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Vollständige Version anzeigen : Trekkingfrischling fragt: Vorbereitung ist alles! - Oder?


Guest
10.11.2002, 17:07
Hello gents ;),

ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, durch Informationen einsammeln im www. Ich versuche mich bestmöglichts auf ein Abenteuer-Trekking im Himalaya/Nepal vorzubereiten um die schönheiten dort kennenzulernen aber auch mich gewissen Herausforderung zu stellen und der liebe zu den Bergen mit einer großen Portion erfurcht. Die Berge und die Natur begeistern mich schon seit ich denken kann und für mich ist das der beste Ort zum Relaxen und entspannen, trotz der Anstrengungen die damit Verbunden sind.

Ich möchte mir natürlich auch lebende Informationen von "euch" einholen die im Himalaya/Nepal schon waren, ich bin mir über den Schwierigkeitsgrad der Veranstalter noch nicht so ganz im klaren, ich mute mir ziemlich viel zu und trainiere schon seit 1nem Jahr intensiv an meiner Kondition, darunter Fällt der Radrennsport, das Laufen und Körperliches Training und das training in den Bergen selbst. Auch nehme ich an Kursen dieses Jahr teil, wie z.B. Grundkurs für Eis und später Klettern dann Vorbereitungskurs mit Selbsteinschätzung für Trekking im Hochgebirge und Expeditionen, alles beim DAV.

Ich hole bei meinem Trekking-Abenteuer weit aus und Plane für 2004 oder aber auch 2005 wenn es sein muß, Hauptsache ich bereite mich gut vor. Meine Auswahl liegt beim DAV-Summit-Club und der Reise ins: Everestgebiet Logetrekking zum Aussichtsberg Kala Pattar, 5545m. 23 Tage.

Ich glaube mich auf jedenfall gut vorzubereiten und irgendwann sogar bis zur Besteigung des Island Peak 6189m zu wagen. Den Höchsten Berg den ich bis jetzt Bestiegen habe war der Rotflüh 1899m in Österreich. ;D diese Jahr werdeb es sogar 3505m das Zuckerhüttl.
Vielleicht kann mir jemand was über die Schwierigkeitsgrade erzählen die mich dort erwarten über die Gefährlichkeit und und und....Ich brauche mehr details ¤*#???

Gibt es eventuell jemand der schon auf einem 6tausender war und mir ein bissl was erzählen kann??

Es wäre schön wenn mir jemand sagen kann ob ich alles richtig mache und/oder für Anregungen und Verbesserungsvorschläge an meiner Planug wäre ich sehr dankbar. ¤*#

Vobereitung ist alles ¤*# :)

mark-2002
25.11.2002, 00:11
¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*# dir doch nicht so in die hose!
und übertreibs nicht mit den vorbereitungen!
einfach sich schön langsam an die höhe akklimatisieren und der rest ist auch nicht viel anders als auf nem 3000er!

mark

Bischti
25.11.2002, 18:16
Hallo Mt. Duke,

also die Antwort von Mark-2002 ist nun nicht gerade die feine englische Art, auch wenn er nicht ganz daneben liegt. Der Ton selbst ist aber ein bissel besch....euert und passt hier nicht her. ¤*#>:( Außerdem ist es besser, man macht sich vorher reichlich einen Kopf als einfach loszurennen. Von diesen Leuten habe ich im Himalaja schon zu viele erlebt, die die Landschaft verunstalten, die Mentalität und die Einstellung der Leute verderben, mit ihren teuren High-Tech-Klamotten Show laufen und sich zum Schluss noch von den Trägern über den Pass schleppen lassen....
Also paar kurze, ganz einfache Infos von mir, die keinesfalls vollständig sind, sondern alles nur anreißen:
Vorbereitung ist wichtig. Vorbereitung in zweierlei Hinsicht:
1. Wo willst Du hin, auf welche Leute/Religionen/Gebräuche triffst Du? Diese Vorbereitung wird meist vergessen oder kommt zu kurz – die negativen Auswirkungen sieht man seit längerer Zeit. Wird als >Globalisierung< verbrämt.
2. Wie hoch willst Du (Ausrüstung) wann fährst Du (Klima), wie lange hast Du Zeit (Tourenverlauf)
Zu Deiner geplanten Tour: Nepal liegt zum heutigen Zeitpunkt leider nicht mehr am Rande der Welt und ist recht gut erschlossen. Das Everest-Gebiet ist sogar touristisch sehr gut erschlossen – das kannst Du problemlos allein machen. Das Geld brauchst Du dem Summit-Club nicht in den Rachen werfen, dafür kannst Du entweder 3x die Tour machen – oder unterstütze dort mit dem Rest eine kleine Kooperative, Schule oder was anderes. ¤*#:D
Du fliegst einfach nach Katmandu (kriegt man ab ca. 600,-- Euro), mietest Dich in einem kleinen Hotel ein, akklimatisierst Dich einen Tag, gehst den nächsten Tag zum Busbahnhof und holst Dir eine Busfahrkarte nach Jiri (kostet etwa 5 Euro) Dann fährst Du den nächsten Tag ca. 10 Stunden Bus und quartierst Dich in einem der kleinen Hotels in Jiri ein. Guckst Dich im Ort um und suchst Dir einen Träger, der sich selber versorgt und einen Teil von Deinem „Gerümpel“ trägt. Kostet pro Tag auch etwa 5 Euro. – Nicht genieren, Deine 15Kg sind für die Leute ein Witz, die schleppen teilweise 100Kg !!! Ist also nicht schwer für sie, Du läufst nicht so lange wie kommerzielle Transportunternehmen es verlangen und gibst auf direktem Wege einem Familienvater für 2 Wochen einen Verdienst, der seiner Familie 2 Monate zum Leben genügt. Und für Dich ist es auch einfacher, Du siehst mehr von der Landschauft und hast leichter ein freundliches Lächeln für die Leute. Außerdem willst Du ja nicht nur Leistungssport, sondern auch ein bißchen Urlaub und ERholung machen, oder ¤*#;)

Von Jiri – ca. 1500 Meter hoch – gehst Du den alten Transportweg bis hoch ins Everestgebiet. Dabei akklimatisierst Du Dich hervorragend, weil es allmählich immer höher geht, Du immer wieder Pässe in der Route drin hast und hinterher wieder zum Übernachten absteigst.
Zelt brauchst Du keins – es gibt überall Rasthäuser für 1 – 2 Euro pro Nacht und auch das Essen kostet nur ein paar Cent. Bis Lukla (dorthin fliegen die meisten Touris) triffst Du angenehmerweise fast nur Einheimische – der Weg wird auch heute noch stark begangen, weil fast sämtliche Everestausrüstung diesen Weg nimmt - also hoch getragen wird.
Ab Lukla hast Du für 2-3 Tage etliches an Japanern mit auf dem Wg, aber die meisten gehen selten weiter als bis Namche Basar. Dort lohnt es sich im übrigen, 1-2 Tage Rast zu machen und dann weiter Richtung Everest. Geht auch hier schön langsam nach oben.
Für den Kalar Patar brauchst Du keine Steigeisen, er ist üblicherweise eisfrei. Auch Kochutensilien u.ä. sind nicht erforderlich; nur Isomatte, Schlafsack und warme Kleidung.
Rückzu gehst Du am besten bloß bis Lukla, fliegst von dort nach Katmandu und hast da üblicherweise noch 3-4 Tage für das Tal mit seinen alten Königstädten. Dann wieder in den Flieger und Du bist 4 Wochen später wieder in Deutschland.
Kosten tut Dich das (Flug, Bus, Träger, Unterkunft, Verpflegung) etwa 1100 – 1300 Euro (kommt auf Deine Hotels in KTM und Deinen Bierkonsum – ja, auch das ist schon bis zum Everest gekommen – in den Bergen an)

Das in aller Kürze – sprengt sonst hier das Forum. Wenn Du mehr/detaillierte Infos brauchst – mail mich einfach an.


Grüße

Bischti

Guest
25.11.2002, 20:56
Hallo Mt. Duke,
schau doch mal auf www.trekkingweb.de vorbei, mit meienen Reiseberichten u.s. 2 x Everestregion, Aktionsradius bis Gokyo Ri .... Zum island Peak hat halt noch nicht gereicht, sit aber auch so fantastisch.
Konkrete fragen beantworte ich gere per mail.

Gruß Klaus

mark-2002
30.11.2002, 10:38
Liebe Leute!

Natürlich hättet ihr an meinem Gesichtsausdruck erkennen können, daß mein Kommentar nicht böse gemeint war, sondern nur ein wenig flapsig, weil ich mir dachte, man sollte das mit den Vorbereitungen nicht sooooooooooooooooooooooo übertreiben!!!!!
Mindestens 50% des Erfolges ist rein mental! Und da kann es wiederum äusserst hinderlich sein wenn man zuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu viel Angst hat etwas falsch zu machen!!!!!

Mark

Klaus
02.12.2002, 21:43
Naja, eines ist schon richtig, die wichtigste Vorbereitung findet im Kopf statt. Je nach Tour ist natürlich körperliche Fitness nicht zu verachten bzw. wichtige Voraussetzung, aber man muß schon bereit und in der Lage sein sich auf eine neue Kultur einzulassen und eine ungeheuere Menge von Sinneseindrücken verdauen. Sonst war man einfach nur physisch da, hat aber nichts erlebt (im Sinne des Wortes) Und manchmal muß man auch bei guter kondition den "inneren Schweinehund " überwinden und auch das findet im Kopf statt! ;)

Karin_S
11.12.2002, 20:28
Ihr könnt mich ja für verrückt erklären, aber ich glaube in der Zwischenzeit daran, dass man mit allen Sinnen dazu bereit sein muss, wenn man eine schwierige Tour vor sich hat:
Also mit Körper, Geist und Seele!
Mein Mann ist da für mich ein schönes Beispiel:
Er hat sich am Dhaulagiri mehrfach versucht, aber erst jetzt, nachdem Alles in Ordnung war, hat es geklappt. Und an der körperlichen Vorbereitung hat es bei keinem Versuch gelegen.

Ich denke, für manche Dinge muss man einfach bereit sein - nicht vergessen, der Himalaya ist nicht umsonst bei vielen Völkern heilig.

Gruß
Karin

P.S. Dieser Post ist kein Scherz!

Guest
27.12.2002, 22:08
Hallo hier ist Mt. Duke ,

erst einmal vielen lieben Dank für die vielen Tips anregungen und und und.....

vielleicht habe etwas dick aufgetragen mit den Vorbereitungen dafür, aber diese Sportarten die ich für diese "Vorbereitungen" in den Himalaya treffe mache ich ohne hin schon, denn ich liebe es den ganzen Tag mit dem Rad quer durch den Taunus zu Radeln oder zu Joggen oder im Klettergarten zu sein. In die Hose sch..... tue ich mir auch nicht, nur ist es halt so, daß ich nie in solch Höhen gewesen bin und absolut NULL AHNUNG habe wie mein körper sich dort verhält. Deshalb, schrieb ich ja in dieses Forum. ;)

Ich setzte mich auch im Moment mit der Kultur etwas auseinander. Bücher u.s.w. Danke für den Tip, daran hatte ich wirklich nicht direkt gedacht, eher nur an die Politische Situation.

Nach einigen Bekanntschaften die ich gemacht habe werde ich doch noch auf den DAV verzichten .DANKE BISCHTI für deine mühe.

gruß

Mt. DUKE

Bischti
10.01.2003, 23:57
Hallo Mt. Duke,

ist doch kein Thema :D Ich wäre vor par Jahren froh gewesen Foren zu finden, wo ich meine Fragen und Ängste bezüglich des TRekkings in große Höhen und fremde Länder hätte loswerden können. Warum soll ich jetzt nicht von diesen Infos und Erfahrungen abgeben...
Und wenn Du detailiertere Fragen hast - registriere Dich doch einfach im Forum. Ist tolal unkritisch, ohne irgend welchen Werbemüll oder so. Dann kriegst Du auch meine Mail-Adresse und wir können für spezielle Fragen direkt schwatzen, bei Bedarf auch gern per Telefon

Bischti