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Vollständige Version anzeigen : Dhaulagiri Circuit


Karin_S
18.09.2002, 18:24
Hat jemand aktuelle Infos zu diesem Trek, auch was die Sicherheitslage angeht?
Grundsätzlich haben mein Mann und ich ja keine Angst, nach Nepal zu gehen (machen wir schon seit 1990 und da war immer irgendwas), aber im Moment scheint es ja heftiger zu sein.
Und wie sieht es in KTM im Moment aus (da find ich auf der Karte nix, darum die Frage)?

Gruß
Karin

Guest
27.09.2002, 22:58
Namaste,

wir sind auch zu zweit und werden am 24.10.02 nach KTM fliegen.
Für die Dhaulagirirunde haben wir zusammen mit einem Nepali alles notwendige organisiert.
Zwei Mittrekker könnte unsere Gruppe noch gut verkraften.
Intersse ???
Weiter Infos unter der e-mail Adresse.,

Franz

Karin_S
28.09.2002, 13:39
Hi,
organisiert haben wir das Ganze schon, mein Mann fliegt eine Woche vor Euch.
Es ging uns "nur" um Infos zur Sicherheitslage, damit er sich möglicherweise drauf einstellen kann.
Trotzdem vielen Dank für das Angebot!

Gruß und viel Spaß
Karin

Guest
14.10.2002, 04:14
Hallo,

es sollten keine besonderen Probleme auf euch zukommen.

Ihr könnt problemlos den Trek gehen.

In Kathmandu ist alles beim alten.

Navyo Eller
www.navyonepal.com

Guest
29.01.2003, 21:41
Hallo Karin, hallo kf,

wie wär´s denn mit nem kurzen Bericht über den DCtrek?
Z.B. wie weit hoch gibts brauchbare lodges oder andere Unterkunftsmöglichkeiten, Verpflegungsmöglichkeiten fürs Zelttrekking, Begegnungen mit Maobadis, Schwierigkeiten am Gletscher u.a.?

Und weiß jemand, ab wann die Wetterbedingungen im Frühjahr geeignet sind für den DC? Ab anfang - Mitte oder Ende April?

Bin am Überlegen, ob ich ¤*#April/Mai die Tour mache, falls dann wg. Irak überhaupt Flüge möglich sind...

Danke für eure Antworten


mike

Karin_S
30.01.2003, 20:38
Hallo Mike,

einen richtig schönen Bericht mit Bildern kann ich erst liefern, wenn wir mit den Bildern etc. so weit sind :-[ :-[

Hier zunächst mal die Tour, wie mein Mann sie im vergangenen Jahr gegangen ist:

21.10.02 Beni – Babichor

22.10.02 Babichor – Dharapani

23.10.02 Dharapani – Muri

24.10.02 Muri – Boghara

25.10.02 Boghara – Dobang

26.10.02 Dobang Salla Ghari(- eventuell Italian Basecamp)

27.10.02 Salla Ghari – Italian Basecamp

28.10.02 Ruhetag

29.10.02 Italian Basecamp – Campinglager am Fuße des Gletschers

30.10.02 Campinglager – Dhaulagiri Basecamp

31.10.02 Ruhetag

01.11.02 Dhaulagiri Basecamp – Hidden Valley

02.11.02 Hidden Valley – Yak Kharka

03.11.02 Yak Kharka – Marpha


Manch einem werden die Ruhetage vielleicht etwas zu hoch angesetzt vorkommen, aber die Tour wurde von ihm sehr individuell geplant, zum einen weil er seine Knackpunkte in Sachen Höhenanpassung kennt, zum anderen hat er eine chronische Rheumaerkrankung, die ihn zwingt, solche Sachen etwas anders anzugehen, als Gesunde.
(Andererseits ist er der Beweis, dass solche Touren auch für Menschen mit Handicaps durchaus machbar sind, wenn sie vernünftig vorbereitet und organisiert sind, man sollte sich nicht abschrecken lassen!!!)

Die Tour ist nach unserer Erfahrung nicht individuell (also auf eigene Faust) machbar, da es ab Dobang bis Marpha durch unbewohntes Gelände geht, gleichzeitig befindest Du Dich während dieser Zeit 3 Tage auf Höhen über 5000 Metern.
Du brauchst auf der Tour praktisch Alles. Im vergangenen Jahr hat mein Mann zwei Individualisten getroffen, allerdings leben beide bereits seit einigen Jahren in Nepal, hatten also mit der Lebensmittelbeschaffung weniger (Sprach-)Probleme und waren supersuperfit.
Zu dem Thema Maoisten findest Du in diesem Thema schon eine Info von Navyo, die wir voll und ganz bestätigen können. Wir haben lediglich freimüssig eine Spende gezahlt, auch dazu findest Du hier:
NEWS: Bombenanschlag auf Bus in Nepal
etwas.

Einen Reisebericht findest Du übrigens auch bei Reiseberichte.cc, dort hat Peter einen Bericht eingestellt, der mir eigentlich ganz gut gefällt.

Schwierigkeiten wird Dir im Frühjahr das Wetter machen, der beste Zeitpunkt ist eindeutig im Herbst (Oktober) und selbst da haben wir zweimal wegen Schnee bzw. Regen abbrechen müssen, weil die Pässe nicht gefahrlos begehbar waren. Für uns wäre es möglicherweise machbar gewesen, allerdings nicht für die Mannschaft - und für die ist man als "Arbeitgeber" schlicht verantwortlich. (Das sollte man übrigens grundsätzlich im Hinterkopf behalten, wenn man Führer und Träger engagiert...)

Viele Grüße
Karin

Guest
31.01.2003, 15:34
Hallo Karin, danke erstmal und frohes erfolgreiches Werkeln mit den Bildern und dem Bericht.
Bin schon gespannt.


Also Begegnung mit Maos gabs. Wie ists abgelaufen? Wohl eher harmlos? Ist aber möglicherweise eh kein Problem mehr, wenn die Verhandlungen gelingen.

Für die Entscheidung "individuell" oder organisiert interessiert mich eben, ob es etwa bis Dobang lodges (wenn auch einfachste) und Verpflegung gibt oder ob auch für diese Strecke alles mitgebracht werden muß.
Es macht einen Unterschied, ob ich für nur die 5-8 Tage Dobang - Marpha 1-2 porter/guide mit gear + food + kerosin brauche (was ich eh so machen würde bei 2 fitten leutchen) oder auch für die 5 Tage bis Dobang Verpflegung selber besorgen muß und das von ner Agentur machen lasse, die mir für "Vollorganisation"gerne pro Tag pauschal min. 50 USD pro Nase abnimmt.

Mit 1 - 2 Köpfen einheimischer Begleitung wäre das Sprachproblem ja keines.

Das Problem mit Schnee und Kälte im Frühjahr ist mir bewußt, deshalb auch die Planung allenfalls ab April.
Hat dein Mann am Gletscher Steigeisen gebraucht im Herbst? Probleme bei ausgeaperter Randkluft oder Spalten?
Klar sind die Bedingungen jedesmal anders aber jede Info ist wertvoll.

Danke für weitere Infos und viele Grüße!!

mike

Karin_S
01.02.2003, 14:55
Hallo Mike,
es gibt wohl die ein oder andere Lodge, aber zu deren Standard ö.ä. können wir gar nichts sagen. Hier solltest Du vielleicht mit Navyo Kontakt aufnehmen, er kennt die Verhältnisse sicher am Besten, was vor Ort in dieser Hinsicht geht oder eben nicht.
Von Trägern oder Guides direkt von der Strecke können wir nach unseren eigenen Erfahrungen leider nur abraten, bei unserem ersten Versuch vor 7 Jahren gab es Probleme zwischen Guide und Trägern, die (neben viel Schnee) dazu führten, dass wir umdrehen mussten.
Ganz klar: Billiger ist es so allemal!
Die Tour wie beschrieben (einschließlich eines Anschlußtreks nach Muktinath sowie der Flüge KTM-Pokhara, Jomosom-Pokhara und der Busfahrt nach Baglung/Beni) hat meinen Mann alleine (ich war nicht dabei) insgesamt 1600$ gekostet, erforderlich waren 2 Guides sowie 8 Träger - zu zweit wird es natürlich billiger, zumal wenn Ihr vielleicht nicht so viele Ruhetage braucht oder längere Tagesetappen machen könnt. Übrigens haben wir von Deutschland aus organisiert/gebucht, d.h. vor Ort geht es möglicherweise noch einmal günstiger. Da es sich bei der Region nicht um eine "Restricted area" handelt, muss man für die Organisation von KTM aus nicht mit einem größeren Zeitverlust rechnen.
Ach so: bei dem Preis war auch die Verpflegung der Träger mit drin (ist nicht immer selbstverständlich).

Steigeisen o.ä. waren im Oktober nicht erforderlich, es gab auch keine technischen Schwierigkeiten. Lediglich vom Hidden Valley nach Yak Kharka machte der Wind und relativ schlechte Sicht ein wenig Ärger. Natürlich sind die Wege keine Autobahnen, aber mit ein wenig Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und der üblichen Vorsicht unproblematisch zu gehen.

Viele Grüße
Karin

Guest
04.02.2003, 20:22
Hallo Karin,

danke für die Info.

Guide und porter würde ich schon von KTM mitnehmen, habe mit ner agency schon getrekkt. Die vertragen sich schon und die Ausrüstung kontrolliere ich natürlich auch am Vorabend der Busfahrt nach Beni.

Ich denke, für die zusätzliche Ausrüstung + food fürs Zelttrekking ¤*#für zwei Leutchen brauchen wir zwei porter, wenn wir uns, soweit die Besiedlung reicht, in den Dörfern versorgen. + evtl. porter für nicht allzu üppiges persönliches Gepäck + guide. Brauch ich bei dann 5-6 Nasen gesamt nen cook extra, oder kann ich den auch als food-porter rechnen? Wohl Verhandlungssache in der agency und hängt vom Typ ab, oder?

Oder ist das unrealistisch? 8 porter scheint mir schon ziemlich üppig, wir wollen ja nicht die ...-club oder ...ser-luxery-tour machen.

Den Reisebericht von Peter hatte ich mir schon angeschaut, auch andere Berichte zum DC im www, aber die organisatorischen Details für die Vorbereitung stehen halt nicht so drin.

Viele grüße

Mike

Karin_S
05.02.2003, 19:01
Hallo Mike,

ich denke schon, dass es mit weniger Leuten auch geht. Wir haben auch schon Treks gemacht, bei denen wir keinen Extra-Koch dabei hatten, sondern der Guide gekocht hat (und das sehr gut).
Ausserdem haben wir bzw. mein Mann immer einen zusätzlichen Träger für den Fall dabei, dass er ein Problem wegen seines Rückens bekommt - nicht um sich tragen zu lassen, sondern um im Zweifelsfall seinen Tagesrucksack abgeben zu können. Den kannst Du natürlich von vorneherein abrechnen.
Die Frage ist natürlich auch, wie Du es mit Deinen Leuten absprichst, ob der Guide und der Koch auch tragen oder nicht, wieviel Gepäck Du den Trägern zumuten willst oder nicht, wieviel eigenes Equipment/Gepäck ihr habt usw.
Wir nehmen lieber einen Träger mehr mit, bevor wir pro Träger auf Gewichte von 30 Kilo und mehr kommen, andere sehen das anders. Da kann man (ich) auch niemandem Rat geben (jetzt wird's philosophisch ;) ).
Natürlich muss man auch überlegen, wieviel Geld man ausgeben kann/will. Aufgrund unserer persönlichen Umstände sind wir da vielleicht großzügiger (und können es uns, auch das ganz ehrlich, (noch) leisten), als viele Andere.

So long!

Karin

PS: Melde Dich doch im Forum an, ich denke, Du passt hier rein. Außerdem ist das wirklich eine saubere Sache, also nichts mit Spam-Mails oder so!

Guest
10.02.2003, 20:41
Hallo Karin,

danke für deinen Einsatz und deine Hinweise.
Nach meinen Erfahrungen sind ca. 25-30 kg bei nem gesunden porter kein Problem. Oder hält das jemand für Ausbeutung?

Grundsätzlich nehme ich schon porter/guide:
Die gehören zu Nepal wie die Landschaft/Berge wegen derer wir hinreisen. und vermitteln mir natürlich mehr Einblicke ins Land als wenn ich als german yak alles selber schleppe :P.

Und mit 150 - max.200 $ dürfte ich z.Zt. nen porter kriegen für die tour oder hält das auch jemand für Ausbeutung?

mike

ps: was ist denn der Unterschied, ob ich als Gast poste oder mich anmelde?

Karin_S
11.02.2003, 20:26
Hallo Mike,
als Mitglied hast Du z.B. auch die Möglichkeit, Kurzmitteilungen zu verschicken. Das finde ich schön, wenn ich z.B. von einem anderen Mitglied Infos möchte, die vielleicht das Forum sprengen oder Fragen stellen möchte, die ich in der "Öffentlichkeit" so nicht stellen möchte. Du erhälst auch den regelmäßigen Newsletter, den Andreas für Alle erstellt, ohne irgendetwas dafür zu tun :). Außerdem kannst Du alle Features nutzen
Klar, bis auf die Kurzmitteilung geht Vieles auch auch als Gast, aber es wäre einfach nett.
Aber auch das ist Geschmackssache, Du bist mir natürlich auch als Gast willkommen ;) ;) und den Anderen genauso. War einfach eine Idee.
Zu Deinen Anmerkungen:
Sicher hat ein gesunder Träger mit 25-30 Kilo kein Problem, das war von mir mehr eine generelle Anmerkung. Bei mehr Gewicht pro Nase kann es nur ein Problem werden, wenn einer ausfällt und daran möchten wir keine Tour scheitern lassen.
Grundsätzlich halte ich Träger zu engagieren nicht für Ausbeutung, im Gegenteil!!! Du hast da mit dem, was Du sagst, für mein Verständnis vollkommen recht und außerdem ist in Nepal ein Beruf wie viele andere Berufe auch. Aus "Menschenliebe" auf einen Träger zu verzichten wäre sicher falsch, da man damit jemanden im Zweifelsfall arbeitslos macht.
Im Moment kenne ich leider die aktuellen Tarife nicht, vom Gefühl her glaube ich aber, dass Deine Preisvorstellungen realistisch sind.
Nimm aber lieber Euros mit, die werden in der Zwischenzeit in Kathmandu und Pokhara genauso gern gehandelt wie Dollars und Du hast kein Kursrisiko mehr.
Das german yak gefällt mir übrigens gut ;D ;D
Gruß
Karin

Andreas
12.02.2003, 07:53
Das german yak gefällt mir übrigens gut ¤*#;D ;D
Gruß
Karin


Und hier komt es, das german Yak: ¤*#;D ;D

http://trekkingforum.com/grafiken/g/germanyak.jpg

8) A.

Andreas
12.02.2003, 08:03
ps: was ist denn der Unterschied, ob ich als Gast poste oder mich anmelde?

Hallo Mike,
Ich hatte dir schon eine kurze Liste mit den Vorteilen gemailt, das Mail kam aber zurück!
Deshalb habe ich unter »Hilfe und Anregungen« eine kurze Liste online gestellt: Liste aufrufen (http://www.trekkingforum.com/cgi-bin/forum/trekkingforum.pl?board=help&
action=display&num=1045033304)

Grüße,
Andreas

Guest
18.02.2003, 21:36
Hallo an alle,

auf meiner Internetseite http://www.nepalonline.info findet ihr einen ausführlichen Bericht mit zahlreichen Fotos zum Dhaulagiri-Circuit vom herbst 2001.

Michael Reinold

phacops
14.05.2003, 16:02
Hallo,

also lodges wie um Annapurna, Khumbu oder Langtang finden sich zwischen Beni und Marpha nicht. Wir (zwei) hatten bis Boghara in local homes Unterkunft + Verpflegung gefunden, danach klassischer camping-trek.
Guide + fünf porter, die allerdings mit Versicherung + bester IPPG-Ausrüstung (dringend nötig im April/Mai) 13 Euro/d/p gekostet haben.

Die tour ist klasse, aber anstrengend bis streckenweise hart. Dabei ist der etwas ausgesetzte Anstieg nach Boghara harmlos im Vergleich zu den zwei Moränenhängen im Lockermaterial nach dem Italian Basecamp oder der Durchquerung des Hidden Valley und dem Abstieg nach Marpha bei knie- bis hüfthohem Schnee und gleißendem Sonnenlicht den ganzen Tag über!
Der fun-factor dürfte im Herbst deutlich höher liegen.

Einige Expeditionen am Dhaulagiri schreiben z.Zt. übrigens ¤*#im www ihre Berichte - ganz interessant, auch wenn ich die links nicht direkt verfügbar habe.

Grüße

phacops

phacops
14.05.2003, 16:11
Und hier komt es, das german Yak: ¤*#;D ;D

http://trekkingforum.com/grafiken/g/germanyak.jpg

8) A.


German Yaks habe ich weniger gesehen, eher german Windhunde aus den Expeditionsteams, die fast im Jogging-tempo vom Italian zum Dhaulagiri-Basecamp in drei Stunden geflitzt sing.

Die Yaks , die z.Zt. in größerer Stückzahl ¤*#in Nepal rumlaufen, sind v.a. israelischer Nationalität und machen sich zudem durch lautstarkes Feilschen in den lodges nicht gerade beliebt.

phacops

Karin_S
15.05.2003, 20:02
[quote author=phacops link=board=westnepal&num=1032369847&start=15#15 date=05/14/03 um 16:02:31]
Hallo,

also lodges wie um Annapurna, Khumbu oder Langtang finden sich zwischen Beni und Marpha nicht.

So meinte ich meine Anmerkung auch. Mit Annapurna, Khumbu und Langtang kann man dieses Gebiet keinesfalls vergleichen.

Übrigens kann man auch im Herbst mit Schnee usw. rechnen (Ist uns 94 und 96 so gegangen). Auch dann ist Versicherung und bestmögliche Ausrüstung für die Träger Pflicht.

Viele Grüße

Karin

Und was die Yaks angeht.... no comment. Aber es gibt auch nette darunter, denen ihre Landsleute peinlich sind!