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Vollständige Version anzeigen : alte und neue Zelte


Walter Meier
16.07.2008, 18:09
Hallo, habe da mal eine Frage : Vor zwei Jahren kaufte ich ein neues Zelt bei unserem Outdoorladen. Es wurde mir der neueste Trend angepriesen : Das Rundbogenzelt. Ihr kennt es sicherlich alle. Das Ding, welches man mit dünnen Stangen versteift.
Es sollte der letzte Schrei sein und andere - wie die früheren Hauszelte - gäbe es nicht mehr.
1. Beim Aufbau vertue ich mich immer wieder, weil die Stangen verschiedene Länge haben.
2. Nach einem Urlaub mit den Kindern meiner Tochter - Zelt ausgeliehen - kam es mit völlig verbogenen Stangen zurück.
3. Garantiezeit war abgelaufen und Neubeschaffung der Stangen war nicht möglich.
4. Ergo, wie machen es die Himalaja- oder sonstigen Expeditionen, daß sie ihre Zelte heil wieder mitbringen, oder Ersatzteile bekommen.
5. Wieso schaffen es drei Kinder, sämtliche Stangen zu verbiegen, wenn ein Höhensturm z.B. am K-2 oder da oben es nicht schafft ???
Was sagt Ihr dazu.
Gruß, Walter

hikingharry
16.07.2008, 18:37
Beim Aufbau vertue ich mich immer wieder, weil die Stangen verschiedene Länge haben.Mit ein wenig Übung geht das dann gleich mal viel besser.

Nach einem Urlaub mit den Kindern meiner Tochter - Zelt ausgeliehen - kam es mit völlig verbogenen Stangen zurück.
Wenn die Kinder im Zelt herumturnen (wie mal bei einem Freund von mir), dann kann sowas schon passieren. Vielleicht ist mal auch die eine oder andere lange Stange in den kürzeren Kanal gelangt und hat sich damit dann verbogen.

Ergo, wie machen es die Himalaja- oder sonstigen Expeditionen, daß sie ihre Zelte heil wieder mitbringen, oder Ersatzteile bekommen.
Ich weiß von einem Arktispaddler (in Kanada getroffen, vor seiner Expedition), das er jedes Jahr ein neues Zelt verwendet. Für ihn war das völlig normal. Für mich wäre es der finanzielle Horror. Ähnlich läuft es vielleicht bei den Himalaya Expeditionen. Gesponserte Zelte, die dann zurückgelassen oder verschenkt werden. Ein Freund von mir, der u.a. auf 2 8000ern war hatte auch immer ein neues Zelt dabei.

Wieso schaffen es drei Kinder, sämtliche Stangen zu verbiegen, wenn ein Höhensturm z.B. am K-2 oder da oben es nicht schafftSiehe oben. Und wer sagt, das das ein Höhensturm nicht schafft. Ich hatte/habe so einige Zelte, da biegen sich schon mal ein paar Stangen etwas, was meistens der Funktionalität keinen Abbruch tut.

War es denn ein Markenzelt? Vielleicht mal direkt sich bei der Firma melden, möglicherweise haben die ja noch wo ein Gestänge am Lager. Hat bei mir mal bei einem VauDe Zelt funktioniert.

Und willkomen im Forum! :)

Gruß hikingharry

Harp Booth
16.07.2008, 18:39
Hallo Walter,

ich habe auch so ein modernes Tunnelzelt mit den dünnen Stangen. Meine sind aus Easton Aluminium (Gibt es auch aus Glasfaserverstärktem Kunststoff oder Carbon).

Das die Stangen, die aufgebaut einen Halbkreis mit ca 1,20 m Radius bilden nach dem rausziehen krumm bleiben, halte ich für normal. Auf einer Länge von ca. 4 m ist die Stange geschätzt ca. 20 cm durchgebogen. Da diese zum Verpacken ja in 8 Segmente zerlegt wird, fällt das nicht weiter ins Gewicht.

Wenn eine solche Alustange überlastet wird, dann kinckt sie ein und reisst vielfach auf. Hierfür findest ist meist ein Ersatzgestängeteil oder eine Reparaturhülse beim Zelt, die Du über die beschädigte Stelle schieben kannst, bis Du Ersatz beschaffen kannst.

Sollte deine Stangen tatsächlich eingebeult oder geknickt sein, solltest Du sie ersetzen. Die Festigkeit der Stange ist dann eh erheblich herabgesetzt und im nächsten Sturm gibt sie vieleicht Ihren Geist auf.

Wenn Du die unterschiedliche Länge der Stangen häufiger verwechselst, empfehle ich die Stangen und den zugehörigen Gestängekanal farbig z.B. mit Klebeband zu markieren. dann hast Du es beim eiligen Aufbau im Regen oder bei Dunkelheit einfacher.

Leider ist eine Leichtgewichtszelt wie es Expeditionen einsetzen halt auch immer ein Kompromiss zwischen Gewicht und Festigkeit.

In unsere alten Pfadfinderzelte aus schwerem Bauwollgewebe, konntest Du halt auch schon mal bei Dunkelheit besoffen reintreten, ohne das was kaputt ging. Ein super leichtest Rippstopgewebe eine modernen Zeltes hält von der Festigkeit zwar locker jeden Sturm aus (wenn korrekt abgespannt) dafür ist es aber sehr empfindlich gegen punktuelle Belastung oder herumfliegende Kinder. Das gleiche gilt halt auch für den Zeltboden der sich über etwas sorgfalt bei der Bodenvorbereitung sehr freut und dafür lange dicht bleibt.

Dafür wiegt mein Zelt aber auch unter 3 kg und das ist mir wichtig, wenn ich es 3 Wochen lang im Rucksack tragen muss.


Gruss Harald

Der Waldläufer
16.07.2008, 18:43
Welche Marke ist es denn? Welches Modell?

Walter Meier
17.07.2008, 15:23
Tatonka - Modell-Narvik 2.
Ich denke aber, das hat sich nun erledigt. Siehe oben. Die 200 Euro werde ich wohl verschmerzen und mal sehen, ob ich bei Ebay oder im BW-Laden ein normales - evtl schwereres - Zelt der alten Art bekomme.
In den Alpen trage ich es nicht mit mir herum, denn alle paarhundert Meter stößt man da ja auf eine Hütte und in den Himalaja komme ich in diesem Leben nicht mehr.
Damit ist dieses Thema wohl erledigt.
Bitte keine Antworten mehr.
Gruß und danke, Walter