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Vollständige Version anzeigen : Trekking Khumbu November 2004 (Island Peak, Mera Peak)


Uwe_Clement
30.07.2004, 11:25
hallo zusammen,

ich fliege ende oktober fuer ca. 6 wochen alleine nach nepal.

meine ziele sind kalar pattar, everest base camp, island peak und/oder mera peak.

ich habe nicht vor in deutschland bereits nach einem trekkinganbieter zu suchen.

möchte das mehr oder weniger auf eigene faust machen, wenn gleich mir schon klar ist dass ich auf den island peak nicht alleine hoch kann :-)

wie kann ich nun vorgehen ?
einfach nach kathmandu fliegen und dort nach einem anbieter umsehen der eine tour z.b. zum island peak anbietet ?! gibt es event. sogar standardtouren die sich mit meinem vorhaben größtenteils decken ?

brauche ich einen guten schlafsack oder schläft man dann größtenteils in lodges ?

reichen 5-6 wochen fuer diese tour ?

fragen über fragen :-)

wäre über antworten sehr glücklich !

viele grüße aus ulm
uwe

Flachlandtiroler
30.07.2004, 14:24
Hallo Uwe,

Island/Mera Peak sind permitpflichtig, also nur über eine in NP akkreditierte Agentur machbar; das geht sicher auch in KTM, solche Trips werden standardmäßig angeboten. 5-6 Wochen sollten inkl. der Organisationsphase im Land reichen.

Den Island Peak kann man größtenteils über Lodgetrekking erreichen, den Mera meines Wissens nicht. Das "größtenteils" ist aber unerheblich, denn ein oder zwei Nächte im Basis-/Hochlager sind idR notwendig, und diese Übernachtungen im Zelt auf ~5100m (beim Mera mind. 5400m) haben es in sich. Ist schließlich schon Mitte/Ende November bis Du da oben bist -- Winterausrüstung (also nicht nur Schlafsack, sondern auch warme Schuhe etc.) daher IMHO Pflicht.

Gruß, Martin

Andreas
30.07.2004, 15:43
Vergangenes Jahr trekkten wir auf der Strecke von Jiri nach Namche teilweise gemeinsam mit zwei Kanadiern, die von Kharikhola aus 'hinüber' zum Mera Peak querten. Sie wollten erst dort hinauf, dann später im November noch auf den Island Peak.

Wir trafen uns später wieder in Namche. Sie erzählten, dass trotz schönen Wetters keine Chance bestand, den Gipfel des Mera zu erreichen: hüfthoher Schnee, sturmartiger Wind und -40° C Kälte. Obwohl der Mera (eigntlich false Mera) als 'leicht' gilt, wird er oft unterschätzt. Es ist eben doch kein Spaziergang da rauf und gerade im Herbst kann er zur tödlichen (Kälte-)Falle werden. Er ist einfach zu ausgesetzt (siehe www.everest.cc/diashows.shtml > "Trekking von Junbesi nach Ringmo" > Bild 08).

Den Imja Tse (Island Peak) haben sie dann problemlos geschafft, es herrschten 'nur' mehr -20° am Gipfeltag.

Wie Martin schon sagt, kannst du den Imja Tse ohne weitere erst in Kathmandu organisieren, empfehlenswert ist es jedoch, schon vorher (per eMail) Kontakt mit einer Agentur aufzunehmen. Der Mera braucht ohnehin mehr Organisationsaufwand.

Schöne Grüße,
Andreas

Navyo
30.07.2004, 15:58
Hallo,

wenn Du den Mera auslässt, was in Deinen Fall sicher besser ist aus finanziellen und organisatorischen Gründen, kannst Du Dich auch in Kathmandu an Island Peak Besteigungen anschliessen.

Zwar nicht garantiert, aber ich glaube es gibt eine agency dies das sogar als climbing course anbietet und wo Du dich erst in Chukkung anschliessen kannst (aber bereits vorher buchen und anmelden in Kathmandu).

Ansonsten kannst Du das relativ einfach innert einer Woche organisiert haben, wenn Du Dich gleich darum kümmerst nach Ankunft.

Navyo

Uwe_Clement
02.08.2004, 14:02
hallo zusammen,

martin, andreas & navyo vielen dank für eure antworten !

ok der mera peak ist nun aus dem rennen :-)
meine ziele sind nun kalar pattar, everest base camp und island peak.

am liebsten würde ich mich einer tour ab Chukkung zum island peak anschliessen.

sorry :-) ich hab noch ein paar fragen:

1.) wie komme ich von namsche zum kalar pattar und everst base camp ? kann ich das alleine
(einfach anderen trekkern auf dem weg anschliessen) oder macht man das auch
organisiert ?

2.) andreas meinete für den island peak schonmal agenturen im vorfeld anschreiben.
gibts irgendwo eine liste von empfehlungen fuer anbieter ? wie teuer (grössenordnung)
ist so eine besteigung des island peak ? (permitt und anbieter)

3.) hat mir jemand ne empfehlung fuer eine trekkingkarte fuer das gebiet (namsche - kalar pattar
- everest base camp, island peak) ?

auch wenns vielleicht in ne andere forums kategorie gehört:

4.) gibts auf den lodges strom für das aufladen von akkus für digitalkameras ?

5.) gibts empfehlungen für schlafsaecke die geeignet sind fuer island peak ?

6.) noch ne letzte frage :-) martin meinte winterausruestung wird benötigt fuer den island peak
das ist mir klar, nur ist die frage, reiche da meine normale meindl-steigeisen
feste bergschuhe oder gibts da besondere fuer besonders niedrige temperaturen ?

würde mich sehr über antworten freuen...

viele grüße
uwe

Flachlandtiroler
02.08.2004, 15:06
Zu 1) geht alleine
Zu 2) Die NMA hat eine laaange Liste: ¤*#;)
¤*# ¤*#http://www.nma.com.np/asso_member.htm

Zu 3) "Schneiderkarte" Khumbu (1:50.000, Nelles Verlag), siehe z.B.: http://www.dav-shop.de/product.asp?PageNO=PRODUCTCARD&Catalog=Verkaufskat alo
g&Category=1818&ProductId=180204

Zu 4) und 5) mal hier und im Nepalforum oder Yetizone herumstöbern
Zu 6) Ende November sind zumindest bedingt steigeisenfeste Lederbergschuhe mit Riemenbindung nicht optimal (schnürt die Durchblutung ab => zu kalt).

Gruß, Martin

Guest
02.08.2004, 20:08
1.) wie komme ich von namsche zum kalar pattar und everst base camp ? kann ich das alleine
(einfach anderen trekkern auf dem weg anschliessen) oder macht man das auch
organisiert ?

Einfach loslatschen. Ich würde mir http://www.trailblazer-guides.com/books/main.html/main/1 besorgen. Nach Lektüre sollten sich die meisten Fragen erledigt haben. Zudem brauchst dir dann auch keine Karte mehr zu kaufen, weil die darin enthaltenen Wegbeschreibungen sehr genau sind.


2.) andreas meinete für den island peak schonmal agenturen im vorfeld anschreiben.
gibts irgendwo eine liste von empfehlungen fuer anbieter ? wie teuer (grössenordnung)
ist so eine besteigung des island peak ? (permitt und anbieter)

Einfach hier und auf yetizone.com im Archiv stöbern, dort werden häufiger Empfehlungen gegeben.



4.) gibts auf den lodges strom für das aufladen von akkus für digitalkameras ?

Höchstens in Lukla und Namche, ansonsten eher nicht.

Gruss aus BC
Joachim

Guest
02.08.2004, 22:09
Hi Uwe !

Was die Winterausrüstung angeht ...

Wir waren im März am Island Peak und hatten in 5800 m Höhe ca. -25 ° C (nachts).

Da ist schon mal ein extrem warmer Schlafsack empfehlenswert (Komfort -20).

Normale Lederbergschuhe sind auf jeden Fall ungeeignet. Man kann natürlich mit den Verhältnissen Glück haben ... aber da würd ich mich nicht drauf verlassen.


Wenn Du keine Schalenstiefel einsetzen willst, empfehle ich Dir zumindest thermoisolierte, absolut steigeisenfeste Bergschuhe (z.B. La Sportiva Nepal Top oder noch besser La Sportiva Nepal Extrem).

Bei den Schalenstiefeln ist der Vorteil, dass Du die Innenschuhe nachts im Schlafsack anbehalten kannst.

Übrigens dürfen die Nächte in den Lodges von der Temperatur auch nicht unterschätzt werden. Minus 5 bis minus 10 Grad in den Gemächern sind keine Seltenheit (Chukhung, Lobuche, Dingboche, Gorak Shep).

Viele Grüsse

Carsten

Uwe_Clement
05.08.2004, 11:50
habe nun folgendes angebot fuer den island peak erhalten:

================================================== =====
Here are the details of Island Peak climbing course:

Elevation: 20,283 feet / 6,183 meters
Location: Everest region of Nepal
Best Month for Climbing: May, July, August, September, October, and November
Accommodation: Camping (starts from Chhukung valley)

Itinerary
Day 1: Our climbing instructor and service crew meet you at Chhukung Valley
(Camping)

Day 2: After breakfast, Introduction about the Climbing equipments, and some
Alpine Knots, moves to rock climbing training site with pack Lunch. Evening
back to Camp.

Day 3: After breakfast again move to Ice Climbing training sit with pack
lunch. Evening back to camp.

Day 4: Move to Island Peak Base Camp

Day 5: Early morning Start Climbing, Succeed and evening back to Base Camp
(Camping)

Day 6: Extra days for bad weather of Member's illness and Return to
chhukung and finished the program.
=================================================

Kosten 550 us dollar prop person fuer die 6 tage ab Chhukung

denkt ihr der preis ist ok ?
was sollte man unbedingt noch nachfragen ? bzw. welchen fragen sollten unbedingt geklaert sein ?

würde mich freuen von euch zu hören !

viele gruesse
uwe clement

Flachlandtiroler
09.08.2004, 09:26
Normale Lederbergschuhe sind auf jeden Fall ungeeignet. Man kann natürlich mit den Verhältnissen Glück haben ... aber da würd ich mich nicht drauf verlassen.
Zu den Plastiks siehe auch:
http://www.yetizone.com/wwwboard/messages/27584.shtml

HTH, Martin

Uwe_Clement
12.08.2004, 08:42
hab mal noch ne frage zum schlafsack:

welchen komfortbereich würdet ihr empfehlen fuer eine khumbu runde (kala pattar, everst bc, event. island peak) ?

reicht ein komfortbeich von -15 grad, wie z.b. vom

Yeti V.I.B. 900 Schlafsack

welchen ich mir ueberlege zu kaufen (hat jemand erfahrungen damit gemacht, bzw. alternativ zum yeti powerizer 1200 (-20 grad komfort) ?

danke für eure antworten!
gruss uwe

Andreas
12.08.2004, 10:15
Hallo Uwe,

Mitte November hatte es letztes Jahr in Namche nie Frost; nachts: 8-10°

Dingboche: nachts -5° im Freien, +8° in der Lodge.

Lobuche: nachts im Freien: -10°, -2° in der Lodge im Zimmer.

Ich hatte einen gemütlichen Schlafsack bis -5°, mit dem mir nie kalt wurde.

Allerdings ist es im Zimmer natürlich windgeschützt. Was kalt macht, ist der Wind (Zelt?).

In Chukkung hatte es zu Mittag +3° und die Bachläufe tauten erst nachmittags auf.

Auf einer Annapurnatrekkingtour hatte ich nur einen Schlafsack bis +12° mit ; ich lieh mir einfach Decken aus. So konnte ich Gewicht und Platz sparen. Mein 'dünner' Schlafsack wiegt nur 450 g.

Ich habe nämlich 3 verschiedene Schlafsäcke. Und künftig werde ich bei Lodgetreks nur mehr den mittlerer oder dünnen mitnehmen, je nach Jahreszeit. Den dicken Schlafsack werde ich nur mehr bei Zelttreks verwenden.

Andreas

Juergen
13.08.2004, 15:28
Hallo,
ich war letztes Jahr im Feb. auf dem Imjatse. Vorher Zelttrekking zum Everest BC mit Besteigung Kalar Patar.

Ich hatte einen Daunenschlafsack mit Komfortbereich von -20°C und habe damit nirgends gefroren. Mit Konfort -15°C solltest Du auch überleben. Im Zweimannzelt war es nachts übrigens wärmer als in der Lodge, wo wir uns eine Übernachtung gönnten.

Für den Imjatse hatte ich meine Meindl Mt. Crack Pro an. Bei ordentlicher Durchblutung aller Extremitäten und vernünftigem Wetter kann man sicher auf Schalenstiefel verzichten. Solltest du in Zukunft weitere hohe Ziele haben, könnte sich aber die Anschaffung lohnen - die Vorteile der Dinger sind unbestritten, vor allem wenn du dich mehrere Tage oben am Berg aufhälltst. Aber für die eine Nacht im HC hab ich die Schuhe einfach im Schlafsack angelassen - hab nicht gefroren. Wenn du sie ausziehst sind sie früh ausgkühlt und du wirst sie nur schwer wieder warm bekommen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dir Schalenstiefel auch einfach in Namche ausleihen, ganau wie auch Pickel und Daunenjacke - nur als Tip falls du Probleme mit Übergepäck bekommst.

Berg Heil