruins, as probably a lot of tour groups are waiting now and demand for transport can't be fully met.

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The newspapers said it took the local workers a heroic 32 hour shift, working without pause, to open the railway line. Peruvians have really shown what they are capable of.

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Nemo
13.04.2004, 19:27
Wow, das war ja ausfuehrlich! Super! Danke, weiss ich erst mal bestens Bescheid und muss nicht ¤*#¤*#¤*#¤*# sterben. Dann bleibt mir ja nur erst mal abzuwarten und sehen wie es weitergeht. Bis dahin gibt es ja noch genuegend andere Trails zu wandern ;-)
Ich hoffe erst mal fuer alle Betroffenen und Beteiligten das Beste. Bezeichnend finde ich, dass die am schlimmsten Betroffenen wohl wieder die Aermsten sind. Ob sich um diese auch Hubschrauber bemueht haben??
Ute

phacops
15.04.2004, 10:40
Wow, das war ja ausfuehrlich!


Na, gerne geschehen!
Deine Südamerika-Reise soll ja erfolgreich weitergehen!

Wenn du in Peru auch entsprechend kulinarisch ¤*#::)unterwegs sein willst wie in Argentinien und Chile dann schau mal, ob du ein Pacha Manca zu Essen bekommst, ein traditionelles Inka-Gericht, das vor allem während der Erntezeit in der erde mit heißen Steinen zubereitet wird. Und berichte dann bitte im Gourmet-Teilforum ¤*#:).

Viel Spaß!

phacops

Guest
16.04.2004, 09:35
Soweit ich gehört habe, ist wieder alles im Gang! Wären ja sonst riesige einnahemnverluste für Peru, wenn die es nicht schnell wieder hinbekommen hätten.

Die Geröllmassen sind in Agua Calientes runtergekommen! Das hat mit dem Inka-Trail also nix zu tun! Agua Calientes liegt aber ca. 2 Km vor der Talstaation von Machu Picchu, d.h., die Züge konnten nicht mehr bis ranfahren und deshalb war ein Abtransport der Massen nicht mehr möglich!

http://www.personal.uni-jena.de/~x9scgn

Nemo
17.04.2004, 18:12
>>dann schau mal, ob du ein Pacha Manca zu Essen bekommst...<<

Guter Tipp, mach ich und werde dann berichten ob das Zeugs geniessbar ist :D
Gruss Ute

Eckhard
20.04.2004, 21:09
vielleicht habe ich ja etwas überlesen, aber was ist mit "Südamerika-branch des TT" gemeint?

phacops
21.04.2004, 08:38
was ist mit "Südamerika-branch des TT" gemeint?


Na eben das Südamerika-Forum des Thorn Tree von LP. hier der link:
http://thorntree.lonelyplanet.com/categories.cfm?catid=22
Viel vergnügen!

phacops