Susanne
20.11.2003, 09:31
hallo, bin gerade von einer freundin angerufen worden, die mit mir im april zum annapurna wollte:
In Nepal von Maoisten überfallen
Ein Reisegruppe wurde in Nepal von Terroristen aus den Unterkünften getrieben. Ein Tiroler wurde an der Hand verletzt. Er verließ das Land fluchtartig.
HELMUT MITTERMAYR
FULPMES, KATMANDU. Keine Postkartenmotive sondern brennende Häuser und die nächtliche Angst im Dschungel bleiben dem Fulpmer Karl Reidinger als unauslöschliche Eindrücke einer Nepalreise. Der 60-Jährige besuchte Mitte Oktober als Mitglied einer Reisegruppe den Chitwan Nationalpark nahe der indischen Grenze im Süden des Landes. Auf dem Programm standen Ausritte mit Elefanten, Nashorn- und Tigerbeobachtungen - es sollte anders kommen.
Der Pensionist war am 16. Oktober in einer Lodge mitten im Urwald untergebracht. Kurz vor Mitternacht wurde er durch laute Schreie geweckt. 60 Maoisten, Gegner der Regierung, hatten das Camp gestürmt und Lodges in Brand gesteckt. Plötzlich wurde auch die Tür bei Reidinger eingetreten. Der Tiroler leuchtete den beiden vermummten Angreifern mit einer Taschenlampe ins Gesicht. "Das war ein großer Fehler," weiß der Fulpmer heute. Ein Maoist schlug ihm mit einer Hacke die Lampe aus der Hand und verletzte ihn. Er konnte gerade noch seinen Koffer schnappen, dann wurde Benzin verschüttet und die Lodge in Brand gesteckt. Sein Fotoapparat wurde eine Raub der Flammen.
Der Pensionist wurde zusammen mit einem Ehepaar aus Seewalchen (OÖ) und weiteren 50 Touristen aus Frankreich in den Dschungel getrieben. Die gesamte Szene muss pittoresk gewesen sein. Aus dem Lager hörten sie stundenlang die verschreckten Elefanten trompeten. Zitternd vor Angst - Alligatoren und Tiger sind eigentlich die Attraktionen des Nationalparks - mussten sie bis Tagesanbruch im Busch warten. Dann war der Spuk vorüber.
Reidinger brach das weitere Reiseprogramm sofort ab. Statt mit dem Flugzeug den Annapurna zu umrunden ließ er sich vom Veranstalter nach Katmandu bringen und flog nach Indien aus. Eine offizielle Stellungnahme oder Entschuldigung von nepalesischer Seite hat es bisher nicht gegeben. Der Vorfall wurde bis auf eine Randspalte in den Katmandu Times totgeschwiegen.
Auch Sicherheitskräfte haben den Fall nicht aufgenommen. Die Parkwächter erklärten den Überfallenen, dass die Polizei erst in einigen Tagen auftauchen wird, weil die Beamten selbst Angst um ihr Leben hätten.
Nach seiner Ankunft in Wien führte Karl Reidingers erster Weg in die Kirche Maria Elend. "Ich bin eigentlich nicht besonders gläubig, aber dort habe ich eine Kerze angezündet", erklärt der Fulpmer. Angst um sein Leben habe er aber nicht gehabt.
.............................................
gefunden in der tiroler tageszeitung
werde wohl stornieren!
:'(
susanne :-*
In Nepal von Maoisten überfallen
Ein Reisegruppe wurde in Nepal von Terroristen aus den Unterkünften getrieben. Ein Tiroler wurde an der Hand verletzt. Er verließ das Land fluchtartig.
HELMUT MITTERMAYR
FULPMES, KATMANDU. Keine Postkartenmotive sondern brennende Häuser und die nächtliche Angst im Dschungel bleiben dem Fulpmer Karl Reidinger als unauslöschliche Eindrücke einer Nepalreise. Der 60-Jährige besuchte Mitte Oktober als Mitglied einer Reisegruppe den Chitwan Nationalpark nahe der indischen Grenze im Süden des Landes. Auf dem Programm standen Ausritte mit Elefanten, Nashorn- und Tigerbeobachtungen - es sollte anders kommen.
Der Pensionist war am 16. Oktober in einer Lodge mitten im Urwald untergebracht. Kurz vor Mitternacht wurde er durch laute Schreie geweckt. 60 Maoisten, Gegner der Regierung, hatten das Camp gestürmt und Lodges in Brand gesteckt. Plötzlich wurde auch die Tür bei Reidinger eingetreten. Der Tiroler leuchtete den beiden vermummten Angreifern mit einer Taschenlampe ins Gesicht. "Das war ein großer Fehler," weiß der Fulpmer heute. Ein Maoist schlug ihm mit einer Hacke die Lampe aus der Hand und verletzte ihn. Er konnte gerade noch seinen Koffer schnappen, dann wurde Benzin verschüttet und die Lodge in Brand gesteckt. Sein Fotoapparat wurde eine Raub der Flammen.
Der Pensionist wurde zusammen mit einem Ehepaar aus Seewalchen (OÖ) und weiteren 50 Touristen aus Frankreich in den Dschungel getrieben. Die gesamte Szene muss pittoresk gewesen sein. Aus dem Lager hörten sie stundenlang die verschreckten Elefanten trompeten. Zitternd vor Angst - Alligatoren und Tiger sind eigentlich die Attraktionen des Nationalparks - mussten sie bis Tagesanbruch im Busch warten. Dann war der Spuk vorüber.
Reidinger brach das weitere Reiseprogramm sofort ab. Statt mit dem Flugzeug den Annapurna zu umrunden ließ er sich vom Veranstalter nach Katmandu bringen und flog nach Indien aus. Eine offizielle Stellungnahme oder Entschuldigung von nepalesischer Seite hat es bisher nicht gegeben. Der Vorfall wurde bis auf eine Randspalte in den Katmandu Times totgeschwiegen.
Auch Sicherheitskräfte haben den Fall nicht aufgenommen. Die Parkwächter erklärten den Überfallenen, dass die Polizei erst in einigen Tagen auftauchen wird, weil die Beamten selbst Angst um ihr Leben hätten.
Nach seiner Ankunft in Wien führte Karl Reidingers erster Weg in die Kirche Maria Elend. "Ich bin eigentlich nicht besonders gläubig, aber dort habe ich eine Kerze angezündet", erklärt der Fulpmer. Angst um sein Leben habe er aber nicht gehabt.
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gefunden in der tiroler tageszeitung
werde wohl stornieren!
:'(
susanne :-*