Vollständige Version anzeigen : Radführer Pazifikküste USA
Ich suche folgendes Buch:
Bicycling the Pacific Coast: A Complete Route Guide, Canada to Mexico (Taschenbuch)
von Tom KirKendall und Vicky Spring
Soweit ich weiß ist es vergriffen, bzw nur noch in den USA zu bestellen.
Hat es zufällig jemand und möchte es abgeben?
Marisa
Habe gerade gesehen dass es in der Auflage von 2005 wieder bei Amazon zu bekommen ist.
Marisa
Wollte nur noch meine Meinung zu diesem Radführer abgeben:
Beziehen kann ich mich nur auf den Abschnitt von Florence, Oregon bis Morro Bay, Kalifornien. Danach ging es in die Wüste.
Prinzipiell sicherlich hilfreich aber keinesfalls die Bibel für diese Tour.
Bei den Entfernungen der einzelnen Etappen ist fast immer mit 5 bis 10 % mehr zu rechnen. Dies lag nicht an meinem Tacho, denn sonst müßten die Tachos aller Radler die ich getroffen habe ebenfalls 5 bis 10 % mehr anzeigen was ich für sehr unwahrscheinlich halte.
In dem Buch stehen viele Sachen die ich für ziemlich unwichtig halte. Ein Hinweis auf vorhandene oder auch nicht vorhandene Straßenschultern ist schon nett aber so detailliert braucht es kein Mensch. Wenn ich den Highway runterfahre und da für 2 km die Schulter fehlt dann ändert das meine Route auch nicht. Allerdings wäre das Buch dann nicht so dick was Gewicht sparen würde.
Die Angaben über Campingplätze sind sehr spärlich. Kostengünstige Hiker-Biker-Sites sind klasse aber alles in allem wären mehr Möglichkeiten für Übernachtungen hilfreich.
Auch wären genauere Hinweise auf Einkaufsmöglichkeiten schön.
Auf vielen Etappen hatte ich den Eindruck dass die Beschreibung einfach nicht dazu paßt. Vielleicht kamen hier die Notizen durcheinander...
Alles in allem würde ich das Buch eigentlich nur aufgrund der beschriebenen Nebenrouten empfehlen.
Spannend wären auch Angaben über Höhenmeter der Etappen hilfreich. Die Profile sind nicht so aussagekräftig.
Falls jemand die Tour mal fahren will kann ich sie nur empfehlen. Die Küste ist klasse!
Marisa
Hey Marisa, klingt nach einem tollen Trip. Wie langewarst Du unterwegs und wieviele Kilometer/Meilen hast Du abgestrampelt?
Wie sind dennn die Strassen beschaffen, ich meine jetzt vom Verkehr her.Eher vielbefahren oder ruhig?
Alles in allem habe ich 2557 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Das ganze in sechs Wochen, vorne und hinten noch ein paar Tage, macht insgesamt sieben Wochen in den USA.
Der Verkehr hat mich eher positiv überrascht. Der Mensch am Zoll hat in der dort üblichen charmanten Art nach dem Zweck meiner Reise gefragt und kaum fiel das Thema Radtour hätte er fast vergessen Foto und Fingerabdrücke zu machen... Er hat mich eindringlich vor dem Verkehr an der Küste, insbesondere vor den gemieteten Wohnmobilen gewarnt. Letztlich war das alles nicht so schlimm. Von ein paar einzelnen Fahrern abgesehen waren alle sehr rücksichtsvoll und vorsichtig. Straßenschilder warnen vor Radfahrern, Tunnel und Brücken haben Trigger oder Schalter die man drückt, dann blinkt ein Licht und warnt nachkommende Autos.
Nur einmal auf dem Weg von San Luis Obispo nach California Valley hat es gekracht. Zwei Rennradfahrer leisteten mir Gesellschaft und als von hinten ein Auto kam ging einer nach vorne, der andere hinter mich. Straße breit, kein Gegenverkehr und trotzdem hat er so knapp überholt das mein Hintermann den Außenspiegel mit der linken Pobacke vom Auto gerissen hat. Der Schlag, die umherfliegenden Splitter - der Schreck saß. Kurz vorher hatte ich mir noch überlegt den Helm auf der kleinen Nebenstraße mal Helm sein zu lassen... Hab ich mir dann wieder anders überlegt. Letztlich ist nicht viel passiert, der Autofahrer wohl mehr erschrocken als wir, aber trotzdem. Hätte auch das Ende der Tour sein können.
Die Straßen sind überwiegend breit mit Schulter, sollte diese mal mangels Platz fehlen oder kleiner ausfallen wird die südgehende Seite bevorzugt.
Das Verkehrsaufkommen hat sich auch sehr in Grenzen gehalten. Es wird mehr wenn man sich im Umland von San Francisco befindet, in richtig abgelegenen Bereichen ist es entsprechend ruhiger. Alles in allem völlig in Ordnung.
Aufgefallen ist mir dass es auf dem Küstenhighway selten geradeaus geht und es auch eher selten eben ist. Zwangsläufig wird man da sehr fit. Ich war an der Küste immer so mit einem 16er Schnitt unterwegs, von Bakersfield hinauf zum Lake Isabella (77Km/700 Hm netto) war ich auch nicht langsamer...
Zu gute kam mir das Training auf der Etappe durch das Death Valley. 122 Km von Furnace Creek via Badwater Road nach Shoshone. Die ersten 80 Km flach im Tal, dann 1100 Hm auf den Salsbury Pass hinauf. Nach ständigem Sonnenschein auf der Tour hat es kurz vor verlassen des Nationalparks doch tatsächlich für knapp 10 Minuten geregnet. Ich hatte schon an der Küste gescherzt dass es im Death Valley regnen würde - so kam es dann auch.
Den Strip in Las Vegas hinaufzuradeln war dann krasses Gegenprogramm zur Einsamkeit in der Wüste. Aber irgendwie auch sehr lustig.
Marisa
Klingt spannend, aber auch nicht easy. Der Verkehr hatte es bestimmt teilweise in sich. Kann mir vorstellen, dass es dort wie hier total rücksichtslose Autofahrer gibt. Ich kenne viele genannte Ort recht gut, aber nicht per Radfahren.
Was für ein Rad fährst Du und: Rohloff?
Ich hab noch mein altes Wheeler das schon mit in Island, Lappland und an der Donau war. Vielleicht schaffen wir es auch noch nach Gambia. Der Plan steht immer noch. Vorne ist ein SON Nabendynamo drin, hinten, wenn ich mich nicht irre, eine Nabe von Shimano.
Dann noch die guten Schwalbe Marathon (´tschuldigung für die Werbung) die den Trip komplett ohne Platten oder Druckverlust mitgemacht haben!
Marisa
Na dann: viel Erfolg für Gambia Euch Beiden :-)
Wenn ich Gambia nicht schon kennen würde, hätte ich jetzt überlegt mich amzuschliessen...
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