nandi
24.08.2008, 19:19
Kolumbien hat ja den Ruf, gefährlich und unsicher zu sein, und gilt bestimmt nicht als klassisches Trekkingland. Mit der Regierung von Präsident Uribe ist aber viel Geld in die Guerillabekämpfung gesteckt worden, und (weite) Teile des Landes sind für Touristen jetzt gut und auch relativ sicher zu bereisen. Dazu gehört auch der El Cocuy-Nationalpark, in dem wir im Januar 2008 eine dreitägige Tour gemacht haben.
Von der Hauptstadt Bogota aus fahren Direktbusse nach Cocuy und Guican, die beiden größeren Orte am Rande des Parks. Wir sind von der Karibikküste gekommen und zuerst mit dem Nachtbus von Santa Marta nach Bucaramanga gefahren. Von dort dann in einen weiteren Bus nach Capitanejo, in Capitanejo nochmal umsteigen in Richtung Cocuy und Guican (alle Busse fahren zuerst nach Cocuy, dann weiter nach Guican).
Sowohl in Cocuy als auch in Guican gibt’s ein Parkbüro, wo man den Parkeintritt bezahlt, eine Karte bekommen kann und außerdem angibt, wie lange man vorhat im Park zu bleiben. Wir sind in Cocuy geblieben, weil das der etwas größere Ort ist. Übernachtet haben wir in der Casa de Muñoz (30.000 Pesos für’s Doppelzimmer mit heißer Dusche).
Von Cocuy haben wir am nächsten Morgen den Milchbus (lechero) zum Parkeingang bei Alto de la Cueva (ca. 3700 m) genommen. Von dort sind wir zu den Lagunillas und am nächsten Tag weiter zur Laguna de la Plaza gewandert. Im Parkbüro hatte man uns vorgeschlagen, bis zur Laguna de la Plaza an einem Tag zu laufen, was theoretisch vermutlich durchaus möglich ist. Da wir aber von der Karibikküste gekommen waren, brauchten wir länger für die Akklimatisation und fanden den hinter den Lagunillas liegenden Pass (auf 4500 m) ziemlich hoch. Am dritten Tag sind wir dann den selben Weg nach Alto de la Cueva zurückgelaufen. Aus dem Park raus, kommt man wieder nur mit dem Lechero (oder zu Fuß) zurück. Der Lechero fährt nur einmal am Tag, frühmorgens.
Der El-Cocuy Nationalpark ist zumindest zur Zeit wenig von Trekkern besucht. Wir haben in den drei Tagen nur an der oberen Lagune 4 Kolumbianer getroffen. Wir hatten nur ein paar Tage Zeit, aber es gibt auch einen verlockenden 8-Tage-Trek im Park, sowie mehrere kürzere Treks. Im Park selbst braucht man auf jeden Fall ein Zelt, es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten oder sonstige Verpflegungsmöglichkeiten. Nachts wird es schon recht kalt. Wir hatten kein Thermometer dabei, morgens aber eine dicke Eisschicht auf dem Zelt. Zeltplätze sind leicht zu finden, da gibt es dann auch einen Bach fürs Trinkwasser.
Kartenmaterial: Das Parkbüro in El Cocuy hat uns eine fotokopierte, mehr oder weniger genaue Karte des Parks gegeben. Zusammen mit der spärlichen Ausschilderung im Park war das genug. In Bogota kann man vielleicht eine bessere Karte bekommen.
Mehr Fotos und Texte (auf Englisch) über den El Cocuy Trek auf unserem Blog
http://westwards.typepad.com/westwards/2008/02/taking-the-milk.html
nandi
Westwards from Japan
http://westwards.typepad.com (http://westwards.typepad.com/)
Von der Hauptstadt Bogota aus fahren Direktbusse nach Cocuy und Guican, die beiden größeren Orte am Rande des Parks. Wir sind von der Karibikküste gekommen und zuerst mit dem Nachtbus von Santa Marta nach Bucaramanga gefahren. Von dort dann in einen weiteren Bus nach Capitanejo, in Capitanejo nochmal umsteigen in Richtung Cocuy und Guican (alle Busse fahren zuerst nach Cocuy, dann weiter nach Guican).
Sowohl in Cocuy als auch in Guican gibt’s ein Parkbüro, wo man den Parkeintritt bezahlt, eine Karte bekommen kann und außerdem angibt, wie lange man vorhat im Park zu bleiben. Wir sind in Cocuy geblieben, weil das der etwas größere Ort ist. Übernachtet haben wir in der Casa de Muñoz (30.000 Pesos für’s Doppelzimmer mit heißer Dusche).
Von Cocuy haben wir am nächsten Morgen den Milchbus (lechero) zum Parkeingang bei Alto de la Cueva (ca. 3700 m) genommen. Von dort sind wir zu den Lagunillas und am nächsten Tag weiter zur Laguna de la Plaza gewandert. Im Parkbüro hatte man uns vorgeschlagen, bis zur Laguna de la Plaza an einem Tag zu laufen, was theoretisch vermutlich durchaus möglich ist. Da wir aber von der Karibikküste gekommen waren, brauchten wir länger für die Akklimatisation und fanden den hinter den Lagunillas liegenden Pass (auf 4500 m) ziemlich hoch. Am dritten Tag sind wir dann den selben Weg nach Alto de la Cueva zurückgelaufen. Aus dem Park raus, kommt man wieder nur mit dem Lechero (oder zu Fuß) zurück. Der Lechero fährt nur einmal am Tag, frühmorgens.
Der El-Cocuy Nationalpark ist zumindest zur Zeit wenig von Trekkern besucht. Wir haben in den drei Tagen nur an der oberen Lagune 4 Kolumbianer getroffen. Wir hatten nur ein paar Tage Zeit, aber es gibt auch einen verlockenden 8-Tage-Trek im Park, sowie mehrere kürzere Treks. Im Park selbst braucht man auf jeden Fall ein Zelt, es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten oder sonstige Verpflegungsmöglichkeiten. Nachts wird es schon recht kalt. Wir hatten kein Thermometer dabei, morgens aber eine dicke Eisschicht auf dem Zelt. Zeltplätze sind leicht zu finden, da gibt es dann auch einen Bach fürs Trinkwasser.
Kartenmaterial: Das Parkbüro in El Cocuy hat uns eine fotokopierte, mehr oder weniger genaue Karte des Parks gegeben. Zusammen mit der spärlichen Ausschilderung im Park war das genug. In Bogota kann man vielleicht eine bessere Karte bekommen.
Mehr Fotos und Texte (auf Englisch) über den El Cocuy Trek auf unserem Blog
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