Klaus
01.11.2004, 16:11
Hier in Kurzform ein paar (subjektive) Eindrücke unsere Nepalreise v. 4.10. bis 26.10.
Geplant war Everesttrek von Lukla nach Gokyo evtl. Cho Oyu - Bc, Cho-La Überquerung zum Kala Pattar und zurück.
Rausgekommen ist ABC und es waren wunderschöne Tage im Reich der Annapurnas.
5.10. Ankunft in KTM mit Gulf Air, reibungsloser Flug mit Übernachtung in Abu Dhabi.
6.10. Unser erster Besuch gilt dem Kinderhaus Kathmandu in Buddha Nilkanta. Der Erweiterungsbau ist so gut wie fertig, die Handwerker sind an den letzten Arbeiten. Wir sind sehr beeindruckt und fühlen uns bestätigt in unserer Unterstützung durch das Benefizkonzert im Juni! Wir sind sicher jeder Cent ist hier gut angelegt.
Weitere Info http://www.kinderhaus-kathmandu.de/
7.10. Flug nach Lukla.... und zurück! Wir sehen zwar mal kurz die Landebahn von Lukla durch Wolkenfetzen, aber nach 3 vergeblichen Landeversuchen geht's zurück nach KTM, warten.... warten... warten... am Spätnachmittag werden dann alle Versuche eingestellt.
8.10. warten,
9.10. warten... eine Gruppe des Summitclub chartert einen Heli, startet.... und ist gegen Mittag auch wieder zurück !!!
Inzwischen gibt es die tollsten Gerüchte: 5-6 Tage Wartezeit, angeblich 2000 Leute warten auf einen Flug nach Lukla ...
Naja für uns gibt es schöneres als den Urlaub am Domestic-Airport in KTM zu verbringen und so buchen wir kurzfristig um nach Pokhara und beikommen am gleichen Tag um 14.20 hrs noch Platz und Flug.
Da wir mit 12 Tagen üppig Zeit haben fürs ABC gehen wir über Gorepani, Tadapani Richtung Chomrong.
Ein Regentag mit heftigen Niederschlägen reinigt die Luft und die Feuchtigkeit bringt mir 2 Lichis ans Bein, was aber unserer guten Laune beim Anblick der Annapurna Süd keinen Abbruch tut.
Ab Chomrong ist die Route lebhaft begangen, in Deurali bekommen wir keine Lodge mehr und gehen so weiter bis zum MBC.
Im Herbst ist das problemlos möglich, keine Lawinengefahr! Alles grün bis zum ABC !
Berührt hat uns das kleine Denkmal für Anatoli Boukreev, Ausnahmebergsteiger und dessen Buch "Der Gipfel" über die Tragödie am Everest allemal lesenswerter ist als Krakauer.
Auf dem Rückweg verbummeln wir einen Tag in den heißen Quellen bei Jhinu, später rückte unser Guide damit raus, dass der Nachbar im Badebecken ein Parteisekretär der Mao's war. Am Tag vorher hatten wir Ausgangs Chomrong 1000 Rs pro Nase an die Mao's entrichtet und dafür eine Quittung ("Tax Bill") bekommen. "Offizieller" Tarif ist 100 Rs pro Tag, mit den Zeitangaben nehmen es die Herren Revolutionäre scheint's dann doch nicht so genau! ;-).
Auf dem weiteren Weg trafen wir in New Bridge dann Peter Habeler, der mit einer Gruppe zum Tent Peak unterwegs war.
Smalltalk und ein "Fototermin" zur Erinnerung. Von hier aus nochmal Berg Heil und gutes Gelingen!
Der Rückweg über Landrung erweist sich als kaum noch frequentiert. Erste Assoziation in Landrung ist die mit einer aussterbenden Goldgräberstadt...
Dann nochmal ein steiler Anstieg nach Deurali und Ende der Tour in Dhampus.
Noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
Militärpräsenz in KTM deutlich geringer als im März
Direkte Mao Kontakte keine, die 1000 Rs hat unser Freund und Guide, nach der Aufforderung schonmal vorauszugehen, diskret bezahlt. Am liebsten wäre ihm wohl gewesen wir hätten es garnicht bemerkt, aber er brauchte ja auch das Geld wieder!
Zu Dasein war auch von einem Waffenstillstand die Rede.
Wir sind noch nie so stark von Kindern angebettelt worden wie auf dieser Route! Zum Teil wurde nach der Manier alter Hochzeitsbräuche in Bayern der Weg abgesperrt und zu Resham firiri... getanzt! Nepal braucht jede denkbare Hilfe, aber nicht an bettelnde Kinder die der Schule fernbleiben (sofern es eine gibt!).
Vielleicht trägt dazu auch jenes Publikum ein bisschen bei, an das der Reiseleiter abends (unter reifen Zitronen) Gummiwärmflachen verteilt !
Ironie des Schicksals: Nach dem Trekking erfahren wir von Matze, dass am Tag nach unsere Umbuchung 40 Flüge nach Lukla gingen...
Fazit: Wir möchten auch diese Nepalreise nicht missen, trotz aller Probleme kann man nach, und in Nepal reisen, und wir kommen wieder, Cho-La und Cho Oyu Basecamp warten!!!
Klaus
www.trekkingweb.de
Geplant war Everesttrek von Lukla nach Gokyo evtl. Cho Oyu - Bc, Cho-La Überquerung zum Kala Pattar und zurück.
Rausgekommen ist ABC und es waren wunderschöne Tage im Reich der Annapurnas.
5.10. Ankunft in KTM mit Gulf Air, reibungsloser Flug mit Übernachtung in Abu Dhabi.
6.10. Unser erster Besuch gilt dem Kinderhaus Kathmandu in Buddha Nilkanta. Der Erweiterungsbau ist so gut wie fertig, die Handwerker sind an den letzten Arbeiten. Wir sind sehr beeindruckt und fühlen uns bestätigt in unserer Unterstützung durch das Benefizkonzert im Juni! Wir sind sicher jeder Cent ist hier gut angelegt.
Weitere Info http://www.kinderhaus-kathmandu.de/
7.10. Flug nach Lukla.... und zurück! Wir sehen zwar mal kurz die Landebahn von Lukla durch Wolkenfetzen, aber nach 3 vergeblichen Landeversuchen geht's zurück nach KTM, warten.... warten... warten... am Spätnachmittag werden dann alle Versuche eingestellt.
8.10. warten,
9.10. warten... eine Gruppe des Summitclub chartert einen Heli, startet.... und ist gegen Mittag auch wieder zurück !!!
Inzwischen gibt es die tollsten Gerüchte: 5-6 Tage Wartezeit, angeblich 2000 Leute warten auf einen Flug nach Lukla ...
Naja für uns gibt es schöneres als den Urlaub am Domestic-Airport in KTM zu verbringen und so buchen wir kurzfristig um nach Pokhara und beikommen am gleichen Tag um 14.20 hrs noch Platz und Flug.
Da wir mit 12 Tagen üppig Zeit haben fürs ABC gehen wir über Gorepani, Tadapani Richtung Chomrong.
Ein Regentag mit heftigen Niederschlägen reinigt die Luft und die Feuchtigkeit bringt mir 2 Lichis ans Bein, was aber unserer guten Laune beim Anblick der Annapurna Süd keinen Abbruch tut.
Ab Chomrong ist die Route lebhaft begangen, in Deurali bekommen wir keine Lodge mehr und gehen so weiter bis zum MBC.
Im Herbst ist das problemlos möglich, keine Lawinengefahr! Alles grün bis zum ABC !
Berührt hat uns das kleine Denkmal für Anatoli Boukreev, Ausnahmebergsteiger und dessen Buch "Der Gipfel" über die Tragödie am Everest allemal lesenswerter ist als Krakauer.
Auf dem Rückweg verbummeln wir einen Tag in den heißen Quellen bei Jhinu, später rückte unser Guide damit raus, dass der Nachbar im Badebecken ein Parteisekretär der Mao's war. Am Tag vorher hatten wir Ausgangs Chomrong 1000 Rs pro Nase an die Mao's entrichtet und dafür eine Quittung ("Tax Bill") bekommen. "Offizieller" Tarif ist 100 Rs pro Tag, mit den Zeitangaben nehmen es die Herren Revolutionäre scheint's dann doch nicht so genau! ;-).
Auf dem weiteren Weg trafen wir in New Bridge dann Peter Habeler, der mit einer Gruppe zum Tent Peak unterwegs war.
Smalltalk und ein "Fototermin" zur Erinnerung. Von hier aus nochmal Berg Heil und gutes Gelingen!
Der Rückweg über Landrung erweist sich als kaum noch frequentiert. Erste Assoziation in Landrung ist die mit einer aussterbenden Goldgräberstadt...
Dann nochmal ein steiler Anstieg nach Deurali und Ende der Tour in Dhampus.
Noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
Militärpräsenz in KTM deutlich geringer als im März
Direkte Mao Kontakte keine, die 1000 Rs hat unser Freund und Guide, nach der Aufforderung schonmal vorauszugehen, diskret bezahlt. Am liebsten wäre ihm wohl gewesen wir hätten es garnicht bemerkt, aber er brauchte ja auch das Geld wieder!
Zu Dasein war auch von einem Waffenstillstand die Rede.
Wir sind noch nie so stark von Kindern angebettelt worden wie auf dieser Route! Zum Teil wurde nach der Manier alter Hochzeitsbräuche in Bayern der Weg abgesperrt und zu Resham firiri... getanzt! Nepal braucht jede denkbare Hilfe, aber nicht an bettelnde Kinder die der Schule fernbleiben (sofern es eine gibt!).
Vielleicht trägt dazu auch jenes Publikum ein bisschen bei, an das der Reiseleiter abends (unter reifen Zitronen) Gummiwärmflachen verteilt !
Ironie des Schicksals: Nach dem Trekking erfahren wir von Matze, dass am Tag nach unsere Umbuchung 40 Flüge nach Lukla gingen...
Fazit: Wir möchten auch diese Nepalreise nicht missen, trotz aller Probleme kann man nach, und in Nepal reisen, und wir kommen wieder, Cho-La und Cho Oyu Basecamp warten!!!
Klaus
www.trekkingweb.de