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Vollständige Version anzeigen : Wanderung Berlin - Kassel mit Hund


poldie
25.01.2008, 12:16
Hallo!

Mein Bruder (23) und ich (26) haben da eine etwas verrückte Idee...

Er wohnt in Berlin und ich bei Kassel, was läge da näher als von Berlin nach Kassel zu laufen...ich weiß, ist ein bisschen bekloppt, aber wir haben es uns für nächsten Frühsommer fest in den Kopf gesetzt!

Emma und Janosch (Irish Setter-Hovawart- Mischling, 2,5 Jahre und Perro de Pastor Mallorquin-Hündin 5 Jahre) sollen natürlich mit und von daher hab ich einige Fragen an euch.

Die Distanz sind ungefähr 350 Kilometer, am Tag wollen wir (je nach Wetter, Gelände und eigener Verfassung) ungefähr 30 Kilometer laufen und nach drei "Lauftagen" jeweils einen Ruhetag einlegen!

Grundsätzlich sehe ich da für Emma und Janosch eigentlich keine Probleme, sie sind gesund, robust und recht gut trainiert.
Viel mehr Gedanken mache ich mir da um mich und meinen Bruder...
Unser derzeitiger Trainings- und Erfahrungsschatz ist folgender:
Auch mit Hunden habe ich schon mehrfach mehrtägige Wanderungen unternommen - allerdings waren das immer 2-3 Tage und nicht 2-3 Wochen...
Ich fahre recht viel Mountainbike und nehme die Hunde oft dazu mit. Emma läuft problemlos bis zu 70 Kilometer am Fahrrad, bei Janosch ist ungefähr bei 35-40 Kilometern Schluss - dann wird er nämlich merklich langsamer und man spürt das er keine Lust mehr hat.
Im Moment machen wir aber eher kleinere Touren, so 10-20 Kilometer.
Unser durchschnittliches Tagespensum sind zwei bis zweieinhalb Stunden Spaziergang in einem recht flotten Schritt, alle paar Wochen machen wir halb- bis ganztägige Wanderungen und sind dann zwischen 20 und 40 Kilometer unterwegs.

Wie könnte/sollte man für so eine Tour trainieren?

Nächste Frage:
Da ich eigentlich nicht gewillt bin, neben meiner eigenen Ausrüstung noch das Hundefutter zu schleppen, würde ich mir bis dahin gerne eine Packtasche für die Hunde zulegen, die ich Emma und Janosch dann im Wechsel tragen lassen würde:
Welche Modelle bieten sich da an?

Daran anschliessend stellt sich natürlich die Frage: Was füttere ich in der Zeit?
Normalerweise werden beide zu ungefähr 80% roh ernährt und bekommen als Ergänzung Trockenfutter von Markus-Mühle.
Ich würde in der Zeit aber wohl auf TroFu umsteigen. Mit Sicherheit werden sie in dieser Zeit einen relativ hohen Nährstoffbedarf haben, was meint ihr, bei 30 Kilometer am Tag und zusätzlich jeweils einen halben Tag eine Packtasche auf dem Rücken, wie hoch müßen da Protein- und Fettgehalt ungefähr sein? Welches Futter würdet sich anbieten?
Ich habe mal fogende Sorten herausgesucht, welche davon würdet ihr favorisieren?
Während der Wanderung würde ich gerne ein Leistungsfutter mit ungefähr 30% Protein und 20 % Fett verfüttern. Da wir ja für uns eh regelmäßig einkaufen gehen müßen, könnte man dann ja immer mal wieder ne Packung Hühnerklein, ein paar Knochen etc. vom Metzger holen, aber als Grundfutter würde ich schon gerne Trockenfutter mitnehmen.
Da es ja schon einige Kilo sind, die ich während der Wanderung verfüttern müßte und ich keine Lust habe während der Wanderung ständig nach Läden Ausschau zu halten, die überhaupt eine dieser Sorten führen werde ich das Futter mitnehmen bzw. einen Teil. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke würden wir uns mit meiner Freundin treffen, die uns mit dem Auto frische Klamotten und unter anderem auch den anderen Teil Hundefutter mitbringen würde.
Die Frage ist nur, welches soll ich nehmen... grübel
Zur Auswahl stehen für mich im Moment folgende Sorten:

1.) Bozita Energy


2.) Eaglepack Power


3.) Josera Emotion High Energy

4.) Uniq Power

Welches davon würdet ihr nehmen? Ich tendiere im Moment ja entweder zu Uniq oder zu Eaglepack?
Hättet ihr noch Alternativ-Vorschläge zur Fütterung?

Was haltet ihr denn so ganz allgemein von der Idee?

pepenipf
25.01.2008, 14:51
Hallo Poldie.
Grundsätzlich finde ich die Idee gar nicht so bekloppt :D

Also es hört sich doch so an als wären du und die Hunde gut trainiert, meine Wuffels amchen mit mir ungefähr das selbe Pensum nur nicht das Radfahren (da müssen die Hundies Zugarbeit machen, die Strecken sind entsprechend kürzer und ich faulenze :D). Wir haben ewig auch nur Tagestouren und mal ne 3-4 Tagestour gemacht, trotzdem waren die langen Touren kein Problem. Und wenn ihr jeden 3. Tag ne Pause machen wollt seh ich da nicht wirklich ein Problem!
Nur wenn ihr den schweren Rucksack nicht gewohnt seid, lohnt es sich vielleicht das noch zu trainieren.
Für die Hunde ist ganz wichtig das sie die Packtaschen erstmal leer kennen lernen und dann langsam gesteigert wird. Sie müssen nämlich erst die dafür notwenige Rückenmuskulatur aufbauen. Schwimmen hilft da übrigens auch, aber bitte ohne Packtaschen, der Inhalt wird so nett feucht...
Als Paktschen haben wir den Approach Pack von Ruffwear und sind damit zufrieden. Besser noch ist der Palisads Pack, aber entsprechend auch teurer.
Gutes hört man auch von den Taschen von Berghund.
Generell solltet ihr an den Taschen nicht sparen und vorallem auf guten Sitz ahcten!

Mit Futter kann ich dir nicht helfen. Wir barfen zu 100% und für unsere erste Tour haben wir auch auf Trockenfutter umgestellt. Ein Hight Ernergy Futter, ich weiß nicht mehr welches. Alle haben es schlecht vertragen unheimlich viel geschissen und obwohl sie ein Hight Energy Futter und dazu noch die Menge für einen ca. 10 kg schwereren Hund bekommen haben, haben sie Teilweise abgenommen.
Inzwischen bleiben wir barf ähnlich. Das Frischfleisch wird durch Trockenfleisch ersetzt, Gemüse und Obst gibts teilweise frisch, teilweise getrocknet und dazu Haferflocken oder auch mal Dinge die bi unserem Essen über sind. Dazu extra Fett und Öl. Ist am Ende ungefähr genauso schwer wie das Trockenfutter, genauso haltbar, aber unsere Hunde vertragen udn vorallem verwerten es viel besser.
Viele Grüße
Nina

Susi
26.01.2008, 11:55
Hallo Poldie,

tolle Idee. Die Hunde werden sich freuen :) was gibt es schöneres für sie als im "Rudel" über Land zu ziehen :)

Mein Vorschlag zum Trockenfutter ist Magnusson Krav von Lucky Pet
http://www.lucky-pet.de/hundefutter/magnussonpetfood/original/index.php

wir füttern das seit Jahren für unsere drei (krav und lätta)

Es wird gut ausgewertet (geringe Kotmenge)
quillt im Magen nicht auf (wichtig! passiert bei den meisten anderen Trockenfuttersorten und der Durst ist entsprechend)
und das Beste ist daß es den Hunden allesamt gut schmeckt! Sehr gut! wir nehmen es sogar als Leckerlie weil sie es so ungebremst gerne mögen.
ist ökologisch

Liebe Grüsse von Susi

Vita
27.01.2008, 22:04
Hallo Poldi,
Die Idee ist doch klasse. Wenn ihr genug Zeit habt kein Problem.
Zum Futter : Da kann ich Pepenipf zustimmen. Meine Hunde bekommen ausschliesslich Rohfutter und logischerwise auch hier : eine Umstellung von BARF auf Trockenfutter gibt Probleme - und ich kenne kein Trockenfutter womit es anders wäre. Du kannst das empfohlene Futter von Lucky Pet testen, nur wenns nicht funktioniert hast Du die
Schei.... Also , ich würde mir eine Barf - Strategie zurechtlegen :
1. Möglichkeit : für 3 Tage mitnehmen - solange hält sich BARF locker - müffelt evtl. nach 3 Tagen etwas, aber der gewöhnte Hund verträgt es locker. Innerhalb von 3 Tagen kommt Dir bestimmt ein Metzger o.ä. unter, wenn Du einen Weg durch einen Ort wählst.
2. Möglichkeit : Evtl. versorgt Dich deine Freundin nach 3 / 6 Tagen mit Nachschub und am 9 Tag dein bruder aus der anderen Richtung.
3. Ergänzend bietet sich Trockenfleisch an, usw. usw.
Ich würd mir eher um die Pfoten Deiner Hunde und deine Füsse "Sorgen" machen . 11 - 12 Tage auf Tour ist schon was , wobei - mit den nötige Pausen - und Zeit scheinst Du ja genug zu haben ... Aus der Zivilisation bist Du auch nicht raus, also los ... kann ja nicht viel passieren. Nebenbei : wie planst Du denn die Tour, ich meine : wie legst Du deine Route fest, welche Hilfsmittel benutzt Du unterwegs ... ?
Auf jeden Fall - Have Fun ...
Grüsse - Wolfgang