Vollständige Version anzeigen : Mit dem Hund auf den Kungsleden?
Zusätzlich zum Posting im Nordwanderer-Forum stelle ich meine Frage hier auch noch einmal.Im Spätsommer dieses Jahres wird ein erwachsener Hund bei uns einziehen - und falls der gerne läuft, würden wir gerne im Sommer 2009 mit ihm einen Teil des Kungsleden laufen. Gerne im nördlichen Teil, aber wir lassen uns auch eines Besseren belehren...Beim Schmökern in einigen Reiseberichten fallen mir immer wieder die Hängebrücken mit leiterähnlichen Auf- und Abstiegen über reißenden Flüssen auf - kommt man da mit einem Hund rüber? (Also z.B. mit einem Abseilgeschirr auf dem Rücken, wenn der Hund das mit sich machen lässt...)Und was ist mit den SFT-Hütten? Sind Hunde da auch im Sommer erlaubt? Falls schonmal jemand im Sommer einen Teil des Kungsleden gelaufen ist oder dort jemandem mit Hund begegnet ist, würde ich mich über Erfahrungsberichte sehr freuen!Herzliche Grüße aus Hamburg, Anjani
Polarfuchs
24.04.2008, 01:54
Ich denke, EIN Beitrag ist ausreichend, Doppelpostings müssen nicht sein ;-)
Wenn die Hütte aus mind. 2 Räumen besteht, ist ein Raum für Hund und deren Besitzer vorhanden und auch verpflichtend. Oftmals gibt es Decken für Hunde (auch in den Noträumen, ausserhalb der Öffnungszeiten der Hütten) und natürlich Näpfe für die Wuffs.
Generell verboten sind Hunde in den schwedischen Nationalparks in dem Zeitraum vom 1.April bis 31. Dezember.
Hunde müssen vom 1. März bis 20. August an der Leine geführt werden.
Ob DEIN Hund gerne ein paar Stufen hochgehen mag, solltest du zuvor ausprobieren, notfalls kannst du ihn ja auch das kurze Stück tragen bzw. einfach von der Seite auf die Brücke heben. Ansonsten ist das wirklich kein Problem. Manche Brücken können stärker schwanken, da sollte dein Hund keine Angst vor haben.
Viel wichtiger: wie verträgt er sich mit fremden Hunden? Könnte er notfalls alleine draussen pennen? Kann und will er überhaupt 5-7 Stunden am Tag unterwegs sein? Wie empfindlich sind seine Pfoten?
Und das allerwichtigste: Schweden ist ein tollwutfreies Land, deshalb muss man einen gehörigen Aufwand (http://www.norwegen-portal.de/Infocenter/Reiseplanung/Mitnahme-von-Haustieren.html)betreiben, um einen Hund überhaupt über die Grenzue zu bringen! Der angegebene Link ist zwar über Norwegen, das gleiche gilt aber auch für Schweden. Bisschen kompliziert, oder?? Hier (http://www.schwedenkontakt.de/informationen_zur_hundeeinfuhr.htm) noch etwas dazu.
Kampfhunde, die auf der schwarzen Liste stehen, dürfen generell nicht mitgenommen werden.
Möglicherweise erhältst du deinen Hund viel zu spät, um die Impfungen und Nach-Tests ordungsgemäss durchführen zu können. Erkundige dich, ob der Hund eine noch gültige Impfung gegen Tollwut hat (die ist 365 Tage gültig). Wenn nicht, lasse ihn unverzüglich impfen! Denn ein Antikörpertest wird frühestens 4 Monate nach der Impfung unternommen. Besitzt der Wuffi eine gültige Impfung, die schon älter ist als 4 Monate, würde ich sofort einen Antikörpertest machen lassen, damit du noch eine Chance besitzt, den Hund mitnehmen zu können, falls er den Test nicht besteht und die Tollwutimpfung wiederholt werden muss (mit abermaliger 4-monatiger Wartezeit...)
pepenipf
25.04.2008, 15:58
Ich kenn mich nicht mit Skandinavien aus, aber ich würde prüfen ob das: Impfung gegen Tollwut (die ist 365 Tage gültig) noch aktuell ist. Da zumindest in Europa im allgemeinen inzwischen die 3 Jahrestollwutimppfung anerkannt ist. Einfach mal so nachimpfen würde ich gut abwägen, ich kenn elider zuviel Hunde mit Impfschäden....
Ansonsten ist es eher die Frage wie dein Hund so drauf ist. Ich kenne jetzt die Brücken nicht, aber mit etwas Training bin ich überzeugt das man jeden hund hoch bekommt. Man sollte aber solche Situationen mit dem hund vorhr üben, auch mit ihm üben das er sich heben, ziehen, schieben udn so weiter lässt, ist manchmal recht sinnvoll:
http://pepenipf.pe.funpic.de/2006/Korsika/0928/Korsika_20060928_067.jpg
(Leiter mit rundsprossen)
geht alles, wenn der Hund sich das gefallen lässt...
Ansonsten wirst du erstmal testen müssen ob dein Hund gerne so lange laufen mag (die meisten gesunden Hunde werden dies wohl gern machen) und dann heißt es trainieren. Jenachdem wo der hund her kommt wird seine Kondition und bemuskelung eher bescheiden sein....
Wie gesagt von Skandinavien habe ich nicht so viel plan, ist mir bisher wegen der Einreise zu komplziert gewesen, vorallem da mein einer hudn auf keinen fall nachgeimpft wird sollte er den Titter nicht haben, was bei nordischen und deren Mixen leider recht häufig ist...
Grundsätzlich denke ich aber das das mit der entsprechenden Vorbereitung super schön für euch und den hund werden kann.
Viele Grüße
Nina
Leitwolf08
26.06.2008, 09:34
Hallo auch ich möchte meinen Senf und meine Bedenken und Anregungen dazu loswerden.
Wir(4 Erw. 4 Kinder + 1Hund)fahren jetzt im August nach Dalarna und dieses ist unser erster Schwedentrip.
Zwar haben wir schon reichlich Wandererfahrung jedoch sind wir vor allem durch die Kinder verunsichert wie gefählich oder wahrscheinlich eine Begegnung mit Bär/Wolf für unseren Hund sein kann.
Ich muß dazu sagen das wir grundsätzlich unseren Vierbeiner nur angeleint auf unseren Touren mit führen da er einen ausgeprägten Jagdtrieb hat.
Wir haben vor eine 10-14 Tage-Tour zumachen, dabei wollen wir immer fernab der Hütten campen.
Wir sind natürlich durch die Kinder(Alter 9,10,11+14)recht laut und darum bin ich bisher davon ausgegangen das Wildtiere wie Bär oder Wolf einen großen Bogen um uns machen.
Jetzt haben wir aber andere Berichte gehört bei einer Mitnahme von Hunden.
Wir studieren jetzt schon Vorsichtsmaßnahmen wie Proviant in Bäumen aufhängen usw.
Ist das notwendig?
Wer kann Erfahrungsberichte geben in Sachen Hund oder Wolf+Bär.
Wissenswert wäre auch für uns, wie es mit dem Lagerfeuer in Nationalparks sich verhält, ist das wirklich immer verboten.
Hunde in schedischen Nationalparks von März bis Dezember total verboten, halte ich für schwachsinnig und habe ich auch noch nie was von gehört.
In diesem Zeitraum gibt es dort einen Leinenzwang was ja auch vernünftig ist.
Aber nun nochmal die Frage kann es für einen Haushund gefählich sein durch Wölfe?
Gerade wenn er vieleicht draußen vor der Hütte nachts allein schlafen muß?
Fjaellraev
26.06.2008, 18:39
Hunde in schedischen Nationalparks von März bis Dezember total verboten, halte ich für schwachsinnig und habe ich auch noch nie was von gehört.
In diesem Zeitraum gibt es dort einen Leinenzwang was ja auch vernünftig ist.
Die Regeln gibt es und sie sind (für die Tiere im Nationalpark, die durchaus auch von angeleinten Hunden aufgeschreckt werden können) kein ¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#.
Aber wie beim Feuer (Siehe Fjällforum) gibt es auch hier unterschiedliche Regelungen, das Spektrum reicht von Totalverbot während des ganzen Jahres bis zu Leinenzwang.
Schau einfach mal hier (http://www.naturvardsverket.se/en/In-English/Menu/Enjoying-nature/National-parks-and-other-places-worth-visiting/National-Parks-in-Sweden/) was für den von dir gewählten Park gilt. Wenn du den Park anklickst kannst du nachdem die allgemeinen Infos angezeigt werden im rechten Menu die Vorschriften für den betreffenden Park anzeigen lassen.
Gruss
Henning
Leitwolf08
26.06.2008, 19:31
OK sorry das hätte ich nicht gedacht ich bin tatsächlich fündig geworden im Sånfjället National Park,
dort wollten wir sowieso nicht hin, aber dort sind tatsächlich Hunde verboten.
Aber ich verstehe trotzdem nicht warum und halte es für schizophren.
Denn wo im Park oder benachbart halbtrunkde Schweden oder Ausländische Besucher(Typ gut betuchter Jäger) Tiere zum Spass abknallen oder mit Snowmobil die *** raus lassen oder aber auch hässliche Skigebiete die Landschaft verschandeln was soll da noch ein angeleinter Hund machen?
Bellen wie leicht oh wie schlimm, ich denke das die Menschen bei dem Hund eine größere Belastung für die Natur sind.
Florian Martin
20.03.2010, 17:26
Generell verboten sind Hunde in den schwedischen Nationalparks in dem Zeitraum vom 1.April bis 31. Dezember.
Mit Ausnahme des kurzen Stücks Kungsleden, das den Sarek tangiert (nördlich von Kvikkjokk), hier darf der angeleinte Hund mit.
Fjaellraev
20.03.2010, 21:44
Generell verboten sind Hunde in den schwedischen Nationalparks in dem Zeitraum vom 1.April bis 31. Dezember.
Mit Ausnahme des kurzen Stücks Kungsleden, das den Sarek tangiert (nördlich von Kvikkjokk), hier darf der angeleinte Hund mit.
Gleiches gilt zB auch im Abisko- und im Stora-Sjöfallet-Nationalpark, deshalb mein Hinweis im Beitrag #5 sich auf den Seiten des Naturvardsverkets schlau zu machen ;)
Gruss
Henning
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