Klaus
13.03.2004, 10:21
Liebe Nepalfreunde,
Vom 19.2. bis 12.3 (Ankunft FRA) war ich mit Frau und Tochter in Nepal.Hier ein kurzer Bericht unserer Reise mit natürlich subjektiven Eindrücken und Bewertungen:
Abflug 19.2. mit Gulf AIR und Übernachtung in Abu Dhabi (Transfer problemlos und schnell) Ankunft KTM 20.2. ca 19.30 im Hotel, Visaerteilung im Flughafen ging schnell und reibungslos. (Danke an Andreas Khanal für die kompetente Beratung :-) )
Allgemein: Überall ungewohnt hohe Militärpräsenz. (gegenüber unseren bisherigen Aufenthalten 1997 bis 2000) Um es gleich vorwegzunehmen, persönlich wurden wir in keinster Weise bedroht oder auch nur belästigt. Weder durch Militär oder Polizei, noch Maobadis. Wir haben keine Mao’s gesehen, auch nicht in den immer wieder als Hochburgen geschilderten Gebieten Gorepani, Tatopani, Beni. (Wir bedauern das nicht!) Rings um Kathmandu und auf der Strecke, immer wieder Kontrollen durch Militär wobei Touris immer bevorzugt behandelt werden.
Insgesamt konnten wir uns mit Hilfe unseres Guides ganz gut durch die aktuelle Streiskituation mogeln.
Ich glaube immernoch das die Risiken durch objektive Gefahren wie Verkehrsunfall, Bergunfall, Höhenkrankheit .... höher sind als gezielte Angriffe durch Mao's. Vorbeugend sollte man sich jedoch wo immer möglich von Regierungsgebäuden, Militär, Manschenansammlungen etc fernhalten um nicht versehentlich in "etwas" hineinzugeraten.
Zeitlicher Ablauf wie folgt:
21.2. Besuch im „Kinderhaus Katmandu“ in Buddha Nilkanta, hier wird beeindruckende Arbeit für Waisenkinder (z.T. von Mao’s ermordete Eltern) geleistet. Wir werden das Kinderhaus mit einem Benefizkonzert unterstützen, wer also im Großraum Saar-Pfalz wohnt kann gerne bei mir mehr erfahren.
22.-23.2. Besuch im Heimatdorf unseres Freundes, etwa 80 km ausserhalb KTM, in 3 Etappen mit dem Local Bus (z.T. auf dem Dach)und dann eine Stunde zu Fuß abseits der Straße. Mehrere Militärkontrollen rund um KTM und auf der Strecke. Diese konnten wir auch zu Fuß anstandsloß passieren. Das beidruckendste war die Gastfreundschaft der Familie die ja von unserem Kommen nichts wußte und die Anteilnahme des ganzen Dorfes.
24.2. wegen widersprüchlicher Informationen zum Streik, sind wir sicherheitshalber früher als geplant nach Pokhara aufgebrochen. Das war gut so weil anschließen drei Tage Streik war und nichts ging. Fahrt nach Pokhara mit Greenline (24 US $ hin und zurück) Touri Busse haben überall bevorzugte Abfertigung bei Kontrollen und werden einfach durchgewinkt).
25.2 Trekking von Nayapul nach Gandrung, Ziel ABC
26.2.Gandrung Richtung Chomrong. In Kyumrong sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite des Tales unsern weiteren Weg wegbrechen, ein umfangreicher Erdrutsch verhindert das Weiterkommen. (später erfahren wir in Pokhara dass die Army innerhalb weniger Tage einen neuen Weg zur „Umgehung“ des Erdrutsches gebaut haben soll. Wer auf diesem Weg ins ABC will bitte vorher vor Ort genau erkundigen ). Wir gehen weiter über Pfadspuren durch dichten Wald aus riesigen Rhododendren, behangen mit Flechten und immer wieder Orchideen. Kurz vor Tadapani erreichen wir den „breiten“ Weg der aus Gandrung hierher führt.
27.2. von Tadapani nach Deurali, von dort auf wunderschönem Höhenweg nach Gorepani, Sunny Hotel sowohl was Zimmer als auch was Essen Angeht sehr empfehlenswert.
28.2. Stufen Stufen Stufen nch Tatopani
29.2 . von Tatopani nach Ghasa, die große Hängebrücke vor Ghasa ist mit starken Militärposten gesichert. Kontrolle der Mulikarawanen kann zu Stau führen. Alle Personen werden wie bei den ACAP Kontrollposten registriert.
1.3. Ghasa nach Tukutche, unterwegs Militärpatrouille.
2.3. Tagesausflug von Tukutche nach Marpha, auf dem Rückweg wieder Militärpatouille
3.3. Tukutche nach Ghasa
4.3. Ghasa über Tatopani bis Thiplyang,
5.3. Thiplyang über Beni nach Pokhara,Kurz vor Beni wieder Militärpatrouille, in Beni selbst sehen wir bewaffnete Zivilisten, lt. Aussage unseres Guides aber keine Mao’s, was wahrsscheinlich ist, da wenige hundet Meter weiter wieder Militär anzutreffen ist.
Mit der Staffung der beiden vorgenannten Etappen ab Ghasa weichen wir einem angekündigten lokalen Streik im Bezirk um Beni aus
6.3. Holy Holy in Pokhara
7.3. Rückfahrt nach KTM mit Greenline, wir lesen von den beiden „bomb blusts“ in KTM
8.3. Jetzt hat der Steik auch uns erwischt, Nepal Bandh, KTM nahezu dicht. Wenige Läden hinter halb geschlossenen Rolläden geöffnet, einig wenige Taxis mit abgedeckten Nummernschildern unterwegs, obwohl das verboten ist. Wir laufen nach Sayambu, auch dort starke Militärpräsenz, nachmittags bei Navyo mit Gedankenaustausch über „Gott und die Welt“
9.3 nochmal im Kinderhaus Rückfahrt vo Buddhanilkanta ca 21.Uhr, auch nachts winkt das Militär Touris durch
10.3. Bodnath und Shopping, jede Menge Masala und und .... u.a. einem Thangka mit einem schönen Tschenresi können wir nicht widerstehen ...
11.3. abends Rückflug, 12.3. 6,35 Uhr Landung in FRA
Wir sind ein bisschen traurig weil wiedermal wunderschöne Tage in Nepal viel zu schnell vergangen sind, aber auch weil die politische Situation, die, für Touris noch zu ertragen ist, für die Menschen dort aber das Leben zwischen den Mühlsteinen einer unfähigen z.T. korrupten Bürokratie und einem ideologischen Hirngespinst von vorgestern zur dauernden Belastung wird.
Namaste Klaus
www.trekkingweb.de
Vom 19.2. bis 12.3 (Ankunft FRA) war ich mit Frau und Tochter in Nepal.Hier ein kurzer Bericht unserer Reise mit natürlich subjektiven Eindrücken und Bewertungen:
Abflug 19.2. mit Gulf AIR und Übernachtung in Abu Dhabi (Transfer problemlos und schnell) Ankunft KTM 20.2. ca 19.30 im Hotel, Visaerteilung im Flughafen ging schnell und reibungslos. (Danke an Andreas Khanal für die kompetente Beratung :-) )
Allgemein: Überall ungewohnt hohe Militärpräsenz. (gegenüber unseren bisherigen Aufenthalten 1997 bis 2000) Um es gleich vorwegzunehmen, persönlich wurden wir in keinster Weise bedroht oder auch nur belästigt. Weder durch Militär oder Polizei, noch Maobadis. Wir haben keine Mao’s gesehen, auch nicht in den immer wieder als Hochburgen geschilderten Gebieten Gorepani, Tatopani, Beni. (Wir bedauern das nicht!) Rings um Kathmandu und auf der Strecke, immer wieder Kontrollen durch Militär wobei Touris immer bevorzugt behandelt werden.
Insgesamt konnten wir uns mit Hilfe unseres Guides ganz gut durch die aktuelle Streiskituation mogeln.
Ich glaube immernoch das die Risiken durch objektive Gefahren wie Verkehrsunfall, Bergunfall, Höhenkrankheit .... höher sind als gezielte Angriffe durch Mao's. Vorbeugend sollte man sich jedoch wo immer möglich von Regierungsgebäuden, Militär, Manschenansammlungen etc fernhalten um nicht versehentlich in "etwas" hineinzugeraten.
Zeitlicher Ablauf wie folgt:
21.2. Besuch im „Kinderhaus Katmandu“ in Buddha Nilkanta, hier wird beeindruckende Arbeit für Waisenkinder (z.T. von Mao’s ermordete Eltern) geleistet. Wir werden das Kinderhaus mit einem Benefizkonzert unterstützen, wer also im Großraum Saar-Pfalz wohnt kann gerne bei mir mehr erfahren.
22.-23.2. Besuch im Heimatdorf unseres Freundes, etwa 80 km ausserhalb KTM, in 3 Etappen mit dem Local Bus (z.T. auf dem Dach)und dann eine Stunde zu Fuß abseits der Straße. Mehrere Militärkontrollen rund um KTM und auf der Strecke. Diese konnten wir auch zu Fuß anstandsloß passieren. Das beidruckendste war die Gastfreundschaft der Familie die ja von unserem Kommen nichts wußte und die Anteilnahme des ganzen Dorfes.
24.2. wegen widersprüchlicher Informationen zum Streik, sind wir sicherheitshalber früher als geplant nach Pokhara aufgebrochen. Das war gut so weil anschließen drei Tage Streik war und nichts ging. Fahrt nach Pokhara mit Greenline (24 US $ hin und zurück) Touri Busse haben überall bevorzugte Abfertigung bei Kontrollen und werden einfach durchgewinkt).
25.2 Trekking von Nayapul nach Gandrung, Ziel ABC
26.2.Gandrung Richtung Chomrong. In Kyumrong sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite des Tales unsern weiteren Weg wegbrechen, ein umfangreicher Erdrutsch verhindert das Weiterkommen. (später erfahren wir in Pokhara dass die Army innerhalb weniger Tage einen neuen Weg zur „Umgehung“ des Erdrutsches gebaut haben soll. Wer auf diesem Weg ins ABC will bitte vorher vor Ort genau erkundigen ). Wir gehen weiter über Pfadspuren durch dichten Wald aus riesigen Rhododendren, behangen mit Flechten und immer wieder Orchideen. Kurz vor Tadapani erreichen wir den „breiten“ Weg der aus Gandrung hierher führt.
27.2. von Tadapani nach Deurali, von dort auf wunderschönem Höhenweg nach Gorepani, Sunny Hotel sowohl was Zimmer als auch was Essen Angeht sehr empfehlenswert.
28.2. Stufen Stufen Stufen nch Tatopani
29.2 . von Tatopani nach Ghasa, die große Hängebrücke vor Ghasa ist mit starken Militärposten gesichert. Kontrolle der Mulikarawanen kann zu Stau führen. Alle Personen werden wie bei den ACAP Kontrollposten registriert.
1.3. Ghasa nach Tukutche, unterwegs Militärpatrouille.
2.3. Tagesausflug von Tukutche nach Marpha, auf dem Rückweg wieder Militärpatouille
3.3. Tukutche nach Ghasa
4.3. Ghasa über Tatopani bis Thiplyang,
5.3. Thiplyang über Beni nach Pokhara,Kurz vor Beni wieder Militärpatrouille, in Beni selbst sehen wir bewaffnete Zivilisten, lt. Aussage unseres Guides aber keine Mao’s, was wahrsscheinlich ist, da wenige hundet Meter weiter wieder Militär anzutreffen ist.
Mit der Staffung der beiden vorgenannten Etappen ab Ghasa weichen wir einem angekündigten lokalen Streik im Bezirk um Beni aus
6.3. Holy Holy in Pokhara
7.3. Rückfahrt nach KTM mit Greenline, wir lesen von den beiden „bomb blusts“ in KTM
8.3. Jetzt hat der Steik auch uns erwischt, Nepal Bandh, KTM nahezu dicht. Wenige Läden hinter halb geschlossenen Rolläden geöffnet, einig wenige Taxis mit abgedeckten Nummernschildern unterwegs, obwohl das verboten ist. Wir laufen nach Sayambu, auch dort starke Militärpräsenz, nachmittags bei Navyo mit Gedankenaustausch über „Gott und die Welt“
9.3 nochmal im Kinderhaus Rückfahrt vo Buddhanilkanta ca 21.Uhr, auch nachts winkt das Militär Touris durch
10.3. Bodnath und Shopping, jede Menge Masala und und .... u.a. einem Thangka mit einem schönen Tschenresi können wir nicht widerstehen ...
11.3. abends Rückflug, 12.3. 6,35 Uhr Landung in FRA
Wir sind ein bisschen traurig weil wiedermal wunderschöne Tage in Nepal viel zu schnell vergangen sind, aber auch weil die politische Situation, die, für Touris noch zu ertragen ist, für die Menschen dort aber das Leben zwischen den Mühlsteinen einer unfähigen z.T. korrupten Bürokratie und einem ideologischen Hirngespinst von vorgestern zur dauernden Belastung wird.
Namaste Klaus
www.trekkingweb.de