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Vollständige Version anzeigen : Idaho, Oregon, Washington - Wo informiere ich mich ?


lostinspace369
22.02.2008, 15:39
Liebes Forum,

aus persönlichen Gründen ist plötzlich für den Urlaub im Spätsommer nun auch der Nordwesten der USA auf meiner Landkarte aufgetaucht. Es sieht ja so vielversprechend aus, was die Natur dort zu bieten hat. Ein Wunder, dass die Region hier im Forum so wenig vertreten ist. Hat das politische Gründe?

Mein Problem: Wo kann ich mich informieren ? Amazon schüttet mich mit Vorschlägen zu, welche Bücher ich lesen soll. Das Internet wimmelt nur so. Kann mir jemand mit einem Tipp helfen ? Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass ein Buch mit 1.000 Wanderungen sinnvoll ist...

Ich brauche NICHT Informationen über die großen Nationalparks. Die finde ich auch so. Ich will die großen Nationalparks auch meiden, zumindestens die Hauptattraktionen dort. Es gibt so viele Wildernesses, National Forests, State Parks etc. Wir wollen vor allem Ein- und Mehrtagestouren unternehmen. Ich brauche Tipps für konkrete Wanderungen, mit Hinweisen auch auf Landschaft, Bedingungen (Wasser, Zeltmöglichkeiten, Gefahren...).

Persönliche Tipps nehme ich natürlich am liebesten, vielleicht kennt Ihr auch ein Forum, wo sich mehr USA-Liebhaber tummeln ?

Jürgen

albatross02
25.02.2008, 13:06
Hallo,

wichtige Informationen gibt es sicher vom Fremdenverkehrsverband.
Naturinformationen kannst Du in www.birdforum.net (http://www.birdforum.net) erfahren.
Dort gibt es nicht nur Infos zu Vogelbeobachtungen, sondern auch eine Rubrik "Other Wildlife".


Gruss
Dieter

albatross02
28.04.2008, 12:50
Hallo Jürgen,

hast du schon Infos erhalten ?

Grüsse
Dieter

Marisa
28.04.2008, 14:29
Kann dir in Washington die Pasayten Wildernes empfehlen. Wanderung ohne Markierungen aber mit Trampelpfaden, zwischen 2 und 6 Tagen, bei Bedarf sicherlich auszubauen. Meld dich wenn du genauere Infos brauchst.

Marisa

Alexander Wolf
28.04.2008, 16:21
Hallo Jürgen,

ich kann dir nur wärmstens dieses Buch (http://www.amazon.de/gp/reader/3896622323/ref=sib_dp_pt#reader-page) ans Herz legen. In Idaho gibt es die z.B. die Sawtooth Mountains (http://www.fs.fed.us/r4/sawtooth/), die Frank Church River of no return Wilderness (http://www.fs.fed.us/r4/sc/recreation/fcronr/) oder den Nez Perce National Historic Trail (http://www.fs.fed.us/npnht/). Diese 3 Gebiete sind mit sicherheit nicht überlaufen und es gibt dort unzählige Möglichkeiten...

lostinspace369
28.04.2008, 19:24
Wauh,

danke Alexander für die Hinweise.

ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang noch nicht viel weiter gekommen war. Ich fand das auch nicht schlimm. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, dass ich nicht extrem gut vorbereitet sein muss, ich wollte vor Ort spontan entscheiden, was ich denn nun konkret mache.

Das Buch werde ich mir jetzt auf jeden Fall besorgen. Und die Links sehen interessant aus. Irgendwie schade nur, dass ich als Normal-Arbeitnehmer so wenig Zeit habe......

Jürgen

yeronimo
14.05.2008, 19:29
Hallo Jürgen!

Falls Du Deinen Urlaub auch etwas weiter nördlich über die Grenze ausdehnen möchtest, kann ich Dir gerne einige Tipps für den Süden von BC geben. Ich war mittlerweile schon 5 Mal drüben und es gefällt mir immer besser :D.

lostinspace369
14.05.2008, 20:57
Hallo Yeronimo,

gerne, immer her mit den Tips.

Im Moment steht sowieso auch der Flug nach Calgary als ernsthafte Alternative im Raum, ich würde dann über die Grenze in die USA, wäre aber auch in Kanada.

In Kanada bin ich auf den Kettle Valley Trail gestoßen. Eine alte Bahntrasse, die sich wohl gut zum Radfahren eignet. Etwas unsicher bin ich, ob der Weg nicht zu viel befahren ist, oder - umgekehrt, ob die Strecke nicht zu schottrig für eine Fahrt mit Gepäck ist. Kennst Du den Trail ?

Ansonsten bin ich für jeden Hinweis auch in Kanada dankbar. Auch für praktisch Tipps, gerne würde ich zum Beispiel mal mit Packpferd wandern, weil meine Füße vom vielen Trekking ziemlich kaputt sind. Es geht eher nur noch mit wenig Gepäck.

In den USA bin ich auf die Bob Marshall Wilderness gestoßen. Die liegt direkt am Glacier Nationalpark, der jedes Jahr 2 Mio Besucher anzieht. In die Bob Marshall Wilderness kommen 2.000. Wenn es sowas auch in Kanada gibt, her damit.

Jürgen

paddel
14.05.2008, 21:49
Wenn du sowieso aus Calgary kommst, gibt es noch vor dem Banff NP den Peter Lougheed Provincial Parc. Wochenende kann es da wohl auch voll sein (Calgary ist nahe) aber im Gegensatz zu Banff und Folgenden ist es da doch wesentlich idyllischer.

Gruß
Regina

guenewolke
20.01.2010, 14:06
Also, wenn es um Touren in Nationalparks geht, geht eigentlich kaum etwas über die Seiten der Parkverwaltungen. Anlaufstelle ist nps.gov.

lostinspace369
20.01.2010, 15:47
Lustig, dass mein alter Thread hier wieder auftaucht. Ich war mittlerweise zweimal da, und fürs Archiv schreibe ich mal, wie ich mich denn nun informiert habe.

Dazu muss ich sagen, dass ich eben NICHT in die Nationalparks will. Die sind mir zu voll (in der Nähe der Straßen) bzw zu reglementiert. In den zahlreichen Wildernesses, sie sich oft an die NP anschließen ist es landschaftlich mindestens genauso schön, man trifft selten eine Menschenseele und man wandert halt solange man will. Feste Zeltplätze zu gebuchten Zeiten gibt es hier nicht.

Geholfen haben mir die Falcon Wanderführer, die es problemlos über Amazon zu kaufen gibt. Da kriegt man einen Überblick über die Gebiete und kann die dort beschriebenen Wanderungen dann auch variieren. Ich habe mich mit Hilfe der Bücher für Gebiete entscheiden und habe mir dann die topografischen Karten aus dem Internet gezogen.

http://store.usgs.gov/b2c_usgs/usgs/maplocator/(xcm=r3standardpitrex_prd&layout=6_1_61_48&uiarea=2&ctype=areaDetails&carea=%24ROOT)/.do

Die US-Vermessungsbehörde stellt diese Karten kostenlos im Netz zur Verfügung. Ich habe sie mir dann je auf 2 Din-A4 Seiten ausgedruckt und hatte so einen Maßstab von rund 1:50.000 oder so.

Besonders gefallen hat mir die
Bob Marshall Wilderness (nordwestliches Montana). Hier kann man schon ein halbes Leben wandern (4.000 km2, tiefer Wald aus dem überall steile Bergwände ragen)

Washakie Wilderness und das gesamte Gebiet östlich vom Grand Teton bzw Yellowstone NP mit wunderschönen Bergen, Wiesen und urwüchsigem Wald.

Hells Canyon an der Grenze zwischen Oregon und Idaho. Hier ist es recht trocken, große Bäume finden sich aber dennoch viele und dazu tolle Ausblicke und Farben.

Aber eigentlich ist es überall schön, meine Erfahrungen sind nicht repräsentativ, dafür habe ich noch nicht genug gesehen....

Jürgen