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Vollständige Version anzeigen : Werte und Wertigkeiten - "Philosophie"


Andreas
05.01.2009, 18:04
WERTE UND WERTIGKEITEN - "PHILOSOPHIE"

Während die Präambel (http://trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=13978) die Einstellungen des Forumseigentümer widergibt und als Basiskonsens für das Forum zu verstehen ist, sollen hier darüber hinausgehend, grundlegende Werte aufgezeigt werden, Werte, für die "das Forum" einsteht und die sich in der langjährigen Entwicklung herauskristallisiert haben. Als Basis gilt hier die generelle Grundeinstellung der Gesamtheit der Forumsbenutzer.

Es ist gleichgültig, ob jemand eine Trekkingtour alleine oder mit Veranstalter, ganz individuell oder individuell-pauschal oder ganz pauschal organisiert. Trekkingreisende können sich auf Grundlage der hier im Forum zahlreich vorhandenen Informationen eine Tour vollkommen individuell zusammenstellen, sie können sich an einen europäischen Veranstalter weden, auf direktem Wege mit einer lokalen Agentur im Zielland Kontakt aufnehmen oder sich lediglich den Rahmen einer Tour organisieren lassen.Interessierte können auch einen Reiseführer in Buchform kaufen und anhand dieser Informationen losstarten.

Jeder ist bei uns willkommen, jeder kann hier Antworten zu ungeklärten Fragen erhalten, jeder ist dazu eingeladen, sein Wissen und seine Erfahrungen mit den Usern zu teilen. Wichtig ist uns, dass die innere Einstellung passt. Man soll bereit sein, sich vorurteilsfrei auf das Ziel einzulassen. Und man soll nicht nur Konsument, sondern Reisender sein. Fremde (exotische) Länder sind kein Selbstbedienungsladen für sensationsgierige Touristen! Es ist uns ein Anliegen, dass die Leser und Autoren des Forums Ihr Bestreben darauf ausrichten, eine Region in ihren verschiedenen Facetten kennen lernen zu wollen (so weit das überhaupt wirklich geht). Eine Trekkingregion besteht nicht nur aus Wegetappen und Herausforderungen, sondern aus der Gesamheit von Kultur, Natur, Religionsumfeld, Menschen und Wegen. Dabei ist es gleichgültig, ob man sich im hintersten Winkel des Himalajas befindet, in den Dschungeln des Amazonas-Tieflandes oder in den touristisch erschlossenen Alpenregionen der Schweiz. Der "Wert" einer Trekkingtour liegt in erster Linie nicht in den sportlichen Zielen, sondern ebenfalls, oder sogar hauptsächlich in dem, was jeder für sich mit nach Hause nehmen kann - persönliche Eindrücke und Erlebnisse, Freundschaften und kulturelles Verständnis.

Generell freuen wir uns sehr, wenn ein User, der vor der Reise im Trekkingforum wertvolle Ratschläge erhalten hat, danach wiederkommt, und seine Erfahrungen in Form eines Reiseberichtes, von Fotos, von Reflexionen oder Tourtagebüchern alle guten und schlechten Erfahrungen zum Besten gibt. Es gibt spezielle, länderspezifische Artikelforen und eine Fotogalerie (http://www.trekkingforum.com/photogallery-fotogalerie/index.php), in denen dies möglich ist. Und am meisten freut es uns, wenn dieser User dem Forum erhalten bleibt und in Diskussionen anderen "Anfängern" mit seinen Erfahrungen, Eindrücken und auch Warnungen zur Verfügung steht.

Wir unterstützen definitiv nicht den Eventtourismus. Wir sehen es nicht gerne, wenn ein User darüber schreibt, wie viele Touren er in kürzester Zeit "abgehakt" hat, wie schnell man es schaffen kann, einen 5000er zu besteigen, wenn man auf das "lästige" Akklimatisieren verzichtet, und erst recht nicht, wenn jemand damit angibt, irgendeine spektakuläre Tour in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Geld realisiert zu haben, wobei es ihm aber gleichgültig war, was die Ausrüstung gekostet hat. --- Ich denke, man versteht, was unser Anliegen ist. Derartige Beiträge werden wir löschen, auch wenn letztgültige Richtlinien dafür hier nicht aufgestellt werden können.

In den letzten Jahren ist in zunehmendem Maße eine Strömung im Tourismus zu beobachten, die wir kritisieren. Wenn Erholungssuchende vollkommen unvorbereitet eine Tour in ein fernes und exotisches Land buchen (weil dieses gerade "In" ist) und "etwas für ihr Geld geboten haben möchten", ist es diesen Menschen meistens vollkommen gleichgültig, welchen EInfluß man damit auf das (soziale) Leben in einem Land nimmt und ob dies bleibende Auswirkungen hat. Wichtiger ist die Befriedigung eigener Bedürfnisse unter der Prämisse der Vollkaskoversicherung und "Alles soll so sein wie zu Hause". Man nimmt exotische Eindrücke mit ("Wow, dort stehen die Kühe auf der Straße rum"), schießt spektakuläre Bilder ("Mach mal ein Foto, arbeitende Landbevölkerung macht sich gut beim Diavortrag") und mockiert sich über die Preise ("Es ist ja alles sooo billig, aber das Budweiser war unverschämt teuer!").

Wir haben den Begriff "Trekking" recht weit gefasst und heißen auch alle Willkommen, die statt zu wandern lieber mit dem Rad, den Skiern oder dem Kanu unterwegs sind. Spezialthemen wie "Trekking mit Handicaps", "Fotographie" oder "Kulinarium" runden das Angebot ab.

Beste Grüße,
Andreas




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