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Vollständige Version anzeigen : Himalaya um Ostern 2005: Empfehlungen?


Ikarus
10.10.2004, 22:12
Moin zusammen :-)

Um die bayerischen Osterferien 2005 herum wollen wir zu zweit
im Himalaya trekken, vorzugsweise nur mit Porterguide oder in
Kleinstgruppe.

Da wir das erste Mal dort sein werden bitte ich um Empfehlungen,
was mit Blick auf die 8000-er um diese Zeit zu machen wäre. Wir
suchen vor allem schöne Landschaften und Ruhe und ein Fünf-
oder Sechstausender (technisch einfach) als Höhepunkt im Zuge
dieses Trekkings wäre Klasse.

Kann uns jemand raten? Vor allem beim Wetter/Schnee tappen
wir natürlich total im Dunkeln. Ganz konkrete Hinweise werden
auch gerne verfolgt (Veranstalter, Agenturen vor Ort).

Danke schonmal,
Ikarus

unkas
11.10.2004, 12:25
Namaste Ikarus,

ein bißchen konkreter sollte es schon sein ;)
In welches Gebiet willst du denn, 8000er hats ja bekanntlich einige in Nepal, also Khumbu Annapurnaregion, Langtang oder etwas weiter abgelegene Gebiete und vor allem wie lange habt ihr denn Zeit.Wenn man mal davon ausgeht, dass die Osterferien auch in Bayern im April liegen habt ihr sowieso Bergsicht und 5000er Trekkinggipfel gibts auch einige.
Auf alle Fälle braucht ihr auf den gängigen Trekkingrouten auch wenn es nachts schneien sollte definitiv keine Steigeisen.

Tashi delek

Ikarus
11.10.2004, 16:51
Hallo Unkas,

wir haben inklusive Hin- und Rückflug leider nur vom
19.03.05 (frühester Abflug) bis 10.04.05 (späteste
Heimkehr) zur Verfügung, also eigentlich 3 Wochen.

Dass ich unpräzise über den Zielort bin liegt daran,
dass ich es nicht anders weiss: Unbedingt mal einen
Achttausender aus der "Nähe" sehen, dabei gerne
auch einen leichten Sechstausender am Wegesrand
mitnehmen.

Alpinerfahren sind wir, mehrere 4000-er, auch auf
schwierigeren Routen, sowie Fels, Eis und Winter.
Himalaya dagegen: Keine Ahnung :-)

Der Geh- und Sehgenuss soll im Vordergrund stehen,
zur Ruhe finden und genießen, schöne Landschaften
und die Menschen dort möchten wir gerne nah erleben.

Der 6000-er ist nicht zwingend nötig, wäre aber toll,
weil ich bisher noch nie und in Zukunft wohl auch
nicht so bald wieder in solche Höhen komme. Da
wäre es toll, wenn es ein echter Gipfel wäre, egal
wie unscheinbar er dort in der Umgebung wirkt ;-)

Annapurnarunde, ABC/Sanctuary und Everest BC
kenne ich erst seit ein paar Tagen, weil ich zunächst
ziemlich unspezifisch gesucht habe. Die Annapurna-
Runde ist sicher interessant und schön - das kann ich
allerdings nur aufgrund einzelner (Bild-)Berichte sagen
und ich denke, wenn man zur rechten Zeit am rechten
Ort ist, ist es überall sehr schön.

Denkbar wäre auch, den Nanga Parbat anzuschauen,
aber wie gesagt: Bisher keine Ahnung von Land und
Leuten, der Infrastruktur und dem Fernost-Trekking an
sich, daher meine globale Anfrage.

Wäre also schön wenn du oder jemand anderes etwas
erfahrungsgemäß zu unserem Wunschprofil passendes
vorschlagen oder empfehlen könnte.

Vielen Dank schonmal und viele Grüße,
Ikarus

PS: "Namaste" ist wohl der Nepalesische Gruß? Was
bedeutet er??

Karin_S
12.10.2004, 08:09
Hallo Ikarus,

bei nsgesamt 3 Wochen Zeit, schränkt sich das Angebot natürlich etwas ein, wenn Du noch ein wenig von Kathmandu mit bekommen willst. Außerdem solltest Du wenigstens 1, besser 2-3 Tage für die Anfahrt zum jeweiligen Gebiet einplanen. Das würde bedeuten, Trekkingzeit etwa 2 Wochen.

Für den Annapurna-Circuit mit Genuß ist das m.E. zu wenig, Annapurna Basecamp plus Poon Hill sicher gar kein Problem, weil auch unproblematisch hinsichtlich der Verkehrsverbindungen (Bus und Flug). Die Everestregion ist wegen der Flugverbindungen vielleicht schon problematischer, das können andere aber sicher besser beurteilen, ich persönlich bin nicht so sehr der Khumbu-Fan und habe mich daher entsprechend wenig damit beschäftigt, bislang zumindest.

Bedenken solltest Du bei Deiner Planung auch, dass Wandern im Himalaya etwas ganz anderes ist als in den Alpen, weil Du Dich auf Dauer in hohen Höhen bewegst, überspitzt formuliert, da ist nicht viel "mal 2000 Meter rauf und wieder runter" an ein oder zwei Tagen, Du bleibst oben und das kann Probleme machen. Die körperliche Fitness ist kein Gradmesser dafür, wie Du Höhen auf Dauer verträgst. Ich selbst habe schon gut trainierte Alpen-Alpinisten erlebt, die nach 3 Tagen über 3000 Metern Probleme bekamen. Insoweit sollte ein wenig Vorsicht auf jeden Fall im Gepäck sein, zumal wenn Du das erste Mal in solche Höhen auf Dauer vordringen willst.
Mal so locker einen 6000er in drei Wochen (abzüglich der vor Ort erforderlichen Vorbereitung des Treks wie Permits, Porterguide, Verpflegung usw.) halte ich nicht für vernünftig (und mit Genuß) machbar.

Der Nanga Parbat wäre in Pakistan, dazu findest Du was im entsprechenden Teilforum.

Was die Zeitplanung angeht, ist es manchmal auch ganz hilfreich, sich die Planung von hiesigen Reiseveranstaltern anzuschauen.

Grüße
Karin

unkas
12.10.2004, 08:21
Hallo Ikarus,

Namaste ist nepali und bedeutet "ich grüße das göttliche in dir".

Bei 3 Wochen finde ich Ziele wie den Nanga zu knapp bemessen und ausserdem mußt du dich um die Organisation kümmern oder Geldmittel im Überfluss besitzen ;)

Am leichtesten und unkompliziertesten ist wirklich Nepal.
Die Annapurnarunde ist bei einem 3-wöchigen Aufenthalt aber wirklich sehr knapp, machbar aber meiner Meinung nach zu eng bemessen.

Also, natürlich wäre da in erster Linie der klassische(wunderschöne Trek) zum Everest.Als Aussichtsgipfel der Kalar Patar oder Gokyo Ri , eigentlich beide Wandergipfel aber aufgrund der Höhe (5500m) nicht zu unterschätzen.

Für etwas alpinerfahrene wäre der Langtangtrek zu nennen mit Besteigung des Yala peak (Führer!).Auch 5500m hoch und einen atemberaubenden Blick auf den zum greifen nah liegenden Shisha Pagma.Der Vorteil hier, du brauchst für den Trek mit Besteigung ungefähr 10-12 Tage(eine Übernachtung im Basislager) und hast dann noch Zeit für Kultur im Kathmandutal.

Die dritte Möglichkeit wäre natürlich das Annapurna Base camp, eine der schönsten Bergstellen der Welt aber hier hast du keinen Gipfel.

6000er sind zu machen kosten aber eine stattliche Gebühr und sind nur über eine Agentur durchzuführen.

Diese Treks sind alle komplikationslos alleine durchführbar, es besteht natürlich die Möglichkeit eines Porterguides bzw. alles auch über eine Agentur zu organisieren.Bsp: www.navyonepal.com

Jetzt kannst du dich erst einmal belesen und bei Fragen mir gerne mailen.

Viel Spaß bei der Planung

unkas
12.10.2004, 08:24
Nachtrag:

Ganz wichtig!! Für Ostern mußt du dich jetzt schon richtig ran halten wegen der Flüge falls du nicht eine der teuren Buchungsklassen zum Opfer fallen willst.Falls du dich für Nepal entscheidest hab ich da auch ne top Adresse.

Ikarus
12.10.2004, 08:30
Hallo Karin,

danke für deine wertvollen Hinweise. Was du über die
Akklimatisationsprobleme schreibst, nehme ich sehr
ernst ... genauer gesagt "am ernstesten". Ich war u.a.
einmal morgens um 7 Uhr mit Ski auf dem Montblanc
und war total topfit, weil wir die Tage vorher ständig
schwierige kombinierte Touren gemacht hatten und
unser "Basecamp" auf 3600m lag. Es war ein tolles
Gefühl, so fit gut angepasst zu sein.

Ein andermal schlich ich Nachmittags Richtung Gipfel
und habe wenige hundert Meter davor abgebrochen,
weil ich schon eine Weile rasende Kopfschmerzen hatte.
Wir kamen unakklimatisiert und wollten wegen des
guten Wetters "mal schnell" hinauf. Ich war zwar der
alpin-fitteste unserer Gruppe, aber der Einzige, der
da oben gelitten hat. Ein Freund verzichtete auf den
Gipfel und ging mit mir runter ...

Was die Organisation in Nepal angeht, da würde ich
gerne auf vorbereitete Verhältnisse treffe, d.h. mit einem
deutschen oder dort ansässigen Veranstalter losziehen,
gerne auch "nur" mit einem Porterguide, wenn der uns
bei einem schönen Trek auch noch einen "echten"
Gipfel empfehlen kann. Wenn du da etwas empfehlen
kannst (die Suchmaschinen bieten sehr viel, aber ob
das deswegen auch "sehr gut" ist ...), wäre ich dir
dankbar!

Viele Grüße,
Ikaris

Mane
12.10.2004, 09:27
Hallo Ikarus,

Vielleicht hilft es Dir bei Deiner Entscheidung - auf meinen Seiten findest Du einige Programme welche in die gewünschte Richtung gehen.

http://www.trekking24.com/nepal/touren/einleitung_touren.htm

Namaste

Mane

Ikarus
13.10.2004, 08:21
Danke Mane,

schaue ich mir ernsthaft an!

Ikarus