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Bombenanschlag auf Bus in Nepal
Zwei Tote - Behörden verdächtigen Maoisten
Kathmandu - Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Nepal sind zwei Personen getötet und 14 weitere verletzt worden. Die Ermittler machten maoistische Rebellen für den Angriff südöstlich der Hauptstadt Kathmandu verantwortlich. Bei dem Anschlag schleuderten die Angreifer einen Sprengsatz auf einen fahrenden Bus, der Fahrer des Fahrzeuges verlor die Kontrolle, das Fahrzeug kam von der Straße ab. Dem Aufstand der Maoisten in Nepal fielen bisher mehr als 7.000 Menschen zum Opfer, darunter auch zahlreiche Rebellen.(APA/AP)
Quelle: http://derstandard.at/standard.asp?id=1122248
Bislang konnte man als Tourist/Trekker in Nepal sicher sein, dass man nicht in Gefahr ist, trotz des Bürgerkriegs (vielleicht hie und da eine 'Spende' zahlen musste...), aber wenn Linienbusse angegriffen werden, in denen ja auch Ausländer unterwegs sein könnten, finde ich das äußerst beunruhigend!
Grüße,
Andreas
Hallo Andreas, die Meldung macht traurig und jeden Nepalreisenden sicher auch betroffen und nachdenklich. Man kann nur hoffen, dass da nichts eskaliert. In den Medien in Deutschlang hört bzw. liest man sehr wenig über den Bürgerkrieg. Daher ist es gut, hier im Trekkingforum solche Information zu finden. Gruß Eberhard
Hallo Eberhard,
Natürlich ist das jetzt kein Grund, Angst zu haben. Dafür war der Artikel zu ungenau. Es wurde nicht im Detail gesagt, wo das passiert ist! Denke, dass die 'klassischen' Busstrecken für Ausländer (KTM-Pokhara, KTM-ind. Grenze und KTM-Jiri resp. Tibet) weiterhin nicht gefährdet sind.
Sollte man tatsächlich ganz auf Nummer sicher gehen wollen, kann man immer noch in die Tasche greifen, und sich eine Taxifahrt leisten. Diese Möglichkeit haben die Einheimischen leider meist nicht! Für deine Everestpläne sehe ich deshalb vorerst keine Probleme.
:)
Grüße,
Andreas
Leider ereignete sich inzwischen - wie der folgenden Meldung vom 9.11.02, 10.06 MEZ bei http://derstandard.at/?id=1127199 zu entnehmen ist - offensichtlich ein weiterer Vorfall:
"Nepal: Explosion vor Sitz der staatlichen Fluggesellschaft
Ermittler vermuten maoistischen Anschlag ¤*#
¤*# Kathmandu - Die Zentrale der staatlichen nepalesischen Fluggesellschaft ist am Samstag offenbar Ziel eines Bombenanschlags geworden. Bei der Explosion im Zentrum der Hauptstadt Kathmandu wurden nach Polizeiangaben drei Menschen verletzt. Das Gebäude der "Royal Nepal Airlines" wurde beschädigt. Ein weiterer Sprengsatz wurde im Gebäude einer staatlichen Telefongesellschaft gefunden. Die Ermittler machten maoistische Rebellen für die Detonation verantwortlich.
Die Maoisten kämpfen seit 1996 in dem Himalaya-Königreich für die Abschaffung der Monarchie und einen kommunistischen Staat. Dem Aufstand sind bereits mehr als 7.000 Menschen zum Opfer gefallen, darunter zahlreiche Rebellen. Von kommendem Montag an haben die Maoisten zu einem dreitätigen Generalstreik aufgerufen. (APA)"
Hallo Zusammen,
wir sind gestern aus Nepal zurückgekommen. Der Bombenanschlag auf den Linienbus war ein nicht gerade kleiner Schock für Alle, zumindest war das unser Eindruck.
Die Maoisten haben sich damit noch weniger Freunde geschaffen, nach ihrer eigenen Aussage soll es sich aber um einen unerwünschten "Unfall gehandelt haben :-/
Es ist aber weiterhin so, dass Nepal für Touristen ungefährlich ist, Risiken bestehen im Dolpo und auch derzeit auch am Beginn des Annapurna-Circuits, da man dort zwischen die Fronten geraten kann.
Am Dhaulagiri war es so, dass freundlich, aber bestimmt zu einer "Donation" von 2000 Rupien aufgefordert wurde, dafür gab es eine Quittung (!!!), damit man nicht nochmals zum Zahlen aufgefordert wird.
Auf keinen Fall sollte man sich durch die Berichte abhalten lassen nach Nepal zu fahren, der Rückgang ist wirklich dramatisch und nach meiner Auffassung schadet man dem Land durch Reisezurückhaltung noch mehr!
Falls man in abgelegenere Gebiete bzw. abseits erschlossener Gebiete möchte, informiert man sich am Besten vor Ort, wie die Lage konkret aussieht.
...Am Dhaulagiri war es so, dass freundlich, aber bestimmt zu einer "Donation" von 2000 Rupien aufgefordert wurde, dafür gab es eine Quittung (!!!), damit man nicht nochmals zum Zahlen aufgefordert wird...
Hallo Karin,
Wie ist denn die Donationübergabe im Detail abgelaufen? Wäre sicher sehr interessant für andere, die eventuell in die selbe Situation geraten könnten. Wichtig, wie man sich verhalten soll, damit man keine unbedachten Äußerungen oder als feindselig auffassbare Gesten macht. Waren Waffen im Spiel?
Schöne Grüße,
Andreas
Wir bzw. unser Guide wurden am Abend in unserem Lager von einer unbewaffneten Gruppe besucht, die uns, wie gesagt, freundlich aber bestimmt aufforderte, für die gesamte Mannschaft (10 Personen, davon 8 Nepali) eine Spende von 2000 Rupien zu machen. Wir haben uns bei den Verhandlungen völlig rausgehalten, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Unser Guide hat uns dann die Lage erklärt, wir haben das Geld bezahlt und die besagte Quittung erhalten. Als uns dann am nächsten Abend erneut eine Gruppe Aufständischer besuchte, genügte es, die Quittung vorzuzeigen und damit hatte es sich.
Direkt beängstigend war die Situation nicht, wie gesagt, es waren zu keinem Zeitpunkt Waffen im Spiel. Eine gewissen Spannung haben wir schon gespürt.
Wie die Sache allerdings ohne einen Guide abgelaufen wäre - keine Ahnung. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Zurückhaltung und ein "leises" Auftreten immer richtig sind. In jedem Fall ist es sicher besser, zu zahlen, als zu diskutieren.
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