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Vollständige Version anzeigen : Manaslu


spaoof
12.09.2004, 14:00
Hallo
wer hat schon mal den Manaslu Trek gemacht,und kann mir Infos über die Tour geben.(Übernachten,ev. Träger und wieviele für zwei Personen,Permit)
Für alle Tipps schon Merci!
Grüße Georg

Karin_S
13.09.2004, 08:02
Hallo Georg,

wir haben den Trek 1998 gemacht.

Insgesamt 3 Wochen, wobei die ersten beiden Wochen durch touristisch praktisch nicht erschlossenes Gebiet gingen. Das heißt, Alles muss mit genommen werden. Beginn war in Gorkha, dann geht es erst einmal runter (Hitze!), bevor der eigentliche Anstieg zum Larkya La beginnt, d.h. in Sachen persönlicher Ausrüstung musst Du auch Alles dabei haben :P.
Mit dabei war ein Liason Officer, um desssen Verpflegung etc. wir uns auch kümmern mussten.

Die Permitkosten sind/waren relativ hoch, da es sich teilweise um Restricted Area handelt(e), auch gab es in unserer Zeit dort Probleme mit den Maoisten, die sicher nicht besser geworden sind. Informationen über die Sicherheitslage sind also sicher unabdinglich, z.B. über die deutsche Botschaft.

Die Preise lagen damals bei ca. 50 $ pro Tag und Teilnehmer, zzgl. Permit, wobei Du beim Permit (wenn es denn noch so ist, das weiß ich nicht sicher) etwas sparen kannst, wenn Du anstelle eines Permits drei Stück löst, für die erste Woche ein schlichtes Trekkingpermit, für die zweite in der restricted area das special und für die dritte ein Permit für die Annapurnarunde, für letzteres wird dann auch die ACAP-Gebühr fällig. Für das special Permit brauchst Du in jedem Fall eine Agentur.
Auch wenn Anfang und Ende des Treks leicht zu erreichen sind, ist doch einiges an Organisation erforderlich.

Gruß
karin

GerryB
20.09.2004, 13:30
Hallo Georg

ich war im 2002 in Nepal und habe in dieser Zeit einen Nepali, der Koch und Guide gearbeitet hat, kennengelernt. Wir waren auch gemeinsam auf Tour, sehr zu empfehlen. Er arbeitet bei einer Agentur und war diesen Frühling auf einer Erkundungstour auf dem Manaslu Trek. Seine Agentur bietet diesen Trek an und kann dir sicher Auskunft geben. Sein Name ist Chandra und spricht recht gut englisch, sein E-mail Adresse: chandrakrai@hotmail.ch
Würde mich für sehr freuen, wenn er vielleicht durch dich wieder zu Arbeit käme.

Beste Grüsse

Gerry :)

Guest
27.09.2004, 12:21
Ich habe in diesem Sommer mit meinem Freund die Manaslurunde gemacht. Trotz Monsunzeit war es ein absolut lohnenswertes Abenteuer. Weil wir uns nicht sicher waren, wie erschlossen und touristisch zugänglich die Wege und Dörfer sind, waren wir mit einem guide und einem Porter unterwegs. Dadurch war es uns möglich diese gigantische Schlucht, die atemberaubende Natur und das Leben der Menschen dort unbeschwert zu geniessen. Unterkünfte gibt es jetzt recht gute. Wobei du mit dem Einfachsten rechnen musst. Vom einfachen Hotelzimmer, über Maisspeicher mit Holzpritschen, schnell geräumte Holzschuppen, eine einfache Yakhirtenhütte und das eigene Zelt, es war sozusagen alles vertreten. Durch den guide hatten wir die Möglichkeit eben in diese "local houses" unterkommen zu können und waren damit ganz nah bei den Menschen, was uns beiden ausgesprochen gut gefiel. Sicherlich auch durch die Nebensaison bedingt konnten wir so direkt an den Herdfeuern essen und eben so unterwegs sein, wie die Leute es dort sind. Mit allem was dazu gehört, zimperlich darfst du nicht sein. Je weiter man aufsteigt, je mehr Campingplätze gibt es und Guesthouses, die sicher in der Hochsaison auch offen haben. Unsere Route führte nicht über den rupina la Pass, sondern ging mitten durch die vielen Ortschaften, die es um den Buri Gandaki gibt. Über den rupina la, brauchst du ein Zelt und Selbstversorgung. Dieser Weg ist nur in der Hochsaison begehbar. Maoisten trafen wir in Khorlabesi und haben pro Person und Tag im "Maoistengebiet" 100Rupi bezahlt. Die Begegnung war unspektakulär und lief vor allem über unseren guide. Wir wurden beim Mittagessen "abkassiert", mit uns wollten sie nicht englisch reden. Nachdem sie das Geld hatten und wir die Quittung, haben sie sich zurückgezogen. Weitere Begegnungen hatten wir nicht. Wir waren im Manaslugebiet 12 Tage unterwegs und wechselten in Dharapani ins Annapurnagebiet. Diese Runde mit Basecamp schlossen wir an und sind nach 28 Tagen trekking nach Pokhara gefahren. Ich kann nur sagen: es war einfach sehr sehr schön. Gigantisch, anstrengendes Klima, wunderschöne Vegetation, interessant und jeden Tag ganz neu und anders. Mehr Worte finde ich einfach nicht. Aber wenn du noch mehr infos brauchst. Melde dich.
Heidi.

Guest
27.09.2004, 23:20
Hallo Georg, das Permit kostet zur Hauptsaison 90 Euro pro Woche und Nase, nebensaison zahlten wir 75-. Denke in der Hauptsaison kannst du mit den anderen Touris "hochschwimmen", laut Angaben der Guesthousebesitzer sollen in der Saison mehr als 100 Gruppen nach oben ziehen, unvorstellbar in diesen engen Tälern. Wir wurden wegen des permits nicht einmal kontrolliert, außer von den Moisten( siehe Bericht Heidi), wie es in der Hauptsaison aussieht wäre die offene Frage. Rupina La geht nur mit Zeltausrüstung und-, daher Guide und Porter.
14 Tage sind ausreichend, wenn man nicht noch Monastery's, heiße Quellen oder Ruhetage haben möchte. Auf jeden Fall ist es eine geniale Herausforderung und zu empfehlen.
Leider hatten wir in Arughat Bazar einen Diebstahl im Guesthouse zu beklagen. Tipp: zusätzlich ein eigenes Schloss anbringen so das nichts anbrennen kann. Guide oder nicht? Klar kostet der Geld doch kann er in vielen Situationen helfen und erklären. Eigentlich müssten wir so fair sein und einen Arbeitsplatz schaffen, die Nepalis haben es nicht zu dicke. Schränke dich beim Gepäck ein, der Pass ist nur 4937 m hoch.
Sodale, des wars, viel spass in Nepal, grüße den Manaslu!