Vollständige Version anzeigen : Trekking-Anfänger sucht Hilfe
Hallo,
vor ein paar Tagen bin ich auf dieses Forum gestoßen, von dem ich jetzt schon begeistert bin. Insofern hoffe ich sehr, dass Ihr mir meine Fragen beantworten könnt.
Es wird zwar noch etwas dauern, bis ich nach Nepal fliegen kann (Anfang 2005), aber planen und träumen kann man ja trotzdem schon mal...
Eine Trekkingtour habe ich bisher noch nicht gemacht, aber etwas Wandererfahrung habe ich schon. Da ich alleine reise, würde ich von Deutschland aus über einen Veranstalter buchen, da es ja meine erste Tour dieser Art wird. Bisher gefallen mir die Reisen vom DAV Summit Club ganz gut. Habt Ihr mit denen schon Erfahrungen gesammelt? Ich würde entweder eine Tour in die Annapurna Region oder ins Everest-Gebiet bis Tengpoche machen wollen. Was könnt Ihr einem Anfänger eher empfehlen?
Womit muss ich bei einheimischen Lodges rechnen (z.B. sanitäre Einrichtungen)?
Da ich die Tour im März oder April machen würde, könnt Ihr mir vielleicht auch Tips für die benötigte Kleidung geben? Wenn ich mir durchlese, was beim Veranstalter alles an benötigter Ausrüstung steht, kann ich wohl jetzt schon mal anfangen einzukaufen (und zu sparen...). Wie kalt wird es? Reicht eine normale wind- und wasserabweisende Doppeljacke aus, oder wird eine Goretex-Jacke benötigt? Und reichen normale Wanderstiefel (Lowa) aus?
Ich hoffe sehr, dass Ihr mir einige Tips geben könnt. Vielen Dank im voraus.
Gruß
Monika
hallo Monika, Auch wenn man das erste mal nach Nepal geht, kommt man prima alleine zurecht- aber es gibt natürlich auch viele Leute die rappelputzglücklich sind wenn sie mit einem Veranstalter unterwegs sind. In meiner Seite www.nepal-dia.de habe ich deswegen über 35 Nepal-Reiseveranstlater aufgeführt, so dass die Auswahl etwas größer wird, denn ich kannte erst auch nur drei.
Da meine Seite den Schwerpunkt Trekking in Nepal und das Annapurnagebiet hat, wirst du auch dazu noch viele weitere,hoffentlich interessante, Informationen findenl.
Gruß Andrées
Hallo Monika,
ich war bereits 2001 in Nepal und fahre im nächsten Frühjahr wieder hin. Nach meiner Erfahrung muss man nicht auf die teure Ausrüstung zurückgreifen, um den Naturbedingungen zu trotzen. Schau doch einfach mal unter www.jungbergsteiger.de rein! Dort kannst du mal den Bericht unserer Tour von 2001 lesen. Wir sind damals Richtung Everest unterwegs gewesen. Also auch über Namche und Tengpoche. Außerdem waren wir auch im Frühjahr unterwegs. Da ist es nicht ganz so kalt. Dein Schuhwerk genügt den Bedingungen auf jeden Fall!
Wenn du weitere Fragen hast, meld dich einfach mal über unsere Homepage per eMail.
Gruß, Daniel
Noch ein Nachtrag zu den VEranstaltern:
Wir sind damals mit HENKALYA unterwegs gewesen. Das ist ein privater Veranstalter, der zu günstigen Preisen anbietet und die Touren ausschließlich mit örtlichen Agenturen unternimmt. Das sichert Arbeitsplätze in Nepal und man bekommt einen guten Kontakt zur Bevölkerung. Solltest da mal reinschauen.
Außerdem veranstaltet dieser Anbieter vom 21.-23. November ein Trekking-Treffen in FRiedensdorf (Anfahrtsbeschreibung auf seiner Homepage).
Das lohnt sich! Es kommen viele Kunden und andere Veranstalter, es gibt Diavorträge und zwischendurch jede Menge Zeit zum quatschen und austauschen.
Am Samstag ist dann auch Hans Kammerlander da.
Carsten und ich fahren ebenfalls hin, aber nur an dem Samstag. Es gibt Vorträge über: Ladakh, Elbrus-BEsteigung, Südafrika, Trekking uzm Mount Everest (genau die Route über Tengpoche!) und den Vortrag AMA DABLAM von Hans Kammerlander (Live-Besteigung wurde letztes Jahr im Morgenmagazin von ARD und ZDF gezeigt).
Es lohnt sich! Vielleicht trifft man sich ja dort.
Gruß,
DAniel
Hallo Monika,
träumen ¤*#:D und planen soll man sogar! Und ruhig auch zuhause wandern um die Kondition zu verbessern ¤*#;D. Wenn eine Tagestour mal über fünf Stunden dauert, sollte man das noch genießen können!
Mit normaler Wandererfahrung und Gesundheit kannst du dich ohne Bedenken ans Trekken machen! In der Höhe machst du schon von allein etwas langsamer um die Akklimatisation zu ¤*#verbessern.
Welche Tour du wählst ist natürlich Geschmackssache. Annapurna und Khumbu sind natürlich zwei absolute Höhepunkte. Du findest hier in verschiedenen threads viel Info dazu. Je nachdem, wieviel Zeit und Geld du zur Verfügung hast, solltest du die Anreise ins Trekkinggebiet einkalkulieren. Ins Annapurnagebiet kommst du mit preiswerten Bussen, ins Khumbu dauert es etwas länger ab Jiri bzw wird teurer wenn du nach/von Lukla fliegst (bis 2005 ist zwar noch eine Weile, aber verfolge ruhig auch schon die politische Entwicklung in Nepal - das könnte deine Entscheidung mitbeeinflussen).
Eine ¤*#gute Alternative wäre auch das Helambu/Langtang-Gebiet.
Auf der homepage von Andrées findest du ja jede Menge hervorragende Infos und links und spezielle Fragen kannst du hier stellen.
Zu den sanitären Einrichtungen in den Lodges: Die sind natürlich sehr unterschiedlich, je weiter du in die Höhe oder in entlegene Regionen kommst. Aber fließend Wasser gibt es fast überall. Inzwischen oft auch schon warmes Wasser, wenn entweder die schwarzen Tanks auf dem Dach stehen oder Solarpanels genutzt werden.
Toiletten sind anfangs gewöhnungsbedürftig - oft mediterran das Loch im Boden oder ein ¤*#Bretterverschlag ¤*# >:( hinter der Hütte aber in größeren lodges etwa im Annapurnagebiet auch schon SpülWC und auch Zimmer mit eigenen Duschen.
Die Temperaturen können im März/April in der Höhe schon deutlich unter Null liegen, vor allem Nachts, tagsüber wenn die Sonne scheint kommst du leicht ins Schwitzen. Von daher solltest du die Kleidung nach dem Zwiebelprinzip planen. Und nicht zuviel - du kannst unterwegs ja mal waschen. Eine normale Jacke reicht für den Anfang sicher. Kaufen würde ich hier nichts! Du bekommst Fleece-Sachen in Kathmandu um ein vielfaches billiger und sogar GoreTex (steht drauf, ist m.M. nach auch gelegentlich drin, nur die Verarbeitung (Nähte) ist qualitativ etwas spärlich). Aber du kannst auch eine Goretex-Jacke für unter 30 Eoro kriegen. Und wenn du nichts kaufen willst, kannst du in KTM oder Namche alles ausleihen für wenige Rupies - Daunenjacke, Schlafsck etc.
Ob du auf eigene Faust oder mit Veranstalter gehst, ist nun auch wieder Geschmacksache. Bei einem Veranstalter ist immer irgendwo der Gruppendruck dabei - dafür bist du gut aufgehoben. Nette Leute kannst du allein oder in der Gruppe treffen - wenn du kommunikativ bist, als Alleintrekkerin sicher mehr. Und deine Altersklasse trekkt auch eher allein als mit Summit (nix gegen Senioren ¤*# ;)- ich bin in ein paar Jahrzehnten auch einer und will dann sicher auch noch trekken).
Die neuen lodges des Summit Club sind komfortmäßig sicher wie westlicher Standard - da fehlt nix -aber das ist meine Vermutung, ich habe sie nur von außen gesehen.
Wenn du allein reisen willst, solltest du dir überlegen, einen guide oder porter/guide zu nehmen. Der trägt dir dein Gepäck ¤*# :D (nicht zu viel mitnehmen!) und erzählt dir vieles über Land und Leute. Eine andere Möglichkeit wäre, in Kathmandu ¤*#eine/n Mittrekker/in zu suchen. Bei den derzeitigen Verhältnissen (du kannst hier ja manches über die Maoisten nachlesen) würde ich als Anfängerin nicht alleine losziehen. Es gibt auch in Nepal das Problem der Trittbrettfahrer und vereinzelte Kriminalität. :(
Ja - und dann hilft nur lesen lesen lesen!
Viel Spaß bei der Vorbereitung!
phacops
Hallo,
als erste Trekkingtour und allein würde ich in jeden Fall mich einen/er guide anvertrauen, die mich begleitet, egal welcher Trek und natürlich sicher mit Agentur (und Vertrag, der mir eine rechtliche Sicherheit gibt).
Gute lokale Agenturen gibt es viele in Kathmandu, die man auch über's Internet erreicht. Natürlichgbt es shcwarze schafe auch, aber das ist mal so eben im Leben.
Welche Tour, das hängt von der Zeit ab, die man zur Verfügung hat, ich persönlich empfehle mehr Zeit für weniger Strecke, dadurch hat man mehr Zeit zum Erleben und weniger Stress. Welches Ziel man Grundsätzlich auf einen ersten Trek angeht, ist egal, es ist immer die erste Erfahrung im Lande und man kann überhaupt nicht ahnen oder empfehlen, was letztendlich Dir enspricht. Das hängt von vielen Faktoren ab. Mann kann als Richtlinie sgaen, das Everest Gipfelmäßig spektakulärer ist, dagegen Annapurna Kulturell mehr bietet (mehr verschiedene geographische Unterschiede+mehr Völker von Hinduismus bis buddhismus).
Die Unterkünfte sind heute alle recht ok mehr oder weniger, das ist eigentlich nicht das prinzipielle Problem. Natürlich zu BRD ist alles recht einfach logischerweisse. Duschen gibt's immer mehr und wenn mal keine gibt, auch kein Problem. Klo und Wasser zum waschen gibt's überall!
Ob DAV/Hauser/Henkalaya, ist eigentlich auch egal, mann muss aber nicht unbegingt auf diese zurückgreifen. Wie geschrieben, Kathmandu bietet eine große Auswahl und alle deutchen Veranstalter müssen gezwungenermassen über örtliche Agenturen gehen.
Man muss auch nicht in einer Gruppe sein, sondern kann sich vor Ort (am besten via internet) ene individuelle Tour ausarbeiten lassen, die den eigenen Bedürfnissen angepasst ist.
Man kann Everest und Annapurna Grundsätzlich alleine auch gehen, gar nicht so großes Problem, wenn man etwas Reiseerfahrung hat und keine Sprachprobleme mit english.
Ab Mitte März ist es sicher mit den Temperaturen auch ok, Nachts kann es kalt werden (in großen Höhen sowieso), aber ansonsten ok.
EIne Gute Oberbekleidung und warme sachen sollte man Grundsätzlich immer dabei haben, sowie einen Innenschlafsack aus Seide oder dünner Baumwolle, dann stinkt der Schlafsack nicht so und den Innenschlafsack kann man immer wieder waschen (der troknet auch super schnell).
Schuhwerk sollte eingelaufen sein, aber beide Treks stelllen keine besondere technische Anforderungen.
LG,
Navyo
www.navyonepal.com
Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten, die mir schon mal weitergeholfen haben.
@Andrees: Deine Homepage ist echt super und voll mit Infos.
@Phacops: Mein Alter habe ich doch gar nicht angegeben, aber es ist richtig, ich bin auch erst in ein paar Jahrzehnten Seniorin :).
Viele Grüße
Monika
Hallo Monika,
ich war bisher 2mal in Nepal. (Bin grad wieder zurück.) War beide male mit meinem Freund alleine unterwegs. Wir wären in einer Gruppe so garnicht glücklich. Im Khumbu konnten wir einige Gruppen beobachten eine davon auch DAV-Summit. Wir fanden es belustigend bis ätzend. Aber wie andrees schon sagt, es gibt Leute die sind glücklich in solchen Gruppen. Der Vorteil ist natürlich für dich das organisatorische Bürde von dir genommen ist und das du dich auch vor Ort um wenig kümmern musst.
Der Nachteil ist das es in einer Gruppe keinen Platz und keine Zeit für deine Befindlichkeiten und Wünsche geben wird. Wenn du dich mies fühlst kannst du nicht einfach einen Tag Auszeit nehmen und dich pflegen, das würde den straffen Plan der Gruppen ducheinanderbringen. Du kannst auch nicht einfach sagen du willst 2-3 Tage einen Abstecher dorthin machen oder in jenem Ort verweilen weil er so schön ist.
Deshalb mein persönlicher Tipp. Flieg erstmal so nach Nepal. Wenn du bedenken hast dich zu verlaufen oder du glaubst das Gepäck nicht immer tragen zu können, nimm dir einen Porterguide. Dann hast du jemanden der dir auch viel Arbeit abnimmt, der weiß welche Lodges gut sind, wo der Weg langgeht. Und der sich DIR anpasst.
Es ist sicher auch besser als das schöne Geld dem DAV in den Rachen zu schmeißen. Nix gegen den DAV, aber ich bin der Meinung man sollte das Geld IM Land ausgeben.
Grüße Bjoerk
Ich Dussel sehe jetzt erst phacops Beitrag..... Schwamm drüber.
@Phacops: Mein Alter habe ich doch gar nicht angegeben, aber es ist richtig, ich bin auch erst in ein paar Jahrzehnten Seniorin :).
Tja, Monika, woher habe ich wohl die Info, daß du in den zwanzigern bist ??? ¤*# 8)
(bei mir sind es nicht mehr gar so viele Jahrzehnte bis zu den Senioren ¤*#:'(
Das Durchschnittsalter bei den Summit- und Hauser-Gruppen schätze ich (nach den Gruppen, denen ich begegnet bin) auf über 40 Jahre.
Noch ein Hinweis: Die Infos von Maya-Travels (http://www.maya-travels.de/index.html) zu Individual- und Gruppen-Reisen finde ich recht gut (Ich habe mit diesem Veranstalter ächt nix am Hut - also nur Empfehlung aus Wettbewerbsgründen ggü den genannten und keine Werbung ¤*#;D ).
Im übrigen darf ich hier mal erwähnen, daß auch Navyo in Kathmandu alles organisieren kann (entschuldige Navyo - soll nicht wieder vorkommen) ¤*#:-X
phacops
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