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Vollständige Version anzeigen : Flussdurchquerungen


Manali90
07.03.2008, 00:11
Das Gefährlichste am Trekken in Himachal Pradesh und in Zanskar/Ladakh sind die Querungen von Gletscherbächen und –flüssen, wenn Brücken fehlen. Generell gilt, dass man sie vormittags durchwatet, weil durch das Abschmelzen der sie speisenden Schneefelder und Gletscher der Wasserstand ab Mittag steigt, besonders an heißen Tagen.
Oft ist es dringend zu empfehlen, zur Sicherung eine Reepschnur zu benutzen.
Die Einheimischen durchwaten die Wasserläufe diagonal mit der Strömung in einer ziemlichen Geschwindigkeit mit dem Gesicht zum gegenüberliegenden Ufer. Ich würde für uns Ungeübte dagegen vorschlagen, mit dem Gesicht gegen die Strömung die Schritte seitwärts zu setzen, um Steine und Untiefen zu ertasten. Ohne Seil lehnt man sich auf den flussaufwärts gesetzten Wanderstock, um bei jeder Schrittbewegung zwei feste Punkte auf dem Boden zu haben. Wichtig ist, die Beine nicht zu überkreuzen, um in der Strömung sich nicht selbst ein Bein zu stellen. Bei der Querung mit Seil ist dieses Verfahren auch klar überlegen, weil man unterhalb des Seils geht und dieses wie bei einer Via Ferrata leicht zur Balance nutzen kann. Die Einheimischen gehen in ihrem Stil oberhalb des Seils, es nützt ihnen wenig, und wenn sie von der Strömung ins Seil geworfen werden, ist der Zug für die Haltenden enorm.
Auf jeden Fall ist es beim steinigen, unebenen Untergrund und der Kälte des Wassers nötig, Turnschuhe oder Trekkingsandalen zu tragen.