PDA

Vollständige Version anzeigen : Ethisch vertretbare Trekkingtour in Thailand


Antikeen
14.07.2008, 20:10
Hallo zusammen,

fliege im September das erste mal mit 3 Freunden nach Thailand, und wir wollten eigentlich unter anderem ne Trekkingtour in Chiang Mai unternehmen.
Ich hab mich da jetzt schon quer durchs Inet gewühlt und die Touren sehen ja alle gleich aus: Hilltribes, Elefanten, Bambusflos.
Dann hab ich noch folgenden Artikel aus dem CHIANG MAI & CHIANG RAI Magazine gefunden:

'Eco-Tourism' Not Always Eco-Friendly:
http://www.chiangmai-chiangrai.com/ecotourism_not_always_eco-friendly.html

Das scheint ja alles ziemlich kommerzialisiert zu sein, so dass die Bergvölker, die man besucht, ihr ursprüngliches Leben fast komplett aufgegeben haben und nurnoch für die Touris den Kasper machen, das Wasser der Bäche wird durch chemischen Shampoos uns der Touris verschmutzt und die Bambuswälder für etliche Einweg-Rafts abgeholzt werden, ums mal krass auszudrücken.
Und all das wird einem dann noch als Eco-Trekking angeboten, weil der Begriff sich grade gut verkauft.

Auf sowas hab ich eigentlich keine Lust. Mir geht es auch eigentlich in erster Linie um die Natur, und gegen längere Märsche hab ich auch nichts, schön wärs wenn man ein paar Tiere sieht und ein bischen Survivalfeeling aufkommt. Hat da jemand nen Tip für mich/uns?
Bin auch auf die Seite von Pooh-Ecotrekking ( http://www.pooh-ecotrekking.com/Pooh.htm ) gestoßen, das hört sich auf jeden Fall schon besser an, kostet aber natürlich(?) auch mehr.

Ansonsten als Alternative vielleicht eher eine Tour im Khao Yai Nationalpark?
Hab da von der Palm Garden Lodge gelesen...

Wäre auf jeden Fall für eure Erfahrungen und Anregungen sehr dankbar! =)
MfG
Jan

sweetpeanat
15.07.2008, 09:02
Hallo Jan,

also ich war mit gapadventures in Thailand- ein eher ökobewusster "Reiseveranstalter". Wir haben in Chiang Rai einen 3-Tage-Trek unternommen (sah so aus als wären unsere guides zwei locals gewesen, also keine Orga oder so) und es war schön 2 Tage lang zu wandern- stell dich darauf an, dass es du ganze Zeit bergauf und -ab geht. Allerdings war ich doch ziemlich enttäuscht, wie "entwickelt" die Bergdörfer mittlerweile schon sind. Zwar wurde uns gesagt, dass das Dorf nur alle 1-2 Wochen von einer Wandergruppe besucht werden würde, allerdings war vor allem bei den ersten Dörfern (die näher an der Stadt lagen) die Kommerzialisierung größer als angenommen. Es gab extra Duschkompartimente für uns (also, da war nichts mit Waschen im Fluss), die örtliche Schule hatte sogar PCs und Handyempfang bestand auch noch! Erst als wir dann am Elefantencamp, das nur von einer Familie geführt wurde, angekommen sind, hatte ich das Gefühl endlich am richtigen Ort angekommen zu sein. Letztendlich wird man aber enttäuscht, wenn man denkt, dass man noch Dörfer findet, die überhaupt keinen Anschluss zur Außenwelt haben- mit dem Wandel der Zeit und den Erschließungen ist diese Idylle in gewisserweise auf der ganzen Welt zugrunde gegangen. Also, es kommt darauf an, was euch besser gefällt. Wenn ihr auf pures Dschungeltrekking und Übernachten im Jungle aus seid, dann wäre es wohl besser, wenn ihr in den Nationalpark fahrt (ich nehme es mal an, war noch nicht dort). Wenn ihr allerdings am Tag trekken und dann ein "richtiges" Bett am Abend haben wollt, dann kann ich euch den trek zu den Bergdörfern empfehlen.
Hoffe ich konnte helfen! Viel Spaß in Thailand!