Vollständige Version anzeigen : Expedition planen
Das thema gabs schon mal ähnlich bereits vorher von anderer Seite. ich hab jetzt aber etwas genauere Fragen.
der Text hat wohl zu kleineren mißverständnisse geführt, unten bin ich nochmal genauer drauf eingangen. mögliche interessierte leser weise ich deshalb auf die besser formulierten unteren abschnitt hin. ich würde mich sehr über antworten freuen
kurz zu mir bin 22 student und seit ca 10 Jahren Pfadfinder, seit ca 4-5 Jahren gehe ich aktiver trekken( vorher nur kleinere deutsche 1 wochen geschichten), seitdem hab ich ca 10 touren gemacht, davon 3 im Rahemen 3-4 Wochen, die letzten beide führten mich ind die Slowakei/Ukraine und Nordwest Russland( Kola Halbinsel). Mein Fitnessgrad ist schon relativ hoch, allerdings bin ich nicht wirklich krass( die touren wurden zumeist unter kompletten mitnehmen der Verpfelgung durchgeführt, also wandern mit 25 kg ist schon gut drin)
Ich würde gerne im Zeitraum der nächsten 2-3 Jahre eine wirklich große Tour machen in krasser Einsamkeit und absoluter Natur, Zeitfenster 2 Monate etwa.Mir würde als Ziel klar nur Nordost Russland vorstreben. Als mögliche Ziele würde ich Tschersker gebirge( meines Wissens nach gibts es noch keine deutsche Erstbesteigung des Pobeda) oder noch weiter gen Osten auf die Tschukota Halbinsel.
Mir ist klar das ich nicht bisher annährend eine solche Tour gemacht hab, da muss ich noch weiter Erfahrungen sammeln.da für ein solches projekt, aber die Vorlaufzeit ziemlich groß ist mache ich mir jetzt gedanken da ich mir wohl einiges aneigenen müsste noch.
Also mir geht es weniger um die genaue Planung sondern um anderes( Reisezeit, proviant etc ist erstmal uninteressant). Für die Tour bräuchte man beträchtliche finazielle Mittel ( neben Ausrüstung die ja ganz andere Sachen abkönnen muss und noch robuster sein muss, halt auch einiges um Hinzukommen, gerade sollte es Richtung Tschukota gehen).
Hat jemand sowas schonmal gemacht und irgendwie Sponsorengelder eingesammelt, schließlich hab ich schon öfter mal gesehen das Leute Material gestellt bekommen haben und so eine Tour wäre vom Werbezweck her bestimmt interessant( eventuell wäre ja eine ganze Reihe von wenn auch flachen erstbesteigungen möglich)
Dazu würde kommen, dass man frühzeitig ernsthafte Mitstreiter finden muss. In meinem Bekanntenkreis finden sich zwar viele begeisterte Trekker aber ich könnte mir wahrscheinlich nur bei einem vorstellen das er mit kommen würde und 3-4 Leute wären schon optimal. dazu müsste man auf jedenfall ettliche touren vorher zu materialtests und gruppendynamik machen.
Dazu noch was würdet ihr sagen was man bei so einer Tour auf jedenfall noch können sollte( im Gegensatz zu normalen Trekkingtouren:
jagen( umgang mit Gewehr) und ausnehmen können, verhalten gegenüber Bären( intensiver da dort wohl Kontakt reale Gefahr)
Fischen( sich wirklich auskennen)
russisch( ist klar)
survival kenntnisse( damit mein ich nicht nackt im Wald rumlaufen), aber sich professionellere Notunterkünfte bauen können ( zelt kaputt) und zb jederzeit egal ob im strömenden regen ein feuer machen können
???? was gibts noch
Was sagen die alten Hasen zu meinen Überlegungen alles käse ?
Polarfuchs
23.02.2008, 12:28
Für eine 2-monatige Tour benötigt man keine "beträchtlichen finanziellen Mittel"... Die Ausrüstung ist auch keine andere wie für eine entsprechende Tour in Nordskandinavien. Die einzigen wirklichen Probleme: Aufenthaltsgenehmigung, Erlaubnis zur Mitnahme von Waffen und zum sinnlosen Töten von Tieren (evtl musst du einen rusischen Jäger mitnehmen und für jeden Abschuss viel Geld bezahlen) und überhaupt die Sicherstellung des Proviants für 2 Monate. Evtl musst du dir zuvor 1-2 Depots anlegen (lassen), je nachdem wie du unterwegs sein möchtest.
schaumal auf die landkarte wo das liegt, dass ist von der einsamkeit ein etwas anderes kaliber wie nordskandinavien, dass verhält sich ungefähr so wie der jakobsweg zum sarek im winter.das besondere an der tour wäre eben nicht die dauer sondern der ort.
mit proviantlager anlegen ist das etwas schwierig, du kommst da nur mit dem hubschrauber hin( da kannste nicht einfach ma mit dem bus kurz vorbeifahren vorher und sachen ablegen) und mit verlaub tiere sinnlos töten ist da nicht, es wäre zum verzehr.der beträchtliche finazielle aufwand wäre allein schon durch anreise gegeben, grade in tschukota gibts gar nichts, und zwar wirklich nix da gibts ein paar nomaden und einige siedlungen am meer und das wars und der landesteil ist jetzt nicht wirklich kleiner als kompletteuropa, da muss man per buschflieger oder hubschrauber hin.
kannst einfach mal deinen atlas nehmen und nachsehen um was für eine gegend es sich handeln würde.
bei einer besteigung des pobeda von schweizer/ österreichern( hab leider nicht mehr exakt im gedächtnis) wurde die versorgung per hubschrauber rentierjagd gemacht, weils so noch billiger war als den kram einzufliegen( war ne ziemlich große angelegenheit damals. es geht eben darum wie man sowas verwirklichen kann, gibt ja hier im forum einige leute die schon was in der kategorie gemacht haben, aber das ist defintiv was anderes als 8 wochen durch finnland latschen. wie gesagt nimm dir enfach nen atlas
Entschuldige bitte, aber mit dem Tonfall den du hier anschlägst Sponsoren gewinnen zu wollen halte ich für ziemlich aussichtslos, genauso wie Reiseteilnehmer.
Und vielleicht solltest du dich entscheiden, meiner Erfahrung nach ist es unsinnig für so etwas Gewehr und Angelkram mitzunehmen, wenn du den Gewichtsaufwand dafür in Treckingnahrung investierst fährst du auf jeden Fall besser.
Statt für profesionelle Notunterkünfte zu planen, solltest du vielleicht lieber ein vernünftiges Zelt mitnehmen und falls dann doch etwas unwahrscheinliches passiert flexibel im Kopf sein.
Ich weiß nicht, irgendwie klingt das Ganze etwas sehr nach Pfadfinderromantik und kleine Jungs Träumen, denn nach etwas reellem.
Hubschrauber und alles andere ist in Rußland noch weit eher bezahlbar als woanders, nur hast du Dir schon mal Gedanken gemacht warum noch niemand diese flachen Erstbesteigungen gemacht hat, vielleicht gerade weil dafür keine Sponsoren zu gewinnen waren.
Es klingt alles einfach noch etwas zu unausgegoren und nach kruder Mischung, vielleicht schadet es nicht, wenn du erstmal deine Pläne konkretisierst.
Nochmal Entschuldigung für die etwas direkte und offene Antwort, aber da du ja meinem Vorredner genauso geantwortet hast, wirst du ja sicher damit umgehen können. horst
ich suche mi diesem text keine sponsoren und auch aktuelle keine teilnehmer. es geht mir darum wie man eine tour solchen umfangs anleiert, wie das ganze dann abläuft und eine gruppe sich findet etc das will ich hier garnicht ausbreiten. mir geht es nur darum ob es möglich ist unterstützung zu bekommen und was wohl sinnvoll wäre an besondere maßnahmen vorher.
das man vernünftige ausrüstung braucht steht außer Frage ( bei mir im schrank liegen an zelten ein hilleberg staika, ein wechsel summit zero g, das ist zwar nicht die ganz oberste kategorie aber schon ganz ordentlich, auch sonst würde ich jetzt meine ausrüstung nicht als schlecht empfinden, aber ich denke einfach das bei einer langen tour der faktor robustheit zb eine andere rolle spielt( nschließlich habe ich keinerlei möglichkeit etwas nachzubekommen, bei vielen zielen hab ich schon die möglcihkeit etwas nachzubekommen, wenn auch sehr schwierig). meinen msr whisperlitewürde ich nicht mitnehmen weil er nicht komplett ich einzelteile zerlegbar ist und es teile gibt die man nicht nachkaufen( und damit mitnehmen) kann und er nicht das stabilste modell ist. es geht mir darum wie man sich ében schon vorher auf mögliche probleme einstellt( musste gerade eine wintertour vor 1,5 monaten abbrechen weil auf einmal mein whisperlite seinen geist aufgab und ich auch durch auseinder bauen zusammensetzen, vertauschen gegen ersatzeile etc er nicht wieder gelaufen ist, das hat mich gerade ziemlich sensibilisiert obwohl ich von dem teil immer absolut überzeugt war)
die frage ob zum beispiel ein gewehr sinnvoll wäre ( an den gewichtsfalktor hatte ich hierbei ehrlich noch nicht ganz gedacht)habe ich ja noch nciht beantwortet. klar ist es es ohne genaue region schwierig eine aussage zu treffen ob ein gewehr als bären abwehr nötig wäre, aber das wäre eben auch ein punkt oder halt zur jagd ( obwohl ich nciht so verrückt bin zu denken das ich in nem halben jahr jetzt zum jägher werden, das wäre mehr so als hasenbüchse gemeint.
wie gesagt ich war bisher max 2 tagesmärsche von ner siedlung weg( mehr geht ja auch leider in europa nicht), für mich stellt sich also schon die frage wie bereite ich mich auf notsituationen vor, bzw wie sollte ich vorbereitet sein. es ist vielleicht etwas über vorsichtig , aber ich persöhnlich bin schon unruhig, wenn ich daran denke das aus welchem grund auch immer mein zelt zerstört wurde und wie ich in dieser gegend reagieren soll, wo eben möglicherweise eine etwas dauerhaftere lösung nötig wäre ( bei den sosntigen europäischen touren bin ich immer davon ausgegangen das in einem solchen fall einfach per gewaltmarsch rausmarschiert wird, das wäre hier aber nicht möglich.)
zu materialspenden etc, es gibt doch einige leute die von hersteller oder läden material zur verfügung gesteltt bekommen haben ( ein entfernter bekannter hat für ne spitzbergen winterdurchquerrungen von nem 3 geschäfte verbund seine halbe winterausrüstung bekommen, das waren ladenpreis fast 3500 euro damals) die frage ist einfach wie man sowas am besten anstellt auf was man achten sollte,( auf was kommt es denen besonders an?). ich würde ungern alle anfängerfehler nochmal machen. Aber das es gerade matgaben teils dann auch zu testzwecken( was hier aber eher doof wäre) öfter mal gibt ist halt real. ich habe ja nicht als ziel mit 5000 euro und aller ausrüstung der welt überschütet zu werden, ich frage mich halt nur obs möglich wäre unterstützung aufzutreiben.
der plan ist nicht annährend ausgegoren das ist mir vollkommen klar, aber schließlich ist die frage für mich obn es sich lohnt sich jetzt ewig hinzusetzen und wochenlang darüber zu brüten, denn als student kann ich mir definitv sowas wohl allein nicht leisten( russische preise hin oder her für 1000 euro ist sowas nicht zu machen und mit materialkauf wird man wohl locker die 3000 sprengen, eher deutlich mehr, ok vieleicht haben wir hier etwas anneinader vorbei geredet, für mich bedeutet wenig 300 euro und viell 1000 und sehr viel eben 4000). daher die frage ob jemand weiß ob man hierfür theortisch zumindest sponsoren gewinnen kann, falls dem so wäre würde ich mich reinhängen ob das dann klappt ist ne andere sache.
das einzige woran ich nicht glaube ist, das es ein uninteressantes reisegebiet ist. ich glaube prinzipell kann man für sowas schon unterstützung finden. mit flach meinte ich übrigens bedingt flach, der pobeda ist über 3000 und in der gegend gibts noch ettliche um 2-2,5 auf tschukota direkt sind si wohl nur bis 1,5, allerdings jene bilder 8 aufnahmen aus flugzeugen ) sehen schon ziemlich krass aus, schließlich ist die baumgrenze enorm niedrig ( selbst im warmen golfstrom europa liegen um den polar kreis die baumgrenzen um 300 und wir hatten ab 1000 keine mose mehr). klar werden hohe berge zuerst angegangen, aber die "trekkingerschließung" ist wohl eher an abgeschiedenheit gescheitert, es liegt einfach zuweit außerhalb der klassischen wanderlandkarte( nicht unbedingt weils toller als alles andere ist oder seltener begangen, es ist einfahc nicth so bekannt, zb ist der yukon schon ewig eine legende während ebenso traumhafte länder wie kirgisien oder gar tadschikistan weit weniger bekannt sind , das liegt nicht nur an schönheit sondern auch an der jeweiligen situation etc und genauso verhält es sich mit der ecke da oben)
so jetzt muss ich schlafen.
Polarfuchs
24.02.2008, 02:53
@jeskodanzeisen, sinnloses Töten wäre das auf jeden fall was du da machst, denn du befindest dich ja nicht in einer Notlage, sondern würdest ganz bewusst dorthin gehen...
Und sorry, ob du irgendwo in Russland rumrennst oder in Nordskandinavien ist wirklich kein Unterschied, die Ausrüstung betreffend.... Was bitteschön soll bei einer Russland-Tour stärker beansprucht werden? Verstehe ich nicht...
Für 2 Monate kann kein Mensch lebensmittel mitnehmen, deshalb bist du zwangsläufig auf Depots angewiesen. Irgend ein Land aus Spass an der Freude bereisen und Tiere zu töten halte ich für eine ziemlich miese Sache... Wenn du die paar Euro für einen Hubschrauberflug nicht hast, dann solltest du das ganze eh nicht in Angriff nehmen...
Ich glaube, wer von solchen "Expeditionen" (was für ein dämliches Wort...) keine Ahnung zu haben scheint bist wohl DU...;)
Ok anscheind hast du was jagen angeht eine etwas andere meinung als ich. ich bin keine vegetarier und ob ich meine salamie nun von nem mastschwein aus deutschland mitbringe oder vor ort erlegen würde, wäre für mich kein unterschied. das ist aber eine persöhnlich meinung wohl von beiden seiten.
den neuen text von mir hast du wahrscheinlich noch nicht gelesen. zum mat nur soviel ( steht ausführlich im großen text.) ich denke einfach das man nach etwas anderen kriterien auswählt, aber das gilt nur für equipment bei kleidung hast du natürlich recht.
mit dem wort expedition muss ich dir wohl zustimmen, ist wirklich kein gutes und ein sehr provokantes wort, leider ist mir kein anderes eingefallen. da der ansatz der tour einfach über die normale tekkingtour rausgehen würde.
tut mir leid wenn ich vielelicht etwas provokant geantwortet hab, aber den vergleich mit nordskandinavien hab ich wohl falsch aufgefasst. du hast ihn wohl auf die ausrüstung bezogen und ich auf die generelle situation ( anreise, einsamkeit etc) dadurch ist wohl das mißverstndnis enstanden
Hallo Jeskodanzeisen
man kann sich meiner Ansicht nach nicht wirklich auf Notsituationen vorbereiten, man sollte sich aber wenn man so etwas macht wie du vorher darauf einstellen daß es passieren kann, einfach damit man dann nicht in Panik gerät.
Es hilft auch Ersatzteile mitzunehmen, zb. ne Ersatzdichtung für den Bezinkocher, nur wenn Dir dann bei ner Inlandseisüberquerung der Pumpenschlauch bricht (nicht mir passiert) stehst du trotzdem da und man kann halt leider nicht für alles Ersatzteile mitnehmen.
Bei 3-4 Mann kann man da schon eher für Redundanz sorgen, zwei Kocher, 2 Zelte wo im absoluten Notfall auch mal alle in eins reinpassen etc. .
Lies ruhig mal was über Shackleton, nicht sehr erfolgreich der Mann, aber wie er mit Notsituationen umgegangen ist.
Ich meinte übrigens auch nicht, daß du hier Sponsoren oder Teilnehmer suchst, nur wird Dir leider nicht viel übrigbleiben als erstmal ne Menge kleine Adressen abklappern ob du etwas dazu bekommen kannst. wirst nicht nur possitive Antworten hören und wenn du dann so reagierst wie hier auf Kritik, dann spricht sich das rum, und dann, wirds noch mehr nicht einfacher.
Drück Dir die Daumen für Sponsoring, Problem ist halt wirklich, Sponsoren sind ja auch am Gegenwert interessiert und 3000 hoch in ner Gegend die den meisten Kunden nicht wirklich was sagt ist heutigentags nicht so der Reißer. Warum wollen denn alle immer wieder aufn Everest zum Pol, Seven Summits usw. die Leute kennen es.
Ich würd es trotzdem probieren, vielleicht hast du ja Glück, zweitens selbst wenn Dir jemand "nur" nen Zelt oder Essen, sonstwas sponsort, es läppert sich. Bringt Dir Erfahrungen und Referenzen, und das nächste Mal kannst du schon sagen ... .
Ich finde auch, sich über sinnloses Töten aufregen sollten nur Menschen die gerell kein Fleisch essen, der Unterschied ist nur, daß dort wo du hinwillst die Natur vielleicht auch etwas fragiler ist. Und wie gesagt, gewichtsmäßig und das ist in meinen Augen der wichtigste Faktor bei solchen Unternehmen, rein ausrüstungsmäßig, macht es keinen Sinn 10 kg Flinte, Munition, Angelkram mitzunehmen um dort in sensible Ökosysteme einzugreifen wenn du mit 10 kg Treckingnahrung schon locker 20 Tage Futter hast.
Du kannst übrigens nur Leute von etwas überzeugen woran du selbst glaubst, also mußt du dich wohl oder übel Wochenlang hinsetzen und grübeln bis du ne Planung hast, die dich und andere überzeugt:coffee:
ehrlich viel Glück, horst
hi,
ich denke, dass du eher über einen besoffenen russen stolperst als über einen bären.
herzlich
doro
leider scheitere ich gerade daran ne karten von meinem rechner hochzuladen um einfach mal mein potentielles zielgebiet zu zeigen .
man kanns aber auch so sagen.im äußersten ostennach kamschatka und dann ganz noch oben bis zum meer( der östlichste zipfel genau dort wo die beringstraße anfängt dies "kleine" gebiet ist tschukota.
http://www.nationalgeographic.com/resources/ngo/maps/view/images/russiam.jpg
auf folgender karte sieht mans ganz gut( da wo das Eis in rußland landkontakt hat das ist die halbinsel tschukota), es wäre also schon ein stückchen abseits.
der offizielle sommer ist so max 1 monat lang
hi,
sorry, ich weiss genau wo du hin willst, ich habe einfach meine mühe damit, dass du das so betonen musst.
mir ist auch schleierhaft, was du dort machen willst, was für erwartungen du daran knüpfst. mich würde das interessieren, willst du einfach ein "robinson" sein und das forum der "freitag". möchtest du ein rambo sein, bist du vom film into the wild beeinflusst, oder vom buch jon krakauer..., willst du ein held sein, flüchtest du vor problemen in die einsamkeit, wen möchtest du beeindrucken ...? deine hintergründe für deinen plan würden mich interessieren.
Was soll dir diese reise bringen?
du bist nicht der erste mensch, der dort war, ist oder hinwill.
du sagst dass du student bist. ich würde dir vorschlagen ein studium in einer richtung zu machen, wo du dort später eine forschungsaufgabe übernehmen kannst. (z.b. geologie, zoologie, geografie.. bist ja an der quelle).
ich würde mich freuen von deinen motivationen zu hören.
herzlich
doro
meine betonung halt shclicht damit zu tun, dass ich mal vermute das die mehrzahl der mensche die ecke nicht kennt. das ist nicht böse gemeint mir gehts mit kanada so, wenn mir einer sagt er will nach kannda brauch ich auch ne karte um rauszufinden in welche ecke er jetzt genau meint.
meine motivation. uhh eigentlich muss ich gerade lernen( das ist auf jedenfall schonmal ne moti weshalb ich den text gerade jetzt schreibe.
kur so. ich hab jetzt keinen wirkliche motivation in dem sinne als hintergrund , das ich dort was erforschen will oder ähnliches. mein studium hat ( vorallem in der ausrichtung die ich ihm gebe gerade) eher sekundär viel mit wandern oder gar der ecke zu tun( chemie). a ist es natürlich die landschaft( welche aber selbst redend jetzt nicht soviel verschieden ist wie manch leichter zu erreichendem ort. so kann man sagen, dass es die einsamkeit und unberührtheit die mich lockt. ich bin einfach schon immer davon fasziniert unterwegs und autonom zu sein, dazu wie hier in einer kulisse aus monströse tälern mit nichts als stein und nur wenigen bäumen , dass ist einfach wunderbar. die kombination stein mit wüste einsamkeit fasziniert einfach( ich hab ehrlichgesagt noch nie viel begeisterrung bei wäldern empfunden, deshalb bin ich immerschon hoch oder halt gen norden). aber zu flüchten hab ich nicht vor, wenn ich ehrlich bin könnte ich mir niemals vorstellen an einem solchen ort auf dauer zu leben, dafür bin ich zu sehr stadtmensch.
ein spezielles ziel verfolgt die reise also nciht, ich denke auch nicht das ich zurückkommen würde und auf einmal ein neuer mensch wäre oder so, klar verändert man sich aber doch nicht so viel und nicht so plötzlich wie man das vileleicht auch gerne hätte.
das ziel und die motivation sind also primär eine ausgeprägte wandersehnsucht in verbindung mit faszination für diese landschaft und ein suchen der abgelegenheit. die motivation ist also weit weniger heroisch als das vieleicht mein bisheriger text erraten lässt.
ach genau, was ich dort effektiv wandern will hab ich mir noch nciht so exakt überlegt primär wichtig sind mir nur bergiges terrain und viele steine. ein klassiche durchquerrung von da nach dort wäre es also nciht mein ziel sondern vieleleicht verfolgung eines akmmes über viele kilometer von anfang bis ende ( dafür müsste man allerdings was finden was in 2 moanten machbar ist, am realsten ist wohl ein terilverfolgung oder querrungen verschiedener kämmeetc( aber dafür brauch man karten
hi,
danke für deine antworten. hier noch ein paar links, die dich vom lernen abhalten könnten:
http://www.eki.ee/books/redbook/chukchis.shtml
http://oe1.orf.at/highlights/45548.html
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/413801/
http://www.deanreed.de/presse/fs1974b.html
du kommst nicht darum herum, mit den menschen in berührung zu kommen. und ich möchte dir nochmals ans herz legen, dass die grösste herausforderung dort im alkoholproblem liegt. ich meine das wirklich so. das war kein spass, dass du eher über einen besoffenen strauchelst als über einen bären oder vielleicht auch nur über einen stein.
herzlich
doro
albatross02
25.02.2008, 13:01
Hallo,
im Yukon waren Begegnungen mit Grizzly Bären der Alltag.
Gewehr hatte ich nicht.
Auf jeden Fall soll man ohne Gewehr nicht in ein Mäander laufen, da eine Bärin mit Jungen schlecht ausweichen kann.
Ansonsten sind Grizzly Bären und Schwarzbären kaum ein Problem.
Bei Gegenden mit Eisbären ist das anders, da sollte eine Waffe pflicht sein.
Obwohl ein Russe ( Wissenschaftler ) auf einer kleinen Insel die Eisbären mit einer Latte verscheucht.
Ein vernünftiges Zelt, sollte bei halbwegs normalen Behandlung die 2 Monate locker überstehen.
Das gleiche gilt für vernünftige Kleidung.
Bei Kocher bin ich nicht so sicher, da ich sowohl von Primus als auch von MSR ziemlichen Schrott hatte. Wobei der MSR Dragonfly immerhin fast 3 Jahre brauchte, bis er auseinander fiel.
Der Primus Multifuel war schon nach 3 Wochen nicht mehr brauchbar.
Was die Verpflegung betrifft, solltest Du Dich mit Trockennahrung und Expeditionsverpflegung auseinander setzen.
Gruss
Dieter
Polarfuchs
25.02.2008, 16:09
tut mir leid wenn ich vielelicht etwas provokant geantwortet hab, aber den vergleich mit nordskandinavien hab ich wohl falsch aufgefasst. du hast ihn wohl auf die ausrüstung bezogen und ich auf die generelle situation ( anreise, einsamkeit etc) dadurch ist wohl das mißverstndnis enstanden
Ganz genau, ich bezog mich stets auf die Kleidung bzw. Ausrüstung....
Sponsoren bekommt man natürlich nicht so einfach, zumal wenn nichts weltbewegendes aus deiner Vergangenheit vorzuweisen ist...;) Du benötigst einen genauen Plan was du wann mit wem machen möchtest, am besten du kannst auch schon entsprechende Buchungen etc, vorweisen (Flug, Bus, Visa etc...). Zudem solltest du auch plausibel darstellen können, warum dir fremde Menschen/Firmen einen 2monatigen Urlaub-denn nichts anderes ist das ja-bezahlen sollen. Mehr als ein paar Ausrüstungsgegenstände werden es aber kaum sein... Ich würde zuerst bei Globi anfragen, evtl. auch Fjällräven und Jack Wolfskin. Aber wie gesagt, normalerwiese muss man schon entsprechende Touren nachweisen können... Versuch mal, dich als Ausrüstungstester zur Verfügung zu stellen...
Dann: es heisst übrigens Tscherski-Gebirge und nicht Tschersker G. ... Man sollte eigentlich schon wissen wohin man möchte;) Wäre ich ein potentieller Sponsor, ich hätte spätestens nach diesem Lapsus deinen Bettelbrief in den Mistkübel getan.
Dann: in diesem Gebirge wird Gold abgebaut, zudem gibt es dort einige kleinere Siedlungen... Mit der "Unberührtheit" und "Natur pur" ist es also nix..., es gibt auch etliche Strassen dort oben..., was ein Anlegen von Depots natürlich extrem erleichtert:D
bitte vergiss in dieser gegend auch den zustand des bodens nicht!
in der sommerzeit wirst du in dieser gegend extrem aufgeweichtes terrain haben, was das zelten in schutzlagen erschwert.
zudem kommt es drauf an, wieweit du in den norden willst... markovo da hast du noch nen halben sommer wohingegen kap schmidt nicht viel genehmes wetter bringt.
nicht zuletzt: ich denke kaum dass du die beschriebenen lagen begehen kannst:
es ist wirklich sicher sehr wild dort, demzufolge wirst du dich an flußläufe oder so halten müssen.
ich bin slebst in der mongolei 1000km alleine gelaufen! da hatte ich bei schlechter wasserlage 40kg auf dem rücken!!!
jetzt stelle dir das ganze mal auf einem kamm vor, der verdammt stark von krüppelbirken bewachsen ist, und dann du inmitten mit einem 35kg rucksack!!!
na viel erfolg ;-)
ps für karten in dieser egion ist
www.topomaps.eu
aber achtung : die dinger sind aus den 70ern und in einer solche remote area ist sicher nichts mehr wie es war!!!
ok danke für die Tips, ich muss mich wohl dann mal mit Bären richtig auseinader setzen, je nachdem wo ich bin könnten Eisbären eventuell ein Problem werden( allerdings zeihts mich mehr in den südlichen Teil weil da mehr berge sind)
Hab jetzt mir mal ein paar sachen durchgesehen und das mit dem Alkohl scheint da echt ein krasseres Problem als sosntwo in Rußland zu sein.
gut, das mit dem namen kann sein, ich habs auf ner Karte stehen, aber was mir ausm russischen hängengeblieben ist sind die verscheidenen übersetzungsmöglichkeiten.
das mit dem bergbau ist klar, ich tendiere ja auch vorallem zu tschukota, das andere wäre nur wegen den Bergen interessant gewesen.
das mit dem vorwärtskommen, denke ich ist größtenteils nicht so problematisch, denn ich will in die Berge und tendenziell ab spätesntens 500hm dürften bäume kein problem mehr sein( die baumgrenzen liegen enorm tief wir hatten im golfstrom warmen europäischen russland ab 400 quasi nix mehr, da müsste ich mich aber nochmal genauer informieren), der weg rein, raus und eventuelle querrungen könnte allerdings ziemlich hässlich sein. hab da einen netten bericht gelesen von 4 km bei 10h wandern in der taiga.
das mit dem nix großes vorzeigen können, stimmt. ich habe meine planung aber mal überdacht und zeitlich geordnet. dann würde ich im laufenden jahr erstmal noch kleineres machen( fahr jetzt sowieso nach marokko und im sommer dann vielelciht auf den balkan für 2 wochen oder so) und vorallem viel bergsteigen gehen um da fit zu werden. im folgenden jahr dann entweder nach südamerika oder zentralasien ( besonders das alaj in kirgisien reitzt mich extrem). mit diesem rückhalt dann mich an eventuelle sponsoren wenden. eventuell je nachdem was es wird würde ich mich wegen der " vorbereitungstour" auch schon mal an sponsoren wenden einfach nur um kontakte zu kriegen und mal mein gesicht gezeigt zu haben, wenn man einen kleinen test gemacht hat kriegt man vielelicht eher dann was.
ich werde mich wohl jetzt dann mal zumindest grob in den nächsten moanten damit befassen und vorallem anfangen karten etc zu ssuchen und zu sammeln und lit von leuten die da waren, das wird dann etwas dauern.
was würdet ihr sagen, sponsoren suche 1 Jahr vorher beginnen? oder eher nur dreiviertel bis halbes jahr( ist denen 1 jahr zu weit weg vielelicht, gerade wenn man mat tester sein würde?)
Polarfuchs
29.02.2008, 16:49
ich würde mich jetzt schon auf Sponsorensuche machen, und bei Verwandten anfangen:D
Ansonsten: frage bei den Ausrüstungsherstellern an, ob du nicht irgendwelche Klamotten etc. testen kannst, um Kontakte zu knüpfen ist es nie zu spät.
Eine eigene Website mit ausführlichen Tourenberichten ist auch nie verkehrt...
Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, stundenweise in einem Outdoorladen zu jobben, das ist für den Anfang die bequemste Art, um an Ausrüstung heranzukommen.
Hallo,
wieso machst du nicht mal vorab einen Survival Kurs, indem man auch lernt bei Regen Feuer zu machen, aus den gegebenen und von dir vorgefundenen Fauna einen Unterschlupf zu bauen etcetc....
Darunter wird bestimmt auch das Thema Verpflegung angeschnitten...denn ich denke es geht hier nicht nur um Fleisch (hierzu muß ich auch sagen, dass ich es persönlich nicht gut finde die Abenteuerlust auszukosten auf Kosten von aussterbenden Tieren, aber das mußt du mit deinem ethnischen Empfinden ausmachen) sondern um deinem Körper auch andere geeignete Kraftstoffreserven zu geben, denn DU möchtest Wildness und Abenteuer und Abgeschiedenheit - also mal ...wie hast du geschreiben???? "So richtig krass" ... dann kannst du auch krass Würmer und Pflanzen essen, zubereiten und dich dem stellen was du vorfindest.
Zudem siehst du gleich mal ob das überhaupt deines ist...z.B.beim Ausweiden mal eine Darmschlinge um den Finger gewickelt zu haben:)
Oh das mit ner Homepage wäre wirklich mal was. wird einen haufen arbeit machen aber wäre wohl wirklich sinnvoll.
das mit ausrüstungstest werde ich wohl dann auch mal angehen, allerdings werde ich da wohl meine tourenplanung anders aufbauen müssen bisher war das immer sher spontan und locker gehalten und werde das jetzt wohl mal systematisieren müssen.
mit einem gewehr bin ich soweit, das sowas nur in Frage käme falls ich in Eisbären gebiet wäre. Hab mich mal ausführlicher damit befasst und neben genannten gewichtsgründen spricht auch der zeitfaktor dagegen, hab mich mit nem bekanntne der jäger ist ausführlich unterhalten und er war der meinung, dass hauptproblem wäre was zu finden und zu verarbeiten und in anbetracht der tourenlänge würde er nur zu trekkingnahrung raten da jagen wohl zu lange dauern würde ( außerdem hätte man auch ein transport problem un man könnte raubtiere anlocken). das gleiche gilt für würmer etc. prinzipell hab ich nix dagegn und hab so lustige survival dinger schon gemacht. es geht hier ja aber darum eine tour zu laufen, ich will eine notfallplanung nur als sicherrung haben. zum umgang mit extremsituationen werden ich mir wohl mal sachen ala shackelton zu gemüte führen
ps und ich were kich wohl nochmal eingehend mit fotographieren beshcäftigen, ein arbeitskollege von mir wurde schon fürs klettern von patagonia ne zeitlang gesponsert und er meinte das swichtigste sind viele gute fotos.
wanderfalke
02.03.2008, 12:35
Hallo Jeskodanzeisen,
zunächst möchte ich dir sagen, dass du dich von einigen negativen Beiträgen hier nicht entmutigen lassen solltest.
Jedes größere Vorhaben beginnt als Traum :)
Außerdem scheint mir die Art und Weise wie du die Sache angehst ganz vernünftig zu sein, wofür dein langer Zeitvorlauf spricht.
Als erstes würde ich mich allerdings damit befassen, ob die Gegend wirklich deinen Vorstellungen entspricht. Aus einigen der hier geposteten links ließ sich ja entnehmen, dass zumindest Teile keineswegs so ursprünglich sind, wie du es erwartest. (Minen, Atombombentests etc.).
Ein Problem beim Sponsoring sind die Erwartungen die beim Sponsor geweckt werden und die du dann sicher auch erfüllen willst. Das kann meiner Meinung nach eine Eigendynamik annehmen, die zu Entscheidungen führt, die ohne Sponsoren anders gefällt werden würden.
Du hast noch genug Zeit und das benötigte Geld lässt sich sicher auch ohne Sponsoren auftreiben. So bleibst du selbstständig und unabhängig, was für mich sehr wichtig wäre.
Viel Spaß und Erfolg bei der weiteren Planung
Gerald
Oh das mit ner Homepage wäre wirklich mal was. wird einen haufen arbeit machen aber wäre wohl wirklich sinnvoll.
...
ps und ich were kich wohl nochmal eingehend mit fotographieren beshcäftigen, ein arbeitskollege von mir wurde schon fürs klettern von patagonia ne zeitlang gesponsert und er meinte das swichtigste sind viele gute fotos.
Auch bei Sponsoren gilt:
"Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte" oder in New Age Deutsch: "Ein professioneller Webauftritt wirkt gleich doppelt so professionell wie die charismatischste Brandrede" hierzu folgenden Tipp:
Auch für ungeübte HP-Bastler geeignet ist die Plattform Blogger.com. Sie bietet mehr als nur die Möglichkeit, zu bloggen:
Diese Weblogs können frei gestaltet werden.
Die einzelnen Blogbeiträge können jederzeit an veränderte Gegebenheiten angepasst werden
Man kann im Team dran arbeiten (!!! sehr wichtig, wenn sich so langsam ein Gruppe rekrutiert, die am Projekt mitwirkt)
Fotos von Foto-Communities wie Picasa.com können einfach eingebunden werden.
Soll es noch professioneller sein? bitteschön:
Mann kann content sensitive Google-Adsense-Werbung einbauen
eine Gliederung, ein Archiv, RSS feeds etc. können eingebunden werden
wohlgemerkt alles ohne HTML-Kenntnisse oder Ähnlichem
ach ja und kost' nixDas dürfte Sponsoren allein deshalb beeindrucken, weil Sponsoring PR ist, genauso wie es eine professionelle Projekt-Webseite auch ist.
Hier zwei Beispiele meiner Weblogs bei Blogger.com:
Meine Projektseite einer Arktisüberquerung (ein Projekt in der Entwurfsphase, genau wie Deines):http://arktis-link.blogspot.com/ (http://arktis-link.blogspot.com/)
Der Weblog meiner Nordbaikalreisen 2005/2006 - dies ist eher der Erlebnissbericht (bis heute nicht zuende geschrieben ;): http://nordbaikal.blogspot.com/ (http://nordbaikal.blogspot.com/)Diese mal als Beispiel (hab' ich gleich mal Werbung für meine Seiten machen können, nachdem die Blogs hier im Trekkingforum abgeschaltet wurden, hehe)
Wenn Du so vorgehst (siehe vor allem Beispiel 1) dann wirst Du sehen, dass Du Dein Projekt viel besser strukturieren und die Schwachpunkte analysieren kannst, indem Du für jeden Aspekt (Ablauf, Ausrüstung, Etappenplan, Nahrung, Anreise, etc. ein Blog-chapter anlegst) und alle anderen können das mitplotten.
yeronimo
20.03.2008, 11:42
Hallo Jeskodanzeisen!
Zunächst mal wollte ich Dich fragen, warum Du gerade in diese nordöstliche Gegend Russlands willst? Ist es wirklich so, dass Du unbedingt dorthin möchtest oder ist das nur Deine derzeitige Vorstellung?
Welche Art von Tour hast Du eigentlich genau vor? Soll es auf Strecke gehen oder ist Dir das eher egal und willst Du mehr stationär sein und nicht jeden Tag gehen?
Was ich Dir in Punkto Bären sagen kann ist, dass es mit Schwarz- und Grizzlybären eigentlich so gut wie keine Probleme gibt, solange man sich nicht zu dämlich anstellt und auf sie zugeht. Also sollte eigentlich ein Bearspray völlig genügen.
Beim Punkt der Eigenversorgung ist es so, dass ich mich darauf in den nördlichen Gegenden nicht darauf verlassen würde, vor allem wenn Du vorhast auf Strecke zu gehen fehlt da auch einfach die Zeit, um da viel Zeit dafür zu verwenden. Was man bei solchen Sachen auch immer bedenken muss ist: was machst Du mit einem Tier das größer als ein Hase ist wenn Du wieder weiter gehst? Meiner Meinung nach ist das eine reine Verschwendung, wenn Du z.B. ein Ren erlegst und dann den Großteil liegen lässt.
Was ich vor allem in Deiner bevorzugten Gegend auch machen würde ist schon einmal in die Gegend zu fahren, bevor ich mit der eigentlichen Tour anfange. Denn vor allem bei dem, was Du vorhast glaube ich kaum, dass es viele Menschen gibt, die Dir da helfen können und es wäre sehr hilfreich zumindest schon einmal in etwa eine Ahnung zu haben, was einen dort erwartet.
Solltest Du mit dem Ziel noch nicht fixiert sein hätte ich einen guten Tipp für Dich, wo ich mir sicher bin man könnte eine 2 monatige Tour machen (noch dazu in einer ganz ähnlichen Gegend):
Versuchs im Yukon!
Erst mal hier der Link zu meiner Seite mit einem Tourbericht von 1 Monat Wanderung: www.richard-schuster.com
Da ich unlängst auch gerade an einer Tour in der Gegend, in Du möchtest geplant habe hier ein paar Dinge, die dazu geführt haben, dass nichts daraus wurde:
Transport: die Kosten sind in Russland nicht wirklich geringer als im Yukon, da man in Russland fast alles mit Hubschraubern fliegen muss und wenn man es richtig plant kann man im Yukon mit dem Wasserflugzeug fliegen, was um einiges billiger ist. Bei der auf meiner Homepage beschriebenen Tour hat uns der Transport plus Food Drop 1000$ (~650€) gekostet. Die Variante auf 2 Monate (wir hatten diese auch ins Auge gefasst gehabt hätte mit 2 Drops wahrscheinlich um die 1000€ gekostet.
Was neben den Kosten noch dazu kommt ist die Verlässlichkeit des Transportes allgemein. Ich habe von vielen Seiten gehört, dass die Transporte in Russland im Allgemeinen nicht wirklich sehr zuverlässig sind und man mitunter Probleme bekommen könnte.
Aufenthaltsgenehmigung: Als "normaler" Tourist bekommt man in Russland nur ein Visum für 1 Monat, deshalb würdest Du ein Business Visum benötigen, an das etwas schwieriger heranzukommen ist. Für Kanada bekommt man als Tourist eine Aufenthaltsgenehmigung von 6 Monaten.
Notfälle: In Kanada, selbst in der Gegend in der wir waren ist es eigentlich kein Problem via Notfallsender oder Satellitentelefon Hilfe zu bekommen, in Russland scheint das etwas anders auszusehen und da kann es anscheinend vorkommen, dass von russischer Seite niemand kommt und man höchstens noch die Möglichkeit hat einen internationalen Notruf abzusetzen, was dann ziemlich teuer werden kann, wohingegen bei den Kanadiern Search and Rescue eigentlich lokal operiert und man die Kosten mit seiner Versicherung oft schon gedeckt hat.
Vertrautheit mit dem Gebiet: wie schon erwähnt würde ich bei solch einer Tour immer versuchen entweder schon einmal in der Gegend gewesen zu sein oder sehr verlässliche Informationen zu Gegend zu erhalten. Bei der nordöstlichen Gegend Russlands habe ich mir sehr schwer getan etwas zu finden, einerseits sind dort noch fast keine "westlichen" Leute gewesen und andererseits hilft einem die Sprachbarriere auch nicht wirklich weiter.
Fazit: Wenn Du wirklich in eine nördliche abgeschiedene Gegend willst würde ich Dir fürs erste einmal den Yukon empfehlen. Wir hatten während unsere Wanderung nur 2 Mal Kontakt mit Menschen. Das erste Mal trafen wir zufällig Guides bei einem Flugfeld, das auf unserer Karte gar nicht eingezeichnet war und das zweite Mal war es ein Guide und ein Jäger. Bei denen waren wir sehr froh sie zu treffen, da sie uns mit etwas Essen versorgten (zu der Zeit waren unsere Rationen eher mager) und was noch viel wichtiger war, sie brachten uns über einen 50-100 Meter breiten Fluss und ersparten uns so die Mühe ein Floss zu bauen.
Solltest Du Dich für einen Lokationwechsel entscheiden sag mir einfach Bescheid und ich werd Dir mehr Info zukommen lassen.
Morgenrot
21.03.2008, 01:24
Hi
Ich empfehle dringend das Buch oder den Film "into the wild".
Natürlich gehen so Tripps meistens gut, manchmal aber nicht. Und vor den Bären wäre ich ausreichend vorsichtig, denn wenn du dummerweise auf einen hungrigen triffst oder einfach dummerweise über eine stolperst (im übertragenen Sinn), kanns auch mal schief gehen. Ein Gewehr ist aber vermutlich für dich gefährlicher als für den Bär, es sei denn du bist seeeeehhhhhhr gut darin. Und wenn ich dann noch an betrunkene Russen und an Gewehre denke .....Auf kanadischen amerikanischen Seiten findest du massenhaft Seiten zum Thema Bären (inkl. pro contra Gewehre).
Ich möchte dich nicht generell entmutigen, ich kann dir sehr gut nachfühlen was du empfindest, genauso wie viele andere hier drin.
Was mich bei deinen Kommentaren etwas beängstigt, ist die Unsicherheit und Unerfahrenheit die durchklingt. Was du meiner Meinung brauchst ist vor allem ein kühler Kopf und das Wissen, dass du dir in schwierigen Situationen zu helfen weisst, viel Erfahrung, Know how über das Land/Wildnis usw, und Geduld. Man sollte immer damit rechnen die Ausrüstung zu verlieren (ist meine Meinung).
Versuchs doch zuerst kleinen und dann immer grösseren und anspruchsvolleren Touren Erfahrung und Know how zu sammeln (z.B. in Europa (Alpen, Pyrenäen), Amerika und Youkon/Alaska z.B. Kanutour Teslin/Youkon), und dann auf die richtig grossen loszulegen. Die Distanz zu den nächsten Behausung ist ja nur ein Sicherheitsseil, man muss es ja nicht benutzten. Das heisst jetzt nicht, dass du dein Ziel aus den Augen lassen sollst. Wenn du bei kleineren und immer anspruchsvolleren Touren erfolgreich bist, wirst du deine obigen Fragen selbst beantworten können und auch automatisch geeignete Kameraden finden (und testen!).
Dein Leistungs- und Erfahrungskatalog wird dann auch allfällige Sponsoren eher überzeugen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Gesundheit
M:
Danke für die Infos
vorallem der Strukturelle Aufbau von Genadi hat mir sehr gut gefallen damit werde ich mal anfangen wenn ich aus Marokko zurück bin.
Das mit dem Yukon ist so ne Sache. Du hast vollkommen recht, einerseits andererseits reitzen mich genau die beschriebenen probleme. aber als erste eingewöhnungstour wäre wohl sowas wie der yukon besser, einfach weil der notfall nicht so extrem dramatische folgen hätte. muss ich mir mal gedanken drüber machen.
der gedanke mit vor einmal schon hinfliegen ist sehr gut, es dürfte wirklich schwierig werden hier irgendwelche leuts zu finden die einem über die gegnd viel helfen können.
zu morgenrot
das buch werde ich mir mal besorgen.
gewehre sind klar die Frage. je nachdem wie nördlich das ganze angelegt würde bräuchte man eines gegen eisbären auf jedenfall. sosnt müsste man sehen.
so ganz unerfahren bin ich nciht hab in den letzten 4 jahren wieder insgesamt 6 Monat trekkend verbracht( Spanien, Frankreich, Norwegen, Irland,Finnland, Slowakei, Ukraine und letztes jahr Rußland, in ner Woche gehts nach Marokko). hab auch einen relativ großen Fundus an Leuten mit denen ich unterwegs bin ca 5-10 Leute die wechselnd dabei sind( davon 4-5 für die größeren sachen). wir haben auch schon einiges an extrem situtionen mitgemacht und viel improvisationstalent bewiesen( wir sind in die ukraine mit dem namen von ner stadt, weil der pü kurzfristig seinen pass doch noch gekriegt hat, sonst hatten wir nix keinerlei kyrillisch erfahrung, keine ahnung von der währung odr von sosnt irgendwas würde ich heut so nicht mehr machen)
Allerdings war ich nur bis 3 wochen am Stück reines wandern. Da die gegend und allgemein die länge und alles aber ein vollkommen anderes Umfeld bieten möchte ich nur Vorbereitet sein. da können halt viele probleme auftauchen die man so nicht kennt. klar muss man so sachen immer auch selbst erledigen, aber ein ordentliche planung ist wohl von vorteil und bisher planeich mein improvisationtalent als festen bestandteil ein. ( bisher gehe ich meist so vor, das ich meine ausrüstung gut plane( ordentlich essen dabei und ein harter optimismus), mir ne karte besorge mich grob informiere und dann vor ort genauerplane, bei so einer tour wie angestrebt dürfte ich aber an meine grenzen mit dieser technik stoßen). bei ner tour von der art muss ich wohl doch die planung deutlich professionalisieren( obwohl klar ist, das man vieles einfach nicht planen kann.
deswegen plane ich das ganze für nen größeren zeitraum ich will ja mindestens eine 6-8 wochen in einsamkeit davor noch reinschieben( wobei mir eher zentralasien vorschwebt hab mein herz an den alaj in kirgisien verloren).
wanderfalke
21.06.2008, 19:23
Hallo Yeskodanzeisen,
was macht deine Planung, oder hast du das Projekt aufgegeben?
Viele Grüße
Gerald
Im moment haben sich bei mir ettliche Probleme aufgetan, die einiges an Zeit beanspruchen.
Ich bin nicht akut an der Planung, versuche aber gerade allgemeines zu machen ( Homepage Planung, Reise und Testberichte, und Foto Vertiefung)
Sowieso ist das Projekt ja auf 2010 /2011 angestzt ich konzentire mich eher darauf meine nächsten 1-2 Jahre unter Dach und Fach zu kriegen.
also in gewisser weise ist ngerade sehr am schleifen
falls es dir weiterhilft:
ich bin alleine 1000 km durch die mongolei gelaufen, viele probleme/fragestellungen ergaben sich da, wie die von dir beschreibenen!!!
bei fragen, poste einfach, ich antworte gern,...
Hallo Kobbold,
wie sieht die Planung deines Projekts aus? Ist es inzwischen gestorben, oder etwas in der Art durchgeführt worden?
Würde mich interessieren!
Liebe Grüsse
tk86
vBulletin® v3.8.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.