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Vollständige Version anzeigen : Island Peak Erfahrungen


Guest
13.10.2004, 15:24
Hallo,

ich werde wahrscheinlich zusammen mit meinem geschätzten Mitbewohner Hannes im Februar 2006 in den Khumbu fahren und wir denken darüber nach, den Island Peak zu besteigen. Nun interessieren mich nicht Formalitäten wie Permit-Beschaffung oder Preise, sondern pure Erfahrungsberichte über den Aufstieg zum Island Peak. Vielleicht hat ja der eine oder andere den Berg schon bestiegen und kann mir über seine Erfahrungen berichten. Dabei geht's mir eher um persönliche Eindrücke und Empfindungen als um die reine Technik an sich.

Gruß und Danke!

Nils

Ikarus
15.10.2004, 19:54
Hi :-)

Tut zwar nicht viel zur Sache, aber könnte es sein,
das du vom Februar 2005 redest? Ich war noch nicht
dort oben ....

Ikarus

Guest
15.10.2004, 22:50
;D nee nee, ich rede von februar 2006. von februar 2005 an bin ich in 2 monate in neuseeland...

Guest
21.10.2004, 22:19
??? na, noch niemand da gewesen? :'(

Guest
22.10.2004, 15:27
??? na, noch niemand da gewesen? ¤*#:'(


Ich persoenlich war noch nie da, aber vielleicht hilft dir der folgende Beitrag ja:

http://www.nepalboard.de/wwwboard/messages/16318.html

Gruss
Joachim

phacops
22.10.2004, 17:27
??? na, noch niemand da gewesen? ¤*#:'(

doch, ich war vor einigen Jahren am Imjatse.
aber da persönliche Eindrücke und Empfindungen gefragt waren, hab ich bisher aufn post verzichtet ¤*#;D.
Aber jetzt: es war a....kalt, Schlaf im Hioghcamp miserabel trotz Daunenschlafsck bis -25G und Fleece-zusatzschlafhülle, die Höhe hat mir persönlich nicht so viel ausgemacht, aber der Schuttanstieg von HC zum Gletscher mit Schneeauflage war lästig, der Gletscher no problem, aber die Gipfelwand schon eine Herausforderung (hatte soviel Eis zuvor nicht beklettert), da dann Bewölkung aufzog, war die Gipfelaussicht besch...eiden. Und der Rückweg zum BC und nach Chukkung im Schneegestöber auch kein Sonntagsspaziergang.

phacops

Uwe_Clement
23.10.2004, 10:10
http://www.nepalboard.de/wwwboard/messages/16318.html

der "uwe" war übrigens ich in dem beitrag. ich hatte mich auch mal fuer den island peak interessiert.

habe nun schon ziemlich viel darueber gehoert und gelesen, das problem wie ich finde ist dass es (logischerweise:-) alles subjektive eindruecke sind die mir nicht nicht geholfen haben einen eindruck zu gewinnen wie schwer die besteigung ist und wie erfahren man sein muss.

wir machen hier bei uns in den alpen seit ca. 4 jahren (erst) bergtouren, waren u.a. dieses jahr auf dem gran paradiso und monte chevedale. vermutlich nicht genug als vorbereitung fuer den island peak.

ich fliege naechste woche nach nepal und werde wohl nicht auf den island peak gehen, gereizt haette er mich schon :-)

ich muss auch erst mal sehen wie ich mit den hoehen dort klar komme, das kann ich auch noch nicht abschaetzen :-)

viele gruesse
uwe

Guest
23.10.2004, 10:15
Ich war vor einem Jahr im Oktober mit einer organisierten Tour da. Wir haben den Berg als Tagestour von und zu dem „Basislager“ an der Moräne bestiegen.: Mitten in der Nacht geht es ewig lang einen Geröll/Schutthang hinauf, oben als es hell wurde kommen ein paar leichte Schrofen bis zum Gletscherrand. Über den Gletscher war eine ausgetretene Spur, wie auf einen beliebten Alpen-Viertausender. Trotzdem hat es mich gewundert, dass dort allgemein nicht angeseilt wird. Etwa eine Stunde geht es relativ flach über den Gletscher bis zum Fuß der Firnflanke hinauf zum Grat. Das sind zweieinhalb Seillängen, ca. 45 Grad steil. In der Hauptsaison ist hier wohl allgemein ein Fixseil. Meine kleine T-Block-Steigklemme hat sich da sehr bewährt. Den Grat entlang geht es noch ca. 100 Höhenmeter zum Gipfel, mit einer markanten Steilstufe die auch durch Fixseil gesichert war, ebenso wie die letzten Meter zum Gipfel. Bei uns hatte es hohe Schleierwolken, deshalb war die Aussicht etwas milchig, sonst aber gute Bedingungen. Im Abstieg haben wir an den Fixseilen jeweils mit Achter abgeseilt. Es war der 13. Tag des Trekkings. Ich war für meine Begriffe Topform (Hüttenanstieg in den Alpen von 1200 m in 90 min) aber es hat mich sehr angestrengt und wieder unten war ich ziemlich fertig, da noch nicht voll akklimatisiert.

Zu unüblicher Zeit im Februar, auf mich allein gestellt ohne Fixseile würde ich mir das nicht zutrauen.

Einige meiner Bilder sind unter „Imja Tse“ auf www.summitpost.org

phacops
25.10.2004, 17:59
@ Mathias Zehring: Schöne Bilder! :D Die nächtliche Tour über den Schutthang haben wir uns durch eine Übernachtung im HC gespart - waren allerdings vorher schon ordentlich akklimatisiert. Als Tagestour vom BC hoch und zurück ist schon ordentlich!
Wir sind über den Gletscher schon angeseilt gegangen.
Und ohne Fixseile in die Gipfelwand - da mußt du ein sehr routinierter Allein-Eisgeher sein.

@Uwe Clement: wenn du schon einige Jahre über Gletscher gehst und mit den Geräten (Eisen, Steigklemme, Achter) umgehen kannst, und zudem nen guide dabei hast, sollte der Imjatse für dich eigentlich kein Problem sein.
Viele Gruppentrekkis werden von den Führern ohne jegliche Vorkenntnisse hochgeschleppt >:(.
Der erste Eindruck der Gipfelwand ist zwar happig und kam mir wie ne 70 Grad Wand vor. Aber die 45 von Mathias dürften stimmen. und wenn du mal am Fixseil bist, hast du genug Adrenalin.
Geräte stellt normalerweise die Agentur, über die du den guide nimmst bzw sie werden ausgeliehen. Wenn dus also doch andenkst, wäre dein eigener Gurt (wer hat dir eigentlich den Kombigurt angedreht?) zu empfehlen. ;)

Viel Spaß und Erfolg und gesunde Rückkehr!

phacops

Uwe_Clement
26.10.2004, 00:36
hi phacops,

ich hatte mir mal eine komplette klettersteigausruestung gekauft, da war eben der kombigurt dabei, ich sag mal so schlecht find ich den nicht, das einzigste was nicht passieren darf ist dass man in ne spalte fliegt oder beim klettern ins seil fliegt, wenn man naemlcih einige zeit in dem gurt sitzt wird es ¤*#¤*#¤*# unbequem :-) musste diese erfahrung beim gletscherkurs machen.

nochmals zum island peak:

am liebsten würde ich mir das offen lassen und wenn ich sehe dass ich fit bin, d.h. bei der gesamten tour, eben beim gokyo ri, kala pattar, chukkhung ri,... keine probleme habe dann "spontan" den island peak in angriff nehmen, aber genau das wird nicht gehen wie ich das einschaetzte oder ? man muss zuvor die permitt kaufen und eben auch entsprechende ausruestung mitnehmen (welche ich sonst nicht brauchen wuerde) ?!

mit steigeisen, seil, eispickel etc. hab ich kein problem, würde ich mir schon zutrauen, was ich halt nicht weiss ist die kondition ! (in verbindung noch mit der hoehe, oder eben gerade deshalb :-)

phacops
26.10.2004, 18:04
am liebsten würde ich .....wenn ich sehe dass ich fit bin.... dann "spontan" den island peak in angriff nehmen, aber genau das wird nicht gehen wie ich das einschaetzte oder ? man muss zuvor die permitt kaufen und eben auch entsprechende ausruestung mitnehmen (welche ich sonst nicht brauchen wuerde) ?!



Diese Einschätzung teile ich.
Du kannst höchstens versuchen, dich in ein permit einzukaufen, wenn du rauskriegst, wer zum I. geht. Also entweder in D recherchieren -das wird zeitlich eng - oder in KTM einen Aushang machen oder eine Agentur, zB Navyo fragen.
Oder du kannst zum BC trekken, vielleicht auch zum HC und zum Gletscher. Ich vermute mal, wenn man nicht bis zum Gipfel geht, braucht man auch kein permit? Vielleicht kommt Navyo mal hier vorbei und gibt seine Meinung kund.
Wenn dein Name im permit stehen muß, das in KTM von einer registrierten agency beantragt und dort ausgestellt werden muß, sieht es schlecht aus, sich im BC noch in ein permit einzukaufen. Geräte wären dort in der high saison vorhanden. ¤*#



das einzigste was nicht passieren darf ist dass man in ne spalte fliegt oder beim klettern ins seil fliegt, wenn man naemlcih einige zeit in dem gurt sitzt

das reicht aber schon ¤*#;)

trotzdem guten Trek und gute Rückkehr!

phacops

Flachlandtiroler
27.10.2004, 10:12
Hallo Uwe,


ich hatte mir mal eine komplette klettersteigausruestung gekauft,
Nicht das es was mit dem Imjatse zu tun hätte, aber wo wir gerade Deine Ausrüstung zerfleddern: ;D
Du hast aber statt der am Klettersteig üblichen Twistlocks schon auch 'nen HMS-Karabiner?

Was Uwe mit dem Hängen im Kombigurt wahrscheinlich meint ist, daß Du in besagter Eiswand im Falle eines Falles ja nicht frei hängst -- in einer Spalte allerdings schon...

Richtig ist, auf den Permits sind AFAIR die Namen der Teilnehmer getippt, d.h. nachträgliche Änderungen on trek sind nicht drin. Maximal wenn ein Teilnehmer zurückzieht könntest Du Dich im Fall einer Kontrolle als dieser ausgeben.
Schätze wenn überhaupt wird im Basecamp kontrolliert, insofern glaube ich nicht daß man als Trekker ohne Permit zum Highcamp spazieren darf.

Gruß, Martin

thanatos
27.10.2004, 10:35
Iich war vor ca. 10 Jahren mit Hauser am Imja Tse.
Damals wurde am Bergfuß schon kontrolliert wer ein
Permit hat oder nicht. Eine Chance in der Hauptsaison
den Berg zu machen bestand kaum..Wie genau heute
kontrolliert wird weiss ich nicht,aber Versuche den
Berg illegal zu besteigen, bestraft Nepal schwer.

Lupo
31.10.2004, 20:17
schau mal im Bereich "Expeditionsbergsteigen" im Thema "6000er".

greets, Lupo