Vollständige Version anzeigen : Ich würde derzeit nicht nach Nepal fahren!
Bin heute mit der AUA aus Kathmandu gekommen. War zuvor 3 Wochen in Indien, sind dann nach Chitwan gefahren. Schon an der Grenze und an jedem Dorfein- und Ausganggang gab es Militärpartoillien, die Soldaten hatten stets den Finger am Abzug, überall sind mit Sandsäcke Bunker gebaut und mit MG besetzt, die Nepalesen werden rigoros kontrolliert, Touri-Busse durchgelassen. In Chitwan war es dann relativ ruhig, ungut fand ich nur die permanenten Militärpatroillien. Daß der Grund das Massaker von Beni war, wußten wir da noch nicht. Sind dann nach Pokhara, dort war die Situation wirklich schlimm. Lakeside war von tausenden Soldaten und Polizisten besetzt, besonders die Gegen um den Königspalast wimmelte nur so von Armee, sie waren von Kathmandu gekommen und hatten ihr Lager vor dem Monsoon Restaurant. Wie wir später erfahren haben, sicher wegen Beni aber vorallem deswegen weil der König nach Pokhara gekommen ist. Besonders am ersten Tag war es ganz schlimm, man konnte den Soldaten die Anspannung ansehen, es lag eine ganz eigenartige Stimmung in der Stadt. Der Generalstreik wurde von ca. 50% der Landebesitzer befolgt, alle Restaurants hatten offen, es fuhr fast kein Fahrzeug durch Lakeside, die Kinder spielten auf der Straße, nur zwei oder drei Busse brausten mit Höllentempo durch die Stadt. Am zweiten Tag ist angeblich irgendwo in der Stadt eine Bombe explodiert, weiters wurden an diesem Tag in Chitwan Jeeps die in den Park fuhren von den Maoisten gestoppt und angezündet und ein Bus der den Streik nicht einhielt wurde beschossen und es gab Verletzte. In Kathmandu war eigentlich die ersten Tage recht wenig Militär, nur gestern (1.4.) scheint sich die Situation wieder zugespitzt zu haben. Es gab eine Demo außerhalb des Zentrums und am Durbar Square patroillierten hunderte Soldaten mit dem Finger am Abzug. Ich will nicht beurteilen, ob man noch nach Nepal reisen kann oder nicht, das sollen andere Stellen tun, aber ich finde unter diesen Umständen macht es ganz einfach keinen Sinn und Spass.
Don´t panic, Franz!!
Hartmut, der gelegentlich auch hier im Forum ist, hat vor zwei Tagen im TT folgendes gepostet, das ich jedem, der eine Reise - egal ob nach Nepal oder woandershin plant, zur eigenen Abwägung empfehlen möchte:
Zitat-Auszug:
"There is no SAFE or UNSAFE !
For example ...
It is a matter of how risky you like it.
Also a matter of comparing to other places (countries).
Also a matter of changes from day to day (and things can change extremely fast in Nepal!).
It's RELATIV.
On one day it seems safe to a certain person, his /her friend feels unsafe or scared.
The next day the situation might have changed at all.
You just can't predict things going to happen in futur
...
What you can do is:
GET INFORMED - USE YOUR BRAIN - MAKE UP YOUR OWN DECISIONS !
Harry
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http://www.travel-trek-nepal.com "
-------------------------
¤*#
Ich habe selber ein posting von Nepali Ann im TT, das mM nach eine sehr abgewogene Meinung darstellt, in einen eigenen thread kopiert (http://www.trekkingforum.com/cgi-bin/forum/trekkingforum.pl?board=westnepal&
;action=display&num=1079963653 )
und darauf hingewiesen, wie wichtig es für die eigene Einschätzung und Entscheidung ist, gut informiert zu sein!
Du kannst immer zur falschen Zeit am falschen Ort sein, egal ob Beni oder Landruk oder Chitwan oder WTC oder wo auch immer. Einen Tag später oder 10 km weiter kann es völlig anders aussehen.
Aussagen wie deine sind als persönliche Meinung zu respektieren - aber: du warst doch eben selbst dort! Hast du dich vorher umfassend informiert? Kanntest du die Umstände nicht, unter denen es dir jetzt keinen Sinn und Spaß macht???
Man sollte es sich vorher gut überlegen, ob man Urlaub im Bürgerkriegsland macht, oder guerilla-holiday, wie es auch mehrfach beschrieben wurde und wo es das höchste ist, mit einer Spendenbescheinigung der Maos heimzukommen. Ich finde das schon etwas pervers (meine Mao-Quittung vom letzten Jahr im Daulaghiri-Gebiet bewahre ich zwar auch als Souvenir - aber ich habe sie nicht absichtlich gesucht!).
Es sind diese Frühjahr deutlich mehr Touris und Trekker in Nepal als letztes Jahr - auch unser webmaster, der heute morgen über die Lage gepostet hat und ich gehe kaum fehl in der Annahme, daß sich die meisten sicher fühlen, weil sie kaum persönlich tangiert waren (bis aus das was es letztes Jahr auch schon gab: Militärpräsenz, Kontrollen, Streiks). Daß mancher Gruppen-Trekker einer organisierten Tour , weil meist weniger informiert als Individualtrekker, sich weniger sicher fühlt, mag schon sein!
Was wir brauchen hier, sind Infos von vor Ort, um seine eigene Entscheidung zu fällen ob man nach Nepal fährt oder nicht (ich fahre diese Jahr lieber nochmal nach Indien), aber keine hysterischen Panikattacken (pardon für die kräftige Sprache)!
phacops
ich wollte drei Wochen nach Nepal, habe aber nach dem Sturium aller mir zugänglichen Informationen alles abgesagt, da die Lage sehr schwierig ist. Ich hoffe dass sich die Lage schnell entspannt und ich meine Reise nachholen kann.
Wir wollten in Pokhara eine Ausstellung über Toni Hagen eröffnen, was nun aber verschoben wird.
Mehr Infos http://www.tonihagen.com
Ich bin vor 2 Tagen aus Nepal zurückgekommen, und habe mich nicht sonderlich "bedroht" gefühlt. Ich war 2 Wochen im Khumbu trekken, wollte ursprünglich ab Jiri laufen. Da ich allein unterwegs war, habe mich dann für den Flug nach/ab Lukla entschieden, um maoistischen Begegnungen aus dem Weg zu gehen (was auch geklappt hat). Anschliessend bin ich mit einem Bekannten von Sundarijal über den Laurebina-Pass nach Dhunche gelaufen. In einem Dorf, in dem wir übernachtet haben, waren am gleichen Tag etwa 20 Maoisten, von denen wir aber nichts gehört oder gesehen haben. Sie haben etwa 10 Minuten, bevor wir in das Dorf gekommen sind, im Healthpost gegenüber unserer Lodge recht unhöflich nach Medikamenten verlangt, sich anschliessend in einer Lodge am anderen Ende des Dorfes eingenistet und eine "Party" gefeiert. Wenn uns das nicht unser Lodgebesitzer und eine Engländerin aus dem Healthpost erzählt hätten, hätten wir keine Ahnung davon gehabt.
Sicherlich sollte man vorsichtig sein, aber nicht ängstlich. Icxh fahre seit 4 Jahren jeden Frühling nach Nepal, war in emergency-Zeiten und im Waffenstillstand da. Inzwischen habe ich mich an die viele Polizei, das Militär und die Zeitungsberichte gewöhnt, was allerdings nichts mit "Abstumpfen" zu tun hat. Auch die Nepali müssen damit umgehen und damit leben. Wer allerdings das erste Mal nach Nepal will, ist sicherlich verunsichert. Ich fliege Ende August wieder nach KTM, um dann 8 Monate dort zu verbringen und zu studieren.
Ich will nicht beurteilen, ob man noch nach Nepal reisen kann oder nicht, das sollen andere Stellen tun, aber ich finde unter diesen Umständen macht es ganz einfach keinen Sinn und Spass.
Diesem Urteil kann ich mich nicht anschließen.
Die Frage ist, wie ich mich auf die Situation vorbereitet habe und wie ich mich dann im Land verhalte.
Natürlich sind Soldatenmassen für uns Westeutopäer immer unangenehm - einem Israeli werden sie nicht so viel ausmachen, weil er das aus seinem Land kennt.
Wenn ich in ein Land wie Nepal (im Moment) reise, muss ich einfach mit gewissen Dingen rechnen und wenn ich die nicht sehen will, sollte ich nicht dorthin reisen. Wenn ich mir aber über die Probleme vor Ort im Klaren bin und bereit bin, gewisse Einschränkungen in Kauf zu nehmen, dann macht das Reisen durchaus Spaß und Sinn...
Boshaft könnte man auch sagen, wenn ich es will wie zu Hause, sollte ich auch dort bleiben...
Karin
Erstmals frohe Ostergruesse aus Kathmandu.
Ich fuehlte mich waehrend meines Annapurna-
Trekkings in Pokhara und Kathmandu sicher.
Als wir den Poon Hill erreichten kamen zwar 5
Maoisten aus dem Gebuesch und baten uns
wieder zu den Lodges zu gehen.Eine Donation
musste nicht entrichtet werden. Das einzig
wirklich bedrueckende waren die Gewehrschuesse
aus Beni. Der Weg von Beni nach Tatopani
war gesperrt. An die Millitaerpraesenz in
Kathmandu,Pokhara gewoehnt man sich.
Jeder sollte fuer sich selber entscheiden,ob er
nach Nepal reiset. Auf dem Jomsom Trek waren
sehr wenig Trekker,die meissten gingen in die
Everest Region
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