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Vollständige Version anzeigen : Trekking mit Leistenbruch ? ? ?


Guetz
02.06.2008, 16:10
Hallo zusammen

ich war grad beim Artzt, und der teilte mir leider mit, ich hätte einen kleinen Leistenbruch. An und für sich nicht weiter tragisch, aber in 4 wochen gehts los für ein Jahr auf Reisen, und dabei werden wir viel Trekken. Hat jemand von euch Erfahrungen, resp. ist auch mit so einem "Bruch" unterwegs? Ich habe die Hoffnung, dass sich das gnze nicht weiter verschlimmert unterwegs, zumal ich momentan keine Schmerzen habe...
Meine Idee wäre es drum wie geplant zu fliegen (nach Kanada) und dort mal schauen wie sich das ganze beim Wandern verhält, und wenn ich nach drei Monaten keine Verschlechterung merke, gehts weiter nach Chile, ansonsten ab unters Messer.
Da diese Variante jedoch das Restrisiko des "Verklemmens" des Bruchs beinhaltet, wollte ich mal nachfragen, ob jemeand Erfahrungen damit hat. (und ja, ich bin mir bewusst, dass das Risiko des "Verklemmens" nich so gross ist und es auch noch andere Risken gibt auf Tour:cool:)

Gruss

markus

herr_lüdenscheid
03.06.2008, 10:36
Es kommt darauf, was Du auf Deiner Reise noch so treibst neben dem Wandern. Klettern, oder andere sportl. Aktivitäten könnten das Risiko des Einklemmens vielleicht erhöhen.

Du solltest Dir aber auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen, anstatt Dich hier auf laienhafte Ratschläge, wie z.B. meine zu verlassen.

Immerhin: Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risiko eines Einklemmens mag zwar gering sein, aber wenn, dann kann's gefährlich werden. :schwitz:

Guetz
03.06.2008, 10:41
Na selbstverständlich bin ich auch mit meinem Artzt in kontakt, ich einer Stunde das zweite mal...
Ich tendiere momentan auf die Variante dass ich mich hier noch unters Messer lege, weil halt in einem Jahr viel passieren kann, und ich dann eine Sorge weniger mit habe...
aber vielleicht reisen ja 1000000 andere Personen wissentlich mit ihren Brüchen umher und keiner hatte je ein Problem ???:D
(ich brauch momentan etwas Ironie, denn das ganze nervt ziemlich)

markus

herr_lüdenscheid
03.06.2008, 11:01
Ich weiss nicht, wie lange man nach so einer OP Ruhe machen muss (es geht ja schon in 4 Wochen los).
Aber wenn's zeitlich noch hinhaut, würde ich es in jedem Falle machen lassen, auch wenn 10000 andere wissentlich mit einem Leistenbruch unterwegs sind.
Sicher ist sicher.

Die Frage ob es vielleicht auch ohne OP ginge, würde ich mir erst stellen, wenn der Termin Deines Urlaubsbeginns dadurch gefährdet wäre.

fabian
03.06.2008, 11:29
Hallo.

einer meiner Mitarbeiter hat sich gerade einer OP unterzogen,bis zum völligem abheilen kann es bis zu einem viertel Jahr dauern:-/:mad:

Allerdings sollte man ,wenn man noch keine Beschwerden hat auch nicht gleich operieren,
Aber auf so einer langen Tour kann Dir niemand was vorhersagen:roll:!

Meine Frau geht auch schon seit 3 Jahren mit Leistenbruch auf Tour.
Das soll Dich allerdings nicht bestärken.
Wie gesagt, dies kannst nur du selbst oder Dein Arzt entscheiden!!!

LG fabian

Guetz
03.06.2008, 13:11
@ Herr Lüdenscheid; doch, der Urlaubsbeginn ist massiv gefährdet, aber ich kann auch um 2 oder 3 Wochen verschieben, dank der Versicherung ohne finanzielle nachteile . . .( wenigstens mal was genützt, die Versicherung:D)

@ Fabian; weisst du grad, mit welcher Methode der Mitarbeiter operiert wurde? Ich habe bis jetzt nur von zeiten zwischen 3 und 6 Wochen gehört, ein viertel Jahr find ich grad arg lang:o, oder gabs da Komplikationen?

Markus

fabian
03.06.2008, 13:13
[quote=

@ Fabian; weisst du grad, mit welcher Methode der Mitarbeiter operiert wurde? Ich habe bis jetzt nur von zeiten zwischen 3 und 6 Wochen gehört, ein viertel Jahr find ich grad arg lang:o, oder gabs da Komplikationen?

Markus[/quote]

...nein kann ich nix sagen. War wohl ein etwas komplizierterer Bruch:confused:

LG fabian

pepenipf
03.06.2008, 14:21
Mein Freund hat seine OP (ganz lassisch, da Endoskopisch nicht mehr ging) seid fast 2 Wochen hinter sich. Er darf die ersten 3 Monate keinen Leistungssport machen (ob da Trekking drunter fällt kommt sicherlich darauf an wo und wie man es betreibt). Ansnsten darf er sich bewegen wie er es kann, "er merkt schon wenn es zu viel ist". Und naja, so richtig trekken könnte er jetzt auf keinen Fall schon gehen, er übt noch an längerem aufrechten Gang...

Ansonsten war er, mit Erlaubnis des Arztes, vorher noch auf Hundesport Turnieren unterwegs, wo er kurze Sprintartige Sequenzen hinlegen muss, das ging soweit Problemlos. Allerdings hat er ein Bruchband getragen, was da wohl schon geholfen hat...
Viele Grüße
Nina

Guenter Sbg
03.06.2008, 15:51
Hatte das gleiche Problem ( OP nicht unbedingt erforderlich, aber "ich wollte" ) - mit der Ergänzung, dass ich schon etwas älter bin... Operateur hat wegen des höheren Alters ( angeblich schon ab 50 Jahren empfohlen..) ein Netz "eingebaut" .Auf die Frage der Beanspruchungsmöglichkeit - in meinem Fall schwerer Heben - sagte er wörtlich: 1 Woche relativ absolute Ruhe, dann kann man "alles" machen !
Hat funktioniert - und das ohne jegliches Problem. Vielleicht hilft es Dir beim Gespräch mit Chirurgen und bei Deiner Entscheidung. Anmerkung:Bin Techniker und kein Arzt !
Schöne Tage und Touren
Günter

Steffi L.
03.06.2008, 16:24
Mein Mann hatte 6 Wochen vor unserem Nepalurlaub den Leistenbruch und hat sich operieren lassen (ambulant, auch die "Netzmethode"). In Nepal ist dann ein Träger mit uns gegangen, so dass er nur das Tagesgepäck schleppen musste - und das ging ohne Probleme.
Gruß von Steffi

Soshin
03.06.2008, 18:50
Ein viertel Jahr scheint mir auch extrem lange...

Die Bauchpresse sollte halt in den ersten Wochen vermieden werden, soweit es geht (Stuhlgang etc. lässt sich nur bedingt beeinflussen - viel trinken, ballaststoffreich essen) hochheben schwerer Gegenstände ist jedoch nicht empfohlen, vor allen in den ersten Tagen, wenn die Wundheilung noch im Gange ist.

Mit der Operation, in der ein Kunststoffnetz an der Bruchstelle innen angelegt wird, hatten wir auf der Chirurgie gute Erfahrungen gemacht, Komplikationen minimal und eher selten.

LG,
Soshin

P.S.: Bin Pfleger, kein Arzt. Bitte Doc unbedingt um Rat fragen.

P.P.S.: Hat die Hernie überhaupt Schmerzen verursacht oder war das ein Zufallsbefund?

Guetz
03.06.2008, 19:00
Also Schmerzen dirkekt kann man nicht sagen, habe einfach seit geraumer Zeit imme wieder gespührt das was nicht in Ordnung ist, und da ich dann grad beim Doc war, habe ich noch nachgefragt...
Mittlerweile bereuh ich das irgendwie, denn hätt ich nichts gewusst hätts mich auch nicht gestört, aber so?
Vielleicht bin ich da auch etwas zu "ängstlich", da ich ja keine Beschwerden habe, aber ich würds mir wohl nicht verzeihen, wenn ich meine einjährige Reise wegen so etwas unter- oder abbrechen müsste...

Ach gott, meine Meinung schwankt momentan sehr stark zwischen "ich mach die OP und gut" und " ach komm, wird schon nichts passieren, das Risiko ist eher gering, lass die OP mal lieber sein" :o

Markus

fabian
03.06.2008, 19:07
Ein viertel Jahr scheint mir auch extrem lange...

...bei uns wird richtig zugepackt;), für den Schreibttischtäter (wozu ich mich auch zählen muß:D:cool:;),)trifft das sicher nicht zu.

...aber Trekken ist ja bekanntlich auch kein Sonntagsausflug!

Egal jetzt, kläre es bitte mit Deinem Arzt und wenns den passt...

...dann viel Spaß fabian

Soshin
03.06.2008, 22:35
Ich persönlich würde an Deiner Stelle fliegen. Außer ein Arzt, dem ich vertraue, rät mir dezidiert ab.

Du wirst ja eine Reisekrankenversicherung haben, die gilt auch in Kanada und Chile (ich weiß allerdings nicht, wohin Du noch hinfliegst.

Eine Hernie, die inkarzeriert (sich einklemmt) ist ein Notfallgeschehen, da es binnen weniger Tage zu recht üblen Konsequenzen führen kann. Wenn Du Dich nicht vollends in der Pampa bewegst, wochenlang, dann hast Du wahrscheinlich recht bald ein Spital in Deiner Umgebung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch in Zweitweltländern wie Thailand ausgezeichnete private Spitäler gibt, die z.B. solche Operationen durchführen. Die machen jetzt sogar schon komplexere Herzkathederuntersuchungen, die für uns auf der Uniklinik vor zehn Jahren ganz neu waren.

Spitalsrechnung zahlt die Versicherung.
Für die Versicherung ist der Hertransport von wer weiß wo nach Europa oft das Teuerste. Normalerweise lassen die die OP in z.B. Santiago de CHile machen, und nachdem Du Dich ein paar Tage erholt hast, kannst Du weitertrekken. Eine Unterbrechung in der Art, dass Du zurück nach Hause fliegen müßtest, wäre unwahrscheinlich.

LG,
Soshin

P.S.: Würdest Du überhaupt rechtzeitig vor Deiner Abreise einen OP-Termin kriegen? Frage das, weil es da zumindest bei uns, ziemlich hapert...

Guetz
12.06.2008, 18:05
So, es ist vollbracht, dank meinem super Hausartzt konnte ich bereist am Dienstag unters Messer, und bin jetzt seit heute wieder zu Hause. Bei mir wurde auch die offene Operation mit netz durchgeführt, und das ging alles ohne Komplikationen. Hab zwar momentan noch ziemliche Schmerzen, aber für etwas gibt es ja Drogen (für einmal bin ich da total für Schmerzmittel). Morgen muss ich nochmals zur Nachkontrolle der Narbe, aber das sollte kein Problem sein. Die Abreise werde ich vermutlich um 2 Wochen verschieben, damit ich mich noch komplett erhohlen kann.
im Nachhinein kann ich sagen, ich bin echt froh, dass ich mich zur OP entschieden habe. Ich fühle mich jetzt einfach sicherer, und werde das Jahr sicher entspannter angehen können...


Grüsse aus der Schweiz

Markus

tomdooley
12.06.2008, 22:36
Jedenfalls gut, dass Du es hinter Dir hast :D und gute Besserung und auf jeden Fall eine schöne Reise, wenn es denn losgeht.

pepenipf
16.06.2008, 16:25
Dann wünsch ich gute Besserung und ein unbeschwertes Trekking.
Jaja, wenn man sich die ganze Zeit Sorgen macht, das eventuell doch und könnte,... dann ist die reise ja auch die ganze Zeit getrübt. So war das sicher die bessere Lösung.
Viele Grüße
Nina