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Vollständige Version anzeigen : Maoisten Arun nach Lukla?


Nepalfan
11.08.2002, 15:40
Namasté Leute,
Ich hätte mal gern gewußt, ob wer weiß, ob die Strecke Tumlingtar (Arunvalley) nach Lukla "gefährlich" ist, bezüglich der Kriegshandlungen?
Kann man dort alleine trekken oder soll man besser mit mehreren Leuten unterwegs sein? Gibt es Unterkünfte (teahouses reichen)? oder ist ein Zelt besser?
Namasté,
Nepalfan

Guest
17.08.2002, 03:51
Tumlingtar liegt in Sankhuwasabha Distrikt und gilt als eines der Zentren der Maoisten im Osten des Landes.

Es ist zwar prinzipiell nicht gefährlich, sich mit Maoisten auf einem Trek zu begegnen, aber es ist aus verschiedensten Gründen absolut abzuraten, allein die Strecke zu begehen. Teilweisse kann man auf Bhattis (lokale Lodges) zurückgreifen, muss jedoch Zelt mitnehmen, je nach Route (d gibt es eine menge alternativen).

Ohne Zelt und Träger würde ich die Strecke nicht angehen, ausser ich bin ein Supertrekker.

Navyo Eller
www.navyonepal.com

Nepalfan
17.08.2002, 06:20
Es ist zwar prinzipiell nicht gefährlich, sich mit Maoisten auf einem Trek zu begegnen, aber es ist aus verschiedensten Gründen absolut abzuraten, allein die Strecke zu begehen.

Namasté Navyo Eller,
Was meinst du im konkrten damit? Und warum soll ich MIT den Maoisten trekken gehen? Soll man die nicht tunlichst meiden? Welche Gründe meinst du sonst? Wäre schon super, wenn ich von Tumlingtar bis Jiri trekken könnte und Abstecher ins Khumbu machen!
Nepalfan

Guest
20.08.2002, 15:04
Wenn man online schreibt, gibts schon manchmal mißverständisse!

Nein, mal soll nicht mit den Maoisten trekken gehen, aber man kann ihnen durchaus begegnen.

Warum die Strecke nich allein gehen?

Weil sie relativ schwierig zu gehen ist (orientirung) und aus ganz normalen Sicherheitsgründen (nicht wg. der maos).

Allein ist die Strecke Tumlngtar-Jiri abzuraten (natürlich ist das nur eine Meinung).

Wegen Kriegshandlungen wird man keine Probleme haben.

Aber wie gesagt, alleine würde ich nicht gehen.

Nimm DIr enigstens einenTräger mit!

Navyo Eller

Nepalfan
04.09.2002, 12:11
Namasté,
Ich habe mich auch irreführend ausgedrückt! :P
Ich meinte mit Allein nicht ich allein, sondern OHNE Trekkingagency. Ganz allein würde ich nie wandern, weil man ja einen Unfall haben kann oder so. Würde immer mitr Freunden unterwegs sein!
Namasté,
Nepalfan

Joachim.Meyer
10.09.2002, 17:34
Grundsätzlich stimme ich Navyo zu, dass dieser Trek nicht alleine unternommen werden sollte. Dies gilt aber für die meisten Treks. Wenn man sich ein Bein bricht, ist man dort ziemlich weit vom Schuss weg. Auch kann man nicht damit rechnen, dass die Leute dort englisch können. Ein Führer erleichtert in diesem Fall einiges.

Aber ein Zelt und Träger brauchst du für diesen Trek nicht unbedingt. Es gibt dort Lodges, die allerdings sehr einfach sind. Da sie nicht so häufig sind wie in anderen Gebieten, ist eine gewisse Etappen-Planung unbedingt notwendig.

Als ich die Strecke im März letzten Jahres gelaufen bin, habe ich einen Führer über eine Agentur in Kathmandu gefunden. Es ist allerdings auch möglich, sich einen vor Ort zu suchen. Allerdings muss man bei dieser Variante schon mal damit rechnen, dass man mehrere Tage dafür braucht. Ich hab in Tumlingtar einen Franzosen getroffen, der sich in Hille einen Führer gemietet hat.

In http://www.trailblazer-guides.com/books/everest/main.html ist eine gute Beschreibung des Treks enthalten.

Der Trek ist sehr abwechslungsreich und ursprünglich. Kann ich dir nur empfehlen.

Nepalfan
11.09.2002, 05:57
Namasté Joachim!
Also, wie gesagt, ich werde nicht allein wandern. Ein oder zwei Freunde werden dabei sein; möchte im März 2003 losstarten, habe aber noch nichts fix gebucht!
Wenn man gute Karten hat, ist deiner Einschätzung nach ein Führer wirjlich notwendig? Man kann sich ja auch bei jeder Abzweigung mit den Einheimischen unterhalten und nach dem Weg fragenm!
Das Buch kenn ich schon, warte aber auf die Neuauflage, die im Herbst herauskommen soll. Kauf ich eben in Kathmansdu.
Kannst du mal deine Tagesetappen kurz angeben: in welchen Orten übernachtet, usw.
Namaste,
Nepalfan

Guest
12.09.2002, 18:18
Hi,

> Wenn man gute Karten hat, ist deiner Einschätzung
> nach ein Führer wirjlich notwendig? Man kann sich ja
> auch bei jeder Abzweigung mit den Einheimischen
> unterhalten und nach dem Weg fragenm!

Wie gesagt: englisch können die Leute kaum. Da müßtet Ihr schon ein paar Brocken Nepali können.

>Kannst du mal deine Tagesetappen kurz angeben: in
> welchen Orten übernachtet, usw.

Da muß ich mal in den Führer schauen. Weiß die Ortsnamen natürlich nicht auswendig. Werd mich am Wochende nochmals kurz melden.

Gruss
Joachim

Joachim.Meyer
15.09.2002, 16:32
Hi,

unsere Tagesetappen waren folgende:

1. Tumlingtar – Charlissay

Eigentlich wollten wir erst in Gothe haltmachen. Nachdem uns ein Regenschauer überrascht hat, haben wir überraschend in Charlissay eine nette Lodge gefunden. (Lt. Jamie McGuiness „Trekking in the Everest Region“ gibt es in Charlissay keine Lodge.)

2. Charlissay – Phedi

3. Phedi – Gurase

Die meisten Trekking-Agenturen planen diese Etappe bis nach Sanam. Ist angesichts des steilen Aufstiegs aber nur von fitten Wanderern zu schaffen, so dass wir uns entschlossen haben, in Gurase zu übernachten. Begrenzte Kapazitäten, weil es dort nur eine Lodge gibt.

4. Gurase – Gudel

Vom Salpa-Pass gibt es einen Weg (rund 30 Minuten) nach Salpa Pokhari. Dort gibt es einmal im Jahr religiöse Festlichkeiten. Schöner Blick auf den Silingchuk.

5. Gudel – Lodge bei Chambaling Gompa

Sehr schön gelegene Lodge. Aber auch hier nur begrenzte Kapazitäten vorhanden.

6. Chambaling Gompa – Shubuche

7. Shubuche – Khari La

8. Khari La - Lukla

Gruss
Joachim

Nepalfan
16.09.2002, 05:36
Hi,

unsere Tagesetappen waren folgende:

1. Tumlingtar – Charlissay

Eigentlich wollten wir erst in Gothe haltmachen. Nachdem uns ein Regenschauer überrascht hat, haben wir überraschend in Charlissay eine nette Lodge gefunden. (Lt. Jamie McGuiness „Trekking in the Everest Region“ gibt es in Charlissay keine Lodge.)

2. Charlissay – Phedi

3. Phedi – Gurase

Die meisten Trekking-Agenturen planen diese Etappe bis nach Sanam. Ist angesichts des steilen Aufstiegs aber nur von fitten Wanderern zu schaffen, so dass wir uns entschlossen haben, in Gurase zu übernachten. Begrenzte Kapazitäten, weil es dort nur eine Lodge gibt.

4. Gurase – Gudel

Vom Salpa-Pass gibt es einen Weg (rund 30 Minuten) nach Salpa Pokhari. Dort gibt es einmal im Jahr religiöse Festlichkeiten. Schöner Blick auf den Silingchuk.

5. Gudel – Lodge bei Chambaling Gompa

Sehr schön gelegene Lodge. Aber auch hier nur begrenzte Kapazitäten vorhanden.

6. Chambaling Gompa – Shubuche

7. Shubuche – Khari La

8. Khari La - Lukla

Gruss
Joachim


Namasté Joachim,
Danke für die Deatails! Muss ich mir heute Abend gleich im LP ansehen!
Noch ne Frage: Wioe lange brauchtest du nach Tumlingtar? Bus Kathmandu bis Janalkpur? Oder direkt?
cu
Nepalfan

Joachim.Meyer
17.09.2002, 14:06
Hi,

ich bin mit dem Flieger direkt nach Tumlingtar geflogen. Mit dem Bus kannst du in 24 - 26 Stunden nach Hile fahren und von dort sind es 1,5 Tagesmärsche nach Tumlingtar.

Gruss
Joachim