Vollständige Version anzeigen : schöner Film über Toni Hagen in Nepal
Über Toni Hagen und seine Begegnung mit Nepal und dann den Tibetern in Nepal ist ein schöner Film herausgekommen den ich sehr empfehlen möchte.
Der Ring des Buddhas
siehe http://www.ringofthebuddha.com
zur Zeit läuft er in Stuttgart, Berlin, Augsburg, Muenchen, Hamburg
Nürnberg, Kaufbeuren, Bad Toelz, Hof, ¤*#Hannover, Frankfurt , Mainz, Bochum
Essen, Koeln, Dresden, und Leipzig
viel Spaß beim gucken wünscht euch Andrées von www.nepal-dia.de
Ja!!
Der Empfehlung möchte ich mich unbedingt anschließen!
Er ist nicht nur eine Anerkannung der Lebensleistung Toni Hagens für die tibetischen Flüchtlinge und die Erkundung Nepals, sondern ein eindringlicher Apell an Toleranz, die jeder Reisende nach Nepal mitbringen und dort auch spüren sollte (nicht immer einfach) und dessen letzten Satz ich ruhig hier reinstellen möchte:
"toleriere und respektiere das was dir fremd ist".
Und dann bietet der Film auch noch zauberhafte Impressionen von den Menschen und der Landschaft, sowohl schöne Erinnerungen für den "Schon-da-gewesenen" als auch für den "Neuling", etwa das Rolwaling oder das Kali-Gandaki-Tal mit Jomosom und Marpha oder aus dem Terai und natürlich Katmandu-Tal selbst.
(... und wenn ¤*#es mit herrlichen Berg- und Gletscherbildern losgeht, ist das noch nicht der Film, sondern Werbung für die G-K....., aber gut gemachte!!)
Viel Spaß ¤*#allen Neugierigen
phacops
Namaste,
Von Udo Grube erhielt heute ich einen Link, bei dem man recht gut die Termine und Städte zu diesem sehenswürdigen Film sehen kann.
http://www.rtl.de/rtlworld.html?page=http://www.rtl.de/film/401796.php&Color=366CC9
Sucht nach allen Filmen, dann findet ihr ihn recht schnell da er mit D beginnt.
frohes Gucken Andrées von www.nepal-dia.de
Ps: am sonntag den 16.2 zeige ich meine Dias in Konstanz und am Montag den 17. in Singen
Hallo,
Ich werde im kommenden Newsletter einen Hinweis auf »Der Ring des Buddha« bringen, da ich denke, dass er es wert ist, einer größeren Öffentlichkeit gezeigt zu werden.
Leider läuft er in Österreich noch nicht :'(
Grüße,
Andreas
Ich werd mir den Film auf jeden Fall kommenden Dienstag anschauen! Nichts desdo trotz muss ich sagen, dass mir der Typ suspekt ist.
Wann immer ich Fachartikel von ihm lese werde ich das Gefühl nicht los, dass Toni Hagen eine ziemlich bornierte Person ist. Das gleiche ist mir auch schon bei Wolf Donner aufgefallen.
Vielleicht ist das ja so, wenn man Wissenschaftler und Entwicklungshelfer ist, und schon Länder bereist hat, als noch kaum jemand wusste wo die liegen?
Ist ja auch egal. Fällt mir nur grad so ein....
Greetz Björk
Also mir ging beim Sehen des Films so manches Stirnrunzeln übers Gesicht.
Es waren natürlich wunderschöne Aufnahmen vom Land. Wirklich nett anzusehen, besonders wenn man das alles schonmal in echt gesehen hat. Die nepalesische Denkweise erlebt hat...
Die Szene mit den Steinen...einfach köstlich.
Aber inhaltlich fand ich das ganze doch fragwürdig. So ganz das echte Nepals wars dann doch nicht. Oder sieht KTM so sauber aus? Geht es den Flüchtlingen wirklich so gut, wie dargestellt? Sehen tibetische Flüchtlingskaps so gut aus? Sitzen an den Teppichknüpfmaschinen zufriedene Erwachsene?
Und was den Dalai Lama betrifft...in seiner Autobiographie erwähnt er viele Leute. U.a. Heinrich Harrer. Von einem Toni Hagen aber ist keine Rede.
Auch fand ich die Geschichte mit der nepalesischen Frau nicht zeitgemäß, aber das ist nun wirklich Geschmackssache.
Bin ich wirklich die einzige hier, die so denkt?
Grüße Björk
Hallo,
Ich finde es interessant, dass der Film nicht nur positive Kritiken erhält! Das ist für mich allerdings ein Grund mehr, mir diesen Film anzusehen, sobald er nach Österreich kommt. Es scheint mir auch gut, einen etwas differenzierteren Blick auf dieses Thema zu werfen und nicht nur die schönen Landschaften mit dem »Da-war-ich-auch-schon-Blick« zu sehen.
Björk, mag es ein, dass du den Film auch etwas kritischer siehst, weil du dich quasi beruflich mit dem Thema Entwicklungshilfe auseinandersetzt?
In dem Zusammenhang ein Beispiel: Als einer, der sich intensiv mit dem (auch Kitzbüheler) 'Landsmann' Peter Aufschnaiter auseinandersetzt, war ich vom Film »Sieben Jahre in Tibet« über das Leben von Heinrich Harrer sehr enttäuscht! Fand Vieles falsch dargestellt und »hollywoodysiert«, während auch manches zu wenig herausgestrichen wurde, das wichtiger gewesen wäre.
Auf jeden Fall bestärkt mich die Diskussion, den Film sehen zu wollen!
Grüße,
Andreas
Björk, mag es ein, dass du den Film auch etwas kritischer siehst, weil du dich quasi beruflich mit dem Thema Entwicklungshilfe auseinandersetzt?
Sicherlich. Ich habe einfach das, was ich in dem Film gezeigt bekommen habe mit dem verglichen, was ich in Nepal gesehen habe. Die Diskrepanzen waren für mich unübersehbar. Im Film hat man in den Städten keinen Müll, keinen Schmutz keine riesigen Schlaglöcher gesehen. Keine Bettler, keine zerlumpten Kinder, keine zerfallenen Häuser. In der einen Szene hat man sogar gesehen, das die Straße kurz zuvor gefegt wurde.
Das alleine könnte man ja noch gutmütig als einseitig, verklärte Darstellung ansehen, die man einem alten Mann nachsieht.
Aber die Darstellung der Flüchtlingsproblematik und auch der Teppichindustrie war einfach falsch!
Toni Hagen hat sich in dem Film als Retter der tibetischen Flüchtlinge dargestellt. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass diese in Nepal ein schönes Leben haben.
In Wahrheit herrscht in Nepal jedoch eine Doppelmoral. Die nepalesisch-stämmigen Buthanesen werden mit offenen Armen empfangen. Die Tibeter nicht. Wenn sie Glück haben bekommen sie ein Platz in einem der Überfüllten Camps. Arbeiten können sie nur auf Subsistenzbasis (in Städten kaum möglich) oder im informellen Sektor, wo die Gewinnspanne recht gering ist. Man denke nur an die Scharen tibetischer Frauen, die in Pokara aus Rucksäcken Armbänder, Ketten und anderen Ramsch anbieten. ("Have a look! Looking doesn't cost!")
Tibeter, die über die Südgrenze Nepals wollen sind dort Freiwild oder werden von Schlepperbanden abgezockt.
Damit geht es ihnen nicht besser oder schlechter als anderen Flüchtlingen irgendwo auf dieser Welt. Aber ich finde, man hätte das einfach etwas differenzierter darstellen können.
Als die erste Flüchtlingswelle von Tibetern kam sind viele gestorben. Nicht nur in Nepal, auch in Indien. Damals hat man einfach noch nicht so viele Erfahrungen gehabt, war überfordert. Heute würde vieles besser laufen, so ist das nun mal. Man kann da keinem einen Vorwurf machen. Aber Toni Hagen braucht auch nicht so tun, als hätte er alles richtig gemacht, als wäre alles glatt gelaufen.
Ist ja auch irgendwo verständlich. Der Mann ist Geologe und nicht Humangeograph, Volkswirt oder Regionalplaner.
Darüber hinaus bin ich vielleicht sehr kritisch, weil ich ein paar Veröffentlichungen von ihm geslesen habe und ihn von daher überheblich bis borniert finde. Persönlicher Eindruck, der sich aber leider durch den Film gefestigt hat.
Von der Handlungsebene mit der Frau ganz zu schweigen. Mein Gott, was für ein Frauenbild hat der Mensch! Echt peinlich.
So ich weiß, harte Worte. Aber ich stelle meine Aussagen gerne zur Diskussion.
Grüße Björk
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